Florian Burkhardt
Florian Burkhardt (* 13. März 1974 in Basel, Pseudonym: electroboy) ist ein Schweizer Autor, Komponist und ehemaliges Model.
Leben
Florian Burkhardt ist der Sohn von Hildegard und Peter Burkhardt, dem ehemaligen Vizedirektor des Eidgenössischen Flugzeugwerks. Burkhardt schloss nach der Matura (Abitur) ein Studium zum Primarschullehrer in einem katholischen Internat in Zug ab. Zunächst widmete er sich dem professionellen Snowboarden. Er war Mitgründer von Radio 3fach,<ref>Electroboy: Reise in die Vergangenheit › 3FACH Artikel bei 3fach.ch vom 28. April 2016</ref> kreierte 1993 die erste Schweizer Snowboard-Zeitschrift Independent und arbeitete danach als freiberuflicher Redakteur für das auflagenstärkste Snowboard-Magazin im deutschsprachigen Europa, Board Generation. Er wird heute als Snowboardpionier gesehen.<ref>semainedelacritique.ch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Electroboy ( vom 29. August 2017 im Internet Archive) (englisch)</ref>
Burkhardt zog anschliessend nach Los Angeles, wo er von einem Agenten<ref>Bettina Spoerri: Ups und downs. Neue Zürcher Zeitung, 13. August 2014.</ref> unter Vertrag genommen und von Ivana Chubbuck und Robert Easton trainiert wurde. Aus einem Beitrag in einer Filmzeitschrift resultierten Aufträge als Foto- und Laufstegmodel, was den Grundstein seiner unerwarteten Modelkarriere legte, die ihn später auf die Laufstege Mailands, Londons und Tokios führte. Er hatte Verträge mit unter anderem Wilhelmina Models, Boss Model Management und Why Not Model Agency und arbeitete für Labels wie Prada, Gucci, Moschino sowie Dolce & Gabbana und Fotografen wie David LaChapelle und Albert Watson buchten ihn für ihre Projekte.
Nachdem er das Modeln beendet hatte, zog er nach Zürich, studierte 1999 Multimedia Design und arbeitete als Konzepter<ref>cabaretvoltaire.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> bei R.Ø.S.A.,<ref>Andy Eglin: Locarno zum Letzten – Abschlussbericht vom 67. Internationalen Filmfestival. kulturkritik.ch, Artikel vom 9. September 2014.</ref> der damals angesagtesten Internetagentur. Er konzipierte Portale für unter anderem SRF, Migros und Cablecom<ref>Referenzen von Florian Burkhardt. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. November 2019 (deutsch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>. Aus der Zusammenarbeit mit der Agentur wuchs sein Projekt emotionstimulator,<ref>cabaretvoltaire.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>emotionstimulator. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. November 2019 (deutsch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> das als eine der ersten Videos ins Internet brachte, was ihm einen Ruf als Internetpionier<ref>Der Preis einer dicken Nabelschnur. Artikel bei nahaufnahmen.ch vom 10. August 2015.</ref> einbrachte.
Ab 2004 organisierte Burkhardt als electroboy Partys,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />electroboy bei cabaretvoltaire.de ( vom 14. April 2014 im Internet Archive)</ref> bei denen das Visuelle und die Kunst mindestens eine so grosse Rolle spielen sollten wie die Musik selber. Die Veranstaltungen entwickelten sich zu aufwendigen Festivals und Burkhardt wurde im Jahr 2005 zum «Veranstalter des Jahres» in der Schweiz gewählt.<ref>Electroboy: Ein Abschied mit Getöse. 20 Minuten, 20. Oktober 2005.</ref> Weiter gründete er das Kommerz, eine Zeitung für elektronische Musik<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zeitung für elektronische Musik in der Schweiz (2005) bei cabaretvoltaire.de ( vom 14. April 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Florian Burkhardt: Zeitung für elektronische Musik in der Schweiz. 24. Oktober 2019, abgerufen am 23. November 2019 (deutsch).</ref> und führte die ersten Swiss Electronic Music Awards (SEMA) durch.<ref>electroboy.net: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Swiss Electronic Music Awards 2005 ( vom 14. April 2014 im Internet Archive)</ref> Er begann auch selbst mit dem Produzieren elektronischer Musik und veröffentlichte fünf CDs (siehe Diskographie).
2004 veröffentlichte er das Buch STOP, eine Sammlung von Beobachtungen und Gedanken.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Buch „STOP“ von Florian Burkhardt (2002) auf cabaretvoltaire.de ( vom 14. April 2014 im Internet Archive)</ref>
Ab 2007 lebte Burkhardt in Berlin und war im Jahr 2009 Gründer und Künstlerischer Leiter des Berliner Cabaret Voltaire.<ref>electroboy.net: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cabaret Voltaire in Berlin ( vom 14. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Cabaret Voltaire Berlin. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Danach zog er für drei Jahre nach Bochum und kehrte anschliessend wieder zurück nach Berlin.<ref name="bio">florianburkhardt.ch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biografie von Florian Burkhardt ( vom 14. August 2017 im Internet Archive; PDF; 142 KB)</ref> Seit 2013 ist er als bildnerischer Gestalter aktiv.<ref>https://www.electroboy.de/</ref>
Im November 2014 kam der Dokumentarfilm electroboy von Marcel Gisler über Burkhardts Leben ins Schweizer Kino<ref>electroboy movies.ch</ref> und wurde 2015 unter anderem mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet.<ref>Schweizer Filmpreis 2015: «Der Kreis» und «Electroboy» sind die besten Filme. Abgerufen am 19. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im November 2015 startete der Film auch in Deutschland und Österreich.<ref>dejavu-film | ELECTROBOY. In: www.dejavu-film.de. Abgerufen am 13. April 2016.</ref>
Ab April 2015 war Burkhardt Kolumnist bei der Schweizer Onlinezeitung watson.ch.<ref>Electroboy Kolumne von Florian Burkhardt auf watson.ch</ref> Anfang 2016 wechselte er zum sozialen Projekt Surprise Magazin, wo er bis 2018<ref>Surprise: Surprise: Surprise 426/18. Abgerufen am 29. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> monatlich seine Kolumne unter dem Namen «Randnotiz» veröffentlichte.<ref>Surprise 370/16. In: Issuu. Abgerufen am 13. April 2016.</ref> 2017 erschien sein erster Roman, Das Kind meiner Mutter im Wörterseh-Verlag.<ref name="züritipp">Florian Burkhardt: Freiheit für die Jugend! In: züritipp vom 29. Mai 2017.</ref> 2018 folgte der Roman Das Gewicht der Freiheit im selben Verlag.<ref>Florian Burkhardt: Roman «Das Gewicht der Freiheit». In: florianburkhardt.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Juni 2018; abgerufen am 4. Juli 2024.</ref> Im gleichen Jahr veröffentlichte Burkhardt mit Lunik-Produzent Luk Zimmermann als «electroboy.ch» die Single «Nur eine Maschine».<ref>Florian Burkhardt: Musikprojekt "electroboy.ch". Florian Burkhardt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juni 2018; abgerufen am 8. Mai 2018.</ref> Im Juni 2019 zog sich Florian Burkhardt mit dem Mini-Album «Das fliegende Spaghettimonster», einer Party im Gaskessel und einer Ausstellung als electroboy wieder aus der Öffentlichkeit zurück.<ref>Pressemitteilung Musikprojekt »electroboy.ch«, electroboy-Party und -Ausstellung. Abgerufen am 24. April 2019.</ref><ref>Mirjam Comtesse: Electroboy zieht den Stecker. In: Tages-Anzeiger. 6. Juli 2019, ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 23. November 2019]).</ref><ref>Electroboy sagt Tschüss. In: Berner Zeitung. ISSN 1424-1021 (bernerzeitung.ch [abgerufen am 1. Februar 2022]).</ref>
Im Jahr 2020 begann Burkhardt als «Form Banal» Musik zu machen.<ref>Florian Burkhardt: Florian Burkhardt – Singer-Songwriter. 10. Juli 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2020; abgerufen am 11. Juli 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>«Mein Leben wurde zu einer Show, auf deren Bühne ich gar nicht mehr vorkam». 10. Juli 2020, abgerufen am 11. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2021 veröffentlichte er das Album «Orange»<ref>„Orange“ von Form Banal. 17. Dezember 2021, abgerufen am 20. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und 2023 die Alben «Zitrone» und «Banane».<ref>„Zitrone“ von Form Banal. 20. Januar 2023, abgerufen am 20. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Form Banal. Abgerufen am 17. August 2023.</ref> Zudem ist Burkhardt seit 2023 unter dem Pseudonym «Die Figur» als Grafikkünstler aktiv.<ref>Die Figur. Abgerufen am 16. September 2023.</ref> 2024 erscheint das Album «Tracks», das ausschliesslich mit analogen Synthesizer und Drum Machines produziert wurde.<ref>Album auf Spotify. Abgerufen am 22. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Burkhardt ist homosexuell,<ref>Andreas Kneubühler «Electroboy»: Marcel Gislers Premiere in Locarno. saiten.ch, 9. August 2014</ref> wohnt seit 2022 in Luzern und ist Agnostiker und Veganer.<ref>Vom Highlife in die Hölle. issuu.com</ref>
Filme
- 2014: Electroboy von Marcel Gisler<ref>Marie Schmidt: „Electroboy“: Nicht einfach nur schön. In: Die Zeit. 26. November 2015, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 18. Januar 2018]).</ref>
Schriften
- STOP. Pro Business, Berlin 2004, ISBN 3-937343-63-6.
- Burghölzli, Geschichten und Bilder (mit einem ausführlichen Gespräch zwischen Marcel Gisler und Florian Burkhardt). Limmat Verlag, Zürich 2016, ISBN 978-3-85791-805-6.
Autobiografische Romane
- Das Kind meiner Mutter. Wörterseh, Gockhausen 2017, ISBN 978-3-03763-079-2.
- Das Gewicht der Freiheit. Wörterseh, Gockhausen 2018, ISBN 978-3-03763-089-1.
Diskografie
<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />electroboy Musikveröffentlichungen (Alben) bei cabaretvoltaire.de ( vom 14. April 2014 im Internet Archive)</ref><ref>ELECTROBOY discogs.com</ref>
Als electroboy
- 2005: CD electroboy (tokah/Namskeio)
- 2006: EP Pädopop (alpinechic)
- 2006: CD 50 mg (Muve Recordings/Musikvertrieb)
- 2006: CD Hör die Emotionen (tokah/Restkultur)
- 2006: CD Der grosse Pop (tokah/iMusican)
Als electroboy.ch
- 2018: Single Nur eine Maschine (Sophie Records)<ref>Electroboy ist wieder zurück. In: bluewin.ch. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Januar 2018; abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 2019: EP Das fliegende Spaghettimonster (Sophie Records)<ref>Pressemitteilung Musikprojekt »electroboy.ch«, electroboy-Party und -Ausstellung. Abgerufen am 24. April 2019.</ref>
Als Form Banal
- 2021: Album Orange
- 2023: Album Zitrone
- 2023: Album Banane
- 2024: Album Tracks
Weblinks
- Literatur von und über Florian Burkhardt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von «Form Banal»
- Website von «Die Figur»
Einzelnachweise
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Burkhardt, Florian |
| ALTERNATIVNAMEN | electroboy (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Model, Autor und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 13. März 1974 |
| GEBURTSORT | Basel |
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