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Linnich

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Linnich COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 59′ N, 6° 16′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05358036}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 59′ N, 6° 16′ O
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Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Düren
Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05358036}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 52441
Vorwahlen: 02462, 02463Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DN, JÜL, MON, SLE
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 036
Stadtgliederung: 13 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rurdorfer Straße 64
52441 Linnich
Website: www.linnich.de
Bürgermeister: Marion Christine Schunck-Zenker (SPD)
Lage der Stadt Linnich im Kreis Düren
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Bild:Linnich in DN.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 312 133 351 133 350 166 312 166 Kreis Düren poly 299 200 299 0 490 0 490 200 Nordrhein-Westfalen poly 203 0 265 12 294 12 297 200 490 200 490 273 452 296 429 349 390 339 358 296 378 283 365 214 312 237 291 216 265 214 265 164 237 156 237 123 203 104 217 77 177 23 203 12 Rhein-Erft-Kreis poly 368 310 378 320 389 339 431 349 459 296 490 273 490 497 177 497 177 478 279 489 279 438 312 410 295 383 334 339 358 360 378 339 Kreis Euskirchen poly 291 0 291 12 177 0 Rhein-Kreis Neuss poly 177 0 0 0 0 95 59 31 118 31 Kreis Heinsberg poly 0 283 0 438 39 383 9 360 19 310 9 310 Stadt Aachen poly 0 95 0 273 9 273 0 310 19 310 9 357 39 394 0 438 9 459 79 478 59 497 168 497 168 488 156 469 177 447 141 429 118 438 79 421 118 296 100 310 79 283 100 263 90 200 79 188 39 216 9 164 19 123 Städteregion Aachen poly 0 459 79 476 59 497 0 497 Belgien poly 156 470 212 421 247 438 247 427 279 427 276 488 224 488 177 475 177 497 Heimbach poly 177 352 247 296 255 310 247 346 265 383 192 374 Kreuzau poly 192 374 291 383 307 410 281 428 247 426 247 438 212 423 177 447 141 427 156 399 177 410 203 398 Nideggen poly 265 382 247 344 255 310 294 283 354 300 378 347 355 361 328 341 291 383 Vettweiß poly 141 237 168 214 192 224 224 214 237 224 224 247 237 250 247 263 237 273 247 296 203 333 159 310 168 263 Düren poly 100 188 138 164 159 183 192 115 159 77 118 89 59 115 Jülich poly 100 237 109 263 79 286 100 310 118 286 118 310 159 310 168 263 141 237 Langerwehe poly 118 31 100 77 159 85 194 115 203 104 212 77 177 22 203 13 177 0 Titz poly 229 216 237 224 224 251 237 247 247 263 271 263 273 237 307 237 287 216 257 216 262 165 247 165 Merzenich poly 25 123 59 115 100 189 90 200 71 180 36 216 9 164 Aldenhoven poly 79 417 126 310 159 310 203 337 177 352 203 398 177 411 159 397 138 429 118 438 Hürtgenwald poly 247 266 362 216 378 280 350 300 290 282 259 310 237 281 Nörvenich poly 100 188 132 164 177 206 142 236 104 237 Inden poly 205 104 159 183 188 224 232 210 247 162 231 159 229 123 219 123 Niederzier poly 115 34 65 31 0 94 23 123 118 90 Linnich desc bottom-right </imagemap>

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Datei:Linnich Promenade.jpg
Linnich

Linnich ist die nördlichste und drittgrößte Stadt im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt genau in der Mitte zwischen den Städten Mönchengladbach im Nordosten und Aachen im Südwesten an der Rur.

Geographie

Lage

Linnich und sein Umland sind im Norden der Jülicher Börde gelegen, am Übergang von der Kölner Bucht zum niederrheinischen Tiefland. Der Stadtkern von Linnich liegt im Rurtal links der Rur. Die zugehörigen Ortsteile gruppieren sich herum, wobei Körrenzig und Tetz ebenfalls im Rurtal liegen. Auch wenn Linnich nicht direkt im Rheinischen Braunkohlerevier liegt, so findet man im Stadtgebiet zahlreiche Auswirkungen der nahen Tagebaue.

Stadtgliederung

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Gewässer

Nachbargemeinden

  • Stadt Hückelhoven (9 km), Kreis Heinsberg
  • Stadt Erkelenz (11 km), Kreis Heinsberg
  • Gemeinde Titz (10 km), Kreis Düren
  • Stadt Jülich (11 km), Kreis Düren
  • Gemeinde Aldenhoven (10 km), Kreis Düren
  • Stadt Baesweiler (15 km), Städteregion Aachen
  • Stadt Geilenkirchen (14 km), Kreis Heinsberg

Geschichte

Datei:Tranchot Map 67 Linnich.jpg
Karte von Linnich und Umgebung aus der Topographische Aufnahme der Rheinlande

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 888 und bezeugt die Schenkung des Königsgutes „Linnica“ von König Lothar II. an das Marienstift Aachen im Jahr 851. Der Name Linnich geht auf seinen vermutlichen Gründer, einen Kelten namens Linus, zurück. Der Fronhofverband in „linneghe“ oder „Linneche“ gehörte zum Besitz Abtei Prüm dies ist im Güterverzeichnis Prümer Urbar dokumentiert. Die Abtei ließ ihre Rechte durch die Vögte von Randerath wahren. Diese erwarben nach und nach mehr Rechte und schließlich 1368 den Fronhof, der zu einem größeren Siedlungsverband herangewachsen war. Im 14. Jahrhundert erhoben sie die Siedlung zur Stadt. 1392 wird die „Stad van Linneyke“ erstmals in einer Kaufurkunde erwähnt. Herzog Wilhelm III. von Jülich hatte das Erbe der letzten Nachfahrin des Randerather Herrschergeschlechts erworben. 1397 wurde die befestigte Stadt vom Herzog von Brabant eingenommen und zerstört.<ref>Heinz Friedrich: St. Martinus in Linnich.(= Rheinische Kunststätten Heft 138.) S. 4</ref>

Das 16. Jahrhundert brachte der Stadtentwicklung eine wirtschaftliche Blüte. Herzog Wilhelm der Reiche duldete zudem die neue reformierte Lehre in seinem Territorium. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges hatte die Stadt unter den durchziehenden Truppen der verschiedenen Seiten zu leiden. 1679 eroberten die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. Linnich.<ref>Heinz Friedrich: St. Martinus in Linnich (= Rheinische Kunststätten Heft 138.) S. 5.</ref> Das 1776 erneuerte Hubertuskreuz bei Linnich erinnert an die historische Hubertusschlacht von 1444 zwischen dem Herzogtum Geldern und dem Herzogtum Jülich, das sich dank des Sieges geldrische Territorien einverleiben konnte.

Nach der Zerstörung vom 2. Oktober 1794 während der Schlacht im ersten Koalitionskrieg zwischen den französischen Revolutionstruppen und den preußisch/österreichischen Truppen gehörte Linnich zu Frankreich und war von 1798 bis 1814 Hauptort eines Kantons (der die links der Rur liegenden Orte des Jülicher-Landes umfasste) im Département de la Roer. Nach der französischen Besetzung verlor Linnich unter preußischer Herrschaft zunächst den Status einer Stadt. 1820 begann man die Stadtbefestigung abzureißen. 1846 erhielt der Ort erneut die Stadtrechte und am 15. Dezember 1911 einen Bahnanschluss. In den 1920er Jahren wurde Linnich sogar für einige Jahre zum Bad.

Der Zweite Weltkrieg brachte das Ende für die alte Stadt Linnich. Ebenso wie die südlich angrenzende Herzogstadt Jülich, wurde auch Linnich im Laufe der Kampfhandlungen Ende 1944 bis Anfang 1945 zu über 90 Prozent zerstört. 1944 sollte am gleichen Ort der Hubertusschlacht der Schauplatz einer der blutigsten Panzerschlachten an der Rurfront werden. Dies war nach den Zerstörungen in den Jahren 1393, 1397 und 1794 die vierte und schwerste. Am 3. Dezember 1944 wurde Linnich nach mehrtägigen Kämpfen von amerikanischen Truppen eingenommen. Erst am 23. Februar 1945 erfolgte südlich von Linnich der Übergang über die Rur („Operation Grenade“).<ref>Operation Grenade (englisch)</ref> Durch die Kriegshandlungen wurde auch die, rechts der Rur gelegene, ehemalige Burg Breitenbend stark beschädigt, so dass sie in den Jahren 1950 und 1973 schrittweise abgerissen wurde.

Im Kontext des sich zuspitzenden Kalten Krieges wurde Ende der 1950er Jahre in der Gemeinde (Koordinaten= 50° 57′ 31,5″ N, 6° 16′ 3,8″ O

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  }}) eines von zehn bundesdeutschen Warnämtern, das Warnamt V (Warnamt Linnich-Welz), in Betrieb genommen. Diese völkerrechtlich besonders geschützte und teilweise verbunkerte Zivilschutzbehörde war bis in die 1990er Jahre mit der Warnung und Alarmierung der Bevölkerung vor Gefahren im Frieden und Verteidigungsfall betraut.

In den Jahren 1992 und 2002 wurde Linnich von den Erdbeben in der rheinischen Tiefebene erschüttert. Davon war besonders die katholische Pfarrkirche St. Martinus betroffen. Der Hang, an dem sie steht, könnte bei einem weiteren Beben abrutschen.

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Eingemeindungen

Am 1. Juli 1969 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Boslar, Ederen, Gereonsweiler, Gevenich, Glimbach, Hottorf, Körrenzig, Rurdorf, Tetz und Welz eingegliedert.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 99.</ref> Am 1. Januar 1972 kam noch Floßdorf hinzu.<ref></ref>

Bevölkerungsentwicklung

Am Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung – wie generell im damaligen Deutschen Reich – stetig.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> Die Tabelle zeigt Einwohnerzahlen der Kernstadt vor der kommunalen Neugliederung 1969. Zum Vergleich, die Einwohnerzahl der Kernstadt 2019.

Anzahl Einwohner
Jahr 1890 1925 1933 1939 1961 2019
Einwohner 2062 2184 2248 2337 3844 4280

Religion

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Evangelische Kirche am Altermarkt
Gedenkstein für die Synagoge

Neben der katholischen und evangelischen Gemeinde existierte in Linnich bis 1938 eine jüdische Gemeinde. Nachdem im Mittelalter Juden in Linnich ansässig gewesen waren, ließen sich in der Neuzeit wiederum Juden in der Stadt nieder. 1861 lebten hier 123 Personen. Es existierte ein jüdischer Friedhof, eine jüdische Schule und eine Synagoge, die 1913 erbaut wurde. Im Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge an der Nordpromenade geschändet und angezündet.<ref>Irmgard Loosen: Erinnerungen an die jüdische Gemeinde in Linnich, hg. vom Linnicher Geschichtsverein, Jülich 1994</ref> Heute erinnert ein Mahnmal an die Synagoge.

Politik

Wappen, Flagge und Banner

Wappen
[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Linnich]] Blasonierung: „Im goldenen (gelben) geteilten Schild oben ein rot gezungter und rot bewehrter schwarzer Löwe, unten in drei Reihen zu je fünf Feldern geschacht von Rot und Gold (Gelb).“
Wappenbegründung: Das Stadtwappen geht auf ein Schöffensiegel von 1392 zurück. Es zeigt im oberen Teil einen ungekrönten Löwen der Herzöge von Jülich und im unteren Teil ein Geschacht aus Rot und Gold in drei Reihen, dies erinnert an die ältere Herrschaft des Hauses Randerath.

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Flagge, Banner

Beschreibung der Flagge: „Die Stadt Linnich führt eine Flagge mit den Farben ‚Schwarz-Gelb‘ mit dem Wappen im Mittelfeld. Sie kann auch als Banner geführt werden.“<ref>Hauptsatzung der Stadt Linnich, § 2 Absatz 1 bis 3. (PDF; 62 kB) Abgerufen am 21. Dezember 2012.</ref>

Stadtrat

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Linnich. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre, zuletzt am 14. September 2025.<ref>Stadt Linnich. Kommunalwahl / Kommunalwahlen 2025. 14. September 2025, abgerufen am 23. Januar 2026.</ref>

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Kommunalwahl 2025
Wahlbeteiligung: 65,02 % (2020: 60,36 %)
 %
30
20
10
0
28,76 %
19,22 %
25,75 %
5,96 %
6,82 %
13,48 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−4,26 %p
−7,92 %p
+0,57 %p
−3,45 %p
+1,57 %p
+13,48 %p
Jahr CDU SPD FDP GRÜNE UWG EB Piraten AFD Gesamt
1946 k. A. k. A. k. A.
1948 7 4 0 1 12
1952 6 2 1 9
1956 11 5 2 18
1961 12 4 2 18
1964 k. A. k. A. k. A.
1969 k. A. k. A. k. A.
1975 22 10 1 33
1979 20 11 2 33
1984 19 12 2 33
1989 16 15 2 33
1994 18 13 0 2 33
1999 18 12 1 1 32
2004 16 10 2 3 1 32
2009 13 9 2 2 6 32
2014<ref>Ratswahl – Europawahl / Kommunalwahlen 2014 in der Stadt Linnich – Gesamtergebnis. Abgerufen am 3. November 2020.</ref> 12 9 1 3 6 1 32
2020<ref>Ratswahl – Kommunalwahlen 2020 in der Stadt Linnich – Gesamtergebnis. Abgerufen am 3. November 2020.</ref> 10 9 2 3 8 32
2025<ref>Ratswahl – Kommunalwahlen 2025 in der Stadt Linnich – Gesamtergebnis. Abgerufen am 23. Januar 2026.</ref> 9 6 2 2 9 4 32

Die Angaben vor der kommunalen Neugliederung beziehen sich auf den Rat der (Kern-)Stadt Linnich. Die Stadtverordneten der FDP-Fraktion traten 1992 aus der FDP aus und gründeten die Freie Fraktion Linnich (FFL). Sie blieben der Listenverbindung mit der SPD treu. 1994 (vor der Wahl) wechselte ein SPD-Stadtverordneter zur FDP. 1999 bis 2004 bildeten Grüne und FDP eine Fraktionsgemeinschaft. In der Wahlperiode 2014–2020 bildeten FDP und PIRATENPARTEI eine Fraktionsgemeinschaft. Bei der Ratswahl 2025 gab es im Wahlbezirk Welz/Gereonsweiler2 Stimmengleichheit zwischen den Direktkandidaten von CDU und PKL, nach Losentscheid erhielt der Kandidat der PKL das Ratsmandat

Mehrheiten:

  • bis 1989: CDU
  • 1989–1992: SPD, FDP
  • 1992–1994: SPD, FFL
  • 1994–2009: CDU
  • 2009–2011: SPD, UWG PKL, Grüne
  • seit 2011: keine

Städtepartnerschaften und Kooperationen

Linnich pflegt seit 1974 eine Partnerschaft mit der nordfranzösischen Stadt Lesquin nahe Lille.

Die Stadt Linnich gehört zur Europaregion Euregio Maas-Rhein und ist Mitglied der Entwicklungsgesellschaft Indeland einem Projekt für neue Perspektiven im rheinischen Braunkohlerevier.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Touristik

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Museen

Bauwerke

Datei:Rur Wehr Linnich.JPG
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Denkmäler

Spazier- und Radwege

Datei:Promenadenrundweg.jpg
Südpromenade mit Blick zur Mahrstraße
Datei:WegNachWelz.jpg
Fuß- bzw. Radweg von Linnich nach Welz
  • Fußweg nach Welz – Beginnend von der Mahrstraße über Bleeck gibt es einen schönen Fußweg nach Welz. Dieser verläuft entlang des Merzbachs in einer leicht hügeligen Landschaft. In Welz kann man die derzeit westlichste Brauerei Deutschlands (Privatbrauerei der Familie Jacobsen) besuchen.
  • Rurufer-Radweg – Durch die Stadt führt der RurUfer-Radweg, der die höchste Erhebung des Hohen Venn mit der Mündung der Rur in die Maas verbindet.
  • Linnich ist in das Radwegenetz von Nordrhein-Westfalen eingebunden. Knotenpunkte dienen zur Orientierung der Radfahrer.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Andreasmarkt – Der Andreasmarkt findet jährlich am Montag um den Andreastag (30. November) statt.
  • Schützenfest – Das große Schützenfest aller drei Schützengesellschaften, der Hubertus-Schützen, der Sebastianus-Schützen und der Schützengilde, genannt die „Linnicher Bronk“, findet alljährlich von Samstag nach Pfingsten bis Fronleichnam statt.
  • Kultursommer – Seit 2006 findet Mitte September die Linnicher Kulturwoche mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen in den örtlichen Museen, Kirchen, Schulen und an weiteren Plätzen statt. Seit 2010 ist daraus der Linnicher Kultursommer geworden, der bereits im Juli mit Veranstaltungen begonnen hat und Ende September mit der Abschlusswoche endete.
  • Kindermeile – Im Rahmen des Kultursommers wird am 3. Wochenende im September die Linnicher Kindermeile von der Stadt Linnich organisiert.
  • Maifest in Körrenzig – Das Maifest des Junggesellenverein Körrenzig 1843 e. V. findet jährlich Anfang Mai in der Linnicher Ortschaft Körrenzig statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Datei:Bahnhof Linnich.jpg
Endhaltepunkt Linnich

Rurtalbahn

Linnich hat seit 2002 wieder Zugang zum Bahnverkehr. Die Fahrzeit mit den Zügen der Rurtalbahn (Linie RB 21) beträgt etwa 12 min nach Jülich und rund 30 min nach Düren.

Linie Verlauf Takt
RB 21 Rurtalbahn:
LinnichSIG Combibloc – Tetz – Broich – Jülich An den Aspen – Jülich Nord – Jülich – Forschungszentrum – Selgersdorf – Krauthausen – Selhausen – Huchem-Stammeln – Im Großen Tal – Düren
Stand: März 2022
30 min (HVZ) / 60 min

Eine Weiterführung der Strecke Richtung Norden wird diskutiert. Linnich verfügt seit 1911 mit dem rechts der Rur gelegenen Bahnhof Linnich über einen Zugang zur Bahnstrecke Jülich–Dalheim. Auf dieser Strecke wurde im Abschnitt Jülich – Baal der Personenverkehr in den 1960er-Jahren stark ausgedünnt, erschwerend hinzu kam der anwachsende Individualverkehr. Die infolgedessen nachlassenden Fahrgastzahlen veranlasste die Bundesbahn dazu, den Personenverkehr zwischen Jülich und Baal zum 29. September 1968 einzustellen. Die Dürener Kreisbahn (DKB) entschloss sich, den Streckenabschnitt zwischen Linnich und Jülich (nun als Weiterführung der Bahnstrecke Jülich–Düren) im Jahr 2002 zu reaktivieren. Zuvor wurde im Bahnhof ein neuer Bahnsteig errichtet. Die Station ist als Linnich SIG Combibloc beschildert und in Fahrplänen aufgeführt. Linnich hatte so seit 34 Jahren erstmals wieder Zugang zum Bahnverkehr (in Richtung Jülich/Düren). Der Bahnhofsbereich dient seit der Reaktivierung zum Abstellen von Güterwaggons und Regiosprintern. Das ehemalige Empfangsgebäude besteht noch, wurde nie renoviert und befindet sich heute in Privatbesitz.

Bus

Linnich ist mittels verschiedener Buslinien an die umgebenden Städte Aldenhoven, Jülich, Baesweiler, Übach-Palenberg und Hückelhoven angebunden. Spezialbusse fahren zu Discotheken in Jülich und Randerath (Himmerich). Ein Schnellbus verbindet Linnich mit dem Bahnhof Baal und ermöglicht damit einen schnellen Zugang zum DB-Streckennetz zwischen Aachen und Düsseldorf.

Linie Betreiber Verlauf
278 Rurtalbus Linnich-SIG Combibloc – Linnich Rathaus – Rurdorf – (Welz – Ederen – Freialdenhoven) / Merzenhausen – Aldenhoven Markt – Gesamtschule
279 Rurtalbus (Jülich Schulzentrum – Krankenhaus –) Jülich Bf/ZOB – Jülich Neues Rathaus – Walramplatz – Neubourheim – Koslar – Barmen – Merzenhausen – Ederen – Welz – (Floßdorf ←) Rurdorf – Linnich Rathaus – Linnich-SIG Combibloc
280 Rurtalbus Linnich-SIG Combibloc – Linnich Markt – Gereonsweiler – Puffendorf B 57 – Setterich – Baesweiler
287 Rurtalbus (Linnich Rathaus –) Linnich-SIG Combibloc – Kiffelberg – (Tetz – Boslar – Hompesch – Müntz) / (Gevenich – Kofferen – Hottorf) – Hasselsweiler / (Ralshoven – Gevelsdorf) – Titz
295 Rurtalbus (Linnich Schulzentrum –) Linnich-SIG Combibloc – Glimbach – Körrenzig – Rurich – Baal Süd – Baal Bf
406 west Erkelenz Bf – Matzerath – Houverath – Golkrath – Kleingladbach – (Ratheim – Millich –) Hückelhoven – Hilfarth – Brachelen – (Lindern Kirche → Lindern Bf → Linnich Markt) / (Linnich Schulzentrum –) Linnich-SIG Combibloc
493 west Heinsberg Busbf – (Heinsberg Kreishaus –) Schafhausen – Eschweiler – Grebben – Oberbruch – Hülhoven – Dremmen – (Dremmen Bf –) Porselen – Horst – Randerath – (Lindern Linnicher Str. ←) Lindern Bf – Linnich-SIG Combibloc
SB95 Rurtalbus Schnellbus:
Linnich-SIG Combibloc – Körrenzig – Baal Süd – Baal Bf
RufBus 278 Rurtalbus Rufbus: Linnich-SIG Combibloc – Rurdorf – Welz – Ederen – Freialdenhoven – Aldenhoven (Sa tagsüber)
RufBus 279 Rurtalbus Rufbus: Jülich Bf/ZOB – Jülich Neues Rathaus – Walramplatz – Koslar – Barmen – Merzenhausen – Ederen – Welz – Rurdorf – Linnich-SIG Combibloc (Sa tagsüber)
Disco-Bus Rurtalbus DiscoBus: nur in den Nächten Fr/Sa (kein AVV-Tarif)
Jülich Neues Rathaus – Walramplatz – Koslar – Barmen – Abwz. Floßdorf – Rurdorf – Linnich Rathaus – Glimbach – Körrenzig – Rurich – Baal Bf – Abzw. Doverheide – Hückelhoven – Himmerich

Straßen

Datei:VerkehrLinnich.png
Anbindung der Stadt Linnich an die umliegenden Städte

Linnich ist mittels Schnellstraßen und Autobahnen über die nachfolgend aufgeführten Anschlussstellen an das Straßennetz angebunden. Alle Anschlussstellen liegen in max. 10 km Fahrtstrecke vom Stadtkern.

  • B 57: Richtung Norden hat die Stadt Linnich Anschluss in Richtung Erkelenz und Aachen
  • A 44: Aachen–Mönchengladbach (Anschlussstelle 6 Aldenhoven, Anschlussstelle 9 Titz)
  • A 46: Heinsberg–Neuss (Anschlussstelle 8 Erkelenz Süd)

Luftverkehr

Das Ultraleichtfluggelände Linnich-Boslar liegt etwa 5 km südöstlich des Zentrums im Stadtteil Boslar.

Ansässige Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen

Datei:Linnichseminar1903.jpg
Ansichtskarte mit kgl. Lehrerseminar

Am Ende des 19. Jahrhunderts besaß Linnich ein königliches Lehrerseminar in der Kernstadt Linnichs. Gut ein Viertel der Kernstadt besteht aus dem Areal des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW – Bildungszentrum Linnich (LAFP – BZ Linnich). Diese Bezeichnung trägt die im Volksmund genannte „Polizeischule“ seit dem 1. Juli 2007. Die vorherige Bezeichnung lautete zwischen 2004 und 2007 „Institut für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW – Bildungszentrum Linnich“. Dieses Gelände diente in der Weimarer Zeit als Schule für Leibesübungen im Rahmen der Wehrerziehung der Volkssportschulen,<ref>Arnd Krüger, Frank von Lojewski: Ausgewählte Aspekte des Wehrsports in Niedersachsen in der Weimarer Zeit. In: Hans Langenfeld, Stefan Nielsen (Hrsg.): Beiträge zur Sportgeschichte Niedersachsens. Teil 2: Weimarer Republik. (⇐ Schriftenreihe des NISH, Bd. 12). Nish, Hoya 1998, ISBN 3-932423-02-X, S. 124–148.</ref> wurde dann von der SA übernommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Installationen für die Polizei reaktiviert. Seit dem Einzug der ersten Polizisten am 29. Februar 1952 zuerst der Bereitschaftspolizei Abt. IV Linnich mit ihren Lehrgruppen und Hundertschaften als Unterkunft. Im Jahre 1996 wurden die Hundertschaften der Bereitschaftspolizei den Großbehörden beziehungsweise den Bezirksregierungen angegliedert. Der neue Name der Polizeieinrichtung war dann Polizeiausbildungsinstitut Linnich. Hier wurden junge Männer und Frauen zu Polizeibeamten ausgebildet. Neben der Ausbildung zum mittleren Polizeidienst, deren Ausbildung 2½ Jahre dauerte, wurden in Linnich auch Teile der Ausbildung für den gehobenen Dienst (Polizeikommissaranwärter) durchgeführt.

Nach einem Beschluss des NRW-Innenministers Ingo Wolf vom 10. Mai 2007 soll die „Polizeischule“ ab dem 1. Januar 2008 in der Planung der zentralen Aus- und Fortbildung der Polizei NRW keine Rolle mehr spielen.<ref>hfs.: Teil der Polizeischule wird „Trainingslager”. In: aachener-zeitung.de. 17. August 2018, abgerufen am 17. Februar 2024.</ref> Seit dem 17. September 2007 befindet sich in der ehemaligen Polizeischule die zentrale Fahrzeugzulassungsstelle für die Polizeifahrzeuge des Landes NRW. Dort werden ebenfalls alle Polizeidienstausweise des Landes ausgestellt. Neben Selm und Brühl werden in Linnich die Leasing-Fahrzeuge der Polizei gewechselt. Heute werden in den Trainingsstätten und Hörsälen diverse Fortbildungen der Polizei NRW durchgeführt. Am 26. Juni 2008 unterzeichneten die Polizeipräsidenten von Aachen und Mönchengladbach und die Landräte aus Düren, Heinsberg und Neuss in Linnich einen Kooperationsvertrag zum Aufbau eines Regionalen Trainingszentrums der Polizei NRW in Linnich. In der Zeit vom 30. August 2004 bis zum 30. Juni 2006 wurden einige Gebäude von der Fachhochschule für Finanzen NRW genutzt.

Das Gebäude des ehemaligen königlichen Lehrerseminars diente zwischenzeitlich als Wohnheim für ausländische Studenten der FH Aachen, Abteilung Jülich. Ab 2009 wurden die Gebäude an der Rurdorfer Straße Standort des Freshman Instituts der FH Aachen. Dieses bietet ausländischen Studenten in zehnmonatigen Seminaren sowohl Wohnraum, wie auch Unterrichtsräume zur Vorbereitung auf ein Studium in Deutschland. Im September 2013 liefen die Mietverträge zur Nutzung durch das Freshman Institut aus und dieses hat seinen Standort nach Geilenkirchen verlagert. Es ist angedacht, erneut einen Teil der FH Finanzen NRW – wie 2006 – auf dem Gelände anzusiedeln. Außerdem sollen Gebäude, darunter das Lehrerseminar, zugunsten der Vermarktung an private Investoren, abgerissen werden.<ref>hfs.: Polizeischule Linnich wird teilweise abgerissen. In: aachener-zeitung.de. 18. August 2018, abgerufen am 17. Februar 2024.</ref> Durch Initiative der FDP und des Linnicher Geschichtsvereins 1987 e. V. konnte das Lehrerseminar gerettet werden und steht heute unter Denkmalschutz. Das ehemalige Warnamt im Ortsteil Welz war zwischenzeitlich Sitz der Bundespolizeiinspektion Aachen. Zurzeit werden die Gebäude als Flüchtlingsunterkunft der Stadt Linnich genutzt.

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Gesamtschule, Haus der Jugend, Linnich

Bildung

Im Schulzentrum am Bendenweg sind folgende Schulen und Einrichtungen angesiedelt:

  • Gemeinschaftsgrundschule: Merzbachschule Linnich
  • Offene Ganztagsschule an den Grundschulen
  • Gesamtschule Aldenhoven-Linnich (GAL):
    • frühere Gemeinschaftshauptschule nun „Haus der jungen Erwachsenen“ der GAL, Oberstufe
    • frühere „Städtische Realschule“ nun „Haus der Jugend“ der GAL Jahrgangsstufen 8 bis 10
  • Rheinische Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, des Landschaftsverband Rheinland
  • Sportplatz mit Laufbahn und Kunstrasenplatz
  • Hallenbad und Sporthallen

Persönlichkeiten

In Linnich geboren

Mit Linnich verbunden

Literatur

  • Ulrich Coenen: Architektonische Kostbarkeiten im Kreis Düren. 2. Aufl. Aachen 1989, ISBN 3-925714-27-8.
  • Linnicher Geschichtsverein, Dolfen, Kramp u. a.: Linnich im Wandel der Zeiten. 1992, ISBN 3-87227-039-7.
  • August Berns: Historische Nachrichten über die Stadt Linnich und deren Umgegend. Quos, Linnich 1863. Digitalisat

Weblinks

Commons: Linnich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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