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Eisenoxidrot

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Datei:Eisen(III)-oxid.JPG
Eisen(III)-oxid, reines Pulver
Datei:Iron oxide red y.jpg
Eisenoxidrot gelbstichig C.I. Pigment Red 101
Datei:Iron oxide red b.jpg
Eisenoxidrot blaustichig
C.I. Pigment Red 101

Eisenoxidrot ist eine Sammelbezeichnung für rote Pigmente, die aus Eisen(III)-oxid (Fe2O3) bestehen. Sie gehören zu den Eisenoxidpigmenten.

Eisenoxidrot ist im Colour Index unter C.I. Pigment Red 101 gelistet. Eisenoxidrot ist gut deckend, preisgünstig, hochwetterecht und zeigt einen typischen trüben Farbton. Je nach Teilchengröße können Eisenoxidrotpigmente gelbstichig (kleine Teilchengröße) bis blaustichig (grobe Teilchen) eingestellt werden.<ref name="IIP">G. Buxbaum, G. Pfaff: Industrial Inorganic Pigments. 3. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim 2005, ISBN 3-527-30363-4.</ref><ref name="CI">The Society of Dyers and Chemists: Colour Index. Third Edition, Second Revision. Charlesworth & Co., Huddersfield 1982.</ref>

Zu den zahlreichen Farbnuancen von Eisenoxidrot gehören:

  • Eisenmennige (Marsrot, Pariser Rot)
  • Englischrot
  • Pompejanisch-Rot
  • Venezianisch-Rot
  • Indisch-Rot
  • Caput mortuum
  • Falunrot

Allgemeines

Während die roten Erden natürlich gewonnene Pigmente sind, die meist zu 5 bis 20 % aus Ton- und Silikatmineralien bestehen, bezeichnet Eisenoxidrot teils wesentlich reineres, teils an ein Substrat gebundenes Eisenoxid.

Falunrot, Faluröd oder Schwedenrot ist eine in Schweden verbreitete Farbe in Eisenoxidrot, die traditionell auf Holzfassaden verwendet wird.

Herstellungsverfahren

Die Herstellung von Eisenoxidrot erfolgt durch Rösten (Entschwefeln) natürlicher Erze, Brennen von Eisenoxidgelb oder Fällung (synthetische Herstellung).

Die synthetische Herstellung erfolgt nach dem Laux-Prozess, benannt nach dem Chemiker Julius Laux,<ref>Inorganic Pigments. In: lanxess.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Juni 2017; abgerufen am 6. Juli 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> oder durch das Penniman-Verfahren,<ref>Penniman-Verfahren. In: wasser-wissen.de. Abgerufen am 6. Juli 2017.</ref> benannt nach dem US-amerikanischen Erfinder. Das Eisenoxidrot wird durch anschließendes Glühen der Eisenoxidpigmente bei 700 bis 800 °C unter Sauerstoffzufuhr gewonnen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.fh-muenster.deHerstellung bei www.fh-muenster.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2017. Suche im Internet Archive )</ref>

Literatur

  • Kurt Wehlte: Werkstoffe und Techniken der Malerei. Otto Maier, Ravensburg 1967 (auch: Englisch u. a., Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-86230-003-7).

Einzelnachweise

<references />