Staatliche Feintechnikschule
| Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Der Altbau und Werkstattbau Altbau, Einweihung 1. Mai 1900. Werkstattbau von 1967. | ||||||
| Schulform | Berufsbildende Schule | |||||
| Schulnummer | 04102271 | |||||
| Gründung | 1900 | |||||
| Adresse | Staatl. Feintechnikschule Rietenstr. 9 78054 Villingen-Schwenningen | |||||
| Land | Baden-Württemberg | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 48° 3′ 26″ N, 8° 31′ 35″ O
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| Träger | staatlich | |||||
| Schüler | rund 630 (Stand: 2016) | |||||
| Lehrkräfte | 61 | |||||
| Leitung | Thomas Ettwein | |||||
| Website | www.feintechnikschule.de | |||||
Die Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium (FTS) in Villingen-Schwenningen ist eine berufliche Vollzeitschule in der Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg und des Schwarzwald-Baar-Kreises. Die Schule ist Mitglied im Netzwerk für berufliche Fortbildung Schwarzwald-Baar-Heuberg.<ref>Dietmar Stengele (Leiter Referat Berufliche Weiterbildung), Oliver Langer (Online Redaktion): Weiterbildung in Baden-Württemberg. Das Netzwerk für berufliche Fortbildung Schwarzwald-Baar-Heuberg, unter dem Vorsitz von Herrn Steffen Griesinger. In: www.fortbildung-bw.de. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg Schlossplatz 4, Neues Schloss, D-70173 Stuttgart, abgerufen am 22. Juni 2024.</ref>
Schularten
Die Schule unterrichtet in fünf Schularten: ein dreijähriges Technisches Gymnasium, eine Fachschule für Technik, eine einjährige Meisterschule, eine dreijährige Berufsfachschule sowie ein Berufskolleg für Informations- und Kommunikationstechnik.
An allgemeinbildenden Schulabschlüssen bietet die Schule die allgemeine Hochschulreife (Abitur) im Technischen Gymnasium.
Für Schüler, die bereits den Mittleren Schulabschluss (frühere Bezeichnung: Mittlere Reife) haben, besteht die Möglichkeit, während der Berufsausbildung durch Zusatzunterricht in Deutsch, Mathe, Englisch, Sozial- und Betriebslehre, mit der jeweiligen Prüfung, die Fachhochschulreife zu erlangen. Mit der Fachhochschulreife ist ein Studium an einer Hochschule (frühere Bezeichnung: Fachhochschule) möglich.
Hauptschüler erhalten bei entsprechendem Notendurchschnitt in der Berufsabschlussprüfung, einen dem Realschulabschluss (Mittlere Reife) gleichgestellten Bildungsstand.<ref>Schwarzwälder Bote, Oberndorf Germany: Weiterführende Schulen: Die Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium in Schwenningen. Abgerufen am 9. Mai 2023.</ref><ref>Zusatzqualifikationen | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 14. Mai 2023.</ref>
Berufsfachschule
Die 3-jährige Berufsfachschule gibt es in Baden-Württemberg nur zweimal (einmal noch in Furtwangen). Die Schüler erlernen nach einem mittleren Bildungsabschluss einen Beruf komplett an der Schule ohne dualen Partner. Es können folgende Ausbildungsabschlüsse erworben werden<ref>Bewerbungsbogen für die 3jährige BERUFSFACHSCHULE an der Staatlichen Feintechnikschule Villingen‐Schwenningen. (PDF) In: Staatlichen Feintechnikschule Villingen‐Schwenningen. Staatlichen Feintechnikschule Villingen‐Schwenningen, abgerufen am 16. März 2023.</ref>:
- Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik<ref>Elektronik – Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 16. März 2023.</ref> (bis 1. August 2003 Elektromechaniker, danach Systemelektroniker für Geräte und System bis 1. Juli 2021<ref>Yumpu.com: VEFS – Vereinsnachrichten 03/2003 – Staatliche Feintechnikschule. Neuordnungsarbeit des BIBB 2002, Berufe im Elektrohandwerk. März 2003, abgerufen am 11. Mai 2023.</ref>)
- Feinwerkmechaniker (mit Elektrofachschein)<ref>Feinwerkmechanik | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 5. April 2023.</ref>
- Uhrmacher (mit Europraktikum und WOSTEP-Partnerschule)<ref>Uhrmacherschule | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 5. April 2023.</ref>.
Die Uhrmacher bilden eine Landesfachklasse. Hier werden auch Schüler in dualer Ausbildung beschult.
Berufskolleg
Das 2-jährige Berufskolleg wird mit einem mittleren Bildungsabschluss besucht und führt zum Abschluss Informations- und Kommunikationstechnischer Assistent.<ref>Berufskolleg für Informations- und Kommunikationstechnik | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 14. Mai 2023.</ref>
Technisches Gymnasium
Das 3-jährige Technische Gymnasium gliedert sich in drei berufsbezogenen Schwerpunktprofile:
- Gestaltungs- und Medientechnik
- Informationstechnik
- Mechatronik (früher Technik)
Eingangsvoraussetzung ist die mittlere Reife mit einem Schnitt von 3,0 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch.
Abschluss ist das Allgemeine Abitur (Allgemeine und Fachgebundene Hochschulreife).
Ziel der Schule ist eine technisch fachversierte Vorbereitung auf Ingenieur-Studiengänge.<ref>TG Flyer ab SJ 2021/22. In: www.feintechnikschule.de. Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium, 2021, abgerufen am 19. September 2025.</ref><ref>Technisches Gymnasium | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>
Fachschule für Technik
In der Technikerschule erhält man den Abschluss Staatlich geprüfter Techniker, inkl. Erwerb der Fachhochschulreife.
Es werden zwei Fachrichtungen angeboten:<ref>Technikerschule Flyer 2016</ref><ref name=":0">Bewerbungsbogen für die 3jährige TECHNIKERSCHULE und MEISTERSCHULE an der Staatlichen Feintechnikschule Villingen‐Schwenningen. (PDF) In: Staatlichen Feintechnikschule Villingen‐Schwenningen. Staatlichen Feintechnikschule Villingen‐Schwenningen, abgerufen am 9. Mai 2023.</ref><ref>Staatlich geprüfter Techniker / Feinwerktechnik / Mechatronik | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 5. April 2023.</ref>
- Fachrichtung Feinwerktechnik (Vollzeit und Teilzeit)
- Berufsprofil: Fertigungstechnik
- Berufsprofil: Mechatronik/Informationselektronik
- Fachrichtung Informationstechnik (Teilzeit)
- Wird den derzeitigen Abgängern zusätzlich zum Abitur auch noch einen zusätzlichen Abschluss in der Programmierung mit Java (Programmiersprache) gewährt.
Voll-/Teilzeitunterricht
Die Berufsprofile Fertigungstechnik und Informationselektronik werden als Vollzeitschule in zwei Jahren angeboten. Das Berufsprofil Fertigungstechnik wird zusätzlich als Teilzeitschule in vier Jahren angeboten.<ref>Dauer | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref>
Technikerarbeit
In der zweiten Ausbildungshälfte wird eine selbstständige Abschlussarbeit erstellt. Diese Technikerarbeit muss in Kooperation mit einem Betrieb entstehen.
Meisterschule
Die Schulung zum Industriemeister der Fachrichtung Metall und die zum Handwerksmeister der Fachrichtung Uhrmacherei dauern jeweils ein Jahr, nur in Vollzeit.<ref name=":0" /><ref>Industriemeisterschule | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref><ref>Uhrmachermeisterschule | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref>
Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB)
Das Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB) stellt die Mindestanforderung für den Erwerb eines dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand dar. Es werden zwei Fachrichtungen angeboten.<ref>VABA/VABO | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref>
- Das Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB): Das VAB wird von Jugendlichen besucht, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, also noch schulpflichtig sind, und noch keinen Hauptschulabschluss erworben haben.
- Das VAB ohne Deutschkenntnisse (VABO): Das VABO stellt eine Sonderform des VAB an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg dar. In VABO-Klassen erhalten überwiegend jugendliche Migranten ohne Deutschkenntnisse ein gezieltes Sprachförderangebot.
Geschichte
Die Staatliche Feintechnikschule wurde 1900 als königlich württembergische Fachschule für Feinmechanik, Elektromechanik und Uhrmacherei gegründet. Heute steht die Schule in der Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg, das der Schule angegliederte Technische Gymnasium gehört zu den beruflichen Schulen des Schwarzwald-Baar-Kreises.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg - Findbuch F 202/9: Oberfinanzdirektion Freiburg: Abt. LVB - Strukturansicht. Abgerufen am 10. Mai 2023.</ref>
Zweck der Fachschule war es mit theoretischem und praktischem Unterricht Arbeiter, Werkführer und selbständige Gewerbetreibende heranzubilden. Nach drei Jahren (Vollausbau) hatte die Schule 61 Schüler.<ref name=":1" />
Die Schule war von Beginn an eine staatliche Schule. Zu den Anfängen als königliche Schule wurde sie vom ehemaligen Staat Königreich Württemberg finanziert. Gewidmet war die Schule dem württembergischen König, Wilhelm dem Zweiten.<ref name=":1" />
Es war einerseits den vier großen Uhrenfabrikanten Bürk, Mauthe, Schlenker-Kienzle und Haller zu verdanken, die zum großen Teil die Kosten für die Erstellung der Schule übernahmen. Zudem halfen die Bemühungen von Christian Mauthe (Geheimer Kommerzienrat, Uhrenfabrikant, Ehrenbürger, 1845–1909) und des Landtagsabgeordneten Richard Bürk (1851–1934), dass Schwenningen diese Einrichtung bekam. Gebaut wurde die Schule auf dem nördlichen Teil des einstigen Werkgeländes der Saline Wilhelmshall, an der heutigen Salinenstraße.<ref name=":1">NQ Online-Die Neckarquelle: Den Denkmälern auf der Spur-Villingen-Schwenningen. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref>
Bereits 1904 wurde der Schule ein Meisterkurs angegliedert.
Darüber hinaus wurde die Schule in den 1960er Jahren erweitert und modernisiert, um den steigenden Anforderungen der Industrie und Forschung gerecht zu werden. Die Umbenennung der Schule von „Fachschule für Feinmechanik“ zu „Feinmechanikschule“, zu „Feintechnikschule“ (offizielle Abkürzung: FTS), war Teil dieser Modernisierungsmaßnahme.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart - Findbuch EA 3/901: Kultusministerium: Ingenieurschulen und Höhere Fachschulen - Strukturansicht. Abgerufen am 10. Mai 2023.</ref><ref>Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg - Findbuch F 202/9: Oberfinanzdirektion Freiburg: Abt. LVB - Strukturansicht. Abgerufen am 10. Mai 2023.</ref><ref>Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg - Findbuch F 202/9: Oberfinanzdirektion Freiburg: Abt. LVB - Strukturansicht. Abgerufen am 10. Mai 2023.</ref>
1957 wurde die Fachschule für Technik gegründet und später der Staatlichen Feintechnikschule angegliedert. Die Schülerzahl erhöhte sich auf 200.
1967 wurde das Technische Gymnasium eröffnet. Es war landesweit eine der ersten Schulen dieses Typs und besaß seinerzeit zwei Parallelklassen; seit 2012 sind es vier.
Eine große Erweiterung wurde 1967 eingeweiht: Ein Werkstattbau, ein Verwaltungsbau und ein Zwischenbau. Die Nutzungsfläche stieg um das Dreifache.<ref name=":1" />
Im Jahr 2000 kam das einzügige Berufskolleg hinzu. Um Platz für neue Maschinen zu schaffen, wurden im Juni 2014 einige Werkstätten an die Gewerbeschule Villingen-Schwenningen ausgelagert.
Zum Stand 2013 wies die Feintechnikschule einen vergleichsweise geringen Frauenanteil auf. Sowohl unter den Lehrkräften als auch unter den Schülern betrug der Anteil von Frauen jeweils rund 20 Prozent.<ref name=":5" />
Am 2. Dezember 2016 wurde an der Feintechnikschule die Lernfabrik Industrie 4.0 eröffnet. Später, im Rahmen eines Besuchs der Nachwuchsstiftung Maschinenbau am Schloss Bellevue, überreichte der Lehrer Jürgen Kubas, stellvertretend für die Schule, dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ein Produkt aus der Lernfabrik.<ref>Staatliche Feintechnikschule Villingen-Schwenningen. Abgerufen am 19. September 2025.</ref>
2017 begann die Planung und Umsetzung der Werkstatterweiterung, gefolgt von einer umfassenden energetischen Sanierung für des seit 2016 unter Denkmalschutz stehenden Werkstattgebäudes.<ref name=":2">Erweiterungsbau für 1,1 Mio € | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 14. Mai 2023.</ref>
- Ansichtskarte/Postkarte
Gebäude
Gebäude A – Verwaltungsgebäude
Im Verwaltungsgebäude befindet sich mit direkten Zugang zum Haupteingangsbereich ein kleineres Foyer im Erdgeschoss. Sekretariat sowie die Führungsebene finden sich im Obergeschoss neben dem großen Lehrer-Konferenzraum wieder. Das Verwaltungsgebäude ist durch eine Gebäudebrücke im Obergeschoss, direkt an das bestehende Werkstattgebäude angebunden.<ref name=":3">Jannik Bäurer, Adrian Rossa: Flying FTS. (Video) In: YouTube. Schau fts TV, 19. Juli 2020, abgerufen am 12. Juni 2023 (Imagefilm Feintechnikschule 2020, Produziert von Jannik Bäurer und Adrian Rossa im Seminarkurs der Klasse TG1G (Technisches Gymnasium, Jahrgangsstufe 1, Profil Gestaltungs- und Medientechnik)).</ref>
Im Foyer werden in Ausstellungsvitrinen die Gesellenstücke von den Absolventen der Beruflichen Abschlussjahrgänge, ein Jahr lang bis zur Übergabe zum nächsten Schuljahresende präsentiert.
Ebenfalls ausgestellt sind verschiedene Gastgeschenke der Partnerhochschulen.<ref>Kreativität gepaart mit Handwerkskunst | Staatliche Feintechnikschule. 14. Mai 2023, abgerufen am 28. März 2025.</ref><ref>OStD Thomas Ettwein, Schulleiter: SCHULORDNUNG. (PDF) In: www.feintechnikschule.de. Staatliche Feintechnikschule, März 2020, abgerufen am 14. Mai 2023.</ref><ref>NQ Online-Die Neckarquelle: Kreativität gepaart mit Handwerkskunst-Villingen-Schwenningen. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref>
Gebäude B – Backsteingebäude
Die Schule nutzt nach wie vor das historisch denkmalgeschützte Gründungsgebäude (Backsteingebäude) von 1900. Das Traditionsgebäude dient von nun an als Theoriebau und beherbergt sieben große Klassenzimmer, drei Computerräume, drei Labore sowie weitere Büroräume.<ref name=":1" /><ref>Schwarzwälder Bote, Oberndorf Germany: Spannende Einblicke: Auf Spurensuche in VS: Denkmäler öffnen Türen. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref>
Das 1. Untergeschoss von Gebäude B ist mit dem 1. Untergeschoss von Gebäude C verbunden und befindet sich auf derselben begehbaren Ebene wie das Foyer-Erdgeschoss von Gebäude D.<ref name=":3" />
Gebäude C – Werkstattgebäude
Das von 1966 gebaute Werkstattgebäude steht seit 2016 unter Denkmalschutz, welches mit Theoriebau, Verwaltungsbau, Verbindungsgang und dem durch die Baukuben gebildeten Schulhof eine schützenswerte Sachgesamtheit darstellt.<ref name=":3" />
Das Werkstattgebäude bekam, aufgrund der abermaligen Auslagerung, eine Werkstatterweiterung für weitere Maschinen, wobei der Platz für die Tischtennisplatten entweichen musste. Der Neubau ist direkt an das bestehende Werkstattgebäude angeschlossen. Zudem kann durch die günstige Lage des Erweiterungsbaus die Infrastruktur im Nachbargebäude mitbenutzt werden. Die Bauzeit betrug von April 2018 an rund neun Monate.<ref name=":2" /><ref>Fit für die Zukunft dank der neuen Halle | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 10. Mai 2023.</ref><ref>Richtfest für die Werkstatterweiterung an der Feintechnikschule. Abgerufen am 9. Mai 2023.</ref>
Gebäude D – Aufenthaltsgebäude
Ein viertes Gebäude mit einem Foyer, sechs Klassenzimmern, Aufenthaltsräume, ein Kiosk/Cafeteria und einigen weiteren Büroräumen kam, mit einer Bauzeit von genau einem Jahr, März 2008 hinzu. Das Schulgebäude wurde analog zum historischen Gründungsgebäude aus dem Jahr 1900 in den Grünzug gestellt, wodurch sich dieser unverändert im Freibereich der Schule fortsetzt. Der neu angelegte Schulhof öffnet sich damit nach Süden und wird durch das neue Gebäude zur Salinenstraße hin abgeschirmt. Der einfache Baukörper ist längs geteilt in zwei Zonen gegliedert: die Hauptnutzflächen liegen am ruhigen Freibereich, die Erschließung und die Nebenräume sind der Salinenstraße zugewandt. Die im geraden Zuge nach oben führende Treppe sowie die galerieartigen Flure bilden eine räumlich interessante Zone, die neben der reinen Erschließung auch zur Kommunikation einladen soll. Eine großzügige Verglasung sorgt hier für Helligkeit und ein intensives Wechselspiel zwischen Innen und Außen. Im Erdgeschoss können die Flächen Foyer, Cafeteria und Aufenthalt durch mobile Trennwände variabel zusammengeschaltet werden, was für die Prüfungen genutzt wird. Der Kiosk selbst, bleibt unabhängig davon, immer zugänglich. Diese Flächen haben direkte Verbindung zum davor liegenden Schulhof.<ref>Neubau Schulgebäude "Feintechnikschule" in Villingen-Schwenningen - KTL Architekten. Abgerufen am 9. Mai 2023.</ref><ref>Schulleitung Gestern-heute-morgen [Gespräch zwischen Annemarie Conradt-Mach, Thomas Ettwein und Udo Held]. Netzversion.</ref>
Multimedia
Die Schule besitzt 280 Rechner. Davon sind die meisten in sieben Computerlabors untergebracht. In den Klassenzimmern stehen für Präsentationen und die Klassenbuchführung Laptops zur Verfügung. Für Schüler gibt es frei zugängliche PCs. In den meisten Klassenzimmern sind interaktive Whiteboards angebracht. Außerdem gibt es für Lehrer und Schüler ein frei zugängliches WLAN-Netz. Seit dem Schuljahr 2019/2020 gibt es außerdem eine iPad-Klasse in der jeder Schüler mit einem eigenen iPad ausgestattet ist.<ref>Schwarzwälder Bote, Oberndorf Germany: Villingen-Schwenningen: Hier wird mit dem iPad gelernt. In: www.schwarzwaelder-bote.de. 16. Juli 2019, abgerufen am 18. Oktober 2019.</ref>
Vereine
Die Schule besitzt drei Fördervereine:<ref>Partner und Födervereine | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 14. Mai 2023.</ref>
Vereinigung ehemaliger Feintechnikschüler e. V. (VEFS)
Die Vereinigung ehemaliger Schüler der Feintechnikschule Villingen-Schwenningen (VEFS) wurde ursprünglich am 11. April 1911 gegründet und ist der älteste Förderverein.<ref>Yumpu.com: VEFS – Vereinsnachrichten Termine – Staatliche Feintechnikschule Schwenningen, im Juli 2022. Geschäftsstelle FTS, Juli 2002, abgerufen am 11. Mai 2023.</ref> Nach einer Neuorganisation am 5. April 1949 erhielt sie ihren heutigen Namen.
Ihre Mitglieder sind allesamt Ehemalige der Technikerschule, Meisterschule, Berufsfachschule sowie des Berufskollegs.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke und hat das Ziel, den Zusammenhalt ehemaliger Schüler der Feintechnikschule bzw. der früheren Höheren Fachschule für Fein- und Elektromechanik sowie Uhrmacherei zu fördern. Dies geschieht unter anderem durch fachliche Informationen und Beratungen, beispielsweise bei Stellenwechseln.<ref>Satzung VEFS. In: https://www.vefs.de. Vereinigung ehemaliger Schüler der Feintechnikschule Villingen-Schwenningen e.V., 23. Juli 2017, abgerufen am 19. September 2025.</ref>
Verein der Freunde des Technischen Gymnasiums Villingen-Schwenningen e. V. (FTG)
Seit 1989 besteht am Technischen Gymnasium der Förderverein, der ursprünglich als „TG-Verein e. V.“ gegründet wurde und heute „Verein der Freunde des Technischen Gymnasiums Villingen-Schwenningen e. V.“ heißt. Er zählt derzeit etwa 250 Mitglieder, darunter hauptsächlich ehemalige Schüler sowie aktuelle und ehemalige Lehrkräfte des TG.
Der Verein unterstützt das Technische Gymnasium unter anderem durch finanzielle Beiträge für Schulveranstaltungen, Preise für besondere Leistungen und die Organisation von Ehemaligentreffen.<ref>Technisches Gymnasium – Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 18. September 2025.</ref>
Förderkreis Feintechnikschule Villingen-Schwenningen e. V.
Der Förderkreis Feintechnikschule e. V. wurde am 28. Juli 1999 gegründet und wird maßgeblich durch regionale Unternehmen unterstützt. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Derzeit zählt er etwa 190 Mitglieder, darunter über 100 Firmen und Institutionen sowie weitere Einzelpersonen.
Der Förderkreis wird von einem Vorstand geleitet und von einem Beirat unterstützt, dem Vertreter regionaler Unternehmen, Mitglieder des Lehrpersonals sowie prominente Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft angehören.
Zu den Ehrenvorsitzenden zählen ehemalige Schulleiter der Feintechnikschule, darunter Annemarie Conradt-Mach und Werner Bogenschütz.
Dem Beirat gehören unter anderem Erwin Teufel (ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg), Sven Hinterseh (Landrat, Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis), Jürgen Roth (Oberbürgermeister, Stadt Villingen-Schwenningen) sowie Rolf Schofer, ehemaliger Rektor der Hochschule Furtwangen, an.<ref>Förderkreis Feintechnikschule e.V. In: https://www.feintechnikschule.de. Förderkreis Feintechnikschule e.V., 4. Juni 2024, abgerufen am 18. September 2025.</ref>
Publikationen
Die drei Schulvereine geben einmal jährlich, jeweils im Mai, das fts-Magazin heraus.
Partnerschulen
Mit folgenden Partnerschulen findet ein regelmäßiger Schüleraustausch statt:
- Ningbo Polytechnic (China)<ref>sk: Schwarzwald-Baar: Deutsche Hightech und neue Freundschaften: 15 Feintechnikschüler aus Schwenningen erkunden das Reich der Mitte. 5. Februar 2019, abgerufen am 14. Mai 2023.</ref><ref>Schulpartnerschaft China | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 14. Mai 2023.</ref><ref>Chinafahrt. Abgerufen am 7. April 2017.</ref>
- Lycée Polyvalent Jean-Baptiste Schwilgué (Frankreich)<ref>Au-evoir. Abgerufen am 7. April 2017.</ref>
Persönlichkeiten
Schulleitungen
| Königlich württembergische Fachschule für Feinmechanik, Elektromechanik und Uhrmacherei | ||
|---|---|---|
| Zeitraum | Schulleiter | 1. Stellvertreter |
| 1900–1909 | F. Göpel | unbekannt |
| 1909–1916 | Wilhelm Sander | unbekannt |
| 1916–1919 | (ohne offiziellen Leiter im 1. Weltkrieg) | |
| 1919–1923 | Meidinger | unbekannt |
| 1923–1937 | Schlee | unbekannt |
| 1937 – Dez. 1944 | Paul Gittinger (Einstellung des Unterrichts durch 2. Weltkrieg) | |
| Staatliche Feintechnikschule (seit ca. 1960) | ||
| 1947–1967 | Albert Ernst | unbekannt |
| 1967–1978 | K. H. Estermann | unbekannt |
| 1978–1995 | Helmut Bölch | unbekannt |
| 1995–2002 | Werner Bogenschütz | Annemarie Conradt-Mach (ab 2000)<ref name=":5">Schwarzwälder Bote: Villingen-Schwenningen: Dankbarer Rückblick. Abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref> |
| 2002–2013 | Annemarie Conradt-Mach | Thomas Ettwein<ref>Schwarzwälder Bote, Oberndorf Germany: Villingen-Schwenningen: Dankbarer Rückblick. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref><ref>Schule war die zweite Heimat | Staatliche Feintechnikschule. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref> |
| seit 2013 | Thomas Ettwein | Udo-Jürgen Held |
Abteilungsleiter
| Zeitraum | Abteilungsleiter |
|---|---|
| bis 2001 | Gerhard Schmid |
| 2001–2012 | Werner Müller |
| seit 2012 | Dirk Mergenthaler |
| Zeitraum | Abteilungsleiter |
|---|---|
| bis 2008 | Werner Schmidtmann |
| 2008–2013 | Udo-Jürgen Held |
| 2013–2018 | Paul-Thomas Weich |
| seit 2018 | Bernd Flaig |
| Zeitraum | Abteilungsleiter |
|---|---|
| bis 2005 | Paul Otten |
| 2005–2010 | Gerd Lamers |
| seit 2010 | Marc Fehrenbacher |
Bekannte Lehrer
- Bruno Hillmann (* 24. März 1869 in Kamenz; † 26. April 1928 in Zürich), war ein deutscher Uhrmacher und Fachautor. Ab 1922 unterrichtete er an der königlich württembergische Fachschule und übersiedelte danach schließlich nach Zürich zurück.
Bekannte Absolventen
- Eduard Hauser (1928–2010), deutscher Politiker (Die Republikaner), Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, Förderer, Spender und Leihgeber des Uhrenindustriemuseums in Villingen-Schwenningen
- Bernhard Moritz Klingner (* 1943), deutscher Sonderpädagoge
- Martina Merz (* 1963), Vorstandsvorsitzende der thyssenkrupp AG von 2019 bis 2023.
- Martin Rinderknecht (* 1972), deutscher Fotograf und Designer
Weblinks
- Website der Staatlichen Feintechnikschule
- Vereinigung ehemaliger Feintechnikschüler e.V.
- Verein der Freunde des TGs e.V.
- Sozialgeschichte der Uhrenindustrie
Literatur
- Hans-Heinrich Schmid: Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850–1980 : Firmenadressen, Fertigungsprogramm, Firmenzeichen, Markennamen, Firmengeschichten. (3. erweiterte Auflage 2017); Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Chronometrie e.V.; ISBN 978-3-941539-92-1
- Gerd-Lothar Reschke: Das ZEITGEFÜHL-Uhrenbuch. Engelsdorfer Verlag, 2005, ISBN 3-938607-61-0.
- Annemarie Conradt-Mach, Uwe Conradt, Rolf Nickstadt: Feinwerktechnik, Arbeitswelt, Arbeiterkultur. Ein Beitrag zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Villingens und Schwenningens vor 1914; Herausgeber: Villingen-Schwenningen, Neckar 1985.; ISBN 978-3-7883-0845-2
Einzelnachweise
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