Fenthion
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Struktur von Fenthion | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Fenthion | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C10H15O3PS2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 278,3 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,25 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
6 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
87 °C (bei 0,014 hPa)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser (55 mg·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,5698 (20 °C)<ref name="AP">Australian Pesticides & Veterinary Medicines Authority: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fenthion Review Summary DECEMBER 2005 ( vom 3. April 2014 im Internet Archive)</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| MAK |
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
Fenthion ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Organophosphate, die als Insektizid eingesetzt wird.
Geschichte
Fenthion wurde 1958 durch die Bayer AG entwickelt und 1960 auf den Markt gebracht.
Eigenschaften
Fenthion gehört chemisch zur Gruppe der Thiophosphorsäureester und liegt als nur sehr schwer entzündliche, farb- und geruchlose, als technisches Produkt braune, ölige, leicht nach Knoblauch riechende, Flüssigkeit vor. In Wasser ist Fenthion praktisch unlöslich, jedoch löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln.<ref>WHO/FAO Data Sheet on Pesticides (PDS) für <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fenthion ( vom 13. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref> Fenthion besitzt eine Viskosität von 42,4 mPa·s bei 20 °C.<ref name="AP" /> Es zersetzt sich ab einer Temperatur über 135 °C.<ref name="GESTIS" />
Verwendung
Fenthion wird als Insektizid (Acetylcholinesterase-Inhibitor) zur Bekämpfung von Mücken, Flöhe und Zecken sowie als Avizid und Akarizid, so in der Fischzucht (Vergiftung von störenden Fischen oder Krebsen) eingesetzt. Es wirkt auch gegen bestimmte Pflanzen und ist für Vögel sehr giftig.
Fenthion ist auch als Zwischenprodukt bei der Herstellung anderer Chemikalien von Bedeutung.
Zulassung
In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref>Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref><ref>EUR-Lex: Entscheidung der Kommission vom 11. Februar 2004 über die Nichtaufnahme von Fenthion in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG des Rates und den Widerruf der Zulassungen für Pflanzenschutzmittel mit diesem WirkstoffVorlage:Abrufdatum.</ref>
Fenthion ist unter dem Rotterdamer Übereinkommen über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel (Anlage III) geregelt.<ref>Annex III Chemicals. In: pic.int. Abgerufen am 6. Januar 2026.</ref>
Sicherheitshinweise
Es wird in den USA mit dem Rückgang zahlreicher Vogelpopulationen in Verbindung gebracht und ist wie alle Phosphorsäureester auch für den Menschen hochgiftig (Nervengift). Fenthion ist möglicherweise erbgutverändernd und kann durch die Haut aufgenommen werden. Es baut sich in der Umwelt nur langsam ab.
Abgeleitete Verbindungen
| Fenthion-Derivate | |||||
| Name | Fenthionsulfoxid | Fenthionsulfon | Fenthionoxon | Fenthionoxonsulfoxid | Fenthionoxonsulfon |
| Andere Namen |
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O,O-Dimethyl-O-4-methylsulfonyl-m-tolylthiophosphat |
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| Strukturformel | Datei:Chemical structural formula of mesulfenfos.svg | Datei:Chemical structural formula of fenthion sulfone.svg | Datei:Chemical structural formula of fenthion oxon.svg | Datei:Chemical structural formula of fenthion oxon sulfoxide.svg | Datei:Chemical structural formula of fenthion oxon sulfone.svg |
| Summenformel | C10H15O4PS2 | C10H15O5PS2 | C10H15O4PS | C10H15O5PS | C10H15O6PS |
| CAS-Nummer | Vorlage:CASRN | Vorlage:CASRN | Vorlage:CASRN | Vorlage:CASRN | Vorlage:CASRN |
| EG-Nummer | 621-029-0 | 634-861-4 | 694-896-6 | 694-887-7 | |
| ECHA-Infocard | Vorlage:ECHA | Vorlage:ECHA | Vorlage:ECHA | Vorlage:ECHA | Vorlage:ECHA |
| PubChem | 19577 | 19578 | 23046 | 23047 | 26449 |
| Wikidata | Q27266020 | Q63396464 | Q81976302 | Q27259645 | Q83029905 |
| Molare Masse | 294,33 g/mol | 310,33 g/mol | 262,26 g/mol | 278,26 g/mol | 294,26 g/mol |
Weblinks
- Bayer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fenthion ( vom 19. August 2012 im Internet Archive)
- Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check bei VetpharmVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank abweichend
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Erbgutverändernder Stoff
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Thiophosphorsäure-O-ester
- Phenylester
- Thioether
- Thiophosphorsäuremethylester
- Insektizid
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Gefährliche Chemikalie nach dem Rotterdamer Übereinkommen