3-Hydroxy-2-butanon
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Datei:Structural formula of (RS)-3-Hydroxy-2-butanone.svg | ||||||||||||||||||||||
| Vereinfachte Strukturformel ohne Stereochemie | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | 3-Hydroxy-2-butanon | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H8O2 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, angenehm riechende Flüssigkeit<ref name="roempp">Eintrag zu Acetoin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>, in dimerer Form farbloser bis hellgelber kristalliner Feststoff<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 88,11 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig<ref name="roempp" /> | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
1,01 g·cm−3 (25 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
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| Siedepunkt |
147 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
5 hPa (20 °C)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
3-Hydroxy-2-butanon oder Acetoin ist eine organische Verbindung aus der Stoffgruppe der Methylketone und Hydroxyketone, die von einigen Bakterien als Zwischenprodukt des Stoffwechsels gebildet wird, aber auch in Pflanzenteilen vorkommt.
Isomerie
3-Hydroxy-2-butanon besitzt ein Stereozentrum, somit existieren zwei Stereoisomere, (R)-3-Hydroxy-2-butanon und (S)-3-Hydroxy-2-butanon.
| 3-Hydroxy-2-butanon | ||
| Name | (R)-3-Hydroxy-2-butanon | (S)-3-Hydroxy-2-butanon |
| Andere Namen | (R)-Acetoin | (S)-Acetoin |
| Strukturformel | Datei:(R)-Acetoin.svg | Datei:(S)-Acetoin.svg |
| CAS-Nummer | Vorlage:CASRN | Vorlage:CASRN |
| Vorlage:CASRN (unspez.) | ||
| EG-Nummer | 208-174-1 (unspez.) | |
| ECHA-Infocard | Vorlage:ECHA (unspez.) | |
| PubChem | 439314 | 447765 |
| 179 (unspez.) | ||
| Wikidata | Q27098190 | Q59347812 |
| Q223083 (unspez.) | ||
Vorkommen
Acetoin ist ein natürlicher Bestandteil von Äpfeln, Butter, Joghurt, Spargel, Schwarzen Johannisbeeren, Himbeeren,<ref name="Dr. Duke" /> Brombeeren, Heidelbeeren,<ref name="Dr. Duke" /> Mais,<ref name="Dr. Duke" /> Weizen, Broccoli, Tee,<ref name="Dr. Duke" /> Spanischer Pfeffer,<ref name="Dr. Duke" /> Kokospalmen,<ref name="Dr. Duke" /> Feigen,<ref name="Dr. Duke" /> Echtem Süßholz,<ref name="Dr. Duke" /> Sonnenblumen,<ref name="Dr. Duke" /> Grüner Minze,<ref name="Dr. Duke" /> Rosenkohl und Honigmelonen. Auch zum Geruch von geröstetem Kaffee trägt es bei.<ref name="Beverages2020"/>
Bekannte bakterielle Acetoinbildner sind zum Beispiel in der Gattung Bacillus, unter den Enterobakterien und den Milchsäurebakterien zu finden. Acetoin entsteht beim anaeroben Glucoseabbau, wird aber nur bei bestimmten Gärungsprozessen akkumuliert (2,3-Butandiolgärung). Hierbei wird das (R)-Isomer gebildet.<ref name="Gossauer">Albert Gossauer: Struktur und Reaktivität der Biomoleküle. Verlag Helvetica Chimica Acta, Zürich 2006, ISBN 3-906390-29-2, S. 285.</ref>
Herstellung
Acetoin kann durch teilweise Reduktion von 2,3-Butandion, teilweise Oxidation von 2,3-Butandiol oder durch enzymatische Vergärung von Kohlenhydraten, wie Melasse mit Bacillus tartaricus über Acetaldehyd gewonnen werden.<ref name="Hauptmann">Siegfried Hauptmann: Organische Chemie. 1. Auflage. Verlag Harry Deutsch, Thun / Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-87144-902-4, S. 386.</ref><ref name="Ullmann" />
Eigenschaften
Acetoin hat einen butterähnlichen Geruch und wird zur Herstellung von Aromen verwendet. Aufgrund seiner α-Hydroxyketon-Struktur wirkt es reduzierend, wobei es zu 2,3-Butandion (Diacetyl) oxidiert wird.
Unter aeroben Verhältnissen wird die Verbindung vollständig zu Kohlenstoffdioxid abgebaut (zum Beispiel auch bei Säugetieren). Die Fähigkeit zur Acetoinbildung wird für Schnelltestverfahren zur Bestimmung unbekannter (Darm-)Bakterien genutzt. Die Reaktion mit Kreatin und α-Naphthol führt im Alkalischen hierbei zur Bildung eines roten Farbstoffs (Voges-Proskauer-Test, IMViC).
Verwendung
Die Verbindung wird zur Aromatisierung von Margarine verwendet<ref name="Ullmann" /> und soll zu den Additiven zählen, die Zigarettenhersteller dem Tabak beimischen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />What’s in a cigarette? ( vom 23. Mai 2006 im Internet Archive) quitsmoking.about.com (englisch).</ref>
Einzelnachweise
<references> <ref name="Ullmann">Karl‐Georg Fahlbusch, Franz‐Josef Hammerschmidt, Johannes Panten, Wilhelm Pickenhagen, Dietmar Schatkowski, Kurt Bauer, Dorothea Garbe, Horst Surburg: Flavors and Fragrances. In: Ullmann’s Encyclopedia of Industrial Chemistry. Band 15, 2012, S. 73–198, doi:10.1002/14356007.a11_141.</ref> <ref name="Dr. Duke">Vorlage:DrDukesDB</ref> <ref name="Beverages2020">Denis Richard Seninde, Edgar Chambers: Coffee Flavor: A Review. In: Beverages. Band 6, Nr. 44, 2020, S. 1–25, doi:10.3390/beverages6030044.</ref> </references>
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- Hydroxyketon
- Kaffeeinhaltsstoff
- Aromastoff (EU)