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Johanna Hey

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Datei:Prof.Dr.Hey.jpg
Johanna Hey, 2009

Johanna Hey (* 14. August 1970 in Hamburg) ist eine deutsche Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin an der Universität zu Köln.<ref name=":0">Johanna Hey im Munzinger-Archiv, abgerufen am 29. April 2024 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref>

Ausbildung

Hey studierte von 1990 bis 1994 Rechtswissenschaft und Humanmedizin (zwei Semester) an der Universität Würzburg.<ref name=":0" /> Von 1991 bis 1994 war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1994 absolvierte sie ihr Erstes Juristisches Staatsexamen in Würzburg, gefolgt von einem Forschungsaufenthalt an der University of California in Berkeley.<ref name=":0" /> Nach dem Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Köln legte sie 1997 ihr Zweites Juristisches Staatsexamen ab und wurde wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Rainer Hofmann am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Würzburg. An der Universität zu Köln wurde sie 1996 mit der Dissertation »Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung in Europa«<ref>Johanna Hey: Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung in Europa. Ein Vorschlag unter Auswertung des Ruding-Berichts und der US-amerikanischen „integration debate“. Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln 1997, ISBN 978-3-504-64108-5 (416 S., uni-koeln.de [PDF; abgerufen am 13. Februar 2021]).</ref> promoviert. Ihr Zweites Juristisches Staatsexamen bestand sie 1997 in Köln.<ref name=":0" /> Von 1998 bis 1999 hatte sie das Lise-Meitner-Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen zur Anfertigung der Habilitationsschrift inne. Von 2000 bis 2002 war sie wissenschaftliche Assistentin bei Joachim Lang am Institut für Steuerrecht der Universität zu Köln. Ihre Habilitation »Steuerplanungssicherheit als Rechtsproblem«<ref>Johanna Hey: Steuerplanungssicherheit als Rechtsproblem. Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln 2002, ISBN 978-3-504-20076-3 (934 S., uni-koeln.de [PDF; abgerufen am 13. Februar 2021]).</ref> erfolgte 2001 an der Universität zu Köln. Sie erhielt in diesem Zuge die Venia Legendi für Steuerrecht und Öffentliches Recht.

Wirken

Von 2000 bis 2002 arbeitete Hey als Wissenschaftliche Assistentin ihres Doktorvaters Prof. Lang am Kölner Institut für Steuerrecht. Unter seiner Anleitung wurde sie für die politische Bedeutung und Gerechtigkeitsfragen des Steuerrechts begeistert.<ref name=":0" /> Hey wurde 2002 auf den C4-Lehrstuhl für Unternehmenssteuerrecht an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berufen.<ref name=":0" /> Im Sommer 2004 wurde Hey in die 70-köpfige Steuerreform-Kommission der überparteilichen Stiftung Marktwirtschaft berufen. Diese Stiftung ist ein wirtschaftsnaher Zusammenschluss von Wissenschaftlern. In der Kommission war sie als einzige Frau und jüngstes Mitglied tätig und leitete die zentrale Arbeitsgruppe „Integration“.<ref name=":0" /> Die Stiftung arbeitete an einem Reformmodell der Unternehmensbesteuerung für die Bundesregierung.<ref name=":0" /> Ziel war es, die Unternehmenssteuern angesichts einer globalisierten Wirtschaft mit offenen Finanzmärkten zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten.<ref name=":0" /> Seit 2006 ist sie Direktorin des Instituts für Steuerrecht an der Universität zu Köln, an der Hey in der Tradition der sog. Kölner Schule forschte und lehrte, die eine Besteuerung nach Leistungsfähigkeit vorsieht.<ref>Institut für Steuerrecht. Abgerufen am 11. Februar 2021.</ref> Im Jahr 2006 wurde sie Mitglied im 29-köpfigen wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium der Finanzen. Dieser Beirat erstellt Gutachten zu aktuellen Themen im Bereich Finanzen.<ref name=":0" /> Im Jahr 2015 war sie Gastprofessorin an der New York University, School of Law, von 2007 und 2018 war sie dort außerdem Senior Emile Noël Fellow.

Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den verfassungs- und europarechtlichen Grundlagen des Steuerrechts sowie im Einkommens- und Unternehmensrecht.<ref name=":0" /> Sie setzt sich für eine Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung in der EU ein.<ref name=":0" /> In ihren Veröffentlichungen wendet sie sich vehement gegen Verlustverrechnungsverbote, also gegen die steuerliche Nichtberücksichtigung unternehmerischer Realverluste.<ref name=":0" /> Hey zählt zu den bekanntesten Steuerrechtlern der Deutschlands und ist für ihre argumentative Stärke bekannt.<ref name=":0" />

Auszeichnungen (Auswahl)

Herausgeberschaften (Auswahl)

Mitgliedschaften und Ämter (Auswahl)

Weblinks

Commons: Johanna Hey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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