Joachimsthal
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Joachimsthal wappen.PNG |
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| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 58′ N, 13° 45′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12060100}}
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| Bundesland: | Brandenburg | |||||
| Landkreis: | Barnim | |||||
| Amt: | Joachimsthal (Schorfheide) | |||||
| Höhe: | 72 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12060100}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 16247 | |||||
| Vorwahl: | 033361 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | BAR, BER, EW | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 60 100 | |||||
| LOCODE: | DE JOA | |||||
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Joachimsplatz 1–3 16247 Joachimsthal | |||||
| Website: | www.amt-joachimsthal.de | |||||
| Bürgermeister: | René Knaak-Reichstein (CDU) | |||||
| Lage der Stadt Joachimsthal im Landkreis Barnim | ||||||
| <imagemap>
Bild:Joachimsthal in BAR.png|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 96 296 110 290 96 283 90 249 83 243 82 248 73 248 83 255 64 274 53 268 43 278 62 285 70 295 77 288 83 297 Ahrensfelde poly 164 74 173 72 163 63 170 48 159 39 150 51 144 61 141 76 153 72 Althüttendorf poly 64 272 61 237 39 234 43 224 37 214 27 195 48 187 49 204 62 196 75 193 81 182 83 190 74 196 85 213 93 217 102 222 100 248 94 247 89 260 85 248 87 241 81 246 73 247 80 254 Bernau bei Berlin poly 102 217 106 211 108 183 109 168 103 150 96 146 85 156 81 151 92 136 87 137 63 149 77 169 70 191 79 181 83 191 94 195 Biesenthal poly 138 188 126 173 143 173 149 164 150 155 169 152 178 166 173 181 Breydin poly 151 116 161 114 169 102 163 93 143 97 141 90 129 93 146 103 Britz (bei Eberswalde) poly 178 124 164 120 169 104 162 90 150 96 135 94 128 92 153 71 165 75 184 67 199 60 213 54 218 57 215 66 222 76 230 78 231 83 219 98 210 112 202 123 197 114 192 126 Chorin poly 110 161 103 145 118 145 116 130 119 113 132 122 139 121 141 112 156 119 170 102 168 124 180 124 180 131 191 132 188 143 182 144 170 141 168 155 150 156 150 167 140 159 Eberswalde poly 103 22 124 24 132 22 136 33 144 30 149 20 170 23 172 8 183 2 153 0 108 8 154 0 154 7 119 12 105 10 Friedrichswalde poly 175 161 194 154 199 145 205 137 191 131 190 141 182 150 177 141 165 143 Hohenfinow poly 106 87 98 89 97 75 89 44 78 33 107 31 114 23 127 26 138 32 143 32 150 18 163 22 158 40 156 43 148 58 143 78 127 94 123 81 Joachimsthal poly 215 139 205 120 212 105 222 113 222 121 215 127 Liepe poly 249 95 251 75 249 57 274 57 283 95 Lunow-Stolzenhagen poly 56 155 63 148 86 138 95 135 84 122 93 119 89 106 79 107 77 122 59 116 64 128 53 129 48 140 40 147 Marienwerder poly 107 184 103 164 146 158 146 171 128 173 Melchow poly 210 141 210 136 199 114 184 127 175 126 Niederfinow poly 230 126 258 118 259 110 244 109 246 95 249 92 249 87 223 86 215 105 Oderberg poly 46 277 43 269 46 260 48 244 39 241 25 237 33 229 52 234 65 238 68 271 55 265 Panketal poly 249 86 254 72 253 68 233 62 227 78 230 84 230 87 Parsteinsee poly 100 218 95 190 78 187 72 196 89 216 Rüdnitz poly 65 117 43 109 26 103 38 95 32 86 23 82 9 90 7 84 22 76 19 73 6 77 10 64 23 57 41 52 49 45 54 42 79 33 92 57 99 81 97 90 110 90 124 85 133 101 148 108 140 110 133 124 128 116 119 115 114 134 118 142 104 151 100 146 82 156 85 148 96 132 92 127 96 115 86 103 76 121 Schorfheide poly 100 216 109 210 106 183 125 172 137 189 124 194 133 207 115 222 Sydower Fließ poly 13 256 4 242 11 233 3 227 7 209 7 191 4 159 17 148 43 147 46 135 42 127 28 110 55 115 68 126 48 129 40 145 58 154 66 150 74 171 74 192 63 190 49 198 50 186 40 186 26 200 39 219 43 231 36 233 Wandlitz poly 102 294 126 268 159 254 168 238 168 221 139 235 132 206 117 219 100 215 105 248 91 250 Werneuchen poly 171 72 162 61 174 50 194 42 206 59 Ziethen poly 175 297 176 174 297 174 296 296 Brandenburg desc top-left </imagemap> | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Joachimsthal ist eine Kleinstadt im brandenburgischen Landkreis Barnim und Verwaltungssitz des Amtes Joachimsthal (Schorfheide), dem weitere drei Gemeinden angehören. Bewohner der näheren Umgebung nennen Joachimsthal Juchte oder Juchtebüdel.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />schorfheide-urlaub.de ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Januar 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>juchte.de</ref>
Geografie
Joachimsthal liegt in der historischen Landschaft Uckermark an Werbellinsee und Grimnitzsee und gehört zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Die Stadt befindet sich am naturräumlichen Übergang vom Uckermärkischen Hügelland zur Schorfheide.<ref name="bugv" />
Stadtgliederung
Zu Joachimsthal gehören die Wohnplätze Ausbau, Bahnhof Werbellinsee, Bärendickte, Elsenau, Feriendorf Grimnitzsee, Forst Joachimsthal, Försterei Voigtswiese, Grimnitz, Hubertusstock, Jägerberg, Kienhorst, Leistenhaus, Lindhorst und Miechen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadt Joachimsthal. ( des Vorlage:IconExternal vom 23. März 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg.</ref>
Geschichte
Die Gegend von Joachimsthal wurde schon frühzeitig besiedelt, davon künden Hügelgräber und Gräberfelder in der Umgebung. Im Mittelalter verlief am Grimnitzsee und an der Welse die Grenze zwischen Pommern und Brandenburg. Zu deren Schutz wurde von den brandenburgischen Kurfürsten 1247 die Burg Grimnitz am Ufer des gleichnamigen Sees errichtet. Diese diente ihnen gleichzeitig als Aufenthalts- und Urkundsort. Die erste urkundlich belegte Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1298.
Um 1577 wurde in der Nähe der Burg eine erste Glashütte errichtet. Kurfürst Joachim Friedrich ließ 1601 eine Glashütte erbauen, für die er Glasmacher aus Böhmen ansiedelte. Später ließen sich auch andere Gewerke nieder, u. a. Tuchmacher. Die erste urkundliche Erwähnung Joachimsthall fällt in das Jahr 1603. Der Ort wurde nun auch Flecken Joachimsthall genannt und erhielt am 1. Januar 1604 das Stadtrecht. Kurfürst Joachim Friedrich begann bald darauf mit der Errichtung einer Fürstenschule und einer Kirche, welche am 23. August 1607 geweiht wurde. Am Folgetag wurde die Fürstenschule als Joachimsthalsches Gymnasium eingeweiht und mit reichem Besitz und Einkünften ausgestattet. Dazu zählten u. a. das kurfürstliche Jagdhaus, umfangreicher Landbesitz, Fischereirechte, die Glashütte, Mühlen und verschiedene Rechte in der Stadt Joachimsthal.
Während des folgenden Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort am 5./6. Januar 1636 überfallen und die Schule verwüstet. Auch die Burg Grimnitz erlitt Schäden, und das Vorwerk, der Schönhof in Golzow, wurde niedergebrannt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden neue Glashütten in Grimnitz errichtet. Die Stadt Joachimsthal erholte sich jedoch nur langsam. Der nächste Schicksalsschlag war der Stadtbrand vom 20. April 1814. Er vernichtete 39 Gehöfte, den Schulamtshof mit dem Amtsgebäude, alle Ställe und Scheunen, Brauerei und Brennerei, die Kirche, die Schule und das Predigergehöft. Der Architekt Karl Friedrich Schinkel befasste sich mit dem Projekt zur Wiedererrichtung der zerstörten Gebäude. Die Kirche wurde 1820 fertig, die Schule vermutlich 1823.
Ab 1817 erfolgte der schrittweise Aufbau der Ziegelei am östlichen Ende des Werbellinsees (Jägerberg) zum Herstellen von hochwertigen Hartbrandziegeln und Formsteinen, die auch von Schinkel verwendet wurden. Bereits beim Aufbau der Joachimsthaler Kirche verwendete man Ziegel aus der eigenen Ziegelei. Die Torfgruben für die Ziegelei lagen östlich dem Werbellinsee und sind heute teilweise kleine Seen. Gottfried Menzel (1792–1870) leitete 50 Jahre die königliche Ziegelei. Noch heute kann man markierte Joachimsthaler Ziegel am Grund des Werbellinsees auf einem untergegangenen Kaffenkahn finden. 1874 wurde die königliche Ziegelei an den Steinlieferanten Lüdecke zu Berlin verpachtet und nach dessen Tod wurden die Ziegelei ab 1900 zum Abbruch verkauft. Lediglich das Verwaltungs- und Wohnhaus der Pächter blieb erhalten. Förster von der Joachimsthaler Mühle zogen ein. Das Forsthaus erhielt 1902 offiziell den Namen Forsthaus Werbellinsee. Eine zweite Ziegelei gründete sich im Ortsteil Elsenau am Werbellinsee. Mit Ziegeln aus Joachimsthal wurde beispielsweise die Friedrichswerdersche Kirche, die Heilandskirche und das Schloss Babelsberg errichtet. Noch bis in die Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts existierte ein weit verzweigtes Feldbahnennetz zwischen dem Sägewerk in Miechen, der Ziegelei in Elsenau, dem Kaiserbahnhof und der Steinschlägerei in Althüttendorf. Heute nutzt zwischen Elsenau und Joachimsthal der Radfernweg Berlin–Usedom die ehemalige Trasse der Feldbahn.
Im Juli 1898 erfolgte die Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke von Eberswalde bis Joachimsthal, die dann im Dezember bis Templin fertiggestellt wurde. 1888 hatte man den Gutsbezirk Joachimsthal in die Stadt eingemeindet, 1929 folgten Teile des Gutsbezirkes Grimnitz-Forst und des Forstgutsbezirk Schorfheide (Joachimsthal Forst mit Dammshaus, Zorndorf und Steingrube) und 1938 auch Altgrimnitz.
Joachimsthal gehörte seit 1817 zum Landkreis Angermünde in der preußischen Provinz Brandenburg bzw. nach 1947 im Land Brandenburg. Von 1952 bis 1990 lag die Stadt im Kreis Eberswalde des DDR-Bezirks Frankfurt (Oder). Heute liegt die Stadt im Landkreis Barnim.
Bevölkerungsentwicklung
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (PDF) S. 14–17</ref><ref>Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung von Joachimsthal besteht aus 16 Mitgliedern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019</ref> |
Sitze 2019 |
Stimmenanteil 2024 |
Sitze 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 34,7 % | 6 | 29,4 % | 5 | |
| Pro Joachimsthal | 27,3 % | 4 | 23,0 % | 4 | |
| AfD | – | – | 20,8 % | 3 | |
| SPD | 11,1 % | 2 | 7,5 % | 1 | |
| Parteiunabhängige Bürger Joachimsthal (PUB) | – | – | 5,5 % | 1 | |
| FDP | – | – | 5,2 % | 1 | |
| Die Linke | 7,2 % | 1 | 4,3 % | 1 | |
| Einzelbewerberin Hanna Machel | – | – | 2,8 % | – | |
| BVB/Freie Wähler | – | – | 1,5 % | – | |
| Bündnis 90/Die Grünen | 12,2 % | 2 | – | – | |
| Einzelbewerberin Ivonne Glöck | 5,7 % | 1 | – | – | |
| Einzelbewerber Egbert Herholdt | 1,8 % | – | – | – | |
| Insgesamt | 100 % | 16 | 100 % | 16 |
Bürgermeister
- 1998–2003: Rolf Schneider<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Barnim ( des Vorlage:IconExternal vom 30. März 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 2003–2008: Dirk Protzmann<ref>Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen (PDF) S. 22</ref>
- 2008–2014: Gerlinde Schneider<ref>Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen (PDF) S. 8</ref>
- seit 2014: René Knaak-Reichstein (CDU)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ( des Vorlage:IconExternal vom 10. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Knaak-Reichstein wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 79,4 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ( des Vorlage:IconExternal vom 12. August 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Er wurde in der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 77,1 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024</ref> Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre.<ref>Brandenburgi-sches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)</ref>
Städtepartnerschaften
Joachimsthal unterhält seit September 1996 eine Partnerschaft mit dem polnischen Golczewo (deutsch: Gülzow).
Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Baudenkmale in Joachimsthal und Liste der Bodendenkmale in Joachimsthal stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.
- Kreuzkirche im Zentrum der Stadt, erneuert nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel ab 1817
- Burgruine Grimnitz am Grimnitzsee, ehemals romanische Grenzburg der Askanier zur Uckermark
- Joachimsthalsches Gymnasium
- Bahnhof Werbellinsee („Kaiserbahnhof“)
- Ehemaliger Wasserturm, zu einem Aussichtsturm mit Aufzug (Biorama-Projekt) umgebaut
- Jagdhaus Hubertusstock, von 1847 bis 1849 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. im bayerischen Landhausstil erbaut, ehemaliges Gästehaus der DDR-Regierung
Der Jüdische Friedhof wurde 1750 eröffnet. Er liegt zwischen altem und neuem städtischen Friedhof an der Zorndorfer Straße.
Am 18. Juli 2007 wurden zum Gedenken an das jüdische Ehepaar Helmuth und Regina Chaim in der Joachimsthaler Schulstraße die ersten zwei Stolpersteine verlegt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stolpersteine ( vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref>
Das Ehrenmal für die Opfer des Faschismus wurde 1953 errichtet. Es steht in der Töpferstraße gegenüber dem ehemaligen Hotel „Jägerhof“, wo sich heute die Touristeninformation („Schorfheide-Info“) befindet.
Naturdenkmale
Siehe Liste der Naturdenkmale in Joachimsthal
Tourismus
Joachimsthal liegt an der Märkischen Eiszeitstraße. In der Seerandstraße, am Rande von Joachimsthal, direkt am Werbellinsee, befindet sich eine Anlegestelle der Fahrgastschifffahrt. In der Angermünder Straße befindet sich das Feriendorf Grimnitzsee, eine Bungalowanlage für Feriengäste und Dauerbewohner.
Wirtschaft und Infrastruktur
Während es bis Ende der 1990er Jahre noch einige Industriebetriebe gab (Sägewerk, Tonverarbeitung), ist jetzt neben der Landwirtschaft zunehmend der Tourismus nennenswert.
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Mit der Eisenbahn ist die Stadt über die von der NEB annähernd im Stundentakt betriebene Regionalbahnlinie RB 63 Eberswalde–Joachimsthal (Bahnstrecke Britz–Fürstenberg) mit Halten am Bedarfshalt Joachimsthal Kaiserbahnhof und am Bahnhof Joachimsthal erreichbar. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Joachimsthal und Templin wurde im Dezember 2006 der Personenverkehr eingestellt, im Dezember 2018 wieder aufgenommen, dann aber zum Fahrplanwechsel Dezember 2022 erneut eingestellt.
Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg erbracht. Folgende Verbindung führt, betrieben von der Uckermärkische Verkehrsgesellschaft, ab Joachimsthal:
- Linie 515: Joachimsthal ↔ Friedrichswalde ↔ Ringenwalde ↔ Milmersdorf ↔ Templin
Joachimsthal liegt an den Landesstraßen L 23 von Templin nach Eberswalde und L 220, die als westliche Uferstraße des Werbellinsees verläuft. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Joachimsthal an der A 11 zwischen Berlin und Stettin.
Der Radfernweg Berlin–Usedom führt durch Joachimsthal und die Region.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- 1951: Syo Kornelius Thoden van Velzen (1870–1957), Arzt in Joachimsthal, verhinderte in den letzten Kriegstagen 1945 die Zerstörung der Stadt, indem er mit einer weißen Fahne der anrückenden Roten Armee entgegenging
- 2004: Ralf-Dietrich Böhlke (* 1943), unterstützte den Rückerwerb und die weitere Gestaltung des Kaiserbahnhofs. Er wirkte bei zahlreichen Rekonstruktionen mit (Schinkelleuchter in der Schinkelkirche, Amtsuhr im Rathausl). Durch seine Mitwirkung entstand der Brunnen auf dem Joachimsplatz. Als „Orgelböhli“ ist er als Repräsentant für die Stadt Joachimsthal unterwegs.<ref>Volkssolidarität im Barnim aktuell, 2/2012, S. 32.</ref>
Söhne und Töchter der Stadt
- Johannes Magirus (1615–1697), Mediziner, Mathematiker und Hochschullehrer
- Johann von Martitz (1624–1695), kurfürstlich-brandenburgischer Rat und Begründer des Jerusalemstiftes in Berlin
- Franz Ernst Neumann (1798–1895), Physiker
- Elisabeth Schnack (1899–1992), Übersetzerin und Schriftstellerin
- Heinz Scharlipp (1916–1974), Architekt und Bauingenieur
- Walter Krumbach (1917–1985), Autor von Kinderbüchern und -liedern (u. a. das Sandmann-Lied), Puppenspielen und Comics
- Wolfgang F. Henschel (1943–2023), Regisseur und Drehbuchautor
Mit Joachimsthal verbundene Persönlichkeiten
- Friedrich Brunold (1811–1894), märkischer Dichter, lebte von 1834 bis zu seinem Tod in Joachimsthal
- Balduin von Hövel (1843–1932), Forstwissenschaftler, 1879 bis 1919 Leiter des Forstamtes Grimnitz
- Erhard Hausendorff (1888–1960), Forstwissenschaftler, Leiter des Forstamtes Grimnitz
- Hans-Jürgen Fischbeck (* 1938), Bürgerrechtler, lebte in der Kommunität Grimnitz e. V. in Joachimsthal
- Holger Barthel (1960–2016), Künstler, lebte von 2002 bis zu seinem Tod im Stationsgebäude neben dem Kaiserbahnhof<ref>Holger Barthel. In: infopunktkunst.de. Abgerufen am 24. März 2025.</ref>
- Frank-Wolf Matthies (* 1951), lebt seit 1994 in Joachimsthal
Literatur
- Lieselott Enders (Bearbeitung): Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Uckermark. Mit einer Übersichtskarte im Anhang (= Friedrich Beck [Hrsg.]: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil VIII; Veröffentlichungen des Staatsarchivs Potsdam. Band 21). Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2 (es gibt einen Nachdruck von 2012).
- Frauke Gränitz, Luise Grundmann im Auftrag Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Hrsg.): Um Eberswalde, Chorin und den Werbellinsee. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Eberswalde, Hohenfinow und Joachimsthal (= Landschaften in Deutschland. Werte der deutschen Heimat. Band 64). Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2002, ISBN 3-412-02401-5.
- Vorlage:MerianTopo
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="bugv"> Naturräumliche Gliederung Brandenburgs nach Scholz. Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, 19. März 2015, abgerufen am 7. November 2015. </ref> </references>
Ahrensfelde | Althüttendorf | Bernau bei Berlin | Biesenthal | Breydin | Britz | Chorin | Eberswalde | Friedrichswalde | Hohenfinow | Joachimsthal | Liepe | Lunow-Stolzenhagen | Marienwerder | Melchow | Niederfinow | Oderberg | Panketal | Parsteinsee | Rüdnitz | Schorfheide | Sydower Fließ | Wandlitz | Werneuchen | Ziethen
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- Ort im Landkreis Barnim
- Uckermark
- Joachim Friedrich (Brandenburg)
- Stadt in Brandenburg
- Stadtrechtsverleihung 1604