Eswatini
| Königreich Eswatini | |||||
| Umbuso weSwatini (siSwati) Kingdom of Eswatini (englisch) | |||||
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| Wahlspruch: Siyinqaba (siSwati: Wir sind die Festung) | |||||
| Amtssprache | siSwati und Englisch | ||||
| Hauptstadt | Mbabane | ||||
| Regierungssitz | Lobamba | ||||
| Staats- und Regierungsform | absolute Monarchie | ||||
| Staatsoberhaupt | König Mswati III. | ||||
| Regierungschef | Premierminister Russell Mmemo Dlamini | ||||
| Parlament(e) | House of Assembly und Senate | ||||
| Fläche | 17.363 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 1,2 Millionen (155.) (Schätzung 2023)<ref name="Einwo">Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2023, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte | 69 Einwohner pro km² | ||||
| Bevölkerungsentwicklung | + 0,8 % (Schätzung für das Jahr 2022)<ref>Population growth (annual %). In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2021, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | ||||
Bruttoinlandsprodukt
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2024 (Schätzung)<ref name="BIP IMF">GDP, current prices Billions of U.S. dollars. In: IMF DataMapper. Internationaler Währungsfonds, 2025, abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).; GDP, current prices Purchasing power parity; billions of international dollars. In: IMF DataMapper. Internationaler Währungsfonds, 2025, abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).GDP per capita, current prices. U.S. dollars per capita. In: IMF DataMapper. Internationaler Währungsfonds, 2025, abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).; GDP per capita, current prices - Purchasing power parity; international dollars per capita. In: IMF DataMapper. Internationaler Währungsfonds, 2025, abgerufen am 17. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | ||||
| Index der menschlichen Entwicklung (HDI) | 0,695 (126.) (2023)<ref name="HDI"></ref> | ||||
| Währung | Lilangeni (SZL) Plural: Emalangeni (E) Rand (ZAR) | ||||
| Unabhängigkeit | 6. September 1968 (vom Vereinigten Königreich) | ||||
| Nationalhymne | Nkulunkulu Mnikati wetibusiso temaSwati Datei:National anthem of the Kingdom of Eswatini.ogg | ||||
| Zeitzone | UTC+2 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | SD | ||||
| ISO 3166 | SZ, SWZ, 748<ref>SZ. In: ISO 3166 — Codes for the representation of names of countries and their subdivisions. ISO, 16. Juli 2018, abgerufen am 3. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | ||||
| Internet-TLD | .sz | ||||
| Telefonvorwahl | +268 | ||||
Eswatini (Vollform: Königreich Eswatini, Vorlage:SsS, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value),<ref name="kunene">Musa Victor Mdabuleni Kunene: Communal Holiness in the Gospel of John: The Vine Metaphor as a Test Case with Lessons from African Hospitality and Trinitarian Theology. Langham Monographs, 2012, ISBN 978-1-907713-23-1, S. 141; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.: “The name ‘Kingdom of Eswatini’ functions equally as the name Swaziland and is favorable to the present King Mswati III as evident in his parliament speeches.”</ref><ref>The World Factbook. Potomac Books, 2010, ISBN 978-1-61234-401-0; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref> kurz eSwatini<ref name="Lassiter">James Earl Lassiter: Culture and Personality Aspects of Socioeconomic Development in Swaziland: An Analysis of Student Attitudes and Values. University of Oregon, 1983, S. 28; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..</ref>), bis 2018 offiziell Swasiland, traditionell auch kaNgwane,<ref name="Lassiter" /><ref name="africa.com">All About Eswatini/Swaziland. In: Countries. africa.com, 2019, abgerufen am 5. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika mit etwa 1,2 Millionen Einwohnern. Er grenzt an Südafrika und Mosambik. Nationalfeiertag ist der 6. September, der Jahrestag der Unabhängigkeit im Jahr 1968. Die Staatsform ist faktisch eine absolute Monarchie. Die beiden größten Städte des Landes sind die administrative Hauptstadt Mbabane und das wirtschaftliche Zentrum Manzini. Regierungssitz ist Lobamba.
Geographie
Das Königreich ist mit einer Fläche von 17.363 Quadratkilometern nach Gambia der zweitkleinste Staat auf dem afrikanischen Kontinent, er ist halb so groß wie Nordrhein-Westfalen. Die Nachbarländer des Binnenstaates sind Mosambik im Osten und die südafrikanischen Provinzen Mpumalanga im Norden und Westen sowie KwaZulu-Natal im Süden. Die Länge der Staatsgrenze beträgt insgesamt 535 Kilometer, wovon 105 Kilometer mit Mosambik und 430 Kilometer mit Südafrika geteilt werden. Der Lusutfu, auch Great Usutu River und im weiteren Verlauf Maputo genannt, ist der längste Fluss des Landes. Eswatini ist in die vier Regionen Hhohho (im Norden und Nordwesten), Manzini im Westen und in der Mitte, Shiselweni im Süden und Lubombo im Osten aufgeteilt.
Eswatini gliedert sich von West nach Ost in vier topografische Zonen. Im Westen des Landes liegt das Highveld (Hochland), das eine mittlere Höhe von 1300 m aufweist und nach Westen in die südafrikanischen Drakensberge übergeht. Die höchste Erhebung innerhalb Eswatinis ist der 1862 m hohe Emlembe nahe der Westgrenze. Etwa ein Sechstel des Hochlands ist von Wäldern bedeckt. Die Hauptstadt Mbabane liegt in dieser Region. Das Middleveld (Mittelland) liegt durchschnittlich etwa 700 m hoch und besteht aus fruchtbarem Hügelland.
Klima
Die Klimazonen entsprechen den vier Landschaftszonen und sind insgesamt subtropisch. Im Highveld fällt mit über 1000 mm der meiste Regen. Die meisten Niederschläge fallen im Sommer (Oktober bis März). Meistens sind es Schauer, länger anhaltende Regenfälle sind selten. Die Temperaturen sind überwiegend warm bzw. mild. Die Luftfeuchtigkeit ist meist hoch; in Mbabane erreichen die Durchschnittstemperaturen im Sommer 26 °C. Im Winter sinken sie auf rund 13 °C.<ref>studentsoftheworld.info</ref> Im Lowveld fallen deutlich weniger Niederschläge. Das Klima ist hier am wärmsten. In den Lubombo-Bergen herrscht ebenfalls trockenes, subtropisches Klima mit etwas kühleren Temperaturen als im Lowveld.
Gewässer
Hydrologisch ist das Land in vier Einzugsgebiete aufgeteilt. Sein gesamter Niederschlag entwässert über diese nach Osten in die Maputo-Bucht. Der Norden, mit 2500 km² und 14 % der Landesfläche, fließt über den Komati ab, der das Land streift. In der Mitte und im Osten entspringen die Quell- und Nebenflüsse des Mbuluzi mit über 10 % der Fläche. Der gesamte Süden entwässert in den Maputo, dessen Einzugsgebiet mit etwa 12.000 km² 69 % der Landesfläche ausmacht. Im äußersten Osten gibt es einen kleinen Teil, der über den Tembe abfließt.
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Die meisten Seen des Landes sind Stauseen. Die größten sind der Mnjoli-Stausee, der Maguga Dam und der Pongolapoort-Stausee. Letzterer befindet sich größtenteils auf dem Gebiet Südafrikas und reicht nur bei hohem Wasserstand bis in das Gebiet Eswatinis.
Städte
Im Jahr 2023 lebten 25 Prozent der Einwohner Eswatinis in Städten.<ref name="BevStadt">Urban population (% of total population). Weltbank, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die größten Städte sind:<ref>The 2017 Population and Housing Census - Volume 3. (PDF) The Kingdom of Eswatini - Central Statistical Office, 2019, S. 37, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
| Rang | Stadt | Einwohner (2017) | Region |
|---|---|---|---|
| 1 | Mbabane | 60.691 | Hhohho |
| 2 | Manzini | 30.248 | Manzini |
| 3 | Nhlangano | 10.456 | Shiselweni |
| 4 | Matsapha | 7.571 | Manzini |
| 5 | Big Bend | 6.433 | Lubombo |
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Bevölkerung
Demografie und Bevölkerungsstruktur
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Eswatini hatte 2023 1,2 Millionen Einwohner.<ref>Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2023, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das jährliche Bevölkerungswachstum betrug + 0,8 %. Zum Bevölkerungswachstum trug ein Geburtenüberschuss (Geburtenziffer: 23,6 pro 1000 Einwohner<ref>Birth rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> vs. Sterbeziffer: 11,9 pro 1000 Einwohner<ref>Death rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) bei. Die Anzahl der Geburten pro Frau lag 2022 statistisch bei 2,8, die der Region Ost- und Süd-Afrika betrug 4,3.<ref name="Gebrat">Fertility rate, total (births per woman). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Lebenserwartung der Einwohner Eswatinis ab der Geburt lag 2022 bei 56,4 Jahren<ref name="LebErw">Life expectancy at birth, total (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Der Median des Alters der Bevölkerung lag im Jahr 2021 bei 21,5 Jahren.<ref>World Population Prospects 2022 - Population Dynamics -Download Files. Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen, 2021, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2023 waren 34,4 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre,<ref>Population ages 0-14 (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> während der Anteil der über 64-Jährigen 4,0 Prozent der Bevölkerung betrug.<ref>Population ages 65 and above (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Über 90 % der Bevölkerung Eswatinis gehören dem Bantuvolk der Swasi an. Ferner leben dort Sotho, Zulu, Tsonga, Weiße und Coloureds.
Sprachen und Religionen
Fast alle Swasi sprechen als Muttersprache siSwati, eine Nguni-Sprache. Wenige Einwohner sprechen als erste Sprache isiZulu bzw. Xitsonga. Englisch ist Bildungs-, Verkehrs- und zweite Amtssprache in Eswatini. So sind beispielsweise die Internetauftritte von Regierung, öffentlicher Verwaltung, Energie- und Wasserversorgern, Unternehmen, Banken, Medien usw. ausschließlich in englischer Sprache verfasst; es lassen sich de facto keine Internetseiten aus Eswatini in siSwati finden.
Rund 90 % der Bewohner Eswatinis sind Christen. Nach Schätzungen gehören 40 % der Bevölkerung der im südlichen Afrika weit verbreiteten Zion Christian Church (ZCC) an<ref>2019 Report on International Religious Freedom: Eswatini. Section I. Religious Demography. U.S. Department of State – Office of International Religious Freedom, 20, abgerufen am 29. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und etwa 5 % der römisch-katholischen Kirche. Die Katholiken sind im Bistum Manzini zusammengefasst.<ref>Diocese of Manzini (Stand 2016). catholic-hierarchy.org, abgerufen am 15. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bildung
Obwohl keine Schulpflicht besteht und der Schulbesuch kostenpflichtig ist, besucht ein hoher Anteil der Kinder die Primary Schools, die bis zur 7. Klasse führen. Gleichzeitig arbeiten rund 12 % der 5–14-Jährigen (Stand 2001).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Daten bei dol.gov ( vom 8. Dezember 2013 im Internet Archive) (englisch)</ref> Der Anteil der Kinder, die eine weiterführende Schule besuchen, beträgt rund 47 %.<ref name="unicef" /> Analphabeten sind deutlich in der Minderheit.<ref>Daten bei hdr.undp.org (englisch, PDF)</ref> In Mbabane, der Hauptstadt von Eswatini, befindet sich das United World College Waterford Kamhlaba.<ref>Waterford Kamhlabato go off the grid by 2030. 27. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eswatini hat seit 1973 eine eigene Universität, die 2018 umbenannte University of Eswatini. Sie hat ihren Sitz in Kwaluseni; einige Fakultäten befinden sich in Luyengo und Mbabane.<ref>Campuses. In: uneswa.ac.sz. University of Eswatini, abgerufen am 25. Juli 2020.</ref> Ferner gibt es weitere Einrichtungen des tertiären Bildungssektors, sowohl von staatlichen als auch von privaten Trägern.
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Der Bildungssektor war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts von Missionsstationen bestimmt. Zu den führenden Kirchen in diesem Kontext gehörten die Nazarener einschließlich einiger mit ihnen verbundenen Gruppen sowie die Methodisten und die Anglikaner. Mindestens bis 1945 war Eswatini der Teil der früheren High Commission Territories (BLS-Staaten), die Bildungsangebote über die Primary Standards anboten, damals bis Standard VIII/Lebensalter 16 Jahre. Die 1908 gegründete St. Mark’s School (anglikanisch) in Mbabane bot die komplette Sekundarstufe an. Die Goedgegun school (staatliche Schule) ging nur bis zum Junior Certificate und bot Ausbildungen in einer landwirtschaftlichen Abteilung an. Das waren Bildungsangebote für Schüler aus der europäischstämmigen Bevölkerung.
Die verbreitete Schulausbildung für Angehörige der Swasi ging zum o. g. selben Zeitraum bis Standard IV, meist jedoch nur bis II oder III, in zwei Fällen aber bis zum Junior Certificate. Insgesamt gab es 1945 für diese Bevölkerung etwa 100 Schulen (staatlich oder mit staatlichen Mitteln finanziert). Ferner existierten drei Swazi national schools mit einer Grundschulausbildung. Den Abschluss auf der Ebene eines Junior Certificate gab es nur bei einer dieser drei vom Swazi National Fund finanzierten Einrichtungen. Letztere, die 1932 gegründete Matapa School, verfügte über berufliche Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich industrieller und landwirtschaftlicher Tätigkeitsprofile. Sie diente auch als Ausbildungsstätte für die Söhne der Chiefs und wurde durch eine Regierungskommission direkt beaufsichtigt.<ref>Hugh Ashton: The High Commission Territories. In: Ellen Hellmann, Leah Abrahams (Hrsg.): Handbook on Race Relations in South Africa. Oxford University Press, Cape Town / London / New York 1949, S. 731, 736.</ref>
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Gesundheit
Die Gesundheitsausgaben des Landes betrugen im Jahr 2021 7,0 % des Bruttoinlandsprodukts.<ref>Current health expenditure (% of GDP). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Trotz der Fortschritte, die das Land gemacht hat, ist die Gesundheitsversorgung noch immer rudimentär. Im Jahr 2018 praktizierten in Eswatini 2,4 Ärztinnen und Ärzte je 10.000 Einwohner.<ref>Global Health Workforce statistics database. In: The Global Health Observatory. Weltgesundheitsorganisation, 2024, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 88,3 % der Geburten werden von qualifiziertem medizinischen Personal betreut (Stand 2019).<ref name="hdr-Eswatini-gender">Eswatini (Kingdom of). Human Development Indicators – Gender. In: Human Development Reports. UN, 2020, abgerufen am 16. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Säuglingssterblichkeit beträgt 40,8 pro 1000 Geburten<ref name="hdr-Eswatini-health" />, die Müttersterblichkeit liegt bei 389 pro 100.000 Geburten (Stand 2019).<ref name="hdr-Eswatini-gender" /> 66 % der verheirateten Frauen haben Zugang zu Verhütungsmitteln (Stand 2019).<ref>Eswatini. In: Länderdatenbank. Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, 2019, abgerufen am 15. August 2020 (Durchklicken: Welt–Afrika–Südliches Afrika–Eswatini).</ref> Die Lebenserwartung der Einwohner Eswatinis ab der Geburt lag 2022 bei 56,4 Jahren<ref name="LebErw" /> (Frauen: 60,6<ref>Life expectancy at birth, female (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Männer: 52,6<ref>Life expectancy at birth, male (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 16. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>). Die Lebenserwartung stieg von 47,3 Jahren im Jahr 2000 bis 2022 um 19 %.<ref name="LebErw" />
Im Kampf gegen Unterernährung und Hunger konnten Fortschritte erzielt werden. 2014 waren noch 5,8 % der Kleinkinder unterernährt. Gleichzeitig sind 16,5 % der Erwachsenen stark übergewichtig.<ref name="CIA-population" />
Die Rate der HIV-Infizierten ist die höchste der Welt. Im Jahr 2004 waren 38,6 % der schwangeren Frauen mit dem Erreger der Immunschwächekrankheit infiziert, 2005 waren es bereits 42,6 %<ref name=":A">Southern African Humanitarian Crisis Update - April 2005. Abgerufen am 12. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Zwischen 2008 und 2013 konnte die Infektionsrate leicht gesenkt werden.<ref>Swaziland shows signs of turning corner on world’s highest HIV rates. reuters.com vom 23. September 2013 (englisch), abgerufen am 30. November 2013</ref> 2019 lag der Anteil der HIV-Infizierten in der Altersgruppe von 15 bis 49 Jahren bei 27,3 %.<ref name="hdr-Eswatini-health" /> Jedes Jahr sterben über 3000 Menschen an der Krankheit. AIDS ist einer der Hauptgründe für die geringe Lebenserwartung, zeitweise die niedrigste der Welt. Ihren tiefsten Punkt hatte sie 2005 mit 42,5 Jahren, 44,6 Jahre für Frauen und 40,7 Jahre für Männer. Seitdem nahm sie jedoch wieder kontinuierlich zu und betrug 2019 rund 59,4 Jahre, 64,0 Jahre für Frauen und 55,3 Jahre für Männer<ref name="hdr-Eswatini-health">Eswatini (Kingdom of). Human Development Indicators – Health. In: Human Development Reports. UN, 2020, abgerufen am 16. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dies ist wiederum neben der niedrigen Fertilitätsrate und der Abwanderung nach Südafrika einer der Gründe für das für afrikanische Verhältnisse sehr geringe Bevölkerungswachstum.
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Landesname
Mit Vereinbarungen von 1881 und 1884 zwischen den Regierungen des Vereinigten Königreichs und der Südafrikanischen Republik wurde die Unabhängigkeit von Swasiland garantiert. Eine provisorische Regierung bildete sich 1890 unter Beteiligung britischer, transvaalischer und swasiländischer Vertreter. Zwischen 1902 und 1907 regierte ein britischer Sonderkommissar das Land. Seit Gründung der Südafrikanischen Union im Jahre 1910 gab es einen High Commissioner for Basutoland, Bechuanaland Protectorate, Southern Rhodesia and Swaziland. Seither wurde das Land unter dem Oberbegriff High Commission Territories mit anderen britischen Kolonialgebieten verwaltet und der Name Swaziland verwendet. Von 1930 bis 1963 stand die britische Verwaltung des Gebietes in der Verantwortung des High Commissioner for Basutoland, the Bechuanaland Protectorate and Swaziland (BBS).<ref>Hugh Ashton: The High Commission Territories. In: Ellen Hellmann, Leah Abrahams (Hrsg.): Handbook on Race Relations in South Africa. Oxford University Press, Cape Town / London / New York 1949, S. 706–707.</ref><ref>University of Botswana. History Department, Neil Parsons, Glorious Gumbo: Bechuanaland Colonial Administrators c.1884–c.1965. auf www.thuto.org (englisch)</ref>
Nach dem Erlangen der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich im Jahr 1968 führte das Land bis 2018 die amtliche englische Bezeichnung Kingdom of Swaziland („Königreich Swasiland“).<ref>South African History Online: Eswatini (formerly Swaziland). auf www.sahistory.org.za (englisch)</ref><ref>African Union: Kingdom of Swaziland. auf www.au.int (englisch)</ref>
An seinem 50. Geburtstag am 19. April 2018 und anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien erklärte König Mswati III. in einer Rede, dass der englische Staatsname künftig Kingdom of Eswatini lauten und somit ein Relikt aus der Kolonialzeit beseitigt werden solle.<ref>König Mswati tauft sein Reich in „eSwatini“ um. In: Der Tagesspiegel. 19. April 2018, abgerufen am 23. August 2020.</ref> Mswati III. und weitere Offizielle verwendeten diese Bezeichnung bereits vorher.<ref name="kunene" /><ref>Keynote Address by the Honourable Minister for Natural Resources and Energy. The Government of the Kingdom of Swaziland, 1. März 2016.</ref> Außerdem sollte so einer Namensverwechslung der Länder Swasiland und Schweiz (englisch Switzerland) vorgebeugt werden.<ref>BBC News: Swaziland king renames country ‘the Kingdom of eSwatini’. 19. April 2018, abgerufen am 7. September 2018.</ref> König Mswati III. ordnete offiziell per Dekret – tituliert ‘Legal Notice No.80 of 2018’ – die Änderung des englischen Staatsnamens von „Swaziland“ in „Eswatini“ an.<ref>Phephile Motau: Kingdom of Eswatini change now official. In: Times of Swaziland. 18. Mai 2018, abgerufen am 16. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Vereinten Nationen,<ref>The Permanent Mission of the Kingdom of Eswatini to the United Nations. In: Permanent Missions. UN, abgerufen am 10. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> das deutsche Auswärtige Amt,<ref>Verzeichnis der Staatennamen für den amtlichen Gebrauch in der Bundesrepublik Deutschland. Auswärtiges Amt, abgerufen am 6. September 2018.</ref> das österreichische Außenministerium<ref>Länder von A–Z. In: bmeia.gv.at (österreichisches Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres). Abgerufen am 23. November 2025.</ref> und das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten der Schweiz<ref>Eswatini, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, abgerufen am 15. September 2019</ref> griffen die Namensänderung auf. Am 6. September 2018 feierte das Land seinen 50. Jahrestag der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Von Oppositionsseite kam Kritik, der Name an sich sei zwar üblich, die Namensänderung hätte aber nicht einfach vom König beschlossen, sondern über eine Verfassungsänderung festgelegt werden müssen. Die Regierung erklärte hingegen, der König habe „nur den offiziellen Staatsnamen wieder eingeführt“.<ref>Königreich mit neuem Namen: Wer kennt Eswatini? In: Deutsche Welle. 5. September 2018, abgerufen am 5. September 2018.</ref> In der Landessprache siSwati lautete der Landesname bereits zuvor eSwatini.
Geschichte
Um 1750, im Zuge der Nguni-Wanderung, siedelten zahlreiche Swasi im Gebiet des heutigen Eswatini.
Die Autonomie der Swasi im südlichen Afrika wurde im frühen 19. Jahrhundert von den Briten garantiert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Buren ins Land. 1894 erlangte die Südafrikanische Republik, eine der Burenrepubliken, weitgehend die Kontrolle über Eswatini. Nach dem Zweiten Burenkrieg (1899–1902) übernahm Großbritannien die Verwaltung und erklärte Eswatini 1907 zum Protektorat.
Bei Swasilands ersten Wahlen zur gesetzgebenden Versammlung 1964 gab es zwei Listen für die Registrierung, eine für Europäer und eine für den Rest der Bevölkerung.<ref name="Hannam89" /> Aber nur wer direkte Steuern zahlte, konnte wählen, wobei die Ehefrauen von Männern, die Steuern zahlten, ebenfalls wahlberechtigt waren. Allerdings durfte, wenn es sich dabei um Vielehen handelte, nur eine der Ehefrauen wählen.<ref name="Hannam89" />
Am 6. September 1968 erlangte Swasiland die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich, woran der Nationalfeiertag des Landes erinnert. Ursprünglich wollte der Vorsitzende der monarchistischen Regierungspartei „Imbokodvo National Movement“ den Staat nach der Unabhängigkeit Ngwana nennen. Alle Frauen erhielten das aktive und passive Wahlrecht zum House of Assembly, aber der Swazi National Council, der den König in allen Angelegenheiten beriet, die mit Swasigesetzen und ‑bräuchen zu tun haben, wurde auf männliche Swasis beschränkt.<ref name="Hannam89" /><ref name="Martin364">Mart Martin: The Almanac of Women and Minorities in World Politics. Westview Press Boulder, Colorado, 2000, S. 364.</ref> Einzige Ausnahme ist die Königinmutter.<ref name="Hannam89">June Hannam, Mitzi Auchterlonie, Katherine Holden: International Encyclopedia of Women’s Suffrage. ABC-Clio, Santa Barbara, Denver, Oxford 2000, ISBN 1-57607-064-6, S. 8–9.</ref>
Im Jahre 1973 schaffte König Sobhuza II. das Parlament vorläufig ab und setzte die Verfassung außer Kraft, so dass er absolute Macht erhielt. Im Jahre 1979 wurde ein neues Parlament gegründet; ein Teil der Abgeordneten wird seither vom König ernannt. Im Jahre 1982 starb Sobhuza II.
Im Jahre 1986 wurde Mswati III. König, damals Prinz Makhosetive. Er ist für seinen luxuriösen Lebensstil und seine zahlreichen Ehefrauen bekannt. So erwarb er mehrfach große Stückzahlen an Luxuslimousinen.<ref>n-tv Nachrichtenfernsehen: König Mswati III. auf Einkaufstour: Luxus-Fuhrpark zum Geburtstag. Abgerufen am 31. August 2016.</ref><ref>König von Swasiland kauft 19 Rolls-Royce und 120 BMW, während sein Volk hungert. In: Stern. 13. November 2019, abgerufen am 14. November 2019.</ref>
Im Jahre 1996 und den Folgejahren kam es immer wieder zu Widerstand gegen die absolute Monarchie, beispielsweise in Form von Streiks und Demonstrationen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zeittafel bei issa-bonn.org ( vom 7. Mai 2006 im Internet Archive)</ref> Heute ist Eswatini die letzte absolute Monarchie Afrikas. Eswatini ist hoch verschuldet und steht wegen der Verschwendungssucht seines Herrschers vor dem Staatsbankrott. Renten und die Gehälter der öffentlichen Angestellten werden trotz Inflation nicht mehr erhöht.<ref>Eswatini: Wie ein König 100 Luxusautos für seine 13 Frauen kaufte. Badische Zeitung, 15. November 2019.</ref>
2025 deportierte die US-Migrationsbehörde der Regierung Trump mindestens 10 inhaftierte Migranten nach Eswatini, da deren Heimatländer laut US-Heimatschutzministeriums keine Einreise zugelassen hätten. Die aus Drittstaaten wie Jamaika, dem Jemen, Kuba, Laos und Vietnam stammenden Personen seien in Eswatini dauerhaft in Isolationshaft untergebracht worden.<ref>"Barbarische Individuen": Fünf Kriminelle nach Eswatini abgeschoben. In: t-online. 16. Juli 2025, abgerufen am 11. Oktober 2025.</ref><ref>Gillian Brockell: This Family Made Billions on Trump-Branded Condos. Now Their Private Jet Is Taking Shackled Migrants to a Far-Flung African Prison. In: Zeteo. Abgerufen am 11. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
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Politik
Politisches System
Exekutive
Eswatini ist eine absolute Monarchie im Rahmen des Commonwealth, in der der König (Ngwenyana, deutsch „Löwe“) und das Haus Dlamini eine dominierende Rolle in der Politik einnehmen. Die Königinmutter ist als Ndlovukazi („Elefantin“) stellvertretendes Staatsoberhaupt. Die Ndlovukazi kann auch ernannt werden. Seit 1986 ist dies Ntombi, die Mutter Mswatis III. Der König ernennt den Premierminister, der einem Kabinett vorsteht. Der Königspalast steht in Lobamba zwischen den beiden größten Städten Eswatinis, Manzini und Mbabane. König und Ndlovukazi werden auf zahlreichen Münzen und Briefmarken abgebildet. Zahlreiche Ämter in Politik und Verwaltung werden vom König besetzt, und in den meisten Fällen werden dabei Angehörige oder Freunde der königlichen Familie (Haus Dlamini) ausgewählt.
-
Mswati III. beim Umhlanga (Schilftanz) 2006
-
Parlamentsgebäude in Lobamba
-
Prinzessin Sikhanyiso Dlamini mit Schwester (erkennbar an den roten Federn im Haar) beim Umhlanga 2006
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Legislative
Das Parlament befindet sich ebenfalls in Lobamba und besteht aus zwei Kammern. Der Senat hat maximal 31 Mitglieder, von denen 20 vom König ernannt werden und zehn vom House of Assembly, der zweiten Parlamentskammer. Sie hat bis zu 76 Mitglieder, von denen seit 2013 55 Vertreter ihrer Wahlkreise, Tinkhundla, sind. In den Untereinheiten der Tinkhundla, den Chiefdoms, stellen sich in einer ersten Runde Kandidaten zur Wahl, ohne mit einer Partei assoziiert zu werden. Der Kandidat mit der höchsten Stimmenzahl geht in eine zweite Runde, wo der Kandidat mit der höchsten Stimmenzahl der Tinkhundla deren Wahlkreisabgeordneter wird. Zehn weitere Abgeordnete werden vom König ernannt. Im House of Assembly hat außerdem der Attorney General ein Mandat. Alle fünf Jahre werden Senat und House of Assembly neu gewählt bzw. ernannt. Nach den Wahlen vom August/September 2013 fand die nächste Wahl im August/September 2018 statt.
Ab 1973 waren politische Parteien verboten, seit 2005 ist ihr Status unklar. Es existieren mehrere oppositionelle Gruppen, zum Beispiel das People’s United Democratic Movement (PUDEMO, deutsch etwa „Vereinigte Demokratische Volksbewegung“), die ein Mehrparteiensystem anstrebt, der Ngwane National Liberatory Congress (NNLC, etwa „Nationaler Befreiungskongress von Ngwane“) und die Communist Party of Swaziland („Kommunistische Partei Swasilands“). Seit 2005 gilt eine neue Verfassung, die die absoluten Rechte des Königs bestätigt und weiterhin keine Parteien bei Wahlen zulässt.
Judikative
Der König ist das Oberhaupt von Exekutive, Legislative und Judikative und genießt vor den Gerichten Immunität. Oberstes Gericht ist der Supreme Court; daneben gibt es unter anderem den High Court und den Industrial Court.<ref>Informationen bei swazilii.org (englisch), abgerufen am 17. Mai 2012.</ref> In den größeren Ortschaften gibt es weitere Gerichte. Das Rechtssystem entspricht wie in umliegenden Staaten (siehe zum Beispiel Recht Südafrikas) dem Roman Dutch Law, kombiniert mit einem traditionell geprägten Rechtssystem auf lokaler Ebene.<ref>New York University School of Law, Buhle Dube, Alfred Magagula: The Law and Legal Research in Swaziland. Hauser Global Law School Program auf www.nyulawglobal.org (englisch), abgerufen am 17. Mai 2012 (Informationen zum Rechtssystem in Swasiland)</ref>
Politische Indizes
| Name des Index | Indexwert | Weltweiter Rang | Interpretationshilfe | Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Fragile States Index | 77,3 von 120 | 58 von 179 | Stabilität des Landes: erhöhte Warnung 0 = sehr nachhaltig / 120 = sehr alarmierend Rang: 1 = fragilstes Land / 179 = stabilstes Land |
2024<ref>Fragile States Index: Global Data. Fund for Peace, 2024, abgerufen am 9. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Demokratieindex | 2,6 von 10 | 134 von 167 | Autoritäres Regime 0 = autoritäres Regime / 10 = vollständige Demokratie |
2024<ref>The Economist Intelligence Unit’s Democracy Index. The Economist Intelligence Unit, 2024, abgerufen am 9. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Freedom in the World Index | 17 von 100 | — | Freiheitsstatus: unfrei 0 = unfrei / 100 = frei |
2024<ref>Countries and Territories. Freedom House, 2024, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Rangliste der Pressefreiheit | 52,9 von 100 | 98 von 180 | Schwierige Lage für die Pressefreiheit 100 = gute Lage / 0 = sehr ernste Lage |
2025<ref name="RangPres">Rangliste der Pressefreiheit. Reporter ohne Grenzen, 2025, abgerufen am 25. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) | 27 von 100 | 135 von 180 | 0 = sehr korrupt / 100 = sehr sauber | 2024<ref>CPI 2024: Tabellarische Rangliste. Transparency International Deutschland e. V., 2025, abgerufen am 9. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
Innen- und Wirtschaftspolitik
Während die Mehrheit der Landbevölkerung die Monarchie stützt, gibt es bei der Lehrerschaft und den Gewerkschaften heftigen Widerstand gegen die Politik des Königs. So wird die mangelhafte Gesetzgebung im Arbeitsrecht kritisiert.
Menschenrechte
Amnesty International sieht die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit in Eswatini 2009 als nach wie vor unterdrückt an. Sicherheitsgesetze werden laut dem Jahresbericht von 2010 dazu benutzt, die Rechte der Menschen zu verletzen. Die Polizei wandte exzessive Gewalt gegen friedliche Protestteilnehmer an. Es gab Berichte über Folter und den ungerechtfertigten Einsatz von Gewalt mit Todesfolge durch Polizeikräfte. Fast 70 % der Bevölkerung von Eswatini lebten 2009 in Armut, mehr als ein Viertel benötigte Nahrungshilfe. Frauen und Mädchen litten weiterhin überdurchschnittlich stark unter sexueller Gewalt, Armut und der grassierenden HIV-Pandemie. Laut UNICEF ist Eswatini das Land mit der höchsten Aidsrate weltweit. Das Kinderhilfswerk schätzt die Zahl der Aidswaisen auf rund 100.000.<ref name="unicef"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNICEF-Statistiken ( des Vorlage:IconExternal vom 29. Juni 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. zu Eswatini (englisch), abgerufen am 25. November 2015.</ref> Die Rechte der Frau sind in vielen Bereichen stark beschnitten. Beispielsweise lehnen Banken weiterhin Kreditanträge von Frauen ab, wenn diese keinen männlichen Bürgen nennen können.<ref>2009 Human Rights Report: Swaziland Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor (englisch).</ref><ref>Amnesty Report 2010 Swaziland</ref> Gesellschaftliche Diskriminierung von sowohl ethnischen als auch sexuellen Minderheiten (LGBT) ist nach wie vor weit verbreitet. Homosexualität unter Männern wird explizit kriminalisiert und als Straftat mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft.<ref>Strafrechtliche Bestimmungen über Homosexualität und ihre Anwendung weltweit (PDF; 1,6 MB) Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage u. a. der Abgeordneten Volker Beck, Claudia Roth und Jürgen Trittin und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, BT-Drucksache Nr. 16/3044 vom 19. Oktober 2006.</ref>
Militär
Mit der Umbenennung Swasilands in Eswatini im Jahr 2018 wurden auch die Streitkräfte, die 1968 als Royal Swaziland Defence Force gegründet worden waren, umbenannt. Die 3000 Mitglieder starken Streitkräfte von Eswatini, die Umbutfo Eswatini Defence Force, gliedern sich in Heer und eine kleine Luftwaffe.<ref>Welcome Dlamini: Army to recruit more soldiers. Meldung der Times of Swaziland vom 30. Mai 2013 auf www.times.co.sz (englisch)</ref> Sie dienen unter anderem der inneren Sicherheit und dem Grenzschutz.
Verwaltungsgliederung
<imagemap> Bild:Eswatini, administrative divisions - de - colored.svg|mini|Regionen von Eswatini
poly 504 0 503 34 469 91 491 142 521 161 531 176 537 235 526 265 533 310 549 348 544 488 600 488 600 1 Mosambik
poly 602 490 559 494 505 472 483 610 500 665 490 679 303 667 198 627 128 548 138 517 105 474 63 485 70 414 73 330 101 272 152 222 188 107 249 56 282 38 324 53 452 156 481 137 465 82 500 19 498 0 3 2 0 740 601 738 Südafrika
poly 113 269 142 245 195 126 255 75 263 56 311 66 411 133 378 131 382 225 338 220 318 259 247 273 237 338 165 316 Hhohho
poly 417 133 383 134 385 215 396 242 381 284 365 320 359 368 359 387 356 414 315 424 318 461 346 452 336 475 322 512 345 541 383 560 423 559 442 582 481 610 502 471 539 478 542 360 532 314 519 252 539 222 524 160 494 153 482 137 448 161 Lubombo
poly 110 272 75 316 75 370 76 484 79 491 109 463 135 458 146 464 161 456 166 478 169 506 224 462 265 502 265 463 306 445 320 453 329 422 362 401 350 359 361 317 377 283 387 249 393 224 365 214 331 222 330 256 252 271 244 337 176 324 162 306 Manzini (Region)
poly 103 466 125 449 171 457 177 508 221 460 265 513 273 464 302 448 344 454 318 513 377 561 430 561 481 613 500 680 306 665 190 619 135 552 141 512 Shiselweni
</imagemap>
Der Staat ist geteilt in vier Regionen (regions). Sie werden von einem Regional Administrator geführt, der vom König ernannt wird. Ihm zur Seite steht das Regional Council, das ebenfalls nicht vom Volk gewählt wird. Auf der Ebene unterhalb der Regionen gibt es die Tinkhundla und eine weitere Ebene darunter traditionelle Strukturen (umphakatsi) die von Häuptlingen (chiefs) angeführt werden.
| Region | Fläche (km²) | Einwohner lt. VZ 2007 | Hauptstadt |
|---|---|---|---|
| Hhohho | 3.569 | 282.734 | Mbabane |
| Lubombo | 5.945 | 207.731 | Siteki |
| Manzini | 4.070 | 319.530 | Manzini |
| Shiselweni | 3.779 | 208.454 | Nhlangano |
| Gesamt | 17.363 | 1.018.449 | Mbabane |
Wirtschaft
Allgemein
Eswatini gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von weniger als einem Euro pro Tag. Etwa 200.000 Menschen (rund ein Fünftel der Gesamtbevölkerung) waren 2005 auf Lebensmittelhilfe internationaler Organisationen angewiesen. Die Arbeitslosenquote beträgt 23 % (Stand: 2020)<ref>https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37091/umfrage/laender-mit-der-hoechsten-arbeitslosenquote-seit-1998/</ref>, unter jungen Menschen (15- bis 24-jährige) sind es sogar 46 %, eine der höchsten Raten weltweit.<ref>Fritz Schaap: Unruhen in Eswatini: Rolls-Royce-Limousinen, Paläste und Unterdrückung, Spiegel Online vom 1. August 2021</ref>
60 % der Bevölkerung betreiben Subsistenzwirtschaft, das heißt, sie produzieren nur für sich und ihre Familien und nicht für den Verkauf auf dem Markt oder den Export. Zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen gehören Zuckerrohr, Baumwolle, Mais, Tabak, Reis, Zitrusfrüchte, Hirse und Erdnüsse. Außerdem werden Rinder, Schafe und Ziegen gezüchtet. Die Bedeutung des Bergbaus ist zurückgegangen, da seit 1978 die hochwertigen Eisenerzvorkommen erschöpft sind. Wegen des weltweit starken Rückganges der Nachfrage nach dem gesundheitsschädlichen Asbest wurde die Havelock-Asbest-Mine und die Materialseilbahn Bulembu–Barberton, einst längste Materialseilbahn der Welt, die Asbest von Bulembu über die Grenze zum Bahnhof von Barberton in Südafrika beförderte – und Koks in der Gegenrichtung – daher 2001 stillgelegt. Es werden heute nur noch Diamanten, Steinkohle und Kaolin gefördert.
Die Wirtschaft ist sehr stark von Südafrika abhängig. 90 % der Importe stammen aus Südafrika, und etwa die Hälfte aller Exporte gehen nach Südafrika. Diese Abhängigkeit erstreckt sich auch auf die Energieerzeugung, die im Umfang von 80 % durch Stromimporte ergänzt werden muss.<ref>Mike Rycroft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The potential of small hydro power plants in southern Africa. ( des Vorlage:IconExternal vom 29. März 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf www.ee.co.za (englisch). In: EE Publishers (Hrsg.): energize, Mai 2014, S. 20–21.</ref> Das eigene Unternehmen ist die Eswatini Electricity Company. Eswatini ist Mitglied der Zollunion des Südlichen Afrika (SACU) (Eswatini, Lesotho, Namibia, Republik Südafrika und Botswana), deren Verrechnungseinheiten faktisch eine Währungsunion bedingen.
In Eswatini befindet sich die Afrika-Hauptniederlassung von Coca-Cola. Der Konzern war in den 1980er Jahren wegen Südafrikas Apartheid-Politik von dort ins Nachbarland umgezogen. Nach Schätzungen beträgt der Anteil am Bruttoinlandsprodukt rund 40 %. In der „Conco Swaziland“-Fabrik in Matsapha wird das Cola-Konzentrat für fast ganz Afrika hergestellt.<ref>US-Konzern will sich „nicht einmischen“. orf.at, 5. Januar 2012.</ref>
Der Zuckerrohranbau, die Haupteinnahmequelle des Landes, versklavt jedoch einen Teil der Bevölkerung: Zwangsräumungen von Landgemeinden, um Plantagen anzulegen, Kinderarbeit, Arbeitswochen von bis zu 60 Stunden usw. Der Internationale Gewerkschaftsbund spricht von „harten und ungesunden Arbeitsbedingungen, miserablen Löhnen und einer gewaltsamen Unterdrückung aller Versuche, sich gewerkschaftlich zu organisieren“.<ref name=":0">Alain Vicky: Absolutismus in Swasiland. Abgerufen am 26. Februar 2022.</ref>
Der öffentliche Dienst ist kaum entwickelt: Das Land verfügt nur über zwölf öffentliche Krankenwagen, in den Grundschulen gibt es in der Regel kein Mittagessen mehr und die Apotheken verschwinden.<ref name=":0" />
Ein Wirtschaftskreis von 15.000 Geschäftsleuten beansprucht den Großteil des Reichtums des Landes für sich. Zu diesem Kreis gehören südafrikanische Investoren, die in Swasiland dreimal so billige Arbeitskräfte finden konnten, und eine Gruppe weißer Unternehmer, die die britischen Kolonialherren beerbt haben.<ref name=":0" />
Seit 1990 gibt es im Land eine kleine Wertpapierbörse mit dem Namen Eswatini Stock Exchange (ESE).<ref>Overview and History | Eswatini Stock Exchange (ESE). Abgerufen am 26. Februar 2025.</ref>
| Jahr | 2010 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BIP in Mrd. USD (Kaufkraftparität) |
7,2 | 9,1 | 9,6 | 9,9 | 10,0 | 10,9 | 11,1 | 12,0 | 13,0 | 13,9 | 14,7 |
| BIP pro Kopf in USD (Kaufkraftparität) |
7.050 | 8.553 | 8.957 | 9.162 | 9.101 | 9.848 | 9.905 | 10.608 | 11.370 | 12.071 | 12.584 |
| BIP-Wachstum (real) |
3,8 % | 2,0 % | 4,7 % | 1,5 % | 0,3 % | 6,1 % | −2,9 % | 3,4 % | 1,1 % | 3,4 % | 2,8 % |
| Inflation (in Prozent) |
4,5 % | 5,0 % | 7,8 % | 6,2 % | 4,8 % | 2,6 % | 3,9 % | 3,7 % | 4,8 % | 4,9 % | 4,0 % |
| Staatsverschuldung (in Prozent des BIP) |
14 % | 16 % | 20 % | 22 % | 26 % | 31 % | 38 % | 37 % | 40 % | 39 % | 39 % |
Staatshaushalt
Der Staatshaushalt umfasste 2017 geschätzte Ausgaben von umgerechnet 1,639 Milliarden US-Dollar; dem standen Einnahmen von umgerechnet 1,263 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 8,5 % des BIP.<ref name="CIA-main">CIA: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The World Factbook 2020 ( vom 21. August 2020 im Internet Archive)</ref>
Die Staatsverschuldung betrug 2009 561 Millionen US-Dollar oder 31,3 % des BIP.<ref>Afrikanische Entwicklungsbank: Kingdom of Swaziland – Country strategy paper 2005–2009. Southern African Regional Poverty Network, Januar 2005, abgerufen am 30. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der Anteil der Staatsausgaben beträgt in % des BIP bei folgenden Bereichen:
- Gesundheit: 2000: 4,6 %; 2008: 8,9 %; 2017: 6,9 %<ref>Current health expenditure (% of GDP) – Eswatini. World Health Organization Global Health Expenditure database. Worldbank, 2017, abgerufen am 5. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Bildung: 2010: 6,1 %; 2011: 6,9; 2014: 7,1 %<ref>Government expenditure on education, total (% of GDP) – Eswatini. UNESCO Institute for Statistics. Worldbank, 2014, abgerufen am 5. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Militär: 2015: 1,8 %; 2016: 2 %; 2017: 1,9 %; 2018: 1,9 %, 2019: 1,8 %<ref name="CIA-main" />
Verkehrsinfrastruktur
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Eswatini hat ein gut ausgebautes Straßennetz. Es umfasste 2019 etwa 3.770 km, wovon rund ein Drittel asphaltiert ist. Es herrscht Linksverkehr.<ref name="CIA-main" /> Aufgrund der geographischen Lage, beispielsweise auf unbefestigten Straßen im Hochgebirge, ist ein Teil dieser Straßen nur langsam zu befahren. Während der Regenzeit ist mit Überschwemmungen zu rechnen. Außerdem befinden sich oft Fußgänger und Tiere auf der Fahrbahn.<ref>Eswatini: Reise- und Sicherheitshinweise. Infrastruktur/Verkehr. Auswärtiges Amt, Deutschland, 29. Juni 2020, abgerufen am 4. August 2020.</ref>
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Die staatliche Eisenbahn Eswatini Railways dient ausschließlich dem Güterverkehr (siehe auch: Schienenverkehr in Eswatini).
Der einzige internationale Flughafen des Landes ist seit 2014 der Internationale Flughafen König Mswati III. im Osten des Landes. Der ehemals internationale Flughafen Matsapha wird seit der Eröffnung des neuen Flughafens nur noch für medizinische Einsätze, Flugbewegungen der Königsfamilie und militärisch genutzt. Die nationale Fluggesellschaft Eswatini Airlink ist mehrheitlich eine Tochtergesellschaft der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink und trägt in ihrem Logo die Farben der südafrikanischen Flagge.
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Kultur
Mehrere historisch oder ökologisch wertvolle Objekte wie Gebäude und Naturschutzgebiete sind als Nationaldenkmale besonders geschützt.
Bräuche
Traditionell wird die Polygamie praktiziert, insbesondere von hochrangigen Männern. Neben der modernen Medizin gibt es Sangoma (etwa: „Heiler“), die ihre Ausbildung in traditioneller Art erhalten und zum Teil erlernen, aus geworfenen Knochen vermeintliche Erkenntnisse zu gewinnen.
iNcwala
Eine bedeutende Zeremonie ist iNcwala (etwa: „Zeremonie der ersten Frucht“). Sie darf nur vom König angeleitet werden und findet im Wesentlichen in Lobamba statt. Sie beginnt an einem von einheimischen Astronomen festgelegten Tag im Dezember und dauert vier Wochen. Die Zeremonien haben den Zweck, den Segen der Ahnen zu erhalten, die Rolle des Königshauses zu stärken und die beginnende Erntezeit anzuzeigen. Das Fest beginnt bei Neumond mit dem Sammeln von Meeresschaum am Ufer des Indischen Ozeans in Mosambik. Der König erhält mit diesem Schaum zubereitete Nahrung und spuckt sie nach Osten und Westen aus. Damit beginnt die „Kleine iNcwala“. Wenn dann Vollmond folgt, beginnt die „Große iNcwala“. Männer sammeln nach einer langen Wanderung in der Nacht Zweige des Lusekwane-Busches und bringen sie zum Ort des Königs, der sich derweil zur Einkehr zurückgezogen hat. Der iNczuala-Tanz wird von Kriegern aufgeführt, bis sich der König wieder der Öffentlichkeit zeigt. Er isst den ersten geernteten Kürbis – erst dann dürfen die anderen Anwesenden Kürbis essen.<ref>Beschreibung bei african.net (englisch), abgerufen am 18. Mai 2012.</ref>
uMhlanga
Die bekannteste traditionelle Veranstaltung ist der acht Tage währende uMhlanga oder Reed Dance Festival (Schilftanzfest). Sie wird Ende August oder Anfang September vor allem zu Ehren der Ndlovukati (wörtl. „Elefantin“, Mutter des Königs) als auch zur Feier der Jungfräulichkeit begangen. Die Zeremonie beginnt damit, dass mehrere Zehntausend ledige kinderlose Mädchen und junge Frauen sich auf den Weg machen, um Schilf zu schneiden und es dann über bis zu 30 km zum Palast der Ndlovukati im königlichen Dorf Ludzidzini zu bringen. Dort wird damit der Windschutz um ihre königliche Residenz ausgebessert. Die eigentliche Feier beginnt am sechsten Tag mit dem Ablegen des Schilfs und den anschließenden Tänzen in traditionellen bunten Gewändern. Sie erreicht am nächsten Tag den Höhepunkt der uMhlanga-Zeremonie mit Gruppentänzen und Gesängen, angeführt von Töchtern des Königs und erkennbar an den roten Federn im Haarschmuck. An diesem Tag ist der König unter den Zuschauern, der sich dabei gelegentlich eine weitere Frau aussucht. Am letzten Tag werden auf Anordnung des Königs Rinder für die Mädchen geschlachtet. Sie erhalten Fleischstücke und gehen nach Hause.<ref>Umhlanga – der Reed Dance in Swaziland. In: For that moment – Reisemagazin. itravel, 7. August 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2020; abgerufen am 20. Juni 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Umhlanga Reed Dance. In: The Kingdom of Eswatini – a royale experience. Geo Group Marketing Ltd. im Auftrag der Eswatini Tourism Authority, abgerufen am 20. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sport
Special Olympics Eswatini wurde 1999 gegründet und nahm mehrmals an Special Olympics Weltspielen teil.
Medien
Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen sieht in Eswatini eine schwierige Lage für die Pressefreiheit.<ref name="RangPres" /> Es wird besonders darauf hingewiesen, dass Eswatinis absoluter Herrscher keinerlei Kritik an seiner Person duldet und zahlreiche Gesetze die Pressefreiheit einschränken. Staatliche Medien dominieren und veröffentlichen nur vorab genehmigte Nachrichten, während unabhängige Zeitungen kaum Zugang zu Regierungsinformationen haben.<ref>Eswatini. Reporter ohne Grenzen, 2020, abgerufen am 17. August 2020.</ref>
Times of Swaziland und Eswatini Observer sind die Tageszeitungen, die in englischer Sprache als Printausgabe erscheinen. Das unabhängige Magazin The Nation erscheint monatlich, seit 2011 auch in einer Onlineausgabe.<ref>Swazi ‘Nation‘ Magazine noe Online swazilandcommentary.blogspot.de, swazilandhumanrightswatch.net, 15. April 2011, abgerufen am 22. Juli 2016 – (englisch)</ref> Der Chefredakteur wurde wegen kritischer Berichte zweimal inhaftiert.<ref>Mia Swart: Media freedom in SA not shared in region. In: BusinessDay live. Times Media, 22. Juli 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2016; abgerufen am 12. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der staatliche Eswatini Broadcasting and Information Service ist ein von der Eswatini Communications Commission (ESCCOM) als Regulierungsbehörde kontrollierter Mediendienstleister<ref>Broadcasting Introduction. Eswatini Kommunikationskommission (ESCCOM), 2013, abgerufen am 3. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und strahlt Programme auf siSwati und auf Englisch aus. Über diese Organisation wird staatliche Kontrolle über die Medienlandschaft ausgeübt.<ref>Eswatini. In: rsf.org. Reporter ohne Grenzen, 27. November 2020, abgerufen am 21. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine Rundfunkanstalt ist die christlich orientierte Voice of the Church (VOC). Die staatliche Eswatini Television Authority betreibt den staatlichen Sender Eswatini TV. Häufig werden Programme aus Südafrika empfangen.
Im Jahr 2022 nutzten 58,3 Prozent der Einwohner Eswatinis das Internet.<ref>Individuals using the Internet (% of population). Weltbank, abgerufen am 13. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Literatur
Weblinks
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- Atlas: Eswatini – geographische und historische Karten bei Wikimedia Commons
- The Government of The Kingdom of Eswatini (Regierungs-Website, englisch)
- Eswatini bei CIA World Factbook (englisch)
- Eswatini, Landes- und Reiseinformationen bei Auswärtiges Amt, Deutschland
- Eswatini, Landes- und Reiseinformationen bei Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, Österreich
- Informationen für Reisende nach Eswatini, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, Schweiz
- AFRIKAS LETZTER HERRSCHERKÖNIG: Eine Nation, ein König und 15 Rolls-Royce.
Einzelnachweise
<references responsive />
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| Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen: |
Ägypten<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Eswatini | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Jemen<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Demokratische Republik Kongo | Republik Kongo | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Südsudan | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik |
|
| Abhängige Gebiete: |
Îles Éparses | Kanarische Inseln | Madeira | Mayotte | Plazas de soberanía (mit Ceuta und Melilla) | Réunion | St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha | |
| Umstrittene Gebiete: |
| Mitgliedstaaten: |
Ägypten | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Eswatini | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Demokratische Republik Kongo | Republik Kongo | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Südsudan | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik |
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| International nicht anerkannte Mitglieder: |
| Aktuelle Mitgliedstaaten: |
Antigua und Barbuda | Australien | Bahamas | Bangladesch | Barbados | Belize | Botswana | Brunei | Dominica | Eswatini | Fidschi | Gabun | Gambia | Ghana | Grenada | Guyana | Indien | Jamaika | Kamerun | Kanada | Kenia | Kiribati | Lesotho | Malawi | Malaysia | Malediven | Malta | Mauritius | Mosambik | Namibia | Nauru | Neuseeland | Nigeria | Pakistan | Papua-Neuguinea | Ruanda | Salomonen | Sambia | Samoa | Seychellen | Sierra Leone | Singapur | Sri Lanka | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Südafrika | Tansania | Togo | Tonga | Trinidad und Tobago | Tuvalu | Uganda | Vanuatu | Vereinigtes Königreich | Zypern |
|
| Ehemalige Mitgliedstaaten: |
Dominion Neufundland | Föderation Malaya | Irland | Sultanat Sansibar | Tanganjika | Simbabwe |
Koordinaten: 26° 29′ S, 31° 26′ O
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