Zum Inhalt springen

Feistritz (Lafnitz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. März 2026 um 20:23 Uhr durch imported>Dieringer63 (Link auf Franz Raffelsperger; Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Feistritz
Wechselgraben, Sattelbach (Quellgebiet), Weiße Feistritz, Feistritzbach (Oberlauf)
Datei:Oberes Feistritztal.jpg
Oberes Feistritztal

Oberes Feistritztal

Daten
Gewässerkennzahl AT: HZB:2-372-176-88, GGN:600089, Stmk:705
Lage Steiermark, Burgenland
Abfluss über Lafnitz → Raab → Moson-Donau → Donau → Schwarzes Meer
Flussgebietseinheit Leitha, Rabnitz, Raab (LRR)
Ursprung Am Feistritzsattel
47° 34′ 1,4″ N, 15° 52′ 1,7″ O
 {{#coordinates:47,567061|15,867143|
dim=200 globe= name=Ursprung Feistritz region=AT-6 type=waterbody
  }} 
Quellhöhe ca. 1260 m ü. A.
Mündung Bei DobersdorfKoordinaten: 47° 0′ 33″ N, 16° 8′ 53″ O
 {{#coordinates:47,009226|16,148121|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Feistritz region=AT-1 type=waterbody
  }}
47° 0′ 33″ N, 16° 8′ 53″ O {{#coordinates:47,009226|16,148121|
dim=1000 globe= name=Mündung Feistritz region=AT-1 type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 233 m ü. A.
Höhenunterschied ca. 1027 m
Sohlgefälle ca. 8,9 ‰
Länge 115,8 km
Einzugsgebiet 816,8 km²<ref>BMLFUW (Hrsg.): Flächenverzeichnis der Flussgebiete: Leitha-, Rabnitz- und Raabgebiet. In: Beiträge zur Hydrografie Österreichs Heft Nr. 63, Wien 2014, S. 41/69. PDF-Download, abgerufen am 21. Dezember 2021.</ref>
Abfluss<ref name="pegel" /> MQ
7,5 m³/s
Rechte Nebenflüsse Pfaffenbach, Naintschbach, Römerbach, Ilz
Durchflossene Stauseen Stubenbergsee
Kleinstädte Fürstenfeld
Gemeinden Rettenegg, St. Jakob i.W., Ratten, St. Kathrein a.H., Fischbach, Strallegg, Birkfeld, Anger, Floing, Puch b.W., Stubenberg, Feistritztal, Gersdorf a.d.F., Großsteinbach, Ilz, Großwilfersdorf, Fürstenfeld, Rudersdorf
Freienbergklamm, Stubenbergklamm, Feistritzklamm

Vorlage:Maplink

Die Feistritz ist ein Fluss von 115 Kilometern Länge in der nordöstlichen und östlichen Steiermark.

Lauf und Landschaft

Die Feistritz entspringt südlich am Feistritzsattel, westlich des Hochwechsel. Der Quelllauf wird auch Wechselgraben<ref name="FZ">HZB: Flächenverzeichnis Leitha, Rabnitz, Raab. 2014, S. 98–109.</ref> oder Sattelbach<ref name="STMGIS">GIS-Steiermark: Gewässer & Wasserinformation. Wasserbuch Stmk.</ref> genannt, bis er sich mit dem Ambach – vom Schöberlriegel des Wechselstocks – vereinigt.

Die Feistritz fließt dann südwärts bis zur Ortschaft Feistritzwald und westwärts nach Rettenegg. Hier nimmt sie den Pfaffenbach vom Pfaffensattel auf. Bis dorthin wird sie auch Weiße Feistritz genannt, und der Pfaffenbach Schwarze Feistritz, sodass sich auch Angaben eines Quellgebiets bis zum Stuhleck im Westen finden.<ref name="Raffelsperger 1846">So beispielsweise Franz Raffelsperger: Allgemeines geographisch-statistisches Lexikon aller österreichischen Staaten. 2. Auflage, Typogeographische Kunstanstalt, 1846, Band 3, Eintrag Feistritz, Steiermark (dritter der Seite), S. 404, Sp. 1 (Digitalisat, Google, vollständige AnsichtSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Bis etwas unterhalb von Rettenegg, wo sie nach Süden knickt, bildet sie die Westgrenze des Wechselgebiets im weiteren Sinne, dann die zwischen den Fischbacher Alpen im Westen und dem Joglland im Osten. Sie fließt in Folge durch Birkfeld, und bildet, hier mäandrierend, ab dem Naintschbach bis Oberfeistritz (nordöstlich von Weiz), die Ostgrenze des Grazer Berglands. Bis in diese Gegend wird sie auch als Feistritzbach genannt.

Ab Oberfeistritz fließt sie dann primär nach Südosten und wird als Südgrenze des Jogllands zum Oststeirischen Hügelland auch als Grenze der Alpen als Ganzes gesehen. Sie bildet in Folge mehrere Klammlandschaften, wie die Freienbergklamm, die Stubenbergklamm oder die Feistritzklamm. Die Feistritzklamm ist als Natura-2000-Schutzgebiet sowohl nach der Fauna-Flora-Habitat- als auch nach der Vogelschutzrichtlinie ausgewiesen. An einem Felsabhang oberhalb der Feistritzklamm steht an exponierter Stelle der Stammsitz der Herbersteiner, das Schloss Herberstein.

Bei Stubenberg am See wird der etwa 40 Hektar Fläche aufweisende künstliche Badesee Stubenbergsee mit Wasser aus der vorbeifließenden Feistritz gespeist. Hier verlässt die Feistritz endgültig die Alpen und durchquert in ihrem Mittellauf das Oststeirische Hügelland. Bevor bei Ilz der Ilzbach in die Feistritz mündet, erhebt sich nördlich davon am rechten Ufer das Schloss Feistritz.

Die Feistritz fließt durch Fürstenfeld und bildet dann mit dem Unterlauf etwa die steirisch-burgenländische Grenze, die noch die alten Flussmäander abbildet. Der Fluss mündet, grob 6 km südöstlich von Fürstenfeld und schon im Burgenländischen im Gemeindegebiet von Rudersdorf, von rechts in die Lafnitz, die seit Fürstenfeld nur wenige hundert Meter entfernt parallel zur Feistritz geflossen ist.

Datei:Feistritz Dobersdorf-Lafnitzweg Brücke 01.JPG
Letzte Feistritzbrücke vor der Mündung in die Lafnitz

Hydrographie

Die mittlere Wasserführungsmenge der Feistritz beträgt in Maierhofen etwa 7,5 Kubikmeter pro Sekunde.<ref name="pegel">Charakteristische Wasserstands- und Durchflussdaten Pegel Maierhofen/Feistritz (HZB 211045) (PDF; 69 kB); aktuelle Pegel: Anger. und Maierhofen. (alle hydrographie.steiermark.at).</ref>

Verkehr und Tourismus

Der Feistritztal-Radweg R8 ermöglicht es, auf einer Länge von 85 km dem Flussverlauf von Ratten bis Fürstenfeld zu folgen. Im Abschnitt von Ratten bis Birkfeld nutzt der Radweg auf 17 Kilometern die ehemalige Trasse der Feistritztalbahn. Diese folgt ab Oberfeistritz bis zum aktuellen Endbahnhof in Birkfeld dem Flussverlauf.

Weblinks

Commons: Feistritz river, Styria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />


Vorlage:Hinweisbaustein