Zum Inhalt springen

Bayerische AA I

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. November 2023 um 22:37 Uhr durch imported>Flummi-2011 (Änderung 239314296 von Aclassifier rückgängig gemacht; die Seite eines Modellbahnherstellers ist hier als Beleg mit Sicherheit unzureichend).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
AA I, nach Umbau P 2/4 (Bayern)
DR-Baureihe 36.8
Datei:Royal Bavarian State Railways No 1400.jpg
Nummerierung: 1400
DR 36 861
Anzahl: 1
Hersteller: Krauss
Baujahr(e): 1896
Ausmusterung: 1933
Bauart: 2'aA1 n2v, nach Umbau 2'B h2
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 16.570 mm
Treibraddurchmesser: 1.870 mm
Laufraddurchmesser vorn: 1.006 mm
Dienstmasse: 51,7 t
Reibungsmasse: 29,8 t
Radsatzfahrmasse: 14,9 t
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Kesselüberdruck: 13 bar
Rostfläche: 2,26 m²
Verdampfungsheizfläche: 94,60 m²
Überhitzerfläche: 26,85 m²
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 490 mm
Kolbenhub: 610 mm
Tenderbauart: bay 3 T 14,5
Wasservorrat: 14,5 m³

Die AA I war eine Dampflokomotive der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen. Das Einzelstück wurde von der Lokomotivfabrik Krauss & Comp. in den Jahren 1895 bis 1896 gebaut. Entworfen hatte sie der Chefkonstrukteur Richard von Helmholtz.

Die Maschine entsprach weitgehend der Bayerischen B XI, Trieb- und Laufwerk waren jedoch modifiziert worden. Man hatte die zweite Kuppelachse durch eine feste Laufachse ersetzt und eine Vorspannachse zwischen Drehgestell und Treibachse angebracht. Diese konnte durch einen Druckzylinder herabgelassen werden und wurde von einer Hilfsmaschine mit zwei Zylindern angetrieben, ähnlich den im US-amerikanischen Eisenbahnwesen zu findenden Booster. Trotz des höheren Wartungsaufwandes war sie aufgrund des geringeren Dampfverbrauchs wirtschaftlich. Die Lokomotive war in der Betriebswerkstätte München beheimatet und kam unter anderem vor dem Orient-Express zwischen München und Simbach zum Einsatz.<ref>Karl Bürger: München–Mühldorf–Simbach. Glanz, Niedergang und Renaissance einer königlich bayerischen Eisenbahn. Bewegte Verkehrsgeschichte mit umwälzender Zukunft. Selbstverlag, Walpertskirchen 2017, ISBN 978-3-00-056474-1, S. 73.</ref>

1907 wurde die Lokomotive nach einem Unfall in eine 2'B h2 umgebaut und in P 2/4 umgezeichnet. Ab 1908 war sie in der Betriebswerkstätte Simbach stationiert. Die Deutsche Reichsbahn übernahm die Lokomotive unter der Betriebsnummer 36 861. 1928/29 wurde sie zum Bahnbetriebswerk Mühldorf umstationiert und als letzte bayerische 2'B-Lok erst 1933 ausgemustert.<ref>Reinhard Wanka, Wolfgang Wiesner: Die Hauptbahn München–Simbach und ihre Zweigbahnen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1996, ISBN 3-922138-59-4, S. 93, 109.</ref>

Das Fahrzeug wurde mit einem Schlepptender der Bauart bay 3 T 14,5 ausgestattet.

Literatur

  • Horst J. Obermayer: Dampflokomotiven. In: Deutsche Eisenbahnen. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-89350-819-8, S. 87.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Deutsche Reichsbahn (1920–1945): Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

Deutsche Bundesbahn: Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

Deutsche Reichsbahn (1945–1993): Schnellzug-, Personenzug-, Güterzug-, Tender-, Schmalspurlokomotiven

Länderbahnen: Baden · Bayern · Braunschweig · Mecklenburg · Oldenburg · Pfalz · Preußen · Sachsen · Württemberg · Elsaß-Lothringen Vorlage:Klappleiste/Ende