Lithiumbromid
| Kristallstruktur | |||||||||||||||||||
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| Struktur von Lithiumbromid | |||||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Li+ Vorlage:Farbe Br− | |||||||||||||||||||
| Kristallsystem |
kubisch | ||||||||||||||||||
| Raumgruppe |
Fm3m (Nr. 225) | ||||||||||||||||||
| Koordinationszahlen |
Li[6], Br[6] | ||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Lithiumbromid | ||||||||||||||||||
| Verhältnisformel | LiBr | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
bitter schmeckender, farbloser, hygroskopischer Feststoff<ref>Eintrag zu Lithiumbromid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 86,85 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
3,46 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
550 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
1265 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Brechungsindex |
1,783<ref name="CRC90_10_246">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Index of Refraction of Inorganic Crystals, S. 10-246.</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
1800 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref name="CL">Eintrag zu Lithium Bromide bei chemicalland21.com.</ref> | ||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
Lithiumbromid (LiBr) ist das Lithiumsalz der Bromwasserstoffsäure. Es bildet farblose, stark hygroskopische Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 550 °C, einem Siedepunkt von 1265 °C und einer Dichte von 3,46 g·cm−3. Die Lösungsenthalpie in Wasser beträgt −48,83 kJ/mol.<ref>Erich Meister: Grundpraktikum Physikalische Chemie. 2006, ISBN 3-8252-8329-1.</ref>
Neben dem wasserfreien Lithiumbromid existieren noch verschiedene Hydrate, bekannt sind LiBr · n H2O mit n = 1, 2, 3 und 5. Das Monohydrat LiBr · H2O hat eine Dichte von 2,51 g · cm−3, etwa um 27 % weniger als wasserfreies LiBr.
Herstellung
Die Herstellung von Lithiumbromid erfolgt durch Umsetzen einer wässrigen Lithiumhydroxid- oder Lithiumcarbonatlösung mit Bromwasserstoff.<ref>Autorenkollektiv: Organikum. 21. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2001, ISBN 3-527-29985-8, S. 1151–1152.</ref>
- <math>\mathrm{LiOH +\ HBr \longrightarrow \ LiBr +\ H_2O}</math>
- <math>\mathrm{Li_2CO_3 +\ 2 HBr \longrightarrow\ 2 LiBr + \ H_2O + \ CO_2}</math>
Das beim Umsetzen von elementarem Brom mit Lithiumhydroxidlösung neben Lithiumbromid entstehende Lithiumhypobromit kann mit Ameisensäure oder Ammoniak zu Lithiumbromid reduziert werden.
Das wasserfreie Lithiumbromid kann auch durch Reaktion von Lithiumhydrid mit Brom hergestellt werden.
- <math>\mathrm{LiH + \ Br_2 \longrightarrow \ LiBr + \ HBr}</math>
Eigenschaften
Lithiumbromid ist hygroskopisch<ref name="GESTIS" />, konzentrierte Lösungen mit 50 % LiBr reduzieren den Dampfdruck des Wassers um ca. 80 %. Es ist sehr gut löslich in Wasser, bei 20 °C sind 60%ige Lösungen herstellbar. Auch in Ethanol und Ethylenglycol ist es gut löslich. Die Löslichkeit ist gering vom Druck, jedoch stark von der Temperatur abhängig. Abhängig von der Temperatur existieren verschiedene Hydrate des Lithiumbromids: unter 4 °C das Trihydrat LiBr · 3 H2O, zwischen 4 und 44 °C das Dihydrat LiBr · 2 H2O und zwischen 44 und 159 °C das Monohydrat LiBr · H2O. Bei noch höheren Temperaturen ist das Anhydrat stabil.<ref name="handbuch">R. Abegg, F. Auerbach, I. Koppel: Handbuch der anorganischen Chemie. Verlag S. Hirzel, 1908, 2. Band, 1. Teil, S. 128–129. Volltext</ref> Das Löslichkeitsdiagramm weist beim Übergangspunkt vom Monohydrat zum Anhydrat einen Knick auf.
Die Standardbildungsenthalpie von Lithiumbromid beträgt ΔHf0 = −351 kJ/mol.<ref name="wiberg1">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 1170.</ref>
Verwendung
- Als Lösung von Lithiumbromid in Wasser für Absorptionskältemaschinen<ref>Kälte Luft Klimatechnik: Kälteerzeugung unter 0 °C mit einer Wasser/Lithiumbromid-Resorptionskältemaschine. Abgerufen am 17. Februar 2023.</ref> (> 50 % des hergestellten Lithiumbromids).
- Wegen der stark hygroskopischen Wirkung als Trocknungsmittel, auch zum Entfeuchten geschlossener Räume.
- Organische Synthesen. Als Katalysator und Edukt.
- Flussmittel beim Löten.
- Als Elektrolyt in einigen Lithiumbatterietypen.
- bis in die 1950er Jahre als Antikonvulsivum, Sedativum und Mittel gegen bipolare Störungen (nicht mehr gebräuchlich wegen starker Nebenwirkungen)
- als Kristall in der Thermolumineszenzdatierung
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Lithiumfluorid | Lithiumchlorid | Lithiumbromid | Lithiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Lithiumbromid | Natriumbromid | Kaliumbromid | Rubidiumbromid | Caesiumbromid Vorlage:Klappleiste/Ende
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