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Mandy Islacker

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Mandy Islacker
Datei:2015-09-13 1.FFC Frankfurt vs 1.FFC Turbine Potsdam Mandy Islacker 004.jpg
im Trikot des 1. FFC Frankfurt (2015)
Personalia
Geburtstag 8. August 1988
Geburtsort EssenDeutschland
Größe 164 cm
Position Sturm
Juniorinnen
Jahre Station
BV Altenessen 06
Essener SG 99/06
0000–2004 SG Essen-Schönebeck
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004–2006 FCR 2001 Duisburg 14 0(3)
2006–2007 SG Essen-Schönebeck 8 0(4)
2007–2008 FC Bayern München II 6 0(3)
2008–2010 FC Bayern München 31 (17)
2010–2013 FCR 2001 Duisburg 57 (32)
2013–2014 BV Cloppenburg 22 (12)
2014–2017 1. FFC Frankfurt 62 (41)
2017–2020 FC Bayern München 50 (22)
2020–2023 1. FC Köln 54 (27)
2023 FC Viktoria Köln 12 (58)
2024–2025 VfB Stuttgart 31 (40)
2025 FC Schalke 04 12 (30)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2003 Deutschland U15 2 0(2)
2004 Deutschland U17 2 0(0)
2015–2018 Deutschland 25 0(5)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Datei:Mandy Islacker DFB-Pokal Muenchen-1.jpg
Islacker im DFB-Pokal-Achtelfinale 2015 zwischen FC Bayern München und 1. FFC Frankfurt (2:0)
Datei:Mandy Islacker BL FCB gg. 1. FC Koeln Muenchen-1.jpg
Islacker. September 2017

Mandy Islacker (* 8. August 1988 in Essen) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin. Sie war Nationalspielerin und zweimalige Bundesligatorschützenkönigin.

Karriere

Vereine

Islacker begann als Vierjährige in der „Mini-Kicker-Mannschaft“ des BV Altenessen 06, die von ihrem Vater Frank Islacker trainiert wurde, mit dem Fußballspielen. Über die Essener Sportgemeinschaft 99/06 gelangte sie zur Sportgemeinschaft Essen-Schönebeck und 2004, 16-jährig, zum FCR 2001 Duisburg, für den sie am 5. September 2004 (1. Spieltag) beim 6:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg ihr Debüt in der Bundesliga gab.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Islacker-Story: Nach "Penny" stürmt jetzt Mandy (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) auf Fussball24.de</ref> In ihrer ersten Bundesligasaison absolvierte sie 14 Spiele und erzielte ihr erstes von drei Toren am 19. September 2004 (3. Spieltag) mit dem Treffer zum 7:0-Endstand im Auswärtsspiel gegen den FSV Frankfurt. Zur Saison 2007/08 wechselte Islacker zum FC Bayern München, mit dem sie in der Folgesaison Zweite der Meisterschaft wurde und auch für die zweite Mannschaft in der Regionalliga sechs Spiele bestritt. 2010/11 kehrte Islacker zum FCR 2001 Duisburg zurück.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.fcr-01.dePressemitteilung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2019. Suche im Internet Archive ) auf der Homepage des FCR 2001 Duisburg</ref>

2013/14 schloss sich Islacker dem Aufsteiger BV Cloppenburg an.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mandy Islacker wechselt zum BV Cloppenburg (Memento vom 12. Mai 2014 im Internet Archive) - Framba.de-Frauenfußball (aufgerufen am 16. Juli 2013)</ref> Ihr Debüt für den BV Cloppenburg absolvierte sie am 8. September 2013 (1. Spieltag) beim 3:3 im Auswärtsspiel gegen die SGS Essen, in dem sie den Anschlusstreffer zum 2:3 in der 87. Minute erzielte. Nach einer Saison, in der sie in 21 Spielen 12 Tore erzielt hatte, verließ sie den Verein.<ref>1. FFC Frankfurt verpflichtet Torjägerin Mandy Islacker</ref>

Sie wechselte am 30. Juni 2014 zum 1. FFC Frankfurt,<ref name="Islacker"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mandy Islacker verstärkt den FFC (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)</ref> für den sie am 31. August 2014 (1. Spieltag) im Auswärtsspiel gegen den Bayern München debütierte und das Tor zum 1:0 in der siebten Minute erzielte. Im Finale der Champions League 2014/15 erzielte sie, nachdem sie in der 66. Minute eingewechselt worden war, kurz vor Schluss das Siegtor zum 2:1. Ihr neuer Vertrag beim 1. FFC Frankfurt war bis zum 30. Juni 2018 gültig.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Weiterhin im FFC-Trikot (Memento vom 6. April 2016 im Internet Archive) ffc-frankfurt.de, abgerufen am 6. April 2016</ref> Am 11. Juli 2017 einigte sie sich mit dem FFC jedoch auf eine vorzeitige Vertragsauflösung<ref>Wechsel vom Main an die Isar</ref> und kehrte nach sieben Jahren zum FC Bayern München zurück, bei dem sie einen bis zum 30. Juni 2020 gültigen Vertrag unterzeichnete.<ref>Pressemitteilung auf der Homepage des FC Bayern München</ref>

Am 15. Mai 2020 wurde bekannt, dass der 1. FC Köln Islacker zur neuen Saison 2020/21 verpflichtet.<ref>FC-Frauen verpflichten Islacker. Abgerufen am 15. Mai 2020.</ref><ref>Top-Stürmerin verpflichtet: Frauen-Team des 1. FC Köln landet Transfer-Coup. 15. Mai 2020, abgerufen am 15. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mit dem letzten Saisonspiel am 28. Mai 2023, in der ihr noch einmal ein Tor gelang, beendete sie ihre Profikarriere.<ref>Mandy Islcker beendet ihre Profikarriere auf fc.de</ref> Sie spielte für sechs Vereine in der Bundesliga. Sie bestritt für diese insgesamt 282 Punktspiele, in denen sie 146 Tore erzielte.

Viktoria Köln konnte die Olympiasiegerin zur Saison 2023/24 als Spielerin und Markenbotschafterin für das neugegründete Frauen-Team gewinnen.<ref>Manuel Liu: Viktoria Köln schnappt sich Ex-FC-Kapitänin Mandy Islacker. In: ksta.de. Kölner Stadt-Anzeiger, 22. Juni 2023, abgerufen am 22. Juni 2023.</ref> Sie spielte in der untersten Liga, der Kreisliga, und erzielte in der ersten Saisonhälfte 58 Tore in 12 Spielen.<ref>Christian Krämer: Viktoria Köln verliert Olympiasiegerin Mandy Islacker - Nach 58 Toren in 12 Spielen - Rundschau Online. In: rundschau-online.de. 3. Januar 2024, abgerufen am 5. März 2024.</ref> Von einigen Gegnern wurde das deutlich kritisiert.<ref>Nationalspielerin schießt Kölner Kreisliga „zugrunde“, Gegner stinksauer. In: Focus Online. 29. September 2023, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref>

In der Winterpause 2023/24 wechselte sie zum VfB Stuttgart, dem seinerzeitigen Tabellenführer der viertklassigen Oberliga Baden-Württemberg. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga Süd gelang in der Saison 2024/25 der direkte Durchmarsch in die 2. Frauen-Bundesliga. Im Sommer 2025 beendete Islacker ihre aktive Karriere.<ref>aho: Olympiasiegerin Mandy Islacker wechselt zum VfB Stuttgart - kicker. In: kicker.de. 3. Januar 2024, abgerufen am 2. Februar 2024.</ref><ref>https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues/vfb-frauen/2425/mandy-islacker-2026/</ref>

Im Sommer 2025 übernahm Islacker administrative Aufgaben im Bereich Frauenfußball beim FC Schalke 04.<ref>Mandy Islacker übernimmt Verantwortung bei den S04-Frauen, Website des FC Schalke 04 vom 13. Juni 2025, gesichtet am 13. Juni 2025</ref> Zusätzlich lief sie in der Hinrunde der Saison 2025/26 für Schalke auf, ehe sie ihre aktive Karriere beendete.<ref>Karriereende erneut verschoben. "Ganz ohne Fußball geht es einfach nicht": Islacker wird für Schalke spielen. kicker, 3. Juli 2025, abgerufen am 16. Juli 2025</ref><ref>https://www.fupa.net/player/mandy-islacker-116135</ref><ref name="kind">Mandy Islacker beendet aktive Karriere. FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V., 18. März 2026, abgerufen am 19. März 2026.</ref>

Nationalmannschaft

Islacker debütierte mit 15 Jahren in der U-15-Nationalmannschaft, in der sie in ihren zwei Länderspielen auch zwei Tore erzielte. Ein Jahr später absolvierte sie in Clairefontaine ebenfalls zwei Länderspiele, diesmal für die U-17-Nationalmannschaft. In beiden Begegnungen mit der Auswahl Frankreichs, 3:2 am 26. und 3:0 am 29. Oktober 2004 wurde sie einmal aus- und eingewechselt.<ref>Islackers 1. U-17-Länderspiel auf dfb.de</ref><ref>Islackers 2. U-17-Länderspiel auf dfb.de</ref>

Am 22. Oktober 2015 krönte sie ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft beim 2:0-Sieg im EM-Qualifikationsspiel über die die Auswahlmannschaft Russlands mit ihrem ersten Länderspieltor, dem 1:0-Führungstreffer.

2016 wurde sie für das olympische Fußballturnier der Frauen in Brasilien in den Kader der Nationalmannschaft aufgenommen.<ref>Olympische Fussballturniere Rio 2016: Deutschland. Abgerufen am 20. Januar 2023.</ref> Während der sechs Turnierspiele kam sie drei Mal zum Einsatz (davon zwei Einwechslungen). Durch den 2:1-Sieg im Finale gegen Schweden gewann sie die Goldmedaille.<ref>Olympische Fussballturniere Rio 2016: Schweden - Deutschland. Abgerufen am 20. Januar 2023.</ref> Dafür wurde sie am 1. November 2016 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes vom 1. November 2016: Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. Abgerufen am 31. März 2017.</ref>

Anfang Juli 2017 wurde Islacker von Nationaltrainerin Steffi Jones in den DFB-Kader für die Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2017 in den Niederlanden berufen.<ref>Lächelnd in die Niederlande. Abgerufen am 31. März 2017.</ref> Hier kam sie in allen vier Spielen zum Einsatz, blieb dabei aber ohne Torerfolg.

Erfolge

Sonstiges

Islacker stammt aus einer Familie mit Fußballer-Tradition: Franz „Penny“ Islacker, ihr Großvater, gewann mit Rot-Weiss Essen im Jahr 1953 den DFB-Pokal und 1955 die Deutsche Meisterschaft;<ref name="Islacker" /> ihr Vater Frank bestritt in der Saison 1982/83 drei Bundesligaspiele für den VfL Bochum.<ref name="Islacker" />

Islacker erlernte den Beruf der Kauffrau für Bürokommunikation bei der Deutschen Telekom.

Im März 2026 wurde bekannt, dass Islacker ihr erstes Kind erwartet.<ref name="kind" />

Weblinks

Commons: Mandy Islacker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1991, 1992, 1993, 1994, 1995Heidi Mohr | 1996Sandra Smisek | 1997, 1998Birgit Prinz | 1999, 2000Inka Grings | 2001Birgit Prinz | 2002Conny Pohlers | 2003Inka Grings | 2004Kerstin Garefrekes | 2005Shelley Thompson | 2006Conny Pohlers | 2007Birgit Prinz | 2008, 2009, 2010Inka Grings | 2011Conny Pohlers | 2012Genoveva Añonma | 2013Yūki Nagasato | 2014, 2015Célia Šašić | 2016, 2017Mandy Islacker | 2018Pernille Harder | 2019Ewa Pajor | 2020Pernille Harder | 2021Nicole Billa | 2022Lea Schüller | 2023Alexandra Popp | 2024Ewa Pajor | 2025Lineth Beerensteyn/Selina Cerci Vorlage:Klappleiste/Ende