Isai
Isai (auch Jesse; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value),) ist im Alten Testament bzw. Tanach der Vater von König David (Vorlage:Bibel/Link). Er ist ein Efratiter aus Bethlehem (Vorlage:Bibel/Link).
Name
Die genaue Etymologie des Namens Isai, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder in Pausalform {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist unsicher. Vermutlich geht er entweder auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „Mann“ oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „Dasein“, „Vorhandensein“ zurück. Daraus ergeben sich folgende Herleitungen:<ref name=":0">Wilhelm Gesenius: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S. 508.</ref>
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) + -ay: „Mann [aus …]“ – das bestimmende Ortselement ist entfallen
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) + GN: „Mann [Gottes]“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) + -ay: „Er ist vorhanden“, „Dasein“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) + GN: „[Gott] ist vorhanden“
Die Vulgata gibt den Namen mit Isai oder Iesse wieder, woraus sich die Nebenform Jesse ableitet. In der Septuaginta lautet der Name {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).<ref name=":0" />
Biblischer Bericht
Isai ist nach Vorlage:Bibel/Link der Sohn Obeds und damit der Enkel der Moabiterin Rut mit dem Bethlehemiten Boas. Die moabitische Herkunft gilt in der Forschung jedoch nicht als gesichert.<ref name=":4">Franz Kogler (Hrsg.): Herders Neues Bibellexikon. Herder Verlag GmbH, Freiburg/Basel/Wien 2008.</ref> Er war ein Nachkomme Judas der neunten (Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link) oder zehnten (Vorlage:Bibel/Link) Generation. Vermutlich arbeitete er als Bauer.<ref name=":4" /> Über seine Kinder finden sich in der Bibel unterschiedliche Angaben: Gemäß Vorlage:Bibel/Link und 17,12 EU hat er acht Söhne (namentlich genannt: Eliab, Abinadab, Schamma und David), während Vorlage:Bibel/Link von sieben Söhnen und deren Schwestern berichtet (Eliab, Abinadab, Schima, Netanel, Raddai, Ozem, David und deren Schwestern Zeruja und Abigajil<ref>Das Lexikon zur Bibel (Hg. von Fritz Rienecker) ordnet mit Verweis auf Vorlage:Bibel/Link die Schwestern nicht als Söhne Isais ein (S. 643). Demgegenüber benennt Herders Neues Bibellexikon (Hg. von Franz Kogler) sie explizit als Isais Töchter.</ref>). David wird unabhängig von der Anzahl als jüngster Sohn benannt.<ref name=":4" /> Die Familie lebte in Betlehem (Vorlage:Bibel/Link u. ö.). Später brachte David Isai und seine Frau an den moabitischen Königshof, um sie vor den Nachstellungen Sauls zu schützen. Es ist davon auszugehen, das zwischen Isais Familie und Moab eine engere Beziehung herrschte (vgl. Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link).<ref name=":1">Barbara Schmitz: Isai. In: Bibelwissenschaft. Deutsche Bibelgesellschaft, Januar 2006, abgerufen am 10. September 2024.</ref> Zur Zeit Sauls war er „bereits alt und betagt“ (Vorlage:Bibel/Link).
Die biblische Überlieferung zeigt Interesse an Isai primär aufgrund seiner Rolle als Vater Davids. In den Genealogien, die ihn nennen, steht die Herkunft Davids im Mittelpunkt. Auch David selbst wird, obwohl er der einzige Namensträger ist, immer wieder durch die Ergänzung „Sohn Isais“ näher spezifiziert (Vorlage:Bibel/Link u. ö.) oder es wird zugunsten der Vaterbezeichnung ganz auf seinen Vornamen verzichtet (Vorlage:Bibel/Link u. ö.).<ref name=":1" />
Besonders häufig wird Isai in der Aufstiegsgeschichte Davids genannt. Hier kommt er als Vater des Protagonisten in den Erzählungen zum Beginn von Davids öffentlichem Wirken vor (Vorlage:Bibel/Link: Salbung Davids durch Samuel; Vorlage:Bibel/Link: David als „Musiktherapeut“ am Hof; Vorlage:Bibel/Link: David gegen Goliat).<ref name=":1" />
Vorlage:Bibel/Link, der in V. 1 als Bittgebet Davids für seinen Sohn Salomo ausgewiesen wird, endet mit dem Kolophon „Zu Ende sind die Bittgebete Davids, des Sohnes Isais“ (V. 20), wodurch David selbst den familiären Ursprung hervorhebt. Dieser Psalm schließt den zweiten Davidspsalter (Ps 42–72) ab.<ref name=":1" />
Die Metapher des neu ausschlagenden Baumstumpfs in Vorlage:Bibel/Link verheißt einen neuen Herrscher aus der Familie Isais (vgl. auch Vorlage:Bibel/Link). „Mit Bezug auf den Beginn des Königshauses in Juda wird mit dem Vegetationsbild die Rettung der davidischen Dynastie in letzter Minute geschildert. Der Rückgriff auf den Vater Isai ohne Erwähnung von David hat die Funktion, die unerwartet neue Initiative Gottes für die Familie Isais zu schildern.“<ref name=":1" />
In der Bibel wird Isais Name insgesamt 48 Mal erwähnt:<ref name=":1" />
- Hebräische Bibel: 42 Nennungen
- Vorlage:Bibel/Link (3×), Vorlage:Bibel/Link (13×), Vorlage:Bibel/Link (5×), Vorlage:Bibel/Link (3×), Vorlage:Bibel/Link (4×), Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link (2×), Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link, Vorlage:Bibel/Link (2×)
- Deuterokanonische Schriften: 1 Nennung
- Neues Testament: 5 Nennungen
Isai in der Überlieferung
Im Talmud zählt Isai zu den vier Gerechten, die nicht aufgrund ihrer eigenen Verfehlungen, sondern allein aufgrund der „Verleitung der Schlange“ (Vorlage:Bibel/Link) sterblich waren.<ref>Shabbat 55b:4. Abgerufen am 17. April 2023.</ref>
In christlicher Tradition findet sich die Bezeichnung „Reis aus der Wurzel Isais“ bzw. „Blüte aus der Wurzel Isais“ zuerst bei Tertullian.<ref>De carne Christi 21,5</ref><ref name=":1" />
Isai in der Kunst
In der christlichen Kunst wurde die Verheißung des neuen Spross aus der Wurzel Isais häufig mit dem Stammbaum in Vorlage:Bibel/Link verbunden und in der Form eines Baumes dargestellt. Das sogenannte „Petrus-Wurzel Jesse-Fenster“ im nördlichen Seitenschiff des Kölner Doms zeigt rechts Isai liegend. Aus seinem Bauch wächst ein Baum, auf dem unten links David mit Königskrone und Harfe und oben rechts Maria und Jesus abgebildet sind. Das Fenster stammt aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts.
Weblinks
- Barbara Schmitz: Isai. In: Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart Januar 2006Vorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references />