Vehlberg
Vehlberg Gemeinde Aurach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(121)&title=Vehlberg 49° 14′ N, 10° 20′ O
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| Höhe: | 464 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 121 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91589 | |||||
| Vorwahl: | 09804 | |||||
Vehlberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Aurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Vehlberg liegt in der Gemarkung Weinberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Auwiesengraben, einem linken Zufluss der Sulzach. Unmittelbar nördlich des Ortes erhebt sich der Burglersberg (510 m ü. NHN). Auf diesem befindet sich der Burgstall Vehlberg. An den Burglersberg schließt sich im Osten der Vehlberger Ranker an. 0,5 km südlich liegen die Waldgebiete Kreut und Sumpf.
Die Kreisstraße AN 36 führt nach Weinberg zur Staatsstraße 1066 (2 km östlich) bzw. nach Archshofen (3,2 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Baimhofen (1,1 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Vehlberg wurde in den Lehensbüchern der Grafen von Oettingen von 1330 bis 1470 erwähnt. Der Ort hatte den Zehnten an Weybrecht von Wollmershausen zu entrichten. Das Kloster Sulz hatte bereits seit 1399 ein Gütlein auf der Ebene bei Vehlberg. 1424 erwarb es vom Dinkelsbühler Patrizier Sebald Berlin einen Hof in Vehlberg. 1450 fand nördlich von Vehlberg eine Schlacht zwischen Markgraf Albrecht Achilles und dem Fränkisch-Schwäbischen Städtebund statt.<ref>Vehlberg auf der Website aurach.de</ref>
Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen, 1537 erstmals ausdrücklich bezeugt.<ref>Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 510. </ref> 1732 bestand der Ort aus 17 Anwesen, 1 Kapelle und 1 Hirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Vogtamt Aurach. Grundherren waren das Vogtamt Aurach (1 Schmiede, 10 Anwesen), das Stiftskapitel Herrieden (3 Anwesen), das Klosterverwalteramt Sulz (1 Hof) und dem Bürgermeister und Rat zu Ansbach (2 Anwesen, Abgaben gingen an das Landpflegeamt Ansbach).<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Vehlberg (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es im Ort 18 Anwesen, von denen 14 eichstättisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Velberg. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 193 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 4.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Vehlberg dem Steuerdistrikt Dombühl und der Ruralgemeinde Weinberg zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Vehlberg am 1. Mai 1978 nach Aurach eingemeindet.<ref>Aurach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. März 2025.</ref>
Der Ort hatte einen Haltepunkt Vehlberg an der mittlerweile stillgelegten Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl.
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 2: Erdgeschossiges Fachwerk-Wohnstallhaus des frühen 17. Jahrhunderts. Unregelmäßige Fensterverteilung z. T. auch modern verändert. Halbwalmdach. Giebelgeschoss etwas vorkragend. Der Dachüberstand durch Büge abgestützt. Erdgeschossiger, giebelseitiger Vorbau mit Pultdach.<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 131. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Sieben Schmerzen (Weinberg) gepfarrt.<ref name="OV 1846"/><ref>Pfarrverband Herrieden-Aurach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 20. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Maria (Kloster Sulz) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Vehlberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 4–5 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 131.
Weblinks
- Vehlberg und Dietenbronn. In: aurach.de. Abgerufen am 26. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Vehlberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Vehlberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Aurach | Burg Wahrberg | Dietenbronn | Eyerlohe | Gindelbach | Gutenmühle | Haselmühle | Hilsbach | Vehlberg | Weinberg | Westheim | Windshofen
Sonstige Wohnplätze: Elbleinsmühle | Schutzmühle