Trichophyton
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| Trichophyton | ||||||||||||
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| Datei:Trichophyton rubrum var rodhaini.jpg
Trichophyton rubrum mit einem Makro- und mehreren Mikrokonidien | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Trichophyton | ||||||||||||
| Malmsten |
Trichophyton (gr. θριχός „Haar“, φυτόν „Pflanze“) ist eine Gattung von Fadenpilzen, die zu den Fungi imperfecti gehören. Bedeutung haben sie als Erreger von Trichophytien. Dies sind Dermatophytosen, also Pilzerkrankungen der Haut sowie von Kopf- und Barthaaren. Die Typusart ist Trichophyton tonsurans.<ref name="Weitzman1995"/>
Merkmale
Makrokonidien werden nicht bei allen Arten ausgebildet; wenn sie vorhanden sind, so besitzen sie ein bis zwölf Septen mit einer glatten, meist dünnen Zellwand. Sie können einzeln oder in Büscheln stehen und sind länglich zugespitzt, keulen- bis spindelförmig oder zylindrisch. Ihre Größe variiert von 8 bis 86 × 4 bis 14 µm. Mikrokonidien werden häufiger gebildet als Makrokonidien. Sie sind rund bis birnen- oder keulenförmig, sind gestielt oder ungestielt. Sie werden entweder einzeln an den Hyphenseiten oder in traubenförmigen Büscheln gebildet. Manche Isolate sporulieren nur auf geeigneten Medien.<ref name="Weitzman1995"/><ref name="Songer2004"/> Auf Sabouraud-Dextrose-Agar bilden sie pudrige, samtige oder wachsartige Kolonien. Durch Pigmente auf der Unterseite sind diese weiß, rosa, rot oder lila bis hin zu gelb und braun.<ref name="Textbook2007"/>
Ökologie und Lebensweise
Alle Arten ernähren sich von Keratin. Neben Arten, die als Wirt den Menschen bevorzugen, werden von anderen Spezies andere Säugetiere befallen. Diese parasitär lebenden Arten gehören zu den Dermatophyten. Je nach Lebensweise unterscheidet man:
- anthropophile Arten: Sie leben parasitisch auf Haut, Haaren und Nägeln der Menschen, zum Beispiel Trichophyton tonsurans, Trichophyton rubrum;
- zoophile Arten: Auch sie leben parasitisch auf Fell und Haut verschiedener Säugetiere, zum Beispiel Trichophyton equinum, Trichophyton verrucosum;
- geophile Arten: Diese Arten leben hauptsächlich im Erdboden auf abgefallenen Fellen und Hufen und sind nur selten parasitisch, zum Beispiel Trichophyton ajelloi.<ref name="Weitzman1995"/><ref name="Liu2011"/>
Erkrankungen
Trichophyton-Arten lösen eine Reihe dermatologischer Erkrankungen beim Menschen oder Tier aus und gehören neben Epidermophyton und Microsporum zu den drei anamorphen Gattungen, die Dermatophytosen auslösen. Werden Hauptfruchtformen gebildet, so zählen diese zur Gattung Arthroderma.<ref name="Weitzman1995"/>
Die Übertragung erfolgt durch Kontaktinfektion. Die Pathogenität der anthropophilen Arten beruht auf Enzymen (Keratinase, Proteinase, Elastase), mit denen sie das Keratin und andere Strukturproteine der Hornschicht von Haut, Nägeln und Haaren auflösen können.<ref name="Weitzman1995"/><ref>Apodaca, G., and J. H. McKerrow. 1989. Purification and characterization of a 27,000- M r extracellular proteinase from Trichophyton rubrum. In: Infection and Immunity. 57: 3072–3080.</ref> Die Erkrankungen werden in Abhängigkeit von ihrem Erscheinungsbild als Tinea, Erbgrind (Favus) oder allgemeiner als Trichophytie bezeichnet.<ref name="Weitzman1995"/><ref>H. Koch, H. Rieth. 1958. Endemische Trichophytie bei Meerschweinchen. In: Archiv für Klinische und Experimentelle Dermatologie 205: 577-585.</ref>
Arten
Insgesamt sind etwa 20 Arten bekannt.<ref name="Liu2011"/><ref name="Songer2004"/>
- Trichophyton concentricum <templatestyles src="Person/styles.css" />R.Blanch.
- Trichophyton eboreum <templatestyles src="Person/styles.css" />Brasch & Y.Gräser
- Trichophyton equinum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Matruchot et Dassonville) Gedoelst
- Trichophyton gourvilii <templatestyles src="Person/styles.css" />Catanei
- Trichophyton kanei <templatestyles src="Person/styles.css" />Summerb.
- Trichophyton megninii <templatestyles src="Person/styles.css" />R.Blanch.
- Trichophyton mentagrophytes <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.P.Robin) Sabour.
- Trichophyton phaseoliforme <templatestyles src="Person/styles.css" />Borelli & Feo
- Trichophyton raubitschekii <templatestyles src="Person/styles.css" />J.Kane, Salkin, Weitzman & Smitka
- Trichophyton rubrum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Castell.) Sabour.
- Trichophyton schoenleinii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lebert) Langeron & Miloch. ex Nann.
- Trichophyton simii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pinoy) Stockdale, Mackenzie & Austwick
- Trichophyton soudanense <templatestyles src="Person/styles.css" />Joyeux
- Trichophyton terrestre <templatestyles src="Person/styles.css" />Durie & D.Frey
- Trichophyton tonsurans <templatestyles src="Person/styles.css" />Malmsten
- Trichophyton vanbreuseghemii <templatestyles src="Person/styles.css" />Rioux, Jarry & Juminer
- Trichophyton verrucosum <templatestyles src="Person/styles.css" />E.Bodin
- Trichophyton violaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />Sabour. ex E.Bodin
- Trichophyton yaoundei <templatestyles src="Person/styles.css" />G.Cochet & Doby-Dub.
Belege
<references> <ref name="Weitzman1995">I Weitzman and R C Summerbell. 1995. The dermatophytes. Clin. Microbiol. Rev. 8:240-295. PMID 7621400 Online</ref> <ref name="Liu2011">Sharon CA. Chen, David Ellis, Tania . Sorrell, Wieland Meyer: Chapter 44: Trichophyton. In: Dongyou, Liu, Ana Alastruey-Izquierdo, Priscila Costa Albuquerque und Artur Alves: Molecular detection of human fungal pathogens. CRC Press Inc., 2011. 357ff. ISBN 978-1-4398-1240-2. Online</ref> <ref name="Songer2004">J. Glenn Songer, Songer, Karen W. Post: Veterinary Microbiology: Bacterial and Fungal Agents of Animal Disease. Elsevier Health Sciences. 2004. ISBN 1-4160-6501-6. Online</ref> <ref name="Textbook2007">R. Vasanthakumari: Textbook of Microbiology. 438f. BI Publications Pvt Ltd, 2007, 524 Seiten. ISBN 978-81-7225-234-2. Online</ref> </references>