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Energydrink

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Datei:Energydrinks.jpg
Energydrinks verschiedener Hersteller in einem deutschen Supermarkt

Energydrink, auch Energy-Drink<ref>Energydrink. Duden.de; abgerufen am 9. August 2016.</ref> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); verdeutscht auch Energiegetränk), ist die Bezeichnung für Getränke, die laut Herstellerangaben eine „anregende“ Wirkung auf den Organismus haben sollen.

Geschichte

Die Idee für diese Getränke stammt aus Japan, wo nach dem Zweiten Weltkrieg japanischen Piloten Taurin zur Verbesserung der Sehleistung verabreicht wurde. Folglich kamen dort Energydrinks wie Lipovitan-D in Mode. Aus Asien (genauer: aus Thailand) importierte später auch der Vermarkter von Red Bull, Dietrich Mateschitz, die Idee nach Europa<ref>Face value: Selling energy. Economist.com, 9. Mai 2002, abgerufen am 22. Juni 2009.{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)”</ref> und wurde damit Ende der 1980er Jahre vor allem durch geschicktes Marketing in der alternativen Jugend- und Club-Szene (Techno, Mountainbiking, Snowboarding) sehr erfolgreich.

Auf dem Weltmarkt werden jährlich ca. fünf Milliarden Liter Energydrinks verkauft, davon hat Red Bull derzeit einen Marktanteil von ca. 20 bis 25 %. In Deutschland trinken 3,2 % der Bürger mindestens einmal pro Woche einen Energydrink, 76,3 % konsumieren Energydrinks laut der Studie „Typologie der Wünsche“ dagegen nie bzw. so gut wie nie.<ref>Genusshäufigkeit von Energy-Drinks. statista.org, Typologie der Wünsche 2006/2007.</ref>

Bestandteile und Inhaltsstoffe

Datei:Magicman.jpg
1,5-Liter-Flasche des Energy­drinks „Magic Man“

In der Regel hat ein Energydrink folgende Inhaltsstoffe (je nach Marke unterschiedlich):

Die Marketingbotschaft dieser Getränke betont den belebenden Effekt, der hauptsächlich durch das enthaltene Koffein erzielt wird.<ref name="van">F. van den Eynde, P. C. van Baelen, M. Portzky, K. Audenaert: The effects of energy drinks on cognitive performance. In: Tijdschrift voor psychiatrie, 2008, Band 50, Nummer 5, S. 273–281; ISSN 0303-7339. PMID 18470842. (Review).</ref> Energydrinks sind oft sehr energiereich; der enthaltene Zucker kann zusätzlich kurzfristig die Leistungsfähigkeit erhöhen. Einige Hersteller haben zuckerfreie Varianten herausgebracht, denen damit jedoch ein wesentlicher Energieträger fehlt. Die zuckerfreie Variante von Red Bull hat z. B. nur noch 14 kJ je 100 ml (zum Vergleich: 188 kJ in der zuckerhaltigen Variante). Die weiteren Inhaltsstoffe sollen laut den Herstellern ebenfalls die Leistungsfähigkeit steigern, was aber umstritten ist.<ref name="Polmer Energy">Udo Pollmer, Gunther Frank, Susanne Warmuth: Energydrinks bringen mehr Leistung. In: JLexikon der Fitness-Irrtümer. 1. Auflage. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-8218-3943-0, S. 98 ff.</ref> Der maximal zulässige Koffeingehalt liegt in Deutschland bei 32 mg pro 100 ml. In der Regel liegt der Koffeingehalt von Energydrinks daher bei ca. 80 mg pro Dose (250 ml). Zum Vergleich: Eine Tasse mit 150 ml Filterkaffee enthält ca. 50–100 mg Koffein.

In Deutschland definiert die Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung „Energydrink“ als koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk, das zusätzlich einen oder mehrere der folgenden Stoffe in folgender Höchstkonzentration je Liter enthält: Taurin (4000 mg), Inosit (200 mg) bzw. Glucuronolacton (2400 mg).<ref>§ 4 Abs. 2 FrSaftErfrischGetrV und Anlage 8. gesetze-im-internet.de</ref>

Leistungseffekte

Der Effekt von Energydrinks ist umstritten. Das enthaltene Koffein wird als „leistungssteigernd“ vermarktet,<ref name="Polmer Energy" /> wobei in der Regel jegliche Aussage darüber vermieden wird, welche „Leistung“ als Bezugsgröße herangezogen wird und wie ihre „Steigerung“ ermittelt werden könnte. Die oftmals von Konsumenten behauptete stimulierende Wirkung von Taurin ist nicht nachgewiesen. Eine einzelne Studie will Einflüsse durch Taurin auf Oxydationsprozesse von Aminosäuren im Stoffwechsel entdeckt haben.<ref>M. Zhang, I. Izumi, S. Kagamimori, S. Sokejima, T. Yamagami, Z. Liu, B. Qi: Role of taurine supplementation to prevent exercise-induced oxidative stress in healthy young men. In: Amino acids. Band 26, Nummer 2, März 2004, S. 203–207, doi:10.1007/s00726-003-0002-3. PMID 15042451.</ref>

Mentale Effekte

Energydrinks steigern laut Studien vorübergehend die Reaktionsgeschwindigkeit und das Erinnerungsvermögen bei Gedächtnisaufgaben.<ref name="van" /><ref name="Alford" />

Sportliche Effekte

Die sportliche Leistungsfähigkeit wird durch Energydrinks zum Teil positiv beeinflusst. Dies dürfte nicht nur auf die Koffeinwirkung, sondern auch auf die Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe zurückzuführen sein.<ref name="Alford" /><ref name="Baum" /><ref>Eli W. Erlick: Red Bull Energy Drink: "Special Ingredients" or a Caffeine and Sugar Effect? (PDF; 13 kB) In: Project Number J1510. California State Science Fair, 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Oktober 2008; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Geiss" />

Anaerobe Kraft und Ausdauer

Die anaerobe Leistungsfähigkeit bezeichnet die Muskelleistung, die ohne (oder mit deutlich ungenügender) Sauerstoffversorgung produziert werden kann.

Im Wingate-Test, bei dem auf einem Fahrradergometer für 30 Sekunden mit maximaler Geschwindigkeit gegen einen größeren, konstanten Widerstand getreten wird, ergab sich bei drei Runden mit jeweils zwei Minuten Erholungszeit dazwischen keine Leistungsverbesserung oder -verschlechterung durch Energydrinks.<ref name="Forbes">S. C. Forbes, D. G. Candow, J. P. Little, C. Magnus, P. D. Chilibeck: Effect of Red Bull energy drink on repeated Wingate cycle performance and bench-press muscle endurance. In: International journal of sport nutrition and exercise metabolism. Band 17, Nummer 5, Oktober 2007, S. 433–444, ISSN 1526-484X. PMID 18046053.</ref> Auch eine weitere randomisierte Doppelblindstudie mit Studenten ergab keine besseren Wingate-Testleistungen.<ref></ref> Im gewissen Gegensatz dazu stellten Alford u. a. eine Leistungsverbesserung bezüglich der Aufrechterhaltung der maximalen Geschwindigkeit auf dem Fahrradergometer fest.<ref name="Alford" />

Bei drei Serien Bankdrücken mit einer Belastung von 70 % der Maximalkraft und einer Pause von jeweils einer Minute dazwischen zeigte sich eine statistisch signifikante Leistungssteigerung in Form von mehr möglichen Wiederholungen durch Energydrinks.<ref name="Forbes" />

Aerobe Ausdauer

Die aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit bezeichnet die Leistung, welche mit vollständiger Sauerstoffversorgung produziert werden kann.

Alford u. a. stellten eine statistisch signifikante Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit der Fahrradergometerleistung im Bereich von 65 bis 75 % der maximalen Herzfrequenz fest.<ref name="Alford">C. Alford, H. Cox, R. Wescott: The effects of red bull energy drink on human performance and mood. In: Amino acids. Band 21, Nummer 2, 2001, S. 139–150, ISSN 0939-4451. PMID 11665810.</ref> Auch Geiss u. a. stellten bei Ausdauersportlern eine Verbesserung der aeroben Ausdauer fest, die von der Kombination der Substanzen und dem Vorhandensein von Taurin darin abhingen.<ref name="Geiss">K.-R. Geiß, I. Jester, W. Falke, M. Hamm, K. -L. Waag: The effect of a taurine-containing drink on performance in 10 endurance-athletes. In: Amino Acids. 7, 1994, S. 45–56, doi:10.1007/BF00808445.</ref>

Echokardiografische Untersuchungen an trainierten Ausdauersportlern ergaben einen messbaren Einfluss von Energydrinks auf die Herzmuskelarbeit, der die reine Koffeinwirkung überstieg.<ref name="Baum">M. Baum, M. Weiss: The influence of a taurine containing drink on cardiac parameters before and after exercise measured by echocardiography. In: Amino acids. Band 20, Nummer 1, 2001, S. 75–82, ISSN 0939-4451. PMID 11310932.</ref>

Zur Wirkung des Inhaltsstoffes Koffein alleine liegen zahlreiche Studien vor, die eine Verbesserung der aeroben Langzeitausdauer feststellten (bei 3 bis 9 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht – dies entspricht ca. 3 bis 9 Dosen bei 80 Kilogramm Körpergewicht), aber auch solche, die keine positiven Effekte fanden.<ref>Asker Jeukendrup, Michael Gleeson: Sport Nutrition. An Introduction to Energy Production and Performance. Human Kinetics, Champaign 2004, ISBN 0-7360-3404-8, S. 239.</ref> Auch Mittelzeitausdauerbelastungen von 3 bis 8 Minuten, insbesondere solche mit 100 % der maximalen Sauerstoffaufnahme, scheinen von Koffein positiv beeinflussbar zu sein.<ref>Asker Jeukendrup, Michael Gleeson: Sport Nutrition. An Introduction to Energy Production and Performance. Human Kinetics, Champaign 2004, ISBN 0-7360-3404-8, S. 240.</ref>

Schnelligkeit und Koordination

Die Beibehaltung einer maximalen Geschwindigkeit auf dem Fahrradergometer wird durch Energydrinks positiv beeinflusst.<ref name="Alford" />

Gesundheitliche Risiken

Die neueste Risikobewertungsstudie der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) belegt, dass eine Koffeinzufuhr von bis zu 400 mg pro Tag (das entspricht ungefähr 5,7 mg/kg Körpergewicht bei einer 70 kg schweren Person) als sicher einzustufen ist.<ref name="efsa4102">Scientific Opinion on the safety of caffeine. EFSA NDA Panel (EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies). In: EFSA Journal. 13(5), 2015, S. 4102.</ref> Auch für Schwangere, Stillende und Kinder wurden Richtwerte ermittelt: Für schwangere und stillende Frauen gilt, dass eine über den gesamten Tag verteilte Koffein-Aufnahme aus allen Quellen von bis zu 200 mg pro Tag für den Fötus unbedenklich ist. Für Kinder und Jugendliche pendelt sich der Richtwert bei 3 mg/kg Körpergewicht ein und gilt bei dieser Dosierung als unbedenklich. Dieselbe Studie zeigt auch, dass eine Koffeinzufuhr von 400 mg pro Tag für erwachsene Personen keinerlei gesundheitliche Risiken hervorrufen kann.<ref name="efsa4102" />

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnte vor gesundheitlichen Risiken und forderte Warnhinweise auf den Verpackungen, dass beim Konsum größerer Mengen derartiger Getränke im Zusammenhang mit ausgiebiger sportlicher Betätigung oder mit dem Genuss von alkoholischen Getränken unerwünschte Wirkungen nicht ausgeschlossen werden können und derartige Getränke, insbesondere in größeren Mengen, nicht für Kinder, Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Personen zu empfehlen sind.<ref name="Risikobewertung">Neue Humandaten zur Bewertung von Energydrinks. (PDF; 125 kB) Bundesinstitut für Risikobewertung, 13. März 2008, S. 1–20, abgerufen am 21. Juli 2008.</ref> Vor allem wird im Zusammenhang mit Alkohol oder Sport vor unerwünschten Wirkungen wie Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen oder Nierenversagen insbesondere bei Risikopersonen gewarnt.<ref>Julia Olbrich: Energydrinks. Gefährlicher Kick. In: Süddeutsche Zeitung. 17./18. Mai, 2005 (sueddeutsche.de).</ref> Eine neue Studie konnte eine veränderte Kontraktilität des Herzmuskels für mindestens eine Stunde nach Genuss eines Energydrinks nachweisen.<ref>Caffeine and Taurine Containing Energy Drink Improves Systolic Left-ventricular Contractility in Healthy Volunteers Assessed by Strain Analysis Using Cardiac Magnetic Resonance Tagging (CSPAMM). (PDF; 179 kB) rsna.org</ref> Deswegen raten Experten bei Kindern und Patienten mit Herzrhythmusstörungen von diesen Getränken ab. In einer australischen Studie konnte der Nachweis erbracht werden, dass der Konsum von Energydrinks bei jungen Erwachsenen zu einer deutlichen Erhöhung der Aggregation von Thrombozyten führt.<ref>M. I. Worthley, A. Prabhu, P. De Sciscio, C. Schultz, P. Sanders, S. R. Willoughby: Detrimental effects of energy drink consumption on platelet and endothelial function. In: Am J Med., Februar 2010, 123(2), S. 184–187. PMID 20103032</ref>

Eine Literaturauswertung kam zu dem Schluss, dass die in der wissenschaftlichen Literatur beschriebenen Probleme primär mit dem Koffein zusammenhängen und im Wesentlichen den für diese Substanz bekannten Nebenwirkungen entspricht.<ref name="Clauson" /> Insofern dürfte das Risiko in etwa dem eines entsprechenden Kaffeekonsums entsprechen.

Neuere Untersuchungen der Komponenten der Energydrinks konnten zytotoxische Effekte nachweisen.<ref>F. Zeidán-Chuliá, D. P. Gelain, E. A. Kolling, J. L. Rybarczyk-Filho, P. Ambrosi, S. R. Terra, A. S. Pires, J. B. da Rocha, G. A. Behr, J. C. Moreira: Major components of energy drinks (caffeine, taurine, and guarana) exert cytotoxic effects on human neuronal SH-SY5Y cells by decreasing reactive oxygen species production. In: Oxid Med Cell Longev. 2013, S. 791–795. PMID 23766861.</ref>

Koffein

Aufgrund des hohen Koffeingehaltes sollten Energydrinks nicht in großen Mengen getrunken werden.<ref>Autor ungenannt: Energy Drinks: Gesundheitsrisiko für Vieltrinker Energy Drinks sind nach wie vor sehr beliebt – vor allem bei Jugendlichen. Viele trinken sie, um wacher und fitter zu werden. Doch ein übermäßiger Konsum birgt gesundheitliche Risiken. In: verbraucherzentrale.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 25. März 2026.</ref> Für Kinder und koffeinempfindliche Personen sind Energydrinks nicht geeignet.<ref name="Risikobewertung" /><ref>B. J. Wolk, M. Ganetsky, K. M. Babu: Toxicity of energy drinks. In: Curr Opin Pediatr. Band 24, Nr. 2, April 2012, S. 243–251. Review. PMID 22426157.</ref> Regelungen gibt es weder in Deutschland noch in Österreich. In Polen sind Energydrinks wegen des Koffeingehalts für Minderjährige verboten.<ref>Energy-Drink-Pulver von Holy: Zu viel Koffein für Kids. Stiftung Warentest, 21. April 2026, abgerufen am 21. April 2026.</ref>

Als wesentliche mit dem Koffein zusammenhängende mögliche Probleme werden von Clauson u. a. folgende Symptome genannt: Schlaflosigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen, Tachykardie (beschleunigter Puls) sowie selten gar koffeinbedingte Todesfälle.<ref name="Clauson" /> Nach einer wissenschaftlichen Risikobewertung der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), ist eine Koffeinaufnahme von bis zu 400 mg pro Tag für die gesunde erwachsene Allgemeinbevölkerung unbedenklich. Für Schwangere werden indessen 200 mg pro Tag als unbedenklich eingestuft.<ref name="efsa4102" />

Taurin

Zu Taurin finden sich mehrere Studien, die teils zu gegenteiligen Schlüssen kommen. Eine Taurin-Kur von 6 g pro Tag und Person bewirkte bei Probanden eine gesteigerte Leistung bei körperlichen Tätigkeiten durch antioxidantische Effekte.<ref>M. Zhang, I. Izumi, S. Kagamimori u. a.: Role of taurine supplementation to prevent exercise-induced oxidative stress in healthy young men. In: Amino Acids. 26, 2004, S. 203–207.</ref> Andere Forschungen zeigen, dass Taurin, in Kombination mit verzweigtkettigen Aminosäuren, Muskelschäden und -müdigkeit reduzieren könnte.<ref>S. G. Ra, T. Miyazaki, K. Ishikura, H. Nagayama, T. Suzuki, S. Maeda, M. Ito, Y. Matsuzaki, H. Ohmori: Additional effects of taurine on the benefits of BCAA intake for the delayed-onset muscle soreness and muscle damage induced by high-intensity eccentric exercise. In: Advances in Experimental Medicine and Biology. Band 776, 2013, S. 179–187, doi:10.1007/978-1-4614-6093-0_18. PMID 23392882.</ref>

Zum bedenkenlosen Konsum von Taurin gibt es mehrere Studien. Eine von der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) durchgeführte Studie aus dem Jahr 2007 gibt an, dass ein Konsum von 6 g pro Person und Tag als unbedenklich gilt.<ref>F. Aguilar, U.R. Charrondiere, B. Dusemund, P. Galtier u. a.: The use of taurine and D-glucurono-gamma-lactone as constituents of the so-called “energy” drinks. Opinion of the Scientific Committee / Scientific Panel, 12. Februar 2009, Parma, Italy.</ref>

Andere Wissenschaftler geben an, dass eine Dosis von drei Gramm Taurin pro Tag für gesunde Erwachsene kurz- und langfristig als wissenschaftlich gut abgesichert gilt und mit einer großen Sicherheitsreserve versehen als unbedenklich und nebenwirkungsfrei einzustufen ist. Diese Werte (3 g bzw. 6 g) können jedoch bei exzessivem Energydrink-Konsum überschritten werden. Wissenschaftler haben in Tests mit gesunden Erwachsenen auch stark erhöhte Dosen Taurin getestet und kamen zu dem Ergebnis, dass eine kurzzeitige Überdosierung kurzfristig keine Schäden anrichtet, aber über einen längeren Zeitraum auf keinen Fall zu empfehlen ist.<ref>A. Shao, J. N. Hathcock: Risk assessment for the amino acids taurine, L-glutamine and L-arginine. In: Regul Toxicol Pharmacol., April 2008, 50(3), S. 376–399; doi:10.1016/j.yrtph.2008.01.004.</ref>

Im Gegensatz zu den Studien heißt es in einer Stellungnahme der DGE: „Die Werbung suggeriert, Taurin als Bestandteil von ‚Energy Drinks‘ fördere beim Menschen sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit. Es sind jedoch bisher keine gut kontrollierten Studien bekannt, die eine positive Wirkung von Taurin-Supplementen auf die körperliche Leistungsfähigkeit oder das Konzentrationsvermögen bei Gesunden und Patienten zeigen. Eine Zufuhr von Taurin kann deshalb derzeit, insbesondere aufgrund der möglicherweise bestehenden gravierenden Nebenwirkungen, nicht empfohlen werden. Bis wissenschaftliche Untersuchungen nicht die Unbedenklichkeit einer zusätzlichen Taurinaufnahme auch bei körperlicher Belastung erbringen, ist gegenteilig, hiervon sogar abzuraten.“<ref>Stellungnahme: Taurin in der Sporternährung. In: dge.de Forschung, Klinik und Praxis 08/2001. DGE-Arbeitskreis „Sport und Ernährung“, 1. August 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Dezember 2008;.</ref>.

Eine Auswertung der wissenschaftlichen Literatur von 1980 bis 2007 ergab aber keine Hinweise auf Gesundheits- oder Sicherheitsprobleme durch zusätzliche Inhaltsstoffe wie Taurin oder andere Substanzen und kommt zum Schluss, dass diese normalerweise so niedrig dosiert sind, dass keine Bedenken notwendig sind.<ref name="Clauson">K. A. Clauson, K. M. Shields, C. E. McQueen, N. Persad: Safety issues associated with commercially available energy drinks. In: Journal of the American Pharmacists Association. Band 48, Nummer 3, 2008 May-Jun, S. e55–e63. doi:10.1331/JAPhA.2008.07055. PMID 18595815. (Review).</ref>

Zahnschmelzbelastung

Manche Energydrinks können durch einen niedrigen pH-Wert und insbesondere durch eine höhere Pufferkapazität als andere Getränke zu einer Schädigung des Zahnschmelzes beitragen.<ref>B. M. Owens: The potential effects of pH and buffering capacity on dental erosion. In: General dentistry. Band 55, Nummer 6, Nov-Dez 2007, S. 527–531. PMID 18050578.</ref>

Kombination mit Alkohol

Kritisch ist der Konsum der koffeinhaltigen Getränke in Kombination mit Alkohol, beispielsweise im Getränk Wodka Energy, da beide Stoffe einen starken Flüssigkeitsverlust des Körpers hervorrufen können (Dehydratation). Energydrinks ergeben für den Konsumenten von Alkohol eine gefährliche subjektiv erhöhte Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, ohne dass dies objektiv der Fall ist.<ref name="Risikobewertung" />

Test durch Öko-Test

Im August 2007 testete die Zeitschrift Öko-Test 20 Energydrinks. Dabei schnitt nur ein Bio-Energydrink der Marke Mad Bat mit „gut“ ab, alle anderen Getränke wurden mit „ausreichend“ bis „ungenügend“ (darunter auch die bekannteste Marke Red Bull als „mangelhaft“) bewertet.<ref>Energy-Drinks - Den Stier bei den Hörnern gepackt. In: ÖKO-TEST Online. 10. November 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2015;.</ref> Bewertungskriterien waren bei dem Test nicht allein die Inhaltsstoffe und deren Verträglichkeit/Wirkung, sondern auch Warnhinweise für z. B. erhöhten Koffeingehalt und die Art der Verpackung. So gab es beispielsweise für Aludosen und PET-Flaschen Punkteabzug.

Verkaufsbeschränkungen

Mit Stand November 2024 gilt in Ländern wie Polen und Lettland (18 J.), Estland (16 J.), Schweden und Norwegen (15 J.) und Litauen (14 J.) ein gesetzliches Mindestalter für den Verkauf von Energydrinks.<ref>Tamara Trunk: Verbot von Energy Drinks für Minderjährige gefordert – Grund ist eine besorgniserregende Studie. In: swr3.de. 6. Februar 2024, abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref> Die britische Regierung kündigte 2022 an,[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} ebenfalls ein Mindestalter für Energydrinks einzuführen.<ref>UK bans sale of energy drinks to U16s. In: foodnavigator.com. 23. Juli 2019, abgerufen am 6. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 1. Januar 2026 wurde die Altersgrenze in Norwegen auf 16 Jahre angehoben.<ref>Ine-Sofie Bruhaug, Alexander Kjønsø Karlsen: Fra i dag må du være 16 for å kjøpe dette: – Går ikke med passet i lommen. nrk.no, 1. Januar 2026, abgerufen am 1. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Deutschland spricht sich neben Ärzten und einigen Verbraucherorganisationen auch das Bundesinstitut für Risikobewertung für ein Abgabeverbot an Minderjährige aus.<ref>Frank Wittig: Warum Energydrinks Kinder und Jugendliche gefährden. Tagesschau (ARD), 3. Dezember 2024, abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref> In Österreich spricht sich das Gesundheitsministerium im November 2024 ebenfalls für ein Mindestalter aus; ein Verbot im Rahmen der Jugendschutzgesetze bedarf der Gesetzgebung auf Bundesländerebene.<ref>Energy-Drinks: Debatte über Mindestalter. In: orf.at. 22. November 2024, abgerufen am 22. November 2024.</ref>

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Energydrink – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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