Zum Inhalt springen

Burg Ehrenberg (Neckar)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. April 2026 um 11:45 Uhr durch imported>WanderDan (Aktuelles Foto eingefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Burg Ehrenberg
Datei:Bad Rappenau - Heinsheim - Burg Ehrenberg - Ansicht von Norden (1).jpg
Burg Ehrenberg bei Heinsheim am Neckar

Burg Ehrenberg bei Heinsheim am Neckar

Staat Deutschland
Ort Heinsheim
Entstehungszeit um 1100 bis 1193
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Ruine (Kernburg);
Erhalten oder wesentliche Teile erhalten (Vorburg)
Ständische Stellung Grafen
Geographische Lage 49° 16′ N, 9° 9′ OKoordinaten: 49° 16′ 2″ N, 9° 8′ 47″ O
 {{#coordinates:49,267222222222|9,1463888888889|primary
dim=200 globe= name=Burg Ehrenberg region=DE-BW type=building
  }}
Burg Ehrenberg (Baden-Württemberg)
Burg Ehrenberg (Baden-Württemberg)

Burg Ehrenberg ist die Ruine einer ab dem 12. Jahrhundert errichteten Höhenburg oberhalb von Heinsheim am Neckar, die an dieser Stelle mit den historischen Gebäuden des auf der gegenüberliegenden Neckarufer befindlichen Gundelsheim ein markantes Ensemble der Burgenstraße bildet.

Geschichte

Die Anlage der Burg Ehrenberg im frühen 12. Jahrhundert soll auf die Grafen von Lauffen zurückgehen. Auf Ehrenberg war spätestens ab 1193 das Geschlecht der Herren von Ehrenberg (auch Erenberg oder Ernberg) beheimatet, die staufische Gefolgsleute waren. Damit steht die Anlage der Burg Ehrenberg in unmittelbaren Zusammenhang mit der staufischen Kaiserpfalz im nahen Wimpfen. In der Literatur wird Burg Ehrenberg oft auch als vorgelagerte Wimpfener Verteidigungsanlage betrachtet. Andere Quellen widersprechen einer Datierung der Burg in die Ära der Grafen von Lauffen und halten einen Bau vor 1220 für unplausibel, verweisen jedoch darauf, dass die Baugeschichte bisher nicht ausreichend erforscht wurde.<ref name="burgen-s89">Nicolai Knauer: Die Burgen der Grafen von Lauffen im Neckartal. In: Christhard Schrenk, Peter Wanner (Hrsg.): heilbronnica 5. Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn 20. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 2013, S. 89 (heilbronn.de [PDF; 2,9 MB; abgerufen am 21. Februar 2014]).</ref> Aufgrund seiner ungewöhnlichen Größe und seines ungewöhnlichen Standortes außerhalb der Kernburg wird der Turm auf die Gründungszeit des Dorfes Heinsheim im 10. Jahrhundert vermutet.

Datei:Burg Ehrenberg 2026.jpg
Ansicht der Burg Ehrenberg auf der Anhöhe zwischen Offenau und Gundelsheim im Frühjahr 2026

Kernburg

Der älteste Teil der Burg Ehrenberg ist die etwa zwei Meter starke Ringmauer um die Kernburg. Die Gebäude der Kernburg datieren aus dem 12. und 13. Jahrhundert und weisen ebenfalls sehr starke steinerne Fundamente auf. Bis heute erhalten sind der Bergfried von 1235, der eine Höhe von 50 Metern hat und einst noch 10 Meter höher gewesen sein soll, sowie ein etwa 15 Meter hoher Giebel eines Gebäudes der Kernburg. Die übrigen Kernburg-Gebäude sind nur noch durch Grundmauern zu erahnen. Die starken Beschädigungen der Burg sollen aus dem Dreißigjährigen Krieg herrühren. Um die Kernburg herum entstand im 17. und 18. Jahrhundert die Vorburg mit einem ca. 30 Meter hohen Torturm und Wohn- und Wirtschaftsbauten, die Barockmerkmale aufweisen.

Kapelle St. Alban

Zur Burg gehört eine südlich der Ringmauer gelegene Burgkapelle St. Alban von 1602, die als katholische Kirche für die Einwohner des Ortes Heinsheim errichtet wurde und 1778 barock umgestaltet wurde.

Nutzung und Eigentum

Die Familie derer von Ehrenberg starb im 17. Jahrhundert aus. Nach dem Tod des letzten Ehrenbergers fiel der Besitz an der Burg, dem Ort Heinsheim und dem nahegelegenen Hofgut Zimmerhof an das Bistum Worms, dessen Rechtsnachfolger 1803 der Landgraf von Hessen wurde. Von diesem erwarben 1805 die Freiherren von Racknitz die Burg und den Zimmerhof. Die Vorburg wird von der Eigentümerfamilie Racknitz bis heute bewohnt, die Ruine der Kernburg dient als Aufzuchtstation für Greifvögel. Da sich die Burg in Privatbesitz befindet und bewohnt wird, kann sie nicht besichtigt werden.

Weinbau

Nach der Burg Ehrenberg ist die gleichnamige Weinlage (Einzellage) Heinsheims benannt, die zum Weinbaugebiet Baden zählt.<ref></ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Burg Ehrenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Schlösser: Schloss Affaltrach | Schloss Assumstadt | Schloss Babstadt | Wasserschloss Bad Rappenau | Unteres Schloss Beilstein | Meierei Bonfeld | Oberschloss Bonfeld | Palais Brackenheim | Schloss Brackenheim | Schloss Bürg | Schloss Domeneck | Schloss Eschenau | Schloss Fürfeld | Unterschloss Gemmingen | Greckenschloss | Schloss Grombach | Deutschhof Heilbronn | Schloss Heinsheim | Schloss Heuchlingen | Schloss Horneck | Schloss Ittlingen | Rotes Schloss Jagsthausen | Weißes Schloss Jagsthausen | Deutschordensschloss Kirchhausen | Schloss Klingenberg | Neuer Bau Lauffen | Schloss Lautenbach | Teusserschlößchen | Schloss Lehen | Schloss Lehrensteinsfeld | Schloss Liebenstein | Schloss Magenheim | Schloss Massenbach | Deutschordensschloss Neckarsulm | Schloss Neudenau | Schloss Neuenstadt | Schloss Oedheim | Schloss Presteneck | Schloss Rohrbach am Gießhübel | Schloss Schomberg | Schloss Schwaigern | Schloss Siegelsbach | Schloss Stocksberg | Oberes Schloss Talheim | Unteres Schloss Talheim | Schloss Weiler | Schloss Zaberfeld

Herrensitze: Chanowskysches Schlösschen | Cotta’sche Villa | Neues Schlösschen Michelbach | Herrenhaus Oberbiegelhof | Schloss Obergimpern | St. Andrésches Schlösschen | Oberes Schloss Stein am Kocher | Trappenseeschlösschen | Schloss Treschklingen | Gemmingensches Schloss Widdern

Verschwundene Schlösser: Wasserschloss Adelshofen | Bläß’sches Palais | Unterschloss Bonfeld | Mittelschloss Gemmingen | Oberschloss Gemmingen | Unteres Schloss Helfenberg | Schloss Kochersteinsfeld | Oberes Schloss Lauffen | Schloss Löwenstein | Katholisches Schloss Massenbach | Unteres Schloss Massenbach | Wasserschloss Untereisesheim | Schlößlein Weinsberg | Zyllnhardtsches Schloss Widdern

Burgen und Ruinen: Burgruine Blankenhorn | Burg Duttenberg | Burg Ehrenberg (Neckar) | Burgruine Helfenberg | Burgruine Heriboldesburg | Burg Hohenbeilstein | Burg Horkheim | Götzenburg Jagsthausen | Grafenburg Lauffen | Burgruine Löwenstein | Burg Maienfels | Burg Möckmühl | Burg Neipperg | Burg Ochsenburg | Burg Stettenfels | Burg Streichenberg | Burgruine Weibertreu | Burg Wildeck | Kaiserpfalz Wimpfen am Berg

Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Burg Böckingen | Alte Bürg (Möckmühl) | Burg Ehrenberg (Talheim) | Burg Erenstein | Burg Hagenbach | Burg Hohenriet | Alte Burg Kochersteinsfeld | Burg Korb | Alte Burg Lauffen | Burg Lauterstein | Leinburg | Burg Meimsheim | Burg Neudeck | Wasserburg Obergimpern | Burg Obermagenheim | Burg Richen | Burg Ruchsen | Burg Scheuerberg | Burg Widdern | Wasserburg Willsbach | Burg Zaberfeld

Wallburgen: Burgmal (Burg Altböckingen) | Frankenschanze | Harchenburg | Ringwall Ottilienberg

Turmhügelburgen (alle abgegangen): Burgstuhl (Ilsfeld) | Burg Rotenbrunnen

Warttürme Heuchelberger Warte | Lauffener Landturm | Wüstenhausener Landturm

Vorlage:Klappleiste/Ende