Itazismus
Itazismus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bezeichnet historisch eine propagierte Aussprache, den griechischen Buchstaben Eta (Vorlage:Grek) als I auszusprechen. In der modernen Linguistik bezeichnet er auch einen Lautwandel innerhalb der griechischen Sprache. Der Itazismus wird für gewöhnlich als Spezialfall des Iotazismus behandelt oder von einigen sogar synonym verwendet.
Linguistik
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In der Linguistik bezeichnet der Itazismus im engeren Sinne den mit der Koine genannten Sprachstufe der griechischen Sprache einsetzenden Prozess, den ursprünglich [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɛː] gesprochenen Buchstaben Eta (Vorlage:Grek) als [<templatestyles src="IPA/styles.css" />i] (Ita) auszusprechen. Im weiteren Sinne bezeichnet er den Wandel, die Diphthonge Vorlage:Grek, Vorlage:Grek, Vorlage:Grek und Vorlage:Grek sowie den Buchstaben Vorlage:Grek lautlich dem Eta anzugleichen. Im Neugriechischen geben Vorlage:Grek, Vorlage:Grek, Vorlage:Grek, Vorlage:Grek, Vorlage:Grek und Vorlage:Grek dasselbe Phonem [i] wieder.<ref>Sven-Tage Teodorsson: Phonological Variation in Classical Attic and the Development of Koine. Glotta, Band 57, Nr. 1/2, 1979, S. 61–75</ref> Darüber hinaus wird allgemein der Aussprachewandel, dem beispielsweise auch die Vokalverbindungen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und die Konsonantenverbindungen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) unterworfen waren, zum Phänomen des Itazismus gezählt. Seine Regeln wirken im Neugriechischen fort.
Aussprachetradition
Der Itazismus ist die besonders von Johannes Reuchlin und Philipp Melanchthon übernommene Aussprache des Griechischen, wie sie byzantinische Gelehrte der Renaissance in Westeuropa verbreiteten. Hierbei wurde das Eta (Vorlage:Grek, im Altgriechischen langes e) wie Ita (seit dem Mittelgriechischen mit i) ausgesprochen und überhaupt die von der im übrigen Europa stark abweichende Aussprache der Griechen zur Richtschnur genommen. Die entgegengesetzte, Etazismus genannte Position vertraten etwa Aldus Manutius, vor allem aber Erasmus von Rotterdam. Erst ab dem 19. Jahrhundert setzte sich der Etazismus zunächst im deutschen Unterricht, mittlerweile weitgehend auch international im Sprachgebrauch des Altgriechischen durch.
Literatur
- Engelbert Drerup: Die Schulaussprache des Griechischen von der Renaissance bis zur Gegenwart. Schöningh, Paderborn 1930–1932 (Nachdruck Johnson, New York / London 1968).
- Claus Haebler: Itazismus. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 5, Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-01475-4, Sp. 1174–1175.
- André Mirambel: La langue grecque moderne – Description et analyse. Klincksieck, Paris 1959.
Anmerkungen
<references />