Zum Inhalt springen

Riad as-Solh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Juni 2023 um 21:03 Uhr durch imported>Spyridon.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Riadh elsolh.jpg
Riad as-Solh

Riad es-Solh oder Riad Solh (arabisch رياض الصلح, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 1894 in Beirut<ref name=":0" />; † 17. Juli 1951, Amman, Jordanien) war von 1943 bis 1945 der erste Ministerpräsident des Libanon nach der Unabhängigkeit. Solh war eine der wichtigsten Persönlichkeiten im Kampfe Libanons um die Unabhängigkeit, der in der Lage war, die unterschiedlichen religiösen Gruppen zu vereinen.

Riad as-Solh hatte sich zunächst wiederholt für das französische Mandat ausgesprochen, dann aber das Lager gewechselt. Er gehörte am Vorabend des Ersten Weltkriegs der geheimen Organisation al-Fatat<ref name=":0">Xavier Baron: Histoire du Liban – Des origines à nos jours. In: Jean-Claude Zylberstein (Hrsg.): Collection Texto. 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2019, ISBN 979-1-02103687-1, S. 236 f.</ref> an. Mit 24 Jahren wurde er Gouverneur von Saïda.<ref name=":0" /> 1919 war er Teilnehmer am Syrischen Kongress<ref name=":0" /> in Damaskus. Mit Chékib Arslan<ref name=":0" /> organisierte er die politische Arbeit gegen die französische Besatzung Syriens, in dieser Funktion sprach er auch vor dem Völkerbund<ref name=":0" /> in Genf. Er trug wie viele konservative Politiker im Libanon den Fes.

Wie alle seine Amtsnachfolger als Ministerpräsident des Libanon war er sunnitischer Muslim.<ref name=":0" /> Er war vom 14. Dezember 1946 bis zum 14. Februar 1951 noch einmal Ministerpräsident. Einige Monate nach seinem Abtritt kam as-Solh bei einem Attentat im Flughafen Marka International in Amman ums Leben. Offiziell bekannte sich die Syrische Soziale Nationalistische Partei zum Anschlag als Racheakt für die Hinrichtung von Antoun Saadé.<ref>Rudolf El Kareh: À la fin de l’Empire ottoman. In: Le Monde diplomatique, octobre 2010.</ref><ref name=":1">Samir Kassir: Histoire de Beyrouth. Librairie Arthème Fayard, Paris 2003, ISBN 2-213-02980-6, S. 544.</ref> Der Täter war ein Christ.<ref name=":1" />

Literatur

  • Patrick Seale: The struggle for Arab independence: Riad el-Solh and the makers of the modern Middle East. Cambridge, UK; New York: Cambridge University Press, 2010.

Weblinks

Commons: Riad as-Solh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
-
Saadi Mounla
Premierminister des Libanon
1943–1945
1946–1951
Abdel Hamid Karamé
Hussein Oueini

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein