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Eisen(III)-oxid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Eisen(III)-oxid
Vorlage:Farbe Fe3+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Allgemeines
Name Eisen(III)-oxid
Andere Namen
  • Hämatit (Mineral)
  • rotes Eisenoxid
  • Dieisentrioxid
  • Eisensesquioxid
  • Purpurerz/Kiesabbrand, Rückstand Schwefelsäuregewinnung aus Pyrit
  • Vorlage:E-Nummer
Verhältnisformel Fe2O3
Kurzbeschreibung

rote bis schwarze Kristalle<ref name="roempp">Eintrag zu Eisenoxide. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-168-2
ECHA-InfoCard 100.013.790
PubChem 518696
ChemSpider 14147
DrugBank DB11576
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 159,70 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,25 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

1539 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Eisen(III)-oxid ist ein stabiles Oxid des Eisens. Es ist unter anderem ein Bestandteil des Rostes und verursacht dessen Farbe. Es kristallisiert in der Korund-Struktur.

Herstellung

Rotes Eisen(III)-oxid kann unter anderem durch Brennen von Eisen(III)-hydroxidoxid gewonnen werden. Dieses wird als gelbes Eisenoxid auf über 200 °C erhitzt, wobei sich Wasserdampf bildet.

<math>\mathrm{2 \ FeO(OH) \ \xrightarrow{\Delta} \ Fe_2O_3 \ + \ H_2O}</math>

Bedeutung und Verwendung

Datei:Eisen(III)-oxid.JPG
Eisen(III)-oxid, reines Pulver

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Eisen(III)-oxid wird als Pigment verwendet und als Eisenoxidrot bezeichnet. Der Farbton variiert dabei etwa zwischen rotorange und tiefrot;<ref name="Wehlte">etwa DIN 6164 6 bis 8 Kurt Wehlte: Werkstoffe und Techniken der Malerei. Otto Maier, Ravensburg 1967, ISBN 3-473-48359-1 (früher: ISBN 3-473-61157-3) S. 113.</ref> auch ist es Hauptbestandteil der natürlichen roten Erden.

In der frühen Neuzeit wurde es auch durch Rösten von Eisensulfat (grünem Vitriol) gewonnen und als rote Malerfarbe verwendet. Eine alte Bezeichnung dafür war Caput mortuum (Totenhaupt).<ref>Heinrich Schönemann: Aus der Geschichte der Chemie: Von den Vitriolen zur Schwefelsäure. In: chemieunterricht.de</ref>

In Form von Eisenglimmer wird es in Eisenglimmerfarbe bzw. Schuppenpanzerfarbe als Korrosionsschutz-Anstrich für Stahlbauteile verwendet.

Als magnetisierbares Material wird Eisen(III)-oxid als Aufzeichnungsschicht für Tonbänder verwendet. Eisen(III)-oxid ist außerdem Bestandteil von superparamagnetischen Eisenoxid-Nanopartikeln, die in der Magnetresonanztomographie und besonders der molekularen Bildgebung als Kontrastmittel Verwendung finden.

Es wird außerdem beim Thermitverfahren in Verbindung mit Aluminium bzw. als Abbrandmodifikator in Raketentreibstoffen verwendet:

<math>\mathrm{2 \ Al + Fe_2O_3 \rightarrow 2 \ Fe + Al_2O_3}</math>
Elementares Aluminium setzt sich mit Eisen(III)-oxid zu elementarem Eisen und Aluminium(III)-oxid um.

Aufgrund seiner Kristallstruktur ist Eisen(III)-Oxid ferrimagnetisch. Es findet sich häufig in Ferriten.

Vorkommen

Eisen(III)-oxid kommt als Mineral in der Natur in zwei Modifikationen vor:

  • Hämatit (Blutstein) Fe2O3, trigonales Kristallsystem
  • Maghemit (Maghämit) Fe2O3, kubisches Kristallsystem

Weblinks

Commons: Eisen(III)-oxid – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Eisen(I)-oxid | Eisen(II)-oxid | Eisen(II,III)-oxid | Eisen(III)-oxid Vorlage:Klappleiste/Ende