Zum Inhalt springen

Niederedlitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. Februar 2026 um 17:28 Uhr durch imported>Bauer Alfons (Geschichte).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Niederedlitz (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Niederedlitz
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Waidhofen an der Thaya (WT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Waidhofen an der Thaya
Pol. Gemeinde Thaya
Koordinaten 48° 52′ 19″ N, 15° 18′ 19″ OKoordinaten: 48° 52′ 19″ N, 15° 18′ 19″ O
 {{#coordinates:48,871944444444|15,305277777778|primary
dim=1000 globe= name=Niederedlitz region=AT-3 type=city
  }}f1
Höhe 470 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft (k. A. Hilfef3f0)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06500
Katastralgemeindenummer 21161
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen WikidataBW

Niederedlitz (früher auch Unteredlitz) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya im niederösterreichischen Waldviertel mit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohnern (Stand ).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>

Geografie

Das rechts der Thaya gelegene Dorf befindet sich nördlich des Gemeindehauptortes in einer nach Westen exponierten Lage. Die Zwettler Straße führt durch den Ort und kreuzt hier die Landesstraße L8164. Zur Ortschaft zählt auch die Prüllmühle. Am Vorlage:HWD umfasste die Ortschaft Vorlage:HWZ Adressen.Vorlage:HWR

Geschichte

Nieder- und Ober-Edlitz bildeten ursprünglich eine Einheit. Der Name „Edlitz“ (aus dem Slawischen „sedlec“ = „Dorf“) weist auf eine vordeutsche Besiedelung hin. Elisabeth Schuster setzt die urkundliche Erstnennung des Dorfes Nieder-Edlitz im Jahr 1136 an, als es als „de Cedelz“ bezeichnet wurde. Zu dieser Zeit besteht rings um Thaya ein Kranz an Ortschaften, deren Namen sich aus dem Slawischen herleiten - neben den beiden Edlitz sind dies auch Eggmanns, Schirnes und Jarolden. Nur bei Groß-Gerharts und Waidhofen ist der Ring offen. Die deutsche Kolonialisierung ging im 11. und 12. Jahrhundert von Raabs aus und erstreckte sich bis Litschau. Das ursprünglich als Linsenangerdorf angelegte Dorf entwickelte sich durch weitere Verbauung zu einem Doppelstraßendorf. Im 15. Jahrhundert wurde vermutlich ein Adelssitz errichtet, der aber nicht mehr erhalten ist. Im Bauernaufstand 1596/97 wurden die hiesigen Bauern Georg Leydl und Martin Hiersch als Aufrührer zum Tod verurteilt und zwischen dem Kloster und der Stadt Zwettl an einen Baum gehängt. 1618 verkaufte Hans Wenzel von Peuger eine Hälfte der Burg und baute im Dorf ein neues Schloss, das vermutlich südlich der Ortskapelle lag. Um 1730 soll auf den Grundmauern dieses Schlosses eine Schule und ein Bauernhaus erbaut worden sein, das weiterhin „Schlössl“ genannt wurde.

Die Ortsbevölkerung bestand aus acht Kleinhäuslern, einigen Handwerkern und sehr gut bestifteten Landbauern, schrieb Schweickhardt im 19. Jahrhundert, die auf ihren Äckern gute Erfolge erzielten und auch über eine herzeigbare Viehwirtschaft verfügten. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 50 Häusern genannt, das nach Thaya eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Waidhofen an der Thaya besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und verfügte über sämtliche Untertanen und Grundholde des Ortes.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref> Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Niederedlitz ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, eine Mühle, ein Sägewerk mit Elektrizitätswerk, ein Schmied, zwei trafikanten, ein Tischler und zahlreiche Landwirte ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 374</ref>

Persönlichkeiten

  • Franz Žak (1917–2004), Diözesanbischof von St. Pölten, wurde hier geboren

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Thaya