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Rick Perry

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Rick Perry (2017) Signatur

James Richard „Rick“ Perry (* 4. März 1950 in Haskell County, Texas) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Von Dezember 2000 bis Januar 2015 war er Gouverneur des Bundesstaates Texas.

Er bewarb sich jeweils vergeblich, Kandidat seiner Partei für die Präsidentschaftswahl 2012 und die Präsidentschaftswahl 2016 zu werden.<ref>Texanischer Gouverneur steigt ins Wahlrennen ein, bei <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ARD Tagesschau (Memento vom 5. September 2011 im Internet Archive)</ref><ref>Spiegel Online, 13. August 2011: US-Präsidentschaftswahl 2012. Rick Perry will Obama herausfordern</ref><ref name="SPON-1052609">US-Präsidentschaftskandidat Perry: Der erste Republikaner schmeißt hin. In: Spiegel Online. 12. September 2015, abgerufen am 12. September 2015.</ref><ref name="faz-13798821">fsi./dpa/AFP: Rick Perry will nicht mehr Präsident werden. In: FAZ.net. 12. September 2015, abgerufen am 12. September 2015.</ref>

Ab März 2017 war er als Leiter des Department of Energy Energieminister im Kabinett von US-Präsident Donald Trump.<ref>Rick Perry als US-Energieminister bestätigt. In: Die Zeit, 2. März 2017. Abgerufen am 30. März 2017.</ref> Am 1. Dezember 2019 trat er zurück.<ref>n-tv Nachrichten: US-Energieminister Perry gibt Amt ab. Abgerufen am 18. Oktober 2019.</ref>

Jugend und Ausbildung

Rick Perry wurde als jüngeres der beiden Kinder von (Joseph) Ray Perry und dessen Frau Amelia (geb. Holt) auf einer Ranch in Haskell County rund 100 Kilometer nördlich von Abilene, Texas geboren. Die Farm war von seinem Ur-Ur-Großvater, D. H. Hamilton, nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs, begründet worden.<ref>Statesman 9. Februar 2011: From farm to politics, Perry follows in family footsteps</ref><ref>Rick Perry in der Notable Names Database, abgerufen am 16. Februar 2021 (englisch)</ref><ref>Mit Bibel und Jobwunder – Perry will ins Weisse Haus bei tagesschau.sf.tv, 13. August 2011, abgerufen am 14. August 2011.</ref> Er war eines der ersten Familienmitglieder, das eine Ausbildung am College bekam. 1968 schrieb er sich an der Texas A&M University ein und schloss dort 1972 mit einem Bachelor-Abschluss in Tierwissenschaften (Animal Science) ab. Nach seinem Bachelor-Abschluss war Perry bis 1977 Pilot bei der United States Air Force.<ref name="rickperry.org"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biografie (Memento vom 12. Februar 2007 im Internet Archive) bei rickperry.org (englisch; abgerufen am 14. August 2011).</ref> Er spielte mit dem Gedanken, als Pilot bei Southwest Airlines zu arbeiten, kehrte aber schließlich doch auf die elterliche Farm in Paint Creek zurück.<ref>Statesman 9. Februar 2011: From farm to politics, Perry follows in family footsteps</ref>

Politische Laufbahn

Repräsentantenhaus von Texas

Im Jahr 1984 wurde Perry erstmals ins Repräsentantenhaus von Texas gewählt. Er trat – zu dieser Zeit noch für die Demokratische Partei – im 64. Wahlbezirk an, der das Haskell County mit einschloss. Er wurde zweimal wiedergewählt (immer als Mitglied der Demokratischen Partei) und gehörte dem Repräsentantenhaus von Texas insgesamt sechs Jahre lang an. Während seiner Zeit im texanischen Repräsentantenhaus war er Mitglied des Haushaltsausschusses (Appropriations committee) und des Geschäftsordnungsausschusses (Calendars committee).<ref>House of Representatives (of Texas) : (Gegenwärtiges) Appropriations Committee</ref><ref>House of Representatives (of Texas) : (Gegenwärtiges) Calendars (Procedural) Committee</ref><ref>Statesman 9. Februar 2010: From farm to politics, Perry follows in family’s footsteps</ref>

Wechsel zur Republikanischen Partei

Im September 1989, gegen Ende seiner dritten Amtsperiode im texanischen Repräsentantenhaus, wechselte er zur Republikanischen Partei.<ref>The Texas Tribune 14. Juli 2011: Rick Perry: The Democrat Years</ref><ref>Statesman 9. Februar 2011: From farm to politics, Perry follows in family footsteps</ref>

Agriculture Commissioner

Perry entschied sich, nicht noch ein viertes Mal für einen Sitz im Repräsentantenhaus anzutreten, sondern kandidierte 1990 für das Amt des agriculture commissioner (etwa: Beauftragter für die Agrarwirtschaft)<ref>Texas Department of Agriculture – Homepage</ref>. Er trat gegen den Demokraten Jim Hightower an,<ref>Jim Hightower – Homepage – Bio</ref> der dieses Amt bereits seit 1983 ausübte, und gewann – nicht zuletzt weil während der Wahlkampagne drei Untergebene von Hightower in eine Korruptionsaffäre verstrickt waren.<ref>Houston-Chronicle 20. November 1993: Three ex-aides to Hightower are sentenced</ref> Bei der nächsten Wahl im Jahr 1994 wurde er mit 61,9 % der Wählerstimmen im Amt bestätigt und übte es bis 1998 aus.<ref>Statesman 9. Februar 2011: From farm to politics, Perry follows in family footsteps</ref>

Gouverneur von Texas

Datei:GovernorRick Perry.jpg
Perry bei einer Rede im Juni 2009
Datei:Rick Perry by Gage Skidmore 9.jpg
Rick Perry im März 2014

Im Jahr 1998 entschied sich Perry, kein drittes Mal für das Amt des agriculture commissioner anzutreten, sondern für das Amt des Vizegouverneurs zu kandidieren. Er siegte knapp über den demokratischen Gegenkandidaten – seinen ehemaligen Studienfreund John Sharp – und wurde im Januar 1999 der zweithöchste Beamte in Texas hinter Gouverneur George W. Bush. Dieses Amt führte er bis Dezember 2000 aus. Nachdem Bush im November 2000 zum 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden war und sein Gouverneursamt aufgegeben hatte, rückte Perry im Dezember 2000 durch gesetzliche Nachfolge zum Gouverneur auf. Die Wahlen 2002, 2006 und 2010 bestätigten ihn im Amt. Als erster texanischer Gouverneur überhaupt wurde Perry zweimal wiedergewählt und hat die längste Regierungszeit aller texanischen Gouverneure vorzuweisen.<ref>NPR.org (englisch).</ref>

Am 8. Juli 2013 gab Perry bekannt, sich kein weiteres Mal um eine Wiederwahl als Gouverneur im November 2014 zu bewerben.<ref>Texas Gov. Rick Perry says he won’t run again. In: USA Today, 9. Juli 2013 (englisch).</ref> Sein Mandat endete turnusgemäß im Januar 2015. Zum neuen Gouverneur wurde der bisherige Attorney General Greg Abbott gewählt.

Präsidentschaftskandidatur 2012

Am 13. August 2011 gab Perry seine Bewerbung um die Kandidatur der Republikaner für die Präsidentschaftswahl im November 2012 bekannt.<ref>FAZ.net [1]</ref>

Während Perry einst als aussichtsreichster Kandidat der Republikaner galt,<ref>Rick Perry dominiert das republikanische Kandidatenfeld. nzz.ch, 9. September 2011, abgerufen am 1. April 2024.</ref><ref>Personalien: Rick Perry. spiegel.de, 31. Oktober 2011, abgerufen am 19. Januar 2012.</ref> verlor er schnell an Zustimmung, als er sich während einer live übertragenen Fernseh-Debatte nicht an eines der drei Ministerien erinnern konnte, das er neben dem Handels- und Bildungsministerium hätte abschaffen wollen. Es wäre das Energieministerium gewesen.<ref>Derbe Sprüche und ein fatales «Oops». nzz.ch, 11. November 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Juni 2015; abgerufen am 19. Januar 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nzz.ch</ref> Im Dezember 2011 trat er mit einem kurzen Wahlwerbespot namens „strong“ auf, in dem er Präsident Barack Obama vorwarf, einen „Krieg gegen die Religion“ zu führen. Er kritisierte, dass Homosexuelle sich im Militär offen zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen dürften, während es amerikanischen Kindern in der Schule verboten sei, Weihnachten zu feiern. Der Werbespot wurde von Teilen der Presse als Misserfolg gewertet, da er etliche Parodien und teils beißenden Spott nach sich zog.<ref>Der Spiegel: Web-Spott für Wahlspot</ref>

Am 19. Januar 2012, nach Vorwahlen in nur zwei Staaten, gab Perry seinen Rückzug aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bekannt, da es für ihn „im diesjährigen Wahlkampf keine Optionen mehr“ gebe.<ref>Perry to drop out of GOP presidential race. foxnews.com, 19. Januar 2012, abgerufen am 19. Januar 2012.</ref><ref>Ein Cowboy reitet nach Hause. sueddeutsche.de, 19. Januar 2012, abgerufen am 19. Januar 2012.</ref> Zuvor hatte Perry an von Beobachtern als „Schlammschlacht“ unter den republikanischen Kandidaten bezeichneten Aktivitäten teilgenommen.<ref>spiegel.de 21. Januar 2012: Paradies der schmutzigen Tricks</ref> Nach seinem Rückzug als Präsidentschaftskandidat unterstützte er die Kandidatur von Newt Gingrich.<ref>Jeff Zeleny, Michael D. Shear: Perry to End Bid for Presidency. The New York Times, 19. Januar 2012, abgerufen am 21. Juli 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem auch dieser aufgegeben hatte, gab Perry im April 2012 seine Unterstützung für Mitt Romney bekannt.<ref>Laura E. Davis: Rick Perry Endorses Mitt Romney. abcnews.go.com, 26. April 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Juli 2012; abgerufen am 21. Juli 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Juristische Auseinandersetzung 2014

Am 16. August 2014 erhob eine Grand Jury in Texas Anklage gegen Perry wegen mutmaßlichem Amtsmissbrauchs. Die Anklage wurde im Februar 2016 durch das höchste Strafgericht in Texas abgewiesen, nachdem schon zuvor ein niedrigeres Gericht ein Verfahren ablehnte.<ref name="NYT16COURT">"Texas Court Dismisses Criminal Case Against Rick Perry" abgerufen am 20. Februar 2017</ref>

Perry wurde vorgeworfen, seine Amtsgewalt missbräuchlich verwendet zu haben, indem er sein Veto gegen die Finanzierung einer Anti-Korruptionseinheit (Public Integrity Unit) unter District Attorney Rosemary Lehmberg im Travis County aus öffentlichen Mitteln eingelegt hatte. Die durch das Veto verweigerte Summe betrug 7,5 Millionen US-Dollar. Vorausgegangen war ein Streit zwischen Perry in seiner Funktion als Gouverneur und der Bezirksstaatsanwältin Rosemary Lehmberg, die der Demokratischen Partei angehörte. Nachdem Lehmberg zugegeben hatte, eine Strafe wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss erhalten zu haben, hatte sie der Gouverneur zum Rücktritt aufgefordert. Dem war Lehmberg nicht nachgekommen. Daraufhin hatte Perry sein Veto gegen die Geldmittelfreigabe für Lehmberg angekündigt und damit begründet, dass er keine staatlichen Gelder an jemanden freigeben könne, der das Vertrauen der Öffentlichkeit verloren habe.<ref>Texas Governor Rick Perry indicted for abuse of power. BBC News, 16. August 2014, abgerufen am 16. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Perry plädierte auf nicht schuldig. Seine Unterstützer sahen die Vorwürfe als politisch motiviert,<ref>"Tom DeLay calls Texas Gov. Rick Perry's indictment a ‘conspiracy’", abgerufen am 20. Februar 2017.</ref> auch einige Demokraten bezeichneten sie als schwach.<ref>"Even Liberals Think The Indictment Of Rick Perry Looks Weak", abgerufen am 20. Februar 2017.</ref> Perry wurde im Februar 2016 in allen Anklagepunkten freigesprochen.<ref name="NYT16COURT" />

Präsidentschaftskandidatur 2016

Am 4. Juni 2015 gab Rick Perry in Addison, Texas, seine Bewerbung um die republikanische Präsidentschaftskandidatur bekannt.<ref>Kandidatur verkündet: Rick Perry (R). In: 1600 Pennsylvania - Der Blog zur US-Präsidentschaftswahl 2016, 9. Juni 2015, abgerufen am 16. Juni 2015</ref> Am 11. September 2015 zog er seine Kandidatur wieder zurück.<ref name="SPON-1052609" /> Im Januar 2016 gab Perry seine Unterstützung für den texanischen Senator Ted Cruz bekannt.<ref>Rick Perry endorses Ted Cruz, CNN, 25. Januar 2016 (englisch)</ref>

Politische Positionen

Todesstrafe

Seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten im Jahr 1976 wurden in Texas 500 Todesurteile vollstreckt (Stand: 27. Juni 2013)<ref name="spiegel">Wochenzeitschrift Der Spiegel: Nach Wiedereinführung der Todesstrafe 500. Hinrichtung in Texas</ref> – weit mehr als in anderen Bundesstaaten der USA. In den ersten elf Jahren von Perrys Amtsantritt von Dezember 2000 bis November 2011 wurden insgesamt 236 Hinrichtungen durchgeführt.<ref>Simon Book, Gregor Peter Schmitz: Der Preis des Tötens, Spiegel Online, 18. Juli 2011</ref><ref>taz 4. November 2011: Hinrichtung in den USA. Bezirksrichter verweigert Beweise</ref><ref>Huffington Post, 28. Oktober 2011: Henry Skinner Execution Approaches, Rick Perry Called On To Allow DNA Testing</ref><ref>The Texas Tribune, 2. September 2011: Visualization: Executions on Rick Perry's Watch</ref>

Im August 2007 appellierte die EU-Ratspräsidentschaft unter dem Vorsitzenden des Europäischen Rates, José Sócrates, am Vorabend der 400. Hinrichtung in Texas seit Wiedereinführung an Perry, „alles dafür zu tun, dass Hinrichtungen aufgeschoben würden und ein Moratorium für Todesurteile zu erwägen“.<ref>EU fordert Hinrichtungsstopp in Texas, Spiegel Online, 21. August 2007</ref> Ein Sprecher Perrys, Robert Black, wies die Kritik der EU an der Todesstrafe umgehend vehement unter anderem mit dem Hinweis zurück, dass vor „230 Jahren […] unsere Vorfahren einen Krieg geführt [hätten], um sich von dem Joch eines europäischen Herrschers zu befreien, um Freiheit und Selbstbestimmung zu erlangen“, und verbat sich Einmischungen der EU in die Angelegenheiten des Bundesstaats.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Gouverneur von Texas verbittet sich EU-Kritik an Todesstrafe" (Memento vom 25. August 2007 im Internet Archive) (yahoo!-Nachrichten)</ref>

Hinrichtungen pro Jahr während seiner Amtszeit:

Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Anzahl 17 33 24 23 19 24 26 18 24 17 13 15 16 10

Waffenbesitz

Perry wird von der Amerikanischen Waffenlobby, insbesondere von der National Rifle Association (NRA), geschätzt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rick Perry's unwavering support for gun rights could boost his presidential prospects.] Nra-Ila, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. August 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Er besitzt eine Lizenz zum verdeckten Führen von Waffen (Concealed Handgun License, CHL)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 'Wily' coyote no match for governor's gun.] In: Austin American-Statesman. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. August 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und unterschrieb verschiedene Gesetze, die solche Lizenzen beförderten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gov. Perry Signs Bills to Protect Gun Owners' Rights.] Office of the Governor Rick Perry – Governor.state.tx.us, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. August 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Abtreibung

Im Jahr 2005 unterzeichnete Perry ein Abtreibungsgesetz, das späte Abtreibungen beschränkt und abtreibungswillige Mädchen unter achtzehn Jahren dazu verpflichtet, ihre Eltern zu informieren.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rick Perry Gets A Grade on Abortion From Texas Pro-Life Groups.] LifeNews.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. August 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Homosexualität

Perry ist auch für seine konservativen Ansichten zur Homosexualität bekannt. Er verurteilte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten im Fall Lawrence v. Texas, Sodomiegesetze als Verletzung des Vierzehnten Anhangs der Verfassung der Vereinigten Staaten zu verbieten, und verteidigte homosexuellenfeindliche Gesetze als angemessen.<ref>Perry calls sodomy law 'appropriate'. In: Houston Chronicle. Associated Press, 4. Dezember 2002, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2012; abgerufen am 19. August 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.chron.com</ref>

Er unterstützte die Texas Proposition 2 von 2005, die die Texanische Verfassung insoweit korrigierte, dass sie die Ehe nur als Zusammenschluss von Mann und Frau definierte und ein Verbot für Gesetze aussprach, das die Anerkennung „irgend eines legalen Status ähnlich der Ehe“ für andere Zusammenschlüsse beinhaltete.<ref>Janet Elliott: Same-sex marriage ban wins OK. In: Houston Chronicle. 8. November 2005, abgerufen am 29. August 2011.</ref> Nachdem jedoch der Bundesstaat New York im Jahr 2011 die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert hatte, rechtfertigte Perry dies mit dem Hinweis auf das Staatenrecht, festgelegt im Zehnten Anhang der Verfassung.<ref>Jennifer Jacobs: Perry defends gay marriage as states' choice; Santorum takes a swipe. In: The Des Moines Register. 23. Juli 2011, abgerufen am 19. August 2011.</ref> Ein Sprecher Perrys korrigierte diesen Hinweis jedoch später, mit Hinweis auf Perrys Unterstützung des verfassungsmäßigen Verbots (Amendment) gleichgeschlechtlicher Ehen, welches gültig bliebe. Eine Abänderung des Amendments würde eine Zustimmung von drei Vierteln der Bundesstaaten benötigen.<ref>Mark Z. Barabak: Rick Perry contorts over same-sex marriage. In: Los Angeles Times. 28. Juli 2011, abgerufen am 19. August 2011.</ref>

In Perrys erstem Buch On My Honor: Why the American Values of the Boy Scouts are Worth Fighting For (Meine Ehre: Warum die amerikanischen Werte der Pfadfinder verteidigenswert sind), das 2008 veröffentlicht wurde, zog er eine Parallele zwischen Homosexualität und Alkoholismus: Er sei zwar kein Experte in der Anlage-oder-Umwelt-Ursachenforschung, aber Homosexuelle sollten einfach ein Leben in Abstinenz wählen.<ref>Mark Benjamin: Perry Compared Homosexuality to Alcoholism in 2008 Book. In: Time. 24. August 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Mai 2013; abgerufen am 21. Oktober 2011.</ref>

In seiner Kampagne zur Präsidentschaft 2012 kritisierte Perry die Abschaffung des Prinzips Frag nichts, sag nichts (Don’t ask, don’t tell).<ref>Sam Stein: Rick Perry's Anti-Gay Iowa Ad Divides His Top Staff. In: The Huffington Post. 8. Dezember 2011, abgerufen am 15. Februar 2012.</ref> In einem landesweit ausgestrahlten Werbespot kritisierte er, dass sich Homosexuelle in der Armee offen zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen dürften.<ref>Kommentar zum Werbespot »strong«</ref>

Perry sagte, Entwicklungshilfe als Werkzeug gegen Länder, die Homosexuellen keine vollen Rechte gewährten, sei nicht im Interesse Amerikas.<ref>Rick Perry Says Human Rights for Gays ‘Not in America’s Interests’.</ref> Als Pfadfinder der Rangstufe Eagle Scout verlangte Perry von der amerikanischen Pfadfinder-Organisation Boy Scouts of America die Fortsetzung des Ausschlusses von Homosexuellen und warf den USA vor, den Pfadfinder-Idealen nicht mehr alle Ehre zu machen.<ref>Perry Fights Letting Gays in Boy Scouts.</ref> Homosexualität bezeichnete Perry als „Modetrend“ und „Populärkultur“.<ref>US-Republikaner: Homosexualität ist "Modetrend". In: queer.de. 7. Mai 2013, abgerufen am 16. März 2024.</ref>

Klimawandel

Perry gilt als Klimawandelleugner. Er hat vielfach wissenschaftliche Erkenntnisse zur globalen Erwärmung zurückgewiesen und lehnt den wissenschaftlichen Konsens bezüglich der menschengemachten Erwärmung ab. 2011 verglich er die kleine Minderheit von Forschern, die den menschengemachten Klimawandel abstreitet, mit Galileo Galilei, der für seine korrekten wissenschaftlichen Erkenntnisse von der katholischen Kirche verfolgt wurde. Klimaforschern wirft er Manipulation von Daten vor, um an Forschungsgelder zu kommen. 2010 bezichtigte er Klimaforscher, die die Existenz des Klimawandel darlegten, der Lüge, da sie eigentlich wüssten, dass der Trend der vergangenen Jahre eine Abkühlung zeige. Klimaschutzmaßnahmen, die seiner Ansicht nach wirtschaftlichen Wohlstand gefährden könnten, bezeichnete er als "Nonsens". Vielmehr handele es sich dabei um einen "säkularen Karbonkult".<ref>Trump taps former Texas Gov. Rick Perry to head Energy Department he once vowed to abolish. In: Washington Post, 14. Dezember 2016. Abgerufen am 29. März 2017.</ref><ref>Climate change denier Rick Perry picked by Donald Trump for Energy Secretary. In: The Independent, 13. Dezember 2016. Abgerufen am 29. März 2017.</ref>

Religiöse Überzeugungen

Rick Perry vertritt Überzeugungen der religiösen Rechten.<ref>Grace Wyler: The Christian Right Is Back And Ready To Dominate The 2012 Campaign. Abgerufen am 10. Juli 2020.</ref>

Staat und Religion

Er wuchs im Umfeld der United Methodist Church auf, der seine Familie angehörte. Seit 2010 besuchte er regelmäßig die evangelikale Megachurch Lake Hills Church. Perry glaubt nach eigenen Angaben an die Widerspruchsfreiheit der Bibel. Zum 7. August 2011 rief er zu einem Gottesdienst in Houston auf, bei dem 30.000 seiner Anhänger für die Rettung der USA beteten.<ref>Massengottesdienst: 30 000 Menschen beten für Rettung der USA</ref> Anlässlich einer Jahrhundertdürre und ausgedehnter Waldbrände organisierte er Tage des Gebets. Die Wirtschaftskrise beschrieb er als „Gottes Weg“, um seine Landsleute „zu den in der Bibel niedergeschriebenen Grundsätzen zurückzubringen.“<ref>Waldbrände wegbeten und Wirtschaftskrisen als Lektion Gottes, abgerufen am 16. Dezember 2016.</ref>

Perry pflegt Verbindungen zum "Seven-Mountains"-Dominionismus. Diese theologische Position lehrt, dass die Kirche dazu berufen sei, in sieben gesellschaftlichen Sektoren die Kontrolle zu erlangen: Familie, Religion, Kunst und Unterhaltung, Medien, Regierung, Erziehung und in der Wirtschaft.<ref>Forrest Wilder: Rick Perry's Army of God. The Texas Observer, 3. August 2011, abgerufen am 16. Dezember 2016.</ref> In diesem Sinn geht Perry davon aus, dass Präsident Trump von Gott gesandt wurde, um die USA zu führen. Dem Nachrichtenmagazin Fox & Friends sagte er 2019, weder Barack Obama noch Donald Trump hätten Präsident der USA werden können, ohne dass Gott sie dazu berufen hätte.<ref>John Haltiwanger: Energy Secretary Rick Perry in a Fox News interview called Trump 'the chosen one' who was 'sent by God to do great things'. 25. November 2019, abgerufen am 10. Juli 2020.</ref>

Intelligent Design

Perry bezeichnet sich selbst als überzeugten Anhänger des Intelligent Design. Er vertritt die Meinung, dass dieses neben der Evolutionstheorie an Schulen gelehrt werden sollte. Außerdem sollten lokale Schulbehörden und Lehrer über die Inhalte der Lehrpläne bestimmen können.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview, San Angelo Standard Times (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. September 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gosanangelo.com September 2010.</ref>

Außenpolitik

Türkei

Die türkische Regierung beschwerte sich im Januar 2012 über Perrys Aussage, die Türkei würde von „islamistischen Terroristen“ regiert werden. Perry hatte gesagt, dass die Türkei von Leuten regiert werde, die viele als islamistischen Terroristen wahrnehmen würden ("what many would perceive to be Islamic terrorists”).<ref name="wp120117">Felicia Sonmez: Rick Perry debate remarks condemned by Turkish Foreign Ministry. In: Washington Post. 17. Januar 2012, abgerufen am 17. Januar 2012.</ref>

Iran

2011 erklärte Perry gegenüber CNN, er würde Israel im Falle einer Präsidentschaft bei einem Militärschlag gegen den Iran unterstützen, falls es eindeutige Beweise für den Besitz von Atomwaffen im Iran gebe.<ref>US-Kandidat Perry will Israel bei Iran-Angriff unterstützen. In: DiePresse.com. 4. November 2011, abgerufen am 7. Januar 2018.</ref>

Privates

Perry ist seit 1982 mit der Krankenschwester Anita Thigpen (* 5. Mai 1952 in Haskell, Texas) verheiratet. Aus der Ehe gingen ein Sohn (* 1983) und eine Tochter (* 1986) hervor.<ref name="rickperry.org" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Texasmonthlytalks 21. April 2005: Texas First Lady Anita Perry (Memento vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)</ref>

Schriften

Weblinks

Commons: Rick Perry – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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