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Pro Wildlife

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Pro Wildlife
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Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1999
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründerin Sandra Altherr, Daniela Freyer
Sitz Engelhardstr. 10 München (Koordinaten: 48° 6′ 47,6″ N, 11° 32′ 19,7″ O
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  }})
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Motto Eine Stimme für Wildtiere
Zweck Umwelt- und Naturschutz, sowie Tierschutz
Vorsitz Dr. Sandra Altherr, Daniela Freyer, Dr. Klaus Leonhard, Dr. Christoph Schmidt<ref>Kleines Team – große Wirkung, auf prowildlife.de.</ref>
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz 858.854,63 Euro (2025)
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte 9 (2025)
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder 680 (2025)<ref name="lobbyregister">Registereintrag Pro Wildlife e. V. lobbyregister.bundestag.de;</ref>
Website www.prowildlife.de

Pro Wildlife ist eine 1999 gegründete, international tätige Non-Profit Tier- und Naturschutzorganisation mit Sitz in München. Ziel des Vereins ist laut Satzung<ref name="Satzung">Satzung Pro Wildlife. (PDF) In: Pro Wildlife. (deutsch).</ref> die Durchsetzung besserer Schutzgesetze und -maßnahmen für Wildtiere, deren Bestand durch Wilderei, Jagd, Tierhandel und Zerstörung der Lebensräume bedroht wird. Der Fokus liegt nach eigenen Angaben der Organisation auf dem Schutz von Wildtieren vor kommerzieller Ausbeutung und auf einer Verbesserung von Schutzgesetzen. Der Verein ist seit Gründung ununterbrochen als gemeinnützig anerkannt.

Aktivitäten

Seit seiner Gründung recherchiert und dokumentiert Pro Wildlife Missstände im Handel mit Wildtieren. Dabei steht u. a. die Rolle von Deutschland und der EU als Absatzmarkt für lebende Wildtiere (v. a. als Haustiere), aber auch Produkte daraus (wie beispielsweise Jagdtrophäen, Reptilleder oder Froschschenkel), im Fokus der Organisation.

Politische Arbeit: Die Organisation ist regelmäßig beim Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES), der Internationalen Walfangkommission und der Internationalen Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) als offizielle Beobachter-Organisation akkreditiert und kann sich so bei den Verhandlungen zum Schutzstatus von Wildtieren direkt einbringen.

Wildtiere als Haustiere: Handel und Privathaltung von Wildtieren als Haustiere ist seit Gründung des Vereins einer der Arbeitsschwerpunkte: Pro Wildlife beriet als Mitglied einer Sachverständigengruppe 2005–2006 das Bundeslandwirtschaftsministerium, das erstmals Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten<ref>Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten. (PDF) In: BMU. S. 49</ref> erarbeitete. 2010 veröffentlichte Pro Wildlife gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund nach einjähriger Recherche den Bericht „Missstände auf Tierbörsen – Mangelhafte Umsetzung der BMELV-Tierbörsen-Leitlinien“.<ref>Missstände auf Tierbörsen 2010 (PDF; 3,7 MB), auf prowildlife.de</ref> Die beiden Organisationen fordern statt unverbindlicher Leitlinien eine bundesweit einheitliche rechtsverbindliche Verordnung für Tierbörsen. Seit 2014 veröffentlicht Pro Wildlife die Serie „Stolen Wildlife“, in der sie den Handel mit Arten aufzeigt, die nicht nach internationalem Recht geschützt sind, aber im Herkunftsland illegal eingefangen und außer Landes geschmuggelt werden (Bisherige Ausgaben 2014,<ref>Stolen Wildlife | Why the EU needs to tackle smuggling of nationally protected species (PDF; 1,7 MB), auf prowildlife.de</ref> 2016,<ref>Stolen Wildlife II (PDF; 1,5 MB), auf prowildlife.de</ref> 2020<ref>Stolen Wildlife III (PDF; 4,0 MB), auf prowildlife.de</ref>, 2022<ref>Stolen Wildlife IV (PDF; 4,5 MB), auf prowildlife.de</ref> und 2025<ref name=":1">Dr Sandra Altherr, Dr Joanna Swabe, Ilaria Di Silvestre, Aubrey Collins J.D., LLM, and Alice Pasqualato: Stolen Wildlife V. Pro Wildlife, 1. November 2025, abgerufen am 26. März 2026 (englisch).</ref>). 2017–2019 untersuchte Pro Wildlife im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz den Handel mit lebenden Reptilien, Amphibien und exotischen Säugern für den Heimtiermarkt und entwickelte Strategien zur Reduzierung der Nachfrage.<ref>Neue Studie zeigt Handlungsbedarf beim Schutz von exotischen Wildtieren. In: Bundesamt für Naturschutz. Bundesumweltministerium, 30. März 2020, abgerufen am 29. September 2023.</ref> 2021 veröffentlichte Pro Wildlife den Bericht „Wildtiere als Haustiere? Die Politik muss handeln!“, der die Probleme und Risiken des Handels und der Privathaltung von Wildtieren zusammenfasst und Lösungsansätze aufzeigt.<ref name=":0" /> 2022 ließen Pro Wildlife und andere Tierschutzorganisationen ein Rechtsgutachten erstellen, das zu dem Schluss kommt, dass eine Positivliste für Haustiere nicht nur juristisch möglich, sondern geboten ist.<ref>Rechtsgutachten Positivliste Deutschland (PDF; 2,1 MB), auf prowildlife.de</ref>

Jagd, Wilderei und Handel:

  • Elfenbein: Im Rahmen des Einsatzes gegen den Elfenbeinhandel veröffentlichte Pro Wildlife im Mai 2015 Zählungen der Elefantenbestände Tansanias, die den Rückgang der dortigen Elefantenbestände um über 60 Prozent binnen fünf Jahren aufzeigen und forderte Handelsverbote<ref name="SPON-1032895">Elfenbein-Handel: 65.000 Elefanten in Tansania abgeschlachtet. In: Spiegel Online. 9. Mai 2015, abgerufen am 10. Juni 2018.</ref>. Auf den Konferenzen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens setzt sich die Organisation seit ihrer Gründung gegen die Freigabe des Elfenbeinhandels und für einen strengen Schutz Afrikanischer Elefanten ein.<ref>Ruby Russell: Weißes Gold. In: Deutsche Welle. 9. Februar 2016, abgerufen am 29. September 2023.</ref> Auf EU-Ebene tritt Pro Wildlife für ein weitgehendes Verbot des Elfenbeinhandels innerhalb und aus der EU ein.
  • Trophäenjagd: Nach den USA ist Deutschland Spitzenreiter bei der Jagd auf gefährdete und geschützte Arten. Pro Wildlife dokumentiert Missstände der Jagd und setzt sich für strengere Regelungen ein: Seit 2015 dürfen Elefanten, Nashörner, Löwen, Eisbären, Flusspferde und Argali-Wildschafe zumindest nur nach Überprüfung und mit Genehmigung in die EU eingeführt werden. Seit 2016 dürfen keine Eisbären mehr aus Grönland in die EU eingeführt werden, seit 2019 gelten Handelsbeschränkungen für Giraffen. Zudem fordern wir, Angebote von Jagdreisen auf Messen und im Internet zu verbieten und klären über die Mythen der Jagdlobby<ref>Dr. Mona Schweizer: Fakten zur Trophäenjagd. In: Pro Wildlife e. V. Pro Wildlife e. V., 10. Januar 2024, abgerufen am 6. August 2024.</ref> auf.
  • Kängurujagd in Australien: Gemeinsam mit Tierschützern aus Australien und Europa klärt Pro Wildlife über die Tier- und Artenschutzprobleme der Jagd und die Rolle der EU als Absatzmarkt für Känguru-Fleisch und Leder auf. Die Kampagne richtet sich an den Einzelhandel in Deutschland sowie an führende Sportartikelhersteller<ref>Sebastian Schuller: Känguruleder in Fußballschuhen: Puma stellt auf tierfreie Alternative um. In: Utopia. 7. März 2023, abgerufen am 29. September 2023.</ref>.
  • Traditionelle Medizin: Um die Nachfrage nach Wildtieren in der Traditionellen Asiatischen Medizin zu reduzieren, veröffentlichte Pro Wildlife in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift Chinesische Medizin mehrere Artikel, die die Bedrohung eines breiten Spektrums von Arten für die Herstellung medizinischer Präparate wie auch ökologisch unbedenkliche Alternativen aufzeigen.<ref>Sandra Altherr: Aktuelle Artenschutzprobleme im Kontext der Traditionellen Chinesischen Medizin. In: Chinesische Medizin 3/2020. Springer Medizin, 1. September 2020, abgerufen am 29. September 2023.</ref>
  • Wildtiere als Luxusware: Der Verein recherchierte wiederholt Umfang und Folgen des Handels mit Froschschenkeln und die Rolle der EU als Absatzmarkt; die Ergebnisse wurden 2011 und 2022 veröffentlicht (s. u.).

Tourismus: Mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit informiert Pro Wildlife Reisende über Tier- und Artenschutzfallen im Urlaub, wie Souvenirs aus Wildtieren, Selfies und direkter Kontakt mit Wildtieren.<ref>Jakob Pallinger: Mit Elefanten baden und Koalas streicheln: Welche Alternativen es zum gar nicht harmlosen Tiertourismus gibt. In: STANDARD. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H., 28. Juli 2024, abgerufen am 6. August 2024.</ref> Mehr als 30 Veranstalter wie die TUI Group<ref>bschü/dpa: Tierschutz: TUI nimmt das Elefantenreiten aus dem Programm. In: welt.de. 5. Dezember 2014, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref>, AIDA Cruises, Studiosus, Hauser Exkursionen kündigten daraufhin an, Elefantenreiten und andere Urlaubsattraktionen mit Wildtieren aus dem Programm nehmen zu wollen.<ref>DPA-Serviceline: Tourismus: Mehrere Reiseveranstalter streichen künftig Elefantenaktionen. In: Focus Online. 28. November 2014, abgerufen am 14. Oktober 2018.</ref>

Schutz von Lebensraum: Pro Wildlife fördert vor-Ort-Initiativen, die die Erhaltung von Wäldern sicherstellen. 2008 finanzierte der Verein die Dauerpacht eines Regenwaldgebietes in der Pufferzone des Pacaya Samiria-Schutzgebietes in Peru, um den Lebensraum von Wollaffen und vielen anderen Tieren zu erhalten. 2011 unterstützte die Organisation das Projekt ADES und förderte die Verwendung von Solarkochern auf Madagaskar, um das Abholzen als traditionelles Brennholz zu verringern. Seit 2009 sammelt Pro Wildlife Althandys, um das Recycling seltener Rohstoffe zu erhöhen und u. a. den Coltan-Abbau in der Demokratischen Republik Kongo zu verringern.

Meeresschutz: Die Organisation setzt sich für den Erhalt des seit 1986 geltenden kommerziellen Walfangverbotes ein<ref>Walschützer verbuchen einen kleinen Sieg: das Fangverbot bleibt. In: Neue Zürcher Zeitung. 21. Oktober 2022, abgerufen am 29. September 2023.</ref>, dokumentiert den Umfang und die Folgen einer weitgehend unkontrollierten Delfinjagd weltweit<ref>In Japan beginnt wieder die grausame Jagd auf Delfine. In: Der STANDARD. 22. August 2022, abgerufen am 29. September 2023.</ref> und macht sich für ein Ende der Überfischung stark, z. B. durch ein Beenden schädlicher Subventionen in der Fischerei und eine Reform der EU-Fischereipolitik.<ref>Wieso ist Meeresschutz wichtig?, auf prowildlife.de</ref>

Schutzprojekte vor Ort:

Bei der Rettung beschlagnahmter und notleidender Wildtiere vor Ort unterstützt die Organisation aktuell:

  • das Affenwaisenhaus Limbe Wildlife Center in Kamerun,<ref>Sponsors. In: Lime Wildlife Center. (englisch).</ref>
  • die Affenauffangstation Jeunes Animaux Confisqués au Katanga (J.A.C.K.) in der Demokratischen Republik Kongo<ref>Jeunes Animaux Confisqués au Katanga, auf jacksanctuary.org</ref>
  • das Elephant Orphanage Project der Game Rangers International in Sambia,<ref>To Rescue, Rehabilitate and Release orphaned elephants back into the wild! (englisch).</ref>
  • die Libassa Wildlife Sanctuary, eine Auffangstation für Pangoline und andere Wildtiere<ref>Welcome to Libassa Wildlife Sanctuary, auf libassawildlifesanctuary.or</ref>
  • die Ciapus-Auffangstation für Plumploris von International Animal Rescue in Indonesien<ref>Charity Partners. In: International Animal Rescue. (englisch).</ref>
  • das im Kampf gegen Wilderei und Wildtierhandel in verschiedenen Ländern Afrikas agierende Netzwerk LAGA Wildlife Law Enforcement.<ref>Homepage LAGA Wildlife Law Enforcement. (englisch).</ref>

Pro Wildlife fördert zudem Projekte, die darauf abzielen, sicheren Lebensraum zu schaffen, Konflikte zwischen Wildtieren und der Bevölkerung vor Ort zu reduzieren sowie den One-Health-Ansatz zu stärken:

Erfolge (Auswahl)

Noch im Gründungsjahr 1999 brachte Pro Wildlife Undercover-Aufnahmen von Wildtiertransporten der Lufthansa in die Medien, die abgemagerte oder tote Wüstenfüchse, Kraniche und Tauben dokumentierten. Pro Wildlife suchte das Gespräch mit der Fluglinie. Lufthansa sagte 2001 schließlich zu, Wildtiertransporte weitgehend einzustellen.<ref>Lufthansa Cargo: kommerzielle Wildtiertransporte gestoppt. animal-health-online.de, 3. Mai 2001, abgerufen am 11. Oktober 2023.</ref>

Mehr als 30 Reiseveranstalter wie die TUI Group, AIDA Cruises, Studiosus und Hauser Exkursionen erklärten gegenüber Pro Wildlife, Elefantenreiten aus dem Programm zu nehmen.<ref>TUI nimmt das Elefantenreiten aus dem Programm, auf welt.de</ref>

2012 verabschiedete die Internationale Walfangkommission, eine Resolution, die die Walfangländer auffordert, die Konsumenten darüber aufzuklären.<ref>2012 - All Resolutions, auf archive.iwc.int</ref> Pro Wildlife und OceanCare hatten zuvor in einem Bericht auf die Giftstoffbelastung in Wal- und Delfinfleisch aufmerksam gemacht.<ref>Walfleisch macht krank. Scinexx, 9. Juni 2009, abgerufen am 28. September 2024.</ref>

Seit Start der Pro Wildlife-Dokumentationsreihe „Stolen Wildlife“ haben Herkunftsländer dutzende Tierarten durch das Weltartenschutzabkommen CITES schützen und den internationalen Handel beschränken oder gar verbieten lassen, z. B. für lateinamerikanische Baumschleichen<ref>CoP17 Prop. 25, Convetiton on international trade in endangered species of wild fauna and flora (PDF; 0,3 MB), auf cites.org</ref> und Schwarzleguane,<ref name="e-cop18">CoP18 Prop. 31, Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) (PDF; 0,7 MB)</ref> afrikanische Zwergchamäleons wie Rieppeleon brevicaudatus<ref name="e-cop18" /> oder Agamen aus Sri Lanka.<ref>CoP18 Prop. 24, CITES (PDF; 1,2 MB)</ref>

Der Bericht „Deadly Dish“ von Pro Wildlife, gemeinsam mit der französischen Organisation Robin des Bois, zu Umfang und Folgen der EU-Froschschenkelimporte hat seit 2022 eine breite Berichterstattung in französischen und internationalen Medien sowie eine politische Debatte in der Europäischen Union ausgelöst.<ref>International frogs’ legs trade and the central role of the EU, auf europarl.europa.eu</ref>

2022 konnte Pro Wildlife gemeinsam mit der Organisation SharkProject die EU überzeugen, für das Treffen des Fischereiabkommens ICCAT einen Schutzantrag für Makohaie im Südatlantik zu stellen, der dort erstmals zu Fangbeschränkungen führte.<ref>Draft Recommendation by ICCAT on the conservation of the South Atlantic stock of shortfin mako caught in association with ICCAT fisheries (PDF; 0,2 MB), auf iccat.int</ref> Ebenfalls 2022 konnte die internationale Koalition Stop Funding Overfishing, der Pro Wildlife seit 2020 angehört, dazu beitragen, dass die Welthandelsorganisation (WTO) beschloss, schädliche Subventionen in der globalen Fischerei stark einzuschränken.<ref>Global Deal Will Help Reduce Overfishing and Improve Ocean Health, auf pewtrusts.org</ref>

2023 beendeten die Sportwarenhersteller Puma und NIKE die Verwendung von Känguruleder.<ref>Känguruleder in Fußballschuhen: Puma stellt auf tierfreie Alternative um, auf utopia.de</ref>

Im Mai 2023 schlossen sich Prominente wie Ruth Moschner, Guido Maria Kretschmer, Maria Furtwängler, Sky du Mont, Katja Riemann und Ranga Yogeshwar der Pro-Wildlife-Kampagne gegen die Importe von Jagdtrophäen geschützter Arten nach Deutschland an.<ref>Petition gegen Trophäenjagd, auf prowildlife.de</ref><ref>https://www.change.org/p/frau-bundesministerin-stoppen-sie-die-jagdtrophäenimporte-schuetzenstattschiessen</ref>

Kritik

Im Jahr 2007 wurde dem Verein unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) vorgeworfen, vor dem Hintergrund des geplanten Verbots der Haltung als gefährlich eingeschätzter Tierarten im Bundesland Hessen eine übertriebene Zahl von jährlich 700 Vergiftungen durch exotische Tiere in Deutschland, davon 60 % durch Schlangenbisse, veröffentlicht zu haben. Tatsächlich würden jährlich maximal 75 Schlangenbisse gemeldet<ref name="TAZ">"Artenschutzverein" PRO WILDLIFE erfindet Horror-Statistik. taz.de, 2. Dezember 2007, abgerufen am 13. September 2012.</ref>.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • "Gezüchtet für den Abschuss: Das Leid der Löwen aus der Gatterjagd" (2026)<ref>Dr. Mona Schweizer & Pia Neuberger: Gezüchtet für den Abschuss. Pro Wildlife, 22. Januar 2026, abgerufen am 26. März 2026 (deutsch).</ref>
  • „Stolen Wildlife V: The EU’s role as destination for wildlife traffickers – an update“ (2025): 4. Ausgabe der Bericht-Serie<ref name=":1" />
  • "Wild birds traded and kept as pets in the EU – trade dynamics and ongoing concerns" (2025): Der Bericht analysiert den Handel mit Wildvögeln als Haustiere in der EU<ref>Katharina Lameter, Boyd Leupen, Jacqueline Jürgens: Wild birds traded and kept as pets in the EU – trade dynamics and ongoing concerns. Hrsg.: Pro Wildlife, Monitor, Copenhagen Zoo. 19. März 2025, S. 32 (prowildlife.de).</ref>.
  • "How to Protect Wildlife AND Human Health" (2024): Ergebnisse aus einer 20-monatigen Bildungskampagne zu Gesundheitsrisiken durch Wildfleisch und den Handel mit Wildtieren, inklusive Praxistipps<ref>Andrea Höppner, Dr Sandra Altherr: How to Protect Wildlife AND Human Health – A Transnational African Zoonosis Education Campaign. Hrsg.: Pro Wildlife e.V. 29. Oktober 2024, S. 35 (prowildlife.de).</ref>.
  • "Small Cetaceans – Even Bigger Problems. An updated global review of directed hunts on small whales, dolphins and porpoises" (2024): Studie zur weltweiten Delfinjagd, die noch weiter eskaliert ist<ref>Dr Sandra Altherr and Nicola Hodgins: Small Cetaceans – Even Bigger Problems. An updated global review of directed hunts on small whales, dolphins and porpoises. In: Pro Wildlife. Pro Wildlife & Whale and Dolphin Conservation, 30. Januar 2024, abgerufen am 6. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • „Deadly Dish – Role and responsibility of the European Union in the international frogs’ legs trade“ (2022): Studie zu Umfang und ökologischen Folgen der Froschschenkelimporte der EU<ref>Pro Wildlife & Robin des Bois: Deadly Dish – Role and responsibility of the European Union in the international frogs’ legs trade. In: Pro Wildlife. 1. Juli 2022, abgerufen am 22. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • „Im Fadenkreuz der Trophäenjagd“ (2022): Bericht zu den Folgen der Trophäenjagd für den Artenschutz<ref>Mona Schweizer und Daniela Freyer: Im Fadenkreuz der Trophäenjagd. Wie ein blutiges Hobby den Artenschutz gefährdet. In: Pro Wildlife. 2. Juni 2022, abgerufen am 23. September 2023.</ref>
  • „Stolen Wildlife IV: the EU – a destination for wildlife traffickers“ (2022): 4. Ausgabe der Bericht-Serie<ref>S. Altherr; I. Di Silvestreund J. Swabe: Stolen Wildlife IV: The EU – a destination for wildlife traffickers. In: Pro Wildlife. Pro Wildlife, Humane Society International/Europe, International Fund for Animal Welfare, 1. September 2022, abgerufen am 22. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • „Wildtiere als Haustiere? Die Politik muss handeln!“ (2021) fasst Probleme und Risiken des Handels und der Privathaltung von Wildtieren zusammen und zeigt Lösungsansätze auf.<ref name=":0">Katharina Lameter und Sandra Altherr: Wildtiere als Haustiere. Die Politik muss handeln. Pro Wildlife, 10. Oktober 2021, abgerufen am 29. September 2023.</ref>
  • „Strategien zur Reduktion der Nachfrage nach als Heimtiere gehaltenen Reptilien, Amphibien und kleinen Säugetieren“ (2020): Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz zum Thema Tierhandel im Internet, rechtsverbindliche Identifikation vom Händlern und Händlertransparenz.<ref>Neue Studie: Handel mit exotischen Wildtieren trägt zum Artensterben bei, vom 30. März 2020 in Prowildlife.de</ref>
  • „Stolen Wildlife III: the EU – a main hub and destination for illegally caught exotic pets“ (2020): 3. Ausgabe der Bericht-Serie<ref>Sandra Altherr und Katharina Lameter: Stolen Wildlife III – The EU is a main hub and destination for illegally caught exotic pets. In: Pro Wildlife. 1. September 2020, abgerufen am 23. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Der Bericht „Ein Leben in Ketten“ (2018) zeigt das Leiden von Elefanten im Tourismus auf.<ref>Adeline C. Fischer, Daniela Freyer, Bianca Scavo: Ein Leben in Ketten. In: Pro Wildlife. 14. Februar 2018, abgerufen am 22. September 2023.</ref>
  • „Frozen in Time“ (2016): Der Bericht von Pro Wildlife und anderen Organisationen zeigt, dass Norwegen sich zur weltgrößten Walfangnation entwickelt hat, und sorgt für Medienberichte.
  • „Stolen Wildlife II: the EU – why the EU still needs to tackle smuggling of nationally protected species“ (2016): 2. Ausgabe der Bericht-Serie<ref>Sandra Altherr, Anina Schuller & Adeline C. Fischer: stolen Wildlife ii – why the eu still needs to tackle smuggling of nationally protected species. In: Pro Wildlife. 10. September 2016, abgerufen am 22. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • „Endstation Wohnzimmer“ (2015): Studie über Angebote zum Kauf exotischer Säugetiere auf zwei Online-Plattformen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren wurden mehr als zehntausend exotische Säugetiere aus 291 verschiedenen Arten zum Verkauf angeboten, unter anderem 54 Affen-, 73 Raubtier- und 117 Nagerarten.
  • „Stolen Wildlife“ (2014): Der Bericht dokumentiert die Rolle der EU als Absatzmarkt und Drehscheibe für illegal gefangene Reptilien und war Auftakt einer Serie. Basierend auf dem Bericht „Stolen Wildlife“ koordinieren die EU-Artenschutzgremien Schutzinitiativen für die CITES-Konferenz 2016.
  • „Toxic Menu“ (2009): Der gemeinsam mit der Schweizer Organisation OceanCare veröffentlichte Bericht stellte die Grundlage für eine 2012 verabschiedete Resolution der Internationalen Walfangkommission zu Gesundheitsrisiken durch Walfleisch dar.

Kooperationen

  • Mitglied im Deutschen Naturschutzring (DNR), dem Dachverband der im Natur-, Tier- und Umweltschutz tätigen Organisationen in Deutschland, mit 100 Mitgliedsorganisationen.<ref>Pro Wildlife: Mitglied des DNR.</ref>
  • Mitglied im Species Survival Network (SSN), einem Netzwerk von über 100 Tier- und Artenschutzverbänden weltweit. Als SSN Regional Bureau für Europa ist Pro Wildlife Ansprechpartner der zuständigen EU-Kommission und der EU-Artenschutzbehörden.<ref>SSN Regional Bureau of Europe. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Mitglied in der International Alliance against Health Risks in Wildlife Trade, eines interdisziplinären Netzwerkes unter der Führung der GIZ, gegründet von der deutschen Bundesregierung, um Gesundheitsrisiken durch den Wildtierhandel zu reduzieren.
  • Mitglied der Koalition Stop Funding Overfishing,<ref name="Stop Funding Overfishing">Stop Funding Overfishing. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die sich für ein Ende umweltschädlicher Subventionen in der globalen Fischerei einsetzt.

Transparenz

  • Pro Wildlife unterstützt die Initiative Transparente Zivilgesellschaft und veröffentlicht auf seiner Website Ziele und Strukturen sowie Quellen und Verwendung der Mittel<ref>Transparenz. In: Pro Wildlife.</ref>.
  • Die Organisation ist im Lobbyregister des Deutschen Bundestages eingetragen.<ref name="lobbyregister" />
  • Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bescheinigt Pro Wildlife offenes Auskunftsverhalten ohne kritische Anhaltspunkte<ref>Bewertung von Pro Wildlife. In: DZI.</ref>.
  • Bei einer Überprüfung von mehreren Tier- und Umweltschutzorganisationen 2021 bescheinigte die Stiftung Warentest Pro Wildlife wirtschaftliches Arbeiten und eine mittlere Transparenz. Laut Stiftung Warentest gehört Pro Wildlife zu den 14 Organisationen, die sich am ehesten für Spenden eignen<ref name="Stiftung Warentest">Spenden für den Tierschutz. test.de, 7. Dezember 2021;.</ref>.

Weblinks

Einzelnachweise

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