Zum Inhalt springen

Halbestadt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. Juni 2022 um 11:17 Uhr durch imported>L. Beck.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Blick von Festung Königstein 2H1A9431WI.jpg
Blick von der Festung Königstein auf Halbestadt.

Halbestadt ist ein Ort ohne Ortsteilstatus in der sächsischen Stadt Königstein (Sächsische Schweiz) im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Geographie

In der Form eines lockeren Straßendorfes liegt Halbestadt langgezogen am rechten Ufer der Elbe gegenüber dem Königsteiner Stadtzentrum. Auf der nördlichen, flussabgewandten Seite erhebt sich eine Hochebene, die vom Lilienstein gekrönt wird.

Geschichte

Datei:Fotothek df roe-neg 0002471 002 Blick auf Halbestadt.jpg
Blick auf die Häuser an der Hafeneinfahrt (1950)

Die Siedlung Halbestadt geht auf das Mönchsvorwerk des Cölestiner-Klosters zurück. Die Stadt kaufte 1550 das Vorwerk und teilte es in elf Parzellen auf, die in Erbpacht an Königsteiner Bürger vergeben wurden.

Die Halbestädter Einwohner durften aufgrund eines kurfürstlichen Privilegs mit der Gierfähre kostenlos über die Elbe setzen.

Während der Befreiungskriege legten französische Truppen einen Weg von Halbestadt zum Lilienstein an, der ihretwegen Napoleonsteig genannt wird. Das dort befindliche Umgebindehaus jener Zeit (Nr. 28) wird auch als Napoleonhaus bezeichnet. Noch älter ist das Wohnhaus Nr. 25.<ref name="Ortsteil" />

In den Jahren 1864/1865 wurde im Zuge der Elbregulierungen ein kleiner Winterhafen angelegt. Zehn Jahre später lebten in Halbestadt und Ebenheit 252 Einwohner.<ref name="HOV" />

Am Naturfreundehaus Halbestadt (Nr. 13) erinnert ein Gedenkstein an den NS-Gegner Fritz Gumpert, der hier 1933 ermordet wurde, nachdem zu Beginn der NS-Zeit das Haus enteignet und zu einem frühen Konzentrationslager umgewandelt wurde. In ihm waren 70 bis 100 politische NS-Gegner aus Pirna und umliegenden Orten interniert. Zu DDR-Zeiten wurde das Haus Jugendherberge und trug den Namen „Julius Fučík“.

Datei:Königstein-Sächsische Schweiz - Elbfähre.JPG
Blick vom Königsteiner Ufer auf die Elbfähre und die Halbestädter Anlegestelle während der Durchfahrt des Raddampfers Pirna der Weißen Flotte

Die Elbfähre wurde 1993 durch eine motorisierte Fähre ersetzt.

Einzelnachweise

<references> <ref name="HOV">Halbestadt im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Ortsteil">Weitere „Ortsteile“ Ebenheit, Halbestadt und Hütten. In: Website der Stadt Königstein. Abgerufen am 15. Juni 2015.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Halbestadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Königstein (mit Ebenheit, Elbhäuser, Halbestadt und Hütten) | Leupoldishain (mit Nikolsdorf) | Pfaffendorf

Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 50° 55′ 20″ N, 14° 4′ 10″ O

 {{#coordinates:50,922222222222|14,069444444444|primary
   |dim=1000
   |globe=
   |name=
   |region=DE-SN
   |type=city
  }}