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Harald Ofner (Politiker)

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Datei:2014 BM Dr. Harald Ofner-9062 (15159666783).jpg
Harald Ofner (2014)

Harald Ofner (* 25. Oktober 1932 in Wien; † 8. April 2026) war ein österreichischer Rechtsanwalt und Politiker (FPÖ).

Leben

Harald Ofner besuchte 1942 bis 1945 die Napola Traiskirchen bei Wien.<ref>Sebastian Pumberger: „Der Einzelne ist nichts, die Gemeinschaft alles“. In: Gedenkdienst. Nr. 1, 2010 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online (Memento vom 22. Dezember 2016 im Internet Archive) [abgerufen am 10. April 2026]).</ref> Als 10- bis 13-jähriger Junge sei man „fügsam wie Plastilin“, sagte er später über seine Zeit an der Nazi-Kaderschmiede.<ref>Ulrich Gutmair: Doku über Napola-Zöglinge: „Herrenkinder“ erzählen. In: Die Tageszeitung: taz. 4. Dezember 2009, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 2. März 2026]).</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlernte er den Beruf des Starkstrommonteurs. Er besuchte eine Maturaschule und absolvierte anschließend ein Studium der Rechtswissenschaften (Dr. iur. 1958). Ab 1965 war er als Rechtsanwalt tätig, gab die Zulassung später aber zurück.

Seine politische Laufbahn begann Ofner im Gemeinderat von Mödling. Von 1976 bis 1986 war er Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich. In den Jahren 1979 bis 1983 und 1986 bis 2002 gehörte er als Abgeordneter dem Nationalrat an. Von 1983 bis 1987 war Ofner österreichischer Justizminister in den Regierungen von Fred Sinowatz und Franz Vranitzky.

Ofner verteidigte im Jahr 2000 Peter Paul Rainer, der 1997 Christian Waldner, den ehemaligen Parteivorsitzenden des Südtiroler FPÖ-Ablegers „Die Freiheitlichen“, erschossen hatte. Trotz Ofners Bemühungen wurde Rainer kurz nach seiner Verhaftung in Wien-Rudolfsheim an Italien ausgeliefert.

Ofner starb am 8. April 2026 im Alter von 93 Jahren.<ref>Ex-FPÖ-Justizminister Harald Ofner verstorben. In: Der Standard. 8. April 2026, abgerufen am 9. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen

Sonstiges

Im Zuge der Lucona-Affäre tätigte der damalige Justizminister Ofner in einer Parlamentsdebatte den Ausspruch: „Die Suppe ist zu dünn.“ Er meinte damit, dass die Beweislage für eine Anklage nicht ausreichend sei. Dieser Spruch wird seither gern in Justiz- und Journalistenkreisen für ähnliche Fälle verwendet.<ref>Bescheid des Bundeskommunikationssenates vom 14. März 2002, S. 7 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF (Memento vom 14. Dezember 2010 im Internet Archive) </ref><ref>„Die Suppe ist zu dünn“ - Zwei Monate bedingt für Mensdorff, OÖ Nachrichten auf www.nachrichten.at, 17. Januar 2013</ref>

Weblinks

Commons: Harald Ofner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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