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Chemosis

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Klassifikation nach ICD-10
H11.4 Sonstige Gefäßkrankheiten und Zysten der Konjunktiva
Konjunktivale(s) Aneurysma, Hyperämie, Ödem
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Datei:ChemosisFront.jpg
Ein Auge mit einer geschwollenen Region der Bindehaut von vorne
Ein leicht seitliches Foto von einem Auge, bei dem im rechten Teil deutlich eine Chemosis zu sehen ist. Es sieht aus, als würde sich eine Blase im Auge befinden, die vom äußeren Winkel des Auges bis zur Iris reicht. Die Blase reicht nicht in die Iris hinein, sondern endet am Rand und hat damit an dieser Seite eine runde Form und endet an der anderen Seite im äußeren Augenwinkel. Die Person hat blaue Augen, Wimperntusche aufgetragen und die Farbe der Augenbraue verläuft von Pink in der Mitte des Gesichts zu Blau in Richtung Ohr.
Chemosis im rechten Teil des Auges
Ein seitliches Foto von einem Auge, bei dem im rechten Teil deutlich eine Chemosis zu sehen ist. Es sieht aus, als würde sich eine Blase im Auge befinden, die ganz leicht schon angeschwollen ist, weshalb die Haut etwas faltig erscheint. Die Person hat blaue Augen, Wimperntusche aufgetragen und die Farbe der Augenbraue verläuft von Pink in der Mitte des Gesichts zu Blau in Richtung Ohr.
seitliche Ansicht der Chemosis

Als Chemosis (seltener Chemose, früher auch Ödem-Chemosis) bezeichnet man eine Schwellung (Ödem) der Bindehaut (Konjunktiva). Aufgrund einer erhöhten Durchlässigkeit der Bindehautgefäße kommt es zu einer glasigen Verdickung. Die Bindehaut kann dabei innerhalb von Minuten um mehrere Millimeter anschwellen, vor die Lider treten und dadurch ein auffälliges Aussehen des Auges hervorrufen. Eine Chemosis kann mit Juckreiz oder Schmerzen einhergehen, aber auch vom Betroffenen unbemerkt bestehen. Gewöhnlich wird die Chemosis durch äußere Reizzustände oder einen entzündlichen Prozess wie eine Allergie oder eine Virusinfektion verursacht. Auch Abflussstörungen, zum Beispiel durch Raumforderungen in der Augenhöhle (Endokrine Orbitopathie) oder Vertrocknungen beim Lagophthalmus sowie Pathologien im Sinus-cavernosus, können eine Chemosis verursachen. Eine Einklemmung der vorgefallenen Konjunktiva zum Beispiel durch eine Lidschwellung kann zu einem Teufelskreis führen.

Die Behandlung richtet sich soweit möglich nach der Ursache. Zusätzlich zu einer Benetzungstherapie werden antientzündliche Augentropfen wie zum Beispiel Antihistaminika eingesetzt.

Literatur

  • Albert J. Augustin: Augenheilkunde. 3., komplett überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2007, ISBN 978-3-540-30454-8.
  • Franz Grehn: Augenheilkunde. 30., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Springer Medizin, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-75264-6.

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