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Satz von Hellinger-Toeplitz

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Der Satz von Hellinger-Toeplitz ist ein mathematischer Satz aus der Funktionalanalysis. Er ist nach den Mathematikern Ernst Hellinger und Otto Toeplitz benannt. Ursprünglich wurde der Satz im Sinne von Bilinearformen unendlich vieler Veränderlicher formuliert.<ref></ref><ref>Ernst Hellinger, Otto Toeplitz: Grundlagen für eine Theorie der unendlichen Matrizen. In: Mathematische Annalen. Band 69, Nr. 3, September 1910, ISSN 0025-5831, S. 321 ff., doi:10.1007/BF01456325 (springer.com [abgerufen am 10. November 2022]).</ref><ref>Ernst Hellinger, Otto Toeplitz: Integralgleichungen und Gleichungen mit Unendlichvielen Unbekannten. Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 1928, ISBN 978-3-663-15348-1, doi:10.1007/978-3-663-15917-9 (springer.com [abgerufen am 10. November 2022]).</ref>

Formulierung

Es seien <math>H</math> ein Hilbertraum und <math>T : H \rightarrow H</math> ein symmetrischer linearer Operator, das heißt, ein Operator, der für alle <math>x,\,y \in H</math> die Gleichung

<math>\langle Tx,y \rangle = \langle x,Ty \rangle</math>

erfüllt. Dann ist <math>T</math> stetig, d. h. beschränkt.<ref></ref>

Beweis

Nach dem Satz vom abgeschlossenen Graphen ist es hinreichend, Folgendes zu zeigen:<ref>Dirk Werner: Funktionalanalysis (= Springer-Lehrbuch). Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-662-55406-7, S. 260 ff., doi:10.1007/978-3-662-55407-4 (springer.com [abgerufen am 10. November 2022]).</ref> Ist <math>(x_n)_{n \in \mathbb N}</math> eine Nullfolge und <math>Tx_n</math> konvergent, dann ist <math>\lim_{n \rightarrow \infty} Tx_n = 0</math>.
Verwendet man die Stetigkeit des Skalarprodukts auf <math>H</math> und setzt <math>y:=\lim_{n \rightarrow \infty} Tx_n</math>, dann folgt

<math>\langle y,y\rangle = \langle \lim_{n \rightarrow \infty} Tx_n,y \rangle = \lim_{n \rightarrow \infty} \langle Tx_n,y \rangle = \lim_{n \rightarrow \infty} \langle x_n,Ty \rangle = \langle \lim_{n \rightarrow \infty} x_n,Ty \rangle = \langle 0,Ty \rangle = 0,</math>

also <math>y = 0</math>.

Folgerungen

  • Da der Operator <math>T</math> linear und stetig ist, ist er auch beschränkt.
  • Jeder symmetrische, überall auf <math>H</math> definierte Operator ist selbstadjungiert.
  • Unbeschränkte selbstadjungierte Operatoren können höchstens auf einer dichten Teilmenge eines Hilbertraums definiert sein.

Verallgemeinerung

Man kann die Bedingung im Satz von Hellinger-Toeplitz abschwächen:

Es seien <math>H_1</math> und <math>H_2</math> Hilberträume und <math>T : H_1 \rightarrow H_2</math> ein linearer Operator, der ein Adjungiertes besitzt, das heißt: Es gibt einen Operator <math>S : H_2 \rightarrow H_1</math>, der für alle <math>x\in H_1</math> und <math>y\in H_2</math> die Gleichung

<math>\langle Tx,y \rangle_{H_2} = \langle x,Sy \rangle_{H_1}</math>

erfüllt. Dann sind <math>T</math> und <math>S</math> stetig.

Der Beweis geht analog.

Literatur

Siehe die Einzelnachweise oder Fachbücher der Funktionalanalysis.

Einzelnachweise

<references />