Aerosvit Airlines
| AeroSvit Airlines | |
|---|---|
| Logo der AeroSvit Airlines | |
| Boeing 737-400 der AeroSvit Airlines | |
| IATA-Code: | VV |
| ICAO-Code: | AEW |
| Rufzeichen: | AERO SVIT |
| Gründung: | 1994 |
| Betrieb eingestellt: | 2013 |
| Sitz: | Kiew, Datei:Flag of Ukraine.svg Ukraine |
| Drehkreuz: | Kiew-Boryspil |
| Heimatflughafen: | Kiew-Boryspil |
| Unternehmensform: | Aktiengesellschaft |
| Leitung: | Kostadin Botev |
| Umsatz: | 391 Mio. Dollar (2008) |
| Fluggastaufkommen: | 2,6 Mio. (inkl. Donbassaero) |
| Vielfliegerprogramm: | Meridian Club |
| Flottenstärke: | 31 (+ 5 Bestellungen) |
| Ziele: | national und international |
| AeroSvit Airlines hat den Betrieb 2013 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes. | |
AeroSvit Airlines ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine ukrainische Fluggesellschaft mit Sitz in Kiew und Basis auf dem Flughafen Kiew-Boryspil. Ende Dezember 2012 meldete sie Insolvenz an, wollte den Flugbetrieb jedoch weiter aufrechterhalten.<ref name="Insolvenz"/> Bis März 2013 wurden jedoch nach und nach alle Routen eingestellt.<ref name="betriebsstopp"/>
Geschichte
Die Gesellschaft wurde am 25. März 1992 als Joint Venture zwischen der ukrainischen Regierung und privaten Investoren als Aktiengesellschaft gegründet. Aktionäre waren mit einem Anteil von 22 Prozent der staatliche ukrainische Vermögensfonds, 25 Prozent die Gesellschaft GenAvia-Invest, 9,8 Prozent das Unternehmen Ukrinfokonsalt sowie 4,8 Prozent das ukrainische Unternehmen Bjuro. 38 Prozent der Anteile waren im Besitz der Gilward Investments B.V. aus den Niederlanden. Im April 1994 begann der Flugbetrieb von Kiew nach Tel Aviv, Odessa, Thessaloniki, Athen und Larnaka, zunächst noch unter dem Namen Aerosweet – dieser Name blieb bis 1999 bestehen, bis die Fluggesellschaft ihren heutigen Namen erhielt.<ref>http://www.airfleets.net/flottecie/Aerosweet%20Airlines.htm</ref> Ab Oktober 1994 wurde mit der ersten geleasten Boeing 737-200 auch Moskau angeflogen.
Bis zum Jahr 2004 wurden Direktflüge nach Asien und Amerika aufgenommen.<ref>Flug Revue März 2010, S. 24–29, Aerosvit Airlines</ref> Im Februar 2007 wurde eine Zusammenarbeit mit Donbassaero und Dniproawia vereinbart, zudem bestand ein Codeshare-Abkommen mit Hamburg Airways.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hamburg Airways ( vom 25. Juli 2012 im Internet Archive) abgerufen am 14. Mai 2023</ref>
Im November 2009 übernahm der ukrainische Milliardär Ihor Kolomojskyj die Mehrheit an AeroSvit. Anfang 2010 stellten die unter der Kontrolle der Privat-Gruppe von Kolomojskyj stehenden Fluggesellschaften beim Kartellamt der Ukraine einen Antrag auf eine Fusion.<ref>ukraine-nachrichten.de: Kolomojskij vereint seine Fluggesellschaften</ref>
Aerosvit war die erste Fluggesellschaft der Ukraine, bei der alle Flüge auch über das Internet buchbar waren.
Insolvenz
Im Dezember 2012 wurde bekannt, dass AeroSvit den Moskauer Flughafen Scheremeteyvo aufgrund unbezahlter Rechnungen in Höhe von vier Millionen Euro nicht mehr anfliegen darf. Zeitweise galt aufgrund offener Forderungen der Behörden ein Einflugverbot für ganz Russland.<ref>aerotelegraph.com - Moskau lässt Aerosvit sitzen 13. Dezember 2012</ref>
Nachdem am 3. Januar bekannt geworden war, dass AeroSvit bereits am 29. Dezember 2012<ref name="Insolvenz"/> bei einem Gericht in Kiew Insolvenz beantragt habe,<ref>avianews.com - АэроСвит подал заявление о банкротстве (russisch) 3. Januar 2013</ref> erklärte die Leitung des Flughafens Kiew-Boryspil, der Heimatbasis der Gesellschaft, am 4. Januar 2013 sie werde keine Flüge von Aerosvit mehr abfertigen bzw. die geplanten Flüge annullieren. Der Grund seien die hohen Schulden der Fluggesellschaft beim Flughafenbetreiber.<ref>AeroSvit stellt Flugbetrieb ab Kiew ein Austrian Aviation vom 4. Januar 2013</ref> Aerosvit will den Flugbetrieb jedoch grundsätzlich aufrechterhalten.<ref name="Insolvenz"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (englisch) 4. Januar 2013</ref> Mit Stand vom 24. Januar 2013 bediente die Fluggesellschaft nur noch zwei Inlands- sowie drei Langstreckenrouten<ref>ch-aviation.ch - Aerosvit now just operating to five destinations (englisch) 24. Januar 2013</ref>, welche bis Anfang Februar jedoch ebenfalls ausgesetzt wurden und nach einer Verschiebung frühestens im April 2013 wieder aufgenommen werden sollten.<ref>ch-aviation.ch - Aerosvit postpones service resumption to April (englisch) 22. Februar 2013</ref><ref name="betriebsstopp">ch-aviation.ch - Aerosvit suspends remaining operations until February 23 (englisch) 3. Februar 2013</ref>
Mit Stand Juli 2013 wurden die Webseiten der Gesellschaft abgeschaltet, während die Konkurrentin Ukraine International Airlines nach und nach immer mehr ehemalige Flugzeuge und Routen von Aerosvit übernimmt.<ref>ch-aviation.ch - Ukraine International Airlines gets its first ex-AeroSvit B767-300(ER) (englisch) 1. Juli 2013</ref>
Flugziele
AeroSvit bediente vor allem von ihrem Heimatflughafen Kiew-Boryspil aus internationale Flugrouten und verband die Ukraine mit 28 Ländern. In Deutschland fand man Düsseldorf, Hamburg, Berlin und Stuttgart unter den Zielen. Es bestand zudem eine Direktverbindung zwischen Berlin und Dnipropetrowsk. Innerhalb der Ukraine verband sie 12 der größten Städte.
Flotte
Mit Stand Januar 2013 bestand die Flotte der AeroSvit Airlines aus 31 Flugzeugen<ref>aerotransport.org - Profile for: Aero Svit Airlines (englisch) abgerufen am 8. Januar 2012</ref>:
- 3 Airbus A320-200
- 1 Antonow An-24RV
- 1 ATR 72-200
- 3 Boeing 737-300
- 4 Boeing 737-400
- 4 Boeing 737-500
- 2 Boeing 737-700
- 2 Boeing 737-800
- 8 Boeing 767-300ER
- 2 Embraer 190
- Bestellungen<ref>aerotransport.org - Profile for: Aero Svit Airlines (englisch) abgerufen am 8. Januar 2012</ref>
Zwischenfälle
Die Aerosvit Airlines verzeichnete in ihrer Geschichte einen Zwischenfall mit Todesopfern.<ref>Daten über die Fluggesellschaft AeroSvit Airlines im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref> Am 17. Dezember 1997 verunglückte eine Jakowlew Jak-42 (Kennzeichen UR-42334), unterwegs von Odessa nach Thessaloniki, mit 62 Passagieren und 8 Mann Besatzung bei der Landung in Thessaloniki. Die Besatzung war außerstande das Flugzeug bei Nacht mittels Instrumentenlandesystem in Thessaloniki zu landen. Beim Unglück kamen alle 70 Personen ums Leben.<ref>Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />