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Fenthion

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Fenthion ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Organophosphate, die als Insektizid eingesetzt wird.

Geschichte

Fenthion wurde 1958 durch die Bayer AG entwickelt und 1960 auf den Markt gebracht.

Eigenschaften

Fenthion gehört chemisch zur Gruppe der Thiophosphorsäureester und liegt als nur sehr schwer entzündliche, farb- und geruchlose, als technisches Produkt braune, ölige, leicht nach Knoblauch riechende, Flüssigkeit vor. In Wasser ist Fenthion praktisch unlöslich, jedoch löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln.<ref>WHO/FAO Data Sheet on Pesticides (PDS) für Vorlage:Webarchiv</ref> Fenthion besitzt eine Viskosität von 42,4 mPa·s bei 20 °C.<ref name="AP" /> Es zersetzt sich ab einer Temperatur über 135 °C.<ref name="GESTIS" />

Verwendung

Fenthion wird als Insektizid (Acetylcholinesterase-Inhibitor) zur Bekämpfung von Mücken, Flöhe und Zecken sowie als Avizid und Akarizid, so in der Fischzucht (Vergiftung von störenden Fischen oder Krebsen) eingesetzt. Es wirkt auch gegen bestimmte Pflanzen und ist für Vögel sehr giftig.

Fenthion ist auch als Zwischenprodukt bei der Herstellung anderer Chemikalien von Bedeutung.

Zulassung

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref>Vorlage:PSM-Verz</ref><ref>EUR-Lex: Vorlage:CELEX.</ref>

Fenthion ist unter dem Rotterdamer Übereinkommen über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel (Anlage III) geregelt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Sicherheitshinweise

Es wird in den USA mit dem Rückgang zahlreicher Vogelpopulationen in Verbindung gebracht und ist wie alle Phosphorsäureester auch für den Menschen hochgiftig (Nervengift). Fenthion ist möglicherweise erbgutverändernd und kann durch die Haut aufgenommen werden. Es baut sich in der Umwelt nur langsam ab.

Abgeleitete Verbindungen

Fenthion-Derivate
Name Fenthionsulfoxid Fenthionsulfon Fenthionoxon Fenthionoxonsulfoxid Fenthionoxonsulfon
Andere Namen
  • O,O-Dimethyl-O-4-methylsulfinyl-m-tolylthiophosphat
  • Mesulfenfos
O,O-Dimethyl-O-4-methylsulfonyl-m-tolylthiophosphat
  • O,O-Dimethyl-O-4-methylthio-m-tolylphosphat
  • Fenoxon
  • Fenthoxon
  • O,O-Dimethyl-O-4-methylsulfinyl-m-tolylphosphat
  • Fenoxon-sulfoxid
  • O,O-Dimethyl-O-4-methylsulfonyl-m-tolylphosphat
  • Fenoxon-sulfon
Strukturformel Datei:Chemical structural formula of mesulfenfos.svg Datei:Chemical structural formula of fenthion sulfone.svg Datei:Chemical structural formula of fenthion oxon.svg Datei:Chemical structural formula of fenthion oxon sulfoxide.svg Datei:Chemical structural formula of fenthion oxon sulfone.svg
Summenformel C10H15O4PS2 C10H15O5PS2 C10H15O4PS C10H15O5PS C10H15O6PS
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
EG-Nummer 621-029-0 634-861-4 694-896-6 694-887-7
ECHA-Infocard Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA
PubChem Vorlage:PubChem Vorlage:PubChem Vorlage:PubChem Vorlage:PubChem Vorlage:PubChem
Wikidata Q27266020 Q63396464 Q81976302 Q27259645 Q83029905
Molare Masse 294,33 g/mol 310,33 g/mol 262,26 g/mol 278,26 g/mol 294,26 g/mol

Weblinks

Einzelnachweise

<references />