Herr Lehmann (Film)
Herr Lehmann ist eine deutsche Tragikomödie des Regisseurs Leander Haußmann aus dem Jahr 2003. Sie basiert auf dem gleichnamigen Romandebüt von Sven Regener.
Handlung
West-Berlin kurz vor dem Fall der Mauer 1989. Frank Lehmann wird bald 30 Jahre alt und von seinen Freunden daher scherzhaft nur noch „Herr Lehmann“ genannt. Er jobbt als Barkeeper und kommt so über die Runden. Keiner kann ahnen, dass der Kreuzberger Kieztrott durch den Fall der Mauer bald jäh durcheinandergewirbelt wird. Der erstmalige Besuch seiner Eltern in Berlin droht Lehmann bereits in eine kleine Krise zu stürzen. Denn die vermeintliche Erwartung an die Karriere ihres Sohnes und sein tatsächliches, eher gemächliches Alltagsleben stehen in einem krassen Missverhältnis. Sein Kiezalltag im Allgemeinen und seine noch junge Liebe zu Katrin im Besonderen sind ihm eigentlich schon genug an Herausforderungen.
Drehorte
Der Film spielt die meiste Zeit an bekannten Orten in Berlin-Kreuzberg. Gedreht wurde im Prinzenbad in der Nähe des U-Bahnhofs Prinzenstraße, in der Kneipe „Zum Elefanten“ am Heinrichplatz, im Dönerimbiss „Mısır Çarşısı“ an der Skalitzer Straße am Kottbusser Tor oder im „Madonna“ in der Wiener Straße. Weitere Szenen entstanden in der Gegend um die Oranienstraße. Die Szenen in der „Markthallenkneipe“, Erwins Lokal, wurden in Kölner Filmstudios gedreht. Die Filmszene im Kinosaal entstand im Filmrauschpalast der Kulturfabrik Moabit.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Filmrauschpalast ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Februar 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Weitere Szenen, die nicht in der Endfassung, sondern nur auf der DVD unter „Gelöschte Szenen“ zu sehen sind, wurden am Kurfürstendamm und am U-Bahnhof Wittenbergplatz gedreht.
Die übrigen Außenszenen wurden nicht an Originalschauplätzen, sondern in den großen Freiluftkulissen auf dem Gelände von Studio Babelsberg in Potsdam aufgenommen, wo Regisseur Leander Haußmann bereits seinen ersten Spielfilm „Sonnenallee“ gedreht hatte.<ref>„Rosenstraße“ und „Herr Lehmann“ – Auch der deutsche Film fühlt sich in Babelsberg zu Hause. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, abgerufen am 27. Februar 2012.</ref>
Kritiken
„Der episodisch strukturierte Film zeichnet Kreuzberg als entrückt-narkotisiertes Paralleluniversum voller Biertrinker, die nicht erwachsen werden wollen; doch die Inszenierung vermag den Stoff nicht zur Replik auf linke Mythen umzumünzen, sondern verpufft in Belanglosigkeit.“
Auszeichnungen
Beim 54. Deutschen Filmpreis 2004 in Berlin wurde der Film mit zwei Lolas in Gold ausgezeichnet, für Detlev Buck als Besten Nebendarsteller und für das beste verfilmte Drehbuch von Sven Regener.
Beim Bayerischen Filmpreis 2003 wurde Christian Ulmen als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prädikate ( vom 19. Juli 2004 im Internet Archive) der FBW. 2003</ref>
Sonstiges
2010 erschien das Prequel Neue Vahr Süd, das Phasen aus Frank Lehmanns Leben als 20-Jähriger behandelt.
Literatur
- Patrick Goldstein: Auf den Spuren von Herrn Lehmann. In: Die Welt. 2. Oktober 2003.
- Brenda Strohmaier: Original mit Schweinebraten. In: Berliner Zeitung. 23. Oktober 2003. (archive.org)
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Herr Lehmann bei filmportal.de
- Offizielle Seite zum Film
- Kommentar zur Kommunikation in Herr Lehmann von licht-film.de. 18. Januar 2008. (archive.org)
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Die Verschwörung des Fiesco zu Genua | Sonnenallee | John Gabriel Borkman | Denk ich an Deutschland … – Die Durchmacher | Herr Lehmann | NVA | Kabale und Liebe | Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken | Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe | Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus! | Hotel Lux | Hai-Alarm am Müggelsee | Das Pubertier – Der Film | Stasikomödie Vorlage:Klappleiste/Ende
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- Leander Haußmann