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AMD K8

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AMD K8 (auch bekannt als AMD Hammer) ist der Codename einer Mikroprozessorgeneration von AMD, die ab 2003 die Nachfolge der AMD K7-Mikroprozessoren angetreten hat. Die Bezeichnung AMD K8 steht dabei in der Tradition der K5-, K6- und K7-Generationen. Hauptneuerung der K8-Generation ist die AMD64-Mikroarchitektur und die Integration des Speichercontrollers in den Prozessor.

Technische Details

Datei:AMD A64 Opteron arch.svg
Architektur der K8-Prozessoren

Die K8-Prozessoren erzielen den größten Teil ihrer Leistungssteigerung gegenüber den K7-Prozessoren durch vergrößerte bzw. verbesserte Caches sowie Verbesserungen an den Vorstufen der Recheneinheiten (TLB, Sprungvorhersage etc.). Außerdem wurden die Speicher-Latenzen deutlich reduziert, da der Speichercontroller aus der Northbridge in den Prozessor selbst verlagert wurde. Die Pipelines wurden von 10 auf 12 Stufen verlängert. „Pack“ und das nachfolgende „Decode“, das im Blockdiagramm zu sehen ist, wird von diesen beiden zusätzlichen Pipelinestufen verarbeitet.

Nicht alle Mikroprozessoren der K8-Generation unterstützen AMD64. Für den Niedrigpreisbereich wurden von AMD zunächst reine 32-Bit-CPUs entwickelt und unter den Namen Sempron sowie Mobile Sempron vermarktet. Alle CPUs der K8-Generation unterstützen neben MMX, Extended 3DNow! und SSE die Streaming SIMD Extensions 2; modernere Steppings darüber hinaus auch die Streaming SIMD Extensions 3.

Zur „Verbesserung der Sicherheit eines Computers“ führte AMD in der K8-Generation die Technik des NX-Bits ein. Sie sollte verhindern, dass Programme beliebige Daten als Programm ausführen und auf diese Weise Schadcode (Viren, Backdoors u. ä.) starten.

Als weitere wichtige Neuerung führte AMD zusätzlich zu dem erstmals in Großserie eingesetzten energiesparenden Silicon-on-Insulator-Prozess<ref>Patent US6020222A: Silicon oxide insulator (SOI) semiconductor having selectively linked body. Angemeldet am 16. Dezember 1997, veröffentlicht am 1. Februar 2000, Anmelder: Advances Micro Devices Inc, Erfinder: Donald Wollesen.</ref><ref>http://chip-architect.com/news/2000_11_07_process_130_nm.html</ref> mit Cool’n’Quiet eine Stromspartechnik ein, die zuvor nur bei Notebook-CPUs zu finden war. Beide Maßnahmen führten zu einer stark reduzierten Verlustleistung im Teillastbetrieb der CPU und sind sicherlich einer der Gründe für die Popularität des Athlon 64.

Marktbedeutung

Schon die Mikroprozessoren der AMD-K7-Generation waren erheblich weniger stromhungrig als die der Intel-Konkurrenz mit NetBurst-Architektur, und die hohen Verlustleistungen dieser Intel-Prozessoren führten zu erheblichen Marktverschiebungen. Wurde AMD zu K7-Zeiten noch wegen geringerer maximaler Taktraten im Vergleich zum Pentium 4 als „Billiglieferant“ kritisiert, so konnte sich AMD mit dem Athlon 64 nun ebenbürtig zu Intel positionieren. AMD gelang es, nun auch große Unternehmen, die zuvor treu zu Intel gestanden hatten, als Kunden zu gewinnen.

Namensgebung

Während AMD bei den Desktop-Prozessoren dem Produktnamen Athlon treu blieb, wurde mit dem Opteron im Serversegment eine neue Marke etabliert, um das schlechte Image des glücklosen AMD Athlon MP abzulegen und einen Anlauf in diesem gewinnträchtigen Segment starten zu können. Der Opteron konnte innerhalb weniger Jahre einen großen Marktanteil gewinnen.

Parallel dazu wurde im Low-Cost-Segment der Markennamen „Duron“ durch Sempron ersetzt. Auch wenn die ersten Semprons noch zur K7-Generation zählten, zahlte sich auch dieser Schritt aus, da der Sempron wesentlich besser als der Duron angenommen wurde.

Nachdem AMD im Notebooksektor nicht die erwünschten Erfolge erzielen konnte, wurde unter dem Namen Turion 64 eine spezielle stromsparende Variante (K8L) auf den Markt gebracht, der auch durchaus einige Marktanteile erringen konnte. Allerdings blieb in diesem Segment der endgültige Durchbruch aus.

Prozessoren der K8-Generation

Folgende Prozessorfamilien von AMD basieren auf der K8-Generation:

Nachfolger und Derivate

Die Low-Power-Varianten werden bei AMD intern auch als K8L bezeichnet, wobei das angehängte „L“ für Low(-Power) steht.<ref name="Amato">Simonnet Isaïe – Trouffman: Interview du Nouvel AMD. 28. Februar 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Juli 2009; abgerufen am 1. Januar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Video-Interview mit Giuseppe Amato (Technischer Direktor von AMD: Verkauf und Marketing EMEA) vom Februar 2007 (nicht mehr verfügbar)).</ref><ref name="K8L">AMD: Im Barcelona steckt K10 (heise.de). 14. April 2007.</ref> Diese unterscheiden sich aber nicht in ihrer Mikroarchitektur von den restlichen K8-Prozessoren, lediglich die Stromaufnahme ist geringer.

Die Doppelkernprozessoren auf Basis der K8-Generation werden hingegen zur K9-Generation gezählt.

Der Nachfolger des K8 und K9 ist der AMD K10.

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Mikroarchitekturen

Am29000 • Am286 • Am386 • Am486 • 5x86 • K5 • K6 • K6-2 • K6-III • K7 • K8/K8L • K9 • K10 • Bobcat • Bulldozer • Jaguar • Steamroller • PumaZen/Zen+ • Zen 2 • Zen 3/Zen 3+ • Zen 4/Zen 4c • Zen 5/Zen 5c

Technologien

AMD64 • AMD-V • HSA • Mantle • live! • Quad FX • QuantiSpeed • Turbo Core

Chipsätze

690-Serie • 700-Serie • 800-Serie • 900-Serie • AM4 • sTRX4 • AM5

Ryzen
Desktop

Summit Ridge (Serie 1000) • Raven Ridge (Serie 2000) • Pinnacle Ridge (Serie 2000) • Picasso (Serie 3000) • Matisse (Serie 3000) • Renoir (Serie 4000 CPU) • Renoir (Serie 4000 APU) • Vermeer (Serie 5000) • Cezanne (Serie 5000 CPU) • Cezanne (Serie 5000 APU) • Raphael (Serie 7000) • Phoenix (Serie 8000 CPU) • Phoenix (Serie 8000 APU) • Granite Ridge (Serie 9000)

Workstation/HEDT

Whitehaven (Serie 1000) • Colfax (Serie 2000) • Castle Peak (Serie 3000) • Chagall (Serie 5000) • Storm Peak (Serie 7000) • Shimada Peak (Serie 9000)

Mobil

Raven Ridge (Serie 2000) • Dalí (Serie 3000) • Picasso (Serie 3000) • Renoir (Serie 4000 APU) • Lucienne (Serie 5000) • Mendocino (Serie 7020) • Mendocino (Serie 10) • Cezanne und Barcelo (Serie 5000) • Barcelo-R (Serie 7030) • Rembrandt (Serie 6000) • Rembrandt (Serie 100) • Rembrandt-R (Serie 7035) • Phoenix (Serie 7040) • Dragon Range (Serie 7045) • Hawk Point (Serie 8040) • Hawk Point (Serie 200) • Dragon Range (Serie 8045) • Fire Range (Serie 9000) • Strix Point (Serie AI 300) • Krackan Point (Serie AI 300) • Strix Halo (Serie AI Max 300) • Gorgon Point (Serie AI 400)

Embedded

Ryzen Embedded R (Serie 1000) • Ryzen Embedded V (Serie 1000) • Ryzen Embedded R (Serie 2000) • Ryzen Embedded V (Serie 2000) • Ryzen Embedded V (Serie 3000) • Ryzen Embedded (Serie 5000) • Ryzen Embedded (Serie 7000) • Ryzen Embedded (Serie 8000)

Epyc
Fusion APUs
Desktop
auch in Notebooks

Llano (K10) • Trinity, Richland (Piledriver) • Kaveri (Steamroller) • Carrizo, Bristol Ridge (Excavator)

Mobil
Subnotes, Tablets

Ontario, Zacate (Bobcat) • Kabini, Temash (Jaguar) • Beema, Mullins (Puma)

Embedded

Ontario G-Serie

Opteron
Phenom
Desktop

Phenom • Phenom II

Mobil

Phenom II

Athlon
Turion
Sempron
Duron
Desktop

Duron

Mobil

Mobile Duron

Geode
Embedded

GX • LX • NX • NX 2001

Alchemy
Embedded

Alchemy

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