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L-3 (U-Boot, 1933)

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Vorlage:Hinweisbaustein

style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | L-3
Datei:L-3 Museum.JPG
Turm von L-3
Turm von L-3
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Flagge SowjetunionDatei:Naval Ensign of the Soviet Union (1950-1991).svg Sowjetunion
Schiffstyp U-Boot
Klasse Leninez-Klasse
Bauwerft Baltisches Werk, Leningrad
Kiellegung 6. September 1929
Stapellauf 8. Juli 1931
Indienststellung 5. November 1933
Außerdienststellung 17. August 1953
Verbleib 1971 abgewrackt, Turm erhalten
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Schiffsmaße und Besatzung
Länge 77,90 m (Lüa)
Breite 7,30 m
Tiefgang (max.) 4,20 m
Verdrängung aufgetaucht: 1.040 ts
getaucht: 1.335 ts<ref name="Bagnasco"></ref>
 
Besatzung 53
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine Überwasser: 2 × Dieselmaschinen
Unterwasser: 2 × Elektromotoren
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat Überwasser: 2.600 PS
Unterwasser: 1.250 PS
Propeller 2
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="für U-Boote spezifische Daten" |Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius 7.400 Seemeilen bei 8,0 kn (aufgetaucht)
154 Seemeilen bei 3 kn (getaucht) sm
Tauchtiefe, max. 90<ref name="Bagnasco">Bagnasco, Erminio: Uboote im Zweiten Weltkrieg. Technik – Klassen – Typen. Eine umfassende Enzyklopädie. Motorbuch, Stuttgart 1994, S. 266.</ref> m
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
9 kn (17 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
aufgetaucht
14 kn (26 km/h)
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" style="border-color: #FFFFFF;" summary="militärisch relevante Daten" |
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Bewaffnung
  • 4 × Bugtorpedorohre ∅ 53,3 cm
  • 2 × Hecktorpedorohre ∅ 53,3 cm
  • 1 × 10-cm-Deckgeschütz
  • 1 × 4,5-cm-Deckgeschütz
  • Anzahl der mitgeführten Torpedos: 12
  • Optional bis zu 14 Seeminen
Datei:Shadowgraph Leninets class II series submarine.svg
Leninez-Klasse

Die L-3 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein dieselelektrisches U-Boot der sowjetischen Marine aus den frühen 1930er Jahren. Das U-Boot, ursprünglich auf den Namen Frunzenets (Фрунзенец) getauft, gehörte dem ersten Baulos der Leninez-Klasse an<ref name="Bagnasco"></ref> und wurde als drittes Boot dieses Bauloses fertiggestellt. Das Boot wurde am 6. September 1929 auf der Baltischen Werft in Leningrad auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 8. Juli 1931. Am 5. November 1933 wurde L-3 bei der Baltischen Flotte in Dienst gestellt. Das U-Boot kam im Zweiten Weltkrieg in der Ostsee zum Einsatz, überstand den Krieg und wurde 1953 außer Dienst gestellt. Die Verschrottung des Bootes erfolgte erst 1971, wobei der U-Boot-Turm als Denkmal erhalten blieb.

Geschichte

Ab Juli 1940 stand L-3 unter dem Kommando von Kapitän 3. Ranges Pjotr D. Grishchenko, er führte das U-Boot bis März 1943. Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Sommer 1941 operierte das U-Boot unter anderem gegen Brüsterort und Memel und betätigte sich als Minenlege-U-Boot. Durch die Minen vor Memel, die alle bereits Ende Juni 1941 gelegt worden waren, sanken vermutlich bis November 1941 vier Frachtschiffe – Kaija (lettisch, 1.876 BRT), Henny (deutsch, 764 BRT), Uno (schwedisch, 430 BRT) und Engerau (deutsch, 1.142 BRT)<ref name="uboatnet">Helgason, Guðmundur: L-3 – Submarine of the L (Leninec) class. In: uboat.net. 2023, abgerufen am 14. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Infolge des anfangs raschen Vorrückens deutscher Heerestruppen durch das Baltikum, was den Rückzug der sowjetischen Seestreitkräfte nach Leningrad beziehungsweise Kronstadt bedingte, und da die Baltische Flotte ab Herbst 1941 durch umfangreiche deutsche und finnische Minensperren im Finnischen Meerbusen beinahe völlig blockiert wurde, gelangen L-3 erst im Spätsommer 1942 und nach dem gefährlichen Durchbruch durch die Minenriegel erneute Unternehmungen in der Ostsee. Dabei versenkte das U-Boot am 18. August 1942 nahe Gotland aus einem Konvoi den schwedischen Frachter C. F. Liljevalch (5.492 BRT) durch Torpedoschuss<ref>Rohwer, Jürgen / Hümmelchen, Gerhard: Seekrieg 1942, August. In: Chronik des Seekrieges 1939 – 1945. Württembergische Landesbibliothek, abgerufen am 14. März 2024.</ref>. Weitere Erfolge konnten durch Minen erzielt werden, so sanken am 17. November 1942 der größere deutsche Transporter Hindenburg (7.880 BRT) vor Utö und der deutsche Frachter Edith Bosselmann (952 GRT) am 9. Dezember 1942 vor Memel nach Minentreffern<ref name="uboatnet"></ref>. In beiden Fällen wird der Verlust L-3 zugeschrieben.

Im März 1943 kam mit Wladimir Konstantinowitsch Konowalow ein neuer Kommandant an Bord. Zwischen Frühjahr 1943 und Herbst 1944 lag L-3 blockiert in Leningrad und konnte zu keinen weiteren Unternehmungen auslaufen. Erst im September 1944, nachdem die Minensperren im Finnischen Meerbusen nach dem Ausscheiden Finnlands aus dem Bündnis mit dem Deutschen Reich ausgehebelt werden konnten (bedingt durch den Verlust des Landanschlusses), konnte das U-Boot erneut in der Ostsee operieren. Dabei legte L-3 am 11. Oktober 1944 nordöstlich von Kap Arkona (54° 53′ N, 13° 40′ O

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  }}) eine Minensperre, auf der am 14. November 1944 das deutsche Segelschulschiff Albert Leo Schlageter schwer beschädigt wurde<ref name="Seekrieg">Rohwer, Jürgen / Hümmelchen, Gerhard: Seekrieg 1944, Oktober. In: Chronik des Seekrieges 1939 – 1945. Württembergische Landesbibliothek, abgerufen am 14. März 2024.</ref>. Auf der gleichen Minensperre ging nur sechs Tage später, am 20. November 1944, das deutsche Torpedoboot T 34 verloren<ref name="Seekrieg"></ref>, wobei 62 Seeleute ums Leben kamen.

Die folgenschwerste Versenkung gelang L-3 am 16. April 1945, als es vor Rixhöft den deutschen Frachter Goya (5.230 BRT), der als Flüchtlingstransporter eingesetzt war, versenkte. Schätzungsweise kamen bei dem Angriff etwa 7.000 Menschen, vermutlich überwiegend Frauen, Kinder und ältere Männer, in der nur drei Grad kalten Ostsee zu Tode. Das U-Boot wartete auf die Goya und schoss zwei Torpedos auf das Flüchtlingsschiff.

Der Kommandant von L-3, Kapitän Wladimir Konstantinowitsch Konowalow, wurde für die Versenkung mit der Auszeichnung Held der Sowjetunion geehrt.

Am 17. August 1953 wurde L-3 außer Dienst gestellt, allerdings erst 1971 zur Verschrottung freigegeben. Der Turm des Bootes ist als Denkmal in Moskau ausgestellt.

Weblinks

Commons: L-3 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />