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Ibn Dschubair

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Vorlage:Hinweisbaustein Ibn Dschubair (auch transliteriert Ibn Ǧubayr oder Ibn Jubayr, mit vollem Namen أبو الحسن محمد بن أحمد بن جبير الكناني / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); geboren 1145 in Valencia oder 1146 in Jativa<ref>4 Ibn Ǧubayr in al-Andalus, Maghreb und Mašriq. Soziale und intellektuelle Verortung. In: Ibn Ǧubayr und die Almohaden. De Gruyter, 2025, ISBN 978-3-11-161617-9, S. 68–91, doi:10.1515/9783111625911-005 (degruyterbrill.com [abgerufen am 27. April 2026]).</ref>, heutiges Spanien; gestorben 1217 in Alexandria, Ägypten) war ein arabischer Universalgelehrter, Geograph und Reiseschriftsteller.

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Die Reise Ibn Dschubairs, von Granada nach Mekka

Nach älterer Sichtweise übernahm er als Postbeamter des almohadischen Gouverneurs von Granada drei ausgedehnte Reisen:

Ibn Dschubair gilt als Begründer der als Rihla bekannten Erlebnisberichte in anschaulicher Tagebuchform, seine Werke wurden Vorbild für Berichte späterer Pilger.

Besonders interessierte sich die Forschung für Ibn Dschubairs Berichte über das Zusammenleben von lateinisch-christlichen „Franken“ und Muslimen in den Kreuzfahrerstaaten. Er stellt die christlichen Kreuzfahrer als gerechte Grundherren dar, die den muslimischen Bauern nur Steuern auferlegten und ihnen sonst viele Freiheiten ließen.<ref>Regina Günther: Ibn Dschubair. Tagebuch eines Mekkapilgers. Stuttgart 1985, S. 223f.</ref> Oft wird dieser Bericht, sowie andere ähnliche Quellen, als Beleg für ein friedliches und tolerantes Miteinander von Kreuzfahrern und Einheimischen und in den Kreuzfahrerstaaten angesehen.

Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass er den Christen zutiefst ablehnend gegenüberstand – er bezeichnet sie u. a. als „Schweine<ref>Regina Günther: Ibn Dschubair. Tagebuch eines Mekkapilgers. Stuttgart 1985, S. 226.</ref>“ – und ein kulturelles Miteinander (das er als „Unglücksfall für die Muslime<ref>Regina Günther: Ibn Dschubair. Tagebuch eines Mekkapilgers. Stuttgart 1985, S. 225.</ref>“ bezeichnete) ausdrücklich ablehnte: Dazu z. B., dass König Wilhelm II. von Sizilien gelegentlich versuchte, muslimische Gelehrte für den Hof in Palermo zu gewinnen, bemerkte er: „Möge Gott die Muslime vor dieser Verführung bewahren!<ref>Regina Günther: Ibn Dschubair. Tagebuch eines Mekkapilgers. Stuttgart 1985, S. 244.</ref>“.

Die jüngere Forschung lehnt eine nur selektive Rezeption des Textes nur in den Passagen zur christlich-muslimische Interaktion ab. Zudem wird der Charakter der Rihla als weit mehr als nur ein Reisebericht aufgefasst. Vielmehr sei es eine politische Programmschrift.<ref>Nadine El-Hussein: Ibn Ǧubayr und die Almohaden: Religion und Politik in der ›Riḥla‹. De Gruyter, 2025, ISBN 978-3-11-162591-1, doi:10.1515/9783111625911 (degruyterbrill.com [abgerufen am 27. April 2026]).</ref>

Literatur

Edition
Übersetzungen


Forschung zum Werk

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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