Kamor
| Kamor | ||||||
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| Kamor links und Hoher Kasten von Appenzell gesehen | ||||||
| Kamor links und Hoher Kasten von Appenzell gesehen | ||||||
| Höhe | 1751 m ü. M. | |||||
| Lage | Kantonsgrenze St. Gallen / Appenzell Innerrhoden, Schweiz | |||||
| Gebirge | Appenzeller Alpen | |||||
| Dominanz | 0,6 km → Nordflanke des Hohen Kastens<ref name="kompass112" /> | |||||
| Schartenhöhe | 73 m ↓ Kastensattel (1678 m ü. M.)<ref name="kompass112" /> | |||||
| Koordinaten | 754908 / 239669
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Der Kamor ist ein Berg zwischen dem St. Galler Rheintal und Appenzell Innerrhoden in der Schweiz und erreicht eine Höhe von 1751 m ü. M.<ref name="kompass112" /> Der Name kommt aus dem Romanischen: ganda mora, schwarze Gand (Geröllhalde, Fels) wurde 1361 bereits Gantmor und daraus das heutige Kamor (mit Betonung auf der zweiten Silbe, im Dialekt [kxaˈmoːr]).<ref>Johannes Hoops, Heinrich Beck, Heiko Steuer: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band 10, S. 608</ref>
Geographie und Natur
Weniger als einen Kilometer südlich des Kamors liegt der Gipfel des Hohen Kastens auf 1794 m ü. M.,<ref name="kompass112" /> dieser ist mit einer Luftseilbahn erschlossen. Verbunden sind Kamor und Hoher Kasten über den Kastensattel mit einer Höhe von 1678 m ü. M.<ref name="kompass112" /> Damit beträgt die Schartenhöhe 73 m.
An der Kamorwand wurde 1833 der letzte Lämmergeier des Alpsteins gesichtet.<ref>Helmut Dummler: Appenzeller Land. Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen. 50 Touren. 6. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-4086-6, S. 109.</ref>
Tourismus
Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Besteigung von Kamor und Hohem Kasten in der alpinen Literatur beschrieben:
„Von Gaiß aus besteigt man auch sehr oft die Alp Kamor und Hohenkasten, deren ich auch gerade hier erwähnen will, obschon Unterkamor nach Altstätten ins Rheintal, und Oberkamor und Kasten in die Lienz in der ehemaligen Herrschaft Sax gehört. Von Gaiß aus, neben Fähnern vorbey, istman in vier kleinen Stunden bey den Sennhütten des Kamors, und in fünf Stunden auf dem Rücken des Hohenkastens.“
Der Kamor ist ein Bike- und Wanderberg. Von Kobelwald und Rüthi führt über den Montlinger Schwamm auf etwa 1100 m ü. M. eine schmale, praktisch vollständig asphaltierte Strasse hinauf, die für militärische Zwecke angelegt wurde (teilweise unterirdische Bauten unterhalb des Gipfels).<ref>In der Ostschweiz entsteht eine Radio-Empfangsanlage: EMD baut in schützenswerter Landschaft. Freiburger Nachrichten, 16. August 1988, S. 20.</ref> Die Straße wird für den Betrieb dieser Luftraum-Überwachungsstation im Winter mit einer Pistenraupe präpariert.<ref>Kamor / Trestenkopf | Skitouren. Abgerufen am 4. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auf dem Kamor steht ein schlichtes, hölzernes Gipfelkreuz.
Der Kamor ist auch Namensgeber der Sektion Kamor des Schweizer Alpen-Clubs.<ref>SAC Sektion Kamor</ref>
Varia
Am 18. September 2004 fand auf dem Kamor nach einem Jahr Vorbereitung durch die Künstler Patrick und Frank Ricklin das kleinste Gipfeltreffen der Welt mit den Vertretern der kleinsten politischen Gemeinden von sechs Ländern statt. Der Präsident von Ornes (Frankreich, 6 Einwohner) traf seine Amtskollegen aus Corippo (Schweiz, 23), Morterone (Italien, 27), Gramais (Österreich, 53), Reussenköge (Deutschland, 365) und Planken (Fürstentum Liechtenstein, 371).<ref> Kunst der Zwillingsbrüder Riklin stellt den Alltag auf den Kopf, Sternstunde Kunst SRF, 23. Februar 2020, Minute 20</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dank den Kleinsten bei den Grössten ( des Vorlage:IconExternal vom 9. Juli 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Der Schweizerische Beobachter, 28. September 2004</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="kompass112"> Kompass Wanderkarte 112. Appenzellerland · St. Gallen · Säntis. Maßstab 1:50 000. Hallwag Kümmerly+Frey, Schönbühl, ISBN 978-3-85491-461-7. </ref> </references>
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