Vauderens-Tunnel
| Vauderens-Tunnel | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nutzung | Eisenbahntunnel | |||||
| Verkehrsverbindung | Bahnstrecke Lausanne–Bern | |||||
| Ort | Ursy, Siviriez | |||||
| Länge | 1975 m | |||||
| Anzahl der Röhren | 1 | |||||
| Gleise | 2 | |||||
| Bau | ||||||
| Bauherr | SBB | |||||
| Baukosten | 71,4 Mio. CHF | |||||
| Baubeginn | 9. März 1998 | |||||
| Fertigstellung | 4. März 2001 | |||||
| Betrieb | ||||||
| Betreiber | SBB | |||||
| Freigabe | 29. April 2001<ref name="lagrue"/> | |||||
| Lagekarte | ||||||
|
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| Koordinaten | ||||||
| Südportal | 555156 / 163852
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| Nordportal | 556341 / 165442
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Der Vauderens-Tunnel ist ein 1975 Meter langer, doppelspuriger Eisenbahntunnel an der Bahnstrecke Lausanne–Bern der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Der 2001 eröffnete Tunnel liegt im Kanton Freiburg zwischen den Stationen Siviriez (2017 aufgehoben) und Vauderens. Er wurde im Rahmen der Bahn 2000 gebaut und ersetzte einen kürzeren Durchstich von 1862, dessen Profil für die IC2000-Doppelstockwagen zu niedrig war.<ref name="Freiburger nachrichten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schienenverlegung im Vauderens-Tunnel ( vom 4. März 2016 im Internet Archive). In: Freiburger Nachrichten. 7. September 2000.</ref>
Neubaustrecke Siviriez – Villars-sur-Glâne
Ursprünglich war geplant, zwischen Siviriez und Villars-sur-Glâne eine der 4 Neubaustrecken der Bahn 2000 zu bauen. Diese hätte eine Systemzeit zwischen Lausanne und Bern von einer Stunde ermöglicht. Aus Kostengründen wurde das Projekt aus der ersten Etappe der Bahn 2000 gestrichen.
Der Vauderens-Tunnel als Anschlussbauwerk im Süden dieser Strecke musste jedoch zur Vergrösserung des Lichtraumprofils trotzdem neu gebaut werden. Der neue Tunnel wurde nicht nur grösser, sondern verläuft auch direkter zwischen den beiden Ortschaften. Dies ermöglicht nun auch höhere Geschwindigkeiten.
Bau
Der erste Spatenstich erfolgte am 9. März 1998, daraufhin wurde am 18. Mai desselben Jahres mit dem Bau eines Erkundungsstollens begonnen.<ref name="lagrue" /> Der Vortrieb betrug pro Woche 222 m, und am 3. November 1999 erfolgte der Durchschlag. Zehn Monate später, am 5. September 2000, konnte der Rohbau fertiggestellt werden. Der Einbau der Bahntechnik begann am 11. September 2000 mit der Verlegung der Schienen.<ref name="Freiburger nachrichten" /> Das westliche Gleis wurde am 19. April 2001 in Betrieb genommen, das östliche eine Woche später.<ref>Le tunnel ferroviaire de Vauderens a été mis en service. In: news.ch. 19. April 2001.</ref> Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001 fahren IC2000-Doppelstockzüge durch den neuen Tunnel.<ref name="lagrue" />
Im Sprengvortrieb wurden 1775 m ausgebrochen. In offener Bauweise (Tagbautunnel) wurden 50 m am Südportal und 150 m am Nordportal gebaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tagbautunnel Tunnel Vauderens ( vom 10. März 2014 im Internet Archive) auf baechtoldmoor.ch.</ref> Der Tunnel ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h konzipiert, vorerst können, wegen der anschliessenden Streckenabschnitte, nur 140 km/h gefahren werden.<ref name="lagrue" />
Der Bau des Tunnels und der Anschluss an das Streckennetz hätten ursprünglich 84,8 Mio. Franken kosten sollen. Schlussendlich war das Grossprojekt rund 13 Mio. Franken billiger und kostete 71,4 Mio. Franken.<ref name="lagrue"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tunnel de Vauderens. Place au génie ferroviaire ( vom 17. August 2016 im Internet Archive). In: La Gruyère. 9. September 2000.</ref>
Die alte Streckenführung wurde ab Ende Juni 2001 zurückgebaut und der ehemalige Tunnel verfüllt.<ref name="lagrue" /> Das Verfüllen des Tunnels dauerte bis April 2002 an, dazu wurde grösstenteils das Ausbruchmaterial aus dem neuen Tunnel genutzt.<ref>Vauderens, nouveau tunnel au gabarit V2N auf railnet.ch.</ref>
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />