Zum Inhalt springen

Jotvata

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. September 2025 um 20:42 Uhr durch imported>Ulf Heinsohn (Einzelnachweise: +kat).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Jotvata
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
[[Datei:{{#property:P41}}|120px|rand|zentriert|Flagge von Jotvata]]
Jotvata
Basisdaten
hebräisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Staat: IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel
Bezirk: Süd
Gegründet: 1951
Koordinaten: 29° 54′ N, 35° 4′ OKoordinaten: 29° 53′ 44″ N, 35° 3′ 36″ O
 {{#coordinates:29,895597222222|35,0601|primary
dim=10000 globe= name=Jotvata region=IL-D type=city
  }}
Höhe: 81 m
 
Einwohner: 796 (Stand: 2022)<ref>2022 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026. </ref>
 
Gemeindecode: 0866
Zeitzone: UTC+2
Postleitzahl: {{#property:P281}}
 
Website:
Jotvata (Israel)
Jotvata (Israel)

Jotvata ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Kibbuz in der israelischen Aravasenke. Er liegt im südlichen Negev nahe der jordanischen Grenze, etwa 40 Kilometer nördlich von Eilat und hatte 2022 796 Einwohner.<ref>2022 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref>

Moderner Ort

Jotvata wurde 1951 zunächst als militärische Siedlung gegründet, später ging der heutige Kibbuz daraus hervor. Die Siedlung liegt an einer starken Quelle gleichen Namens, die bereits in der Bibel erwähnt wird („ein Land mit Wasserbächen“, Vorlage:Bibel/Link).

Wichtigste Wirtschaftszweige des Kibbuz sind die Milchwirtschaft mit einem milchverarbeitenden Betrieb und der Tourismus. In der Nähe Jotvatas wurde der Tierpark Chai Bar Jotvata eingerichtet. Dieser Zoo bietet einen Lebensraum für Tiere, die in biblischer Zeit in dieser Gegend heimisch waren, und bildet die Grundlage für deren Wiederansiedlung in Israel (siehe auch Tiere in der Bibel).

Archäologie

Die gute Wasserversorgung des Ortes ermöglichte eine Besiedlung zumindest seit der Eisenzeit. Von 2003 bis 2007 fanden unter der Leitung von Gwyn Davies (Florida International University) und Jodi Magness (University of North Carolina at Chapel Hill) Ausgrabungen statt.

In der Nähe der Quellen wurden Reste eines zweistöckigen, völlig aus Stein erbauten Gebäudes entdeckt. Die begleitende Keramik deckt den Zeitraum vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. ab. Sie besteht aus hellenistischen, nabatäischen und frührömischen Scherben. Das Gebäude ist durch ein Erdbeben am Anfang des 2. Jahrhunderts zerstört worden.

Rund 500 Meter entfernt wurde ein nabatäisches Gebäude von 30 × 35 Metern nachgewiesen, das möglicherweise dem Tempel Ad Dianem entspricht, der auf der Tabula Peutingeriana verzeichnet ist.<ref>Tali Erickson-Gini: ‘En Yotvata. Final Report. In: Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel. 124, 2012.</ref>

Einen Kilometer südwestlich des Kibbuz am Fuß der Hügel des Negev wurde ein spätrömisches Kastell ausgegraben. Es misst außen etwa 40 Meter im Quadrat und hatte einen Wachtturm an jeder Ecke. Eine Inschrift belegt den Bau um das Jahr 300. Es war mit einem Bad ausgestattet, das für die Garnison allein sehr groß ist. Möglicherweise stand es auch Reisenden zur Verfügung. Nach einer ersten Zerstörung durch Feuer hatte das Kastell drei weitere Bauphasen. Es wurde etwa um 370–380 aufgegeben.

Im 5. Jahrhundert wurde das Kastell durch die Byzantiner erneut eine Zeitlang genutzt. Zuletzt gab es eine frühislamische Besiedlungsphase im späten 6. oder frühen 7. Jahrhundert.

Die Architekturreste wurden im Jahr 1958 vom Bau einer Ölpipeline durchquert und schwer beschädigt.<ref>Uzi Avner, Gwyn Davies, Jodi Magness: Yotvata – 2003. In: Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel. 117, 2005.</ref>

Literatur

  • Erhard Gorys, Andrea Gorys: Heiliges Land. (DuMont-Kunst-Reiseführer) DuMont, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-6608-6, S. 370.
  • Uzi Avner, Gwyn Davies, Jodi Magness: Yotvata – 2003. In: Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel. 117, 2005
  • Gwyn Davies, Jodi Magness: Yotvata – 2004. In: Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel. 117, 2005
  • Gwyn Davies, Jodi Magness: Yotvata – 2005. In: Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel. 118, 2006
  • Gwyn Davies, Jodi Magness: Yotvata – 2006. In: Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel. 119, 2007
  • Gwyn Davies, Jodi Magness: Yotvata – 2007. In: Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel. 120, 2008
  • Tali Erickson-Gini: ‘En Yotvata. Final Report. In: Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel. 124, 2012

Weblinks

Commons: Jotvata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />