Isabel Kerschowski
| Isabel Kerschowski | ||
| Datei:IsabelKerschowski1.jpg im Trikot des 1. FFC Turbine Potsdam (2009)
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| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 22. Januar 1988 | |
| Geburtsort | Ost-Berlin, DDR | |
| Größe | 167 cm | |
| Position | Sturm | |
| Juniorinnen | ||
| Jahre | Station | |
| 2000–2005 | BSC Marzahn | |
| Frauen | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2005–2012 | 1. FFC Turbine Potsdam | 123 (26) |
| 2010 | 1. FFC Turbine Potsdam II | 2 (2) |
| 2012–2014 | Bayer 04 Leverkusen | 33 (2) |
| 2014–2018 | VfL Wolfsburg | 59 (6) |
| 2018 | VfL Wolfsburg II | 1 (0) |
| 2018–2021 | Bayer 04 Leverkusen | 33 (1) |
| 2021–2022 | 1. FFC Turbine Potsdam | 17 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore)2 |
| 2003 | Deutschland U-15 | 1 (1) |
| 2003–2005 | Deutschland U-17 | 24 (10) |
| 2005–2007 | Deutschland U-19 | 36 (24) |
| 2008 | Deutschland U-20 | 6 (3) |
| 2007–2010 | Deutschland U-23 | 12 (5) |
| 2007–2017 | Deutschland | 21 (4) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. Stand: Saisonende 2020/21 2 Stand: Juni 2018 | ||
Isabel Kerschowski (* 22. Januar 1988 in Ost-Berlin) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin.
Karriere
Vereine
Isabel Kerschowski wuchs im Berliner Stadtteil Hellersdorf auf. In ihrer Jugend war sie eine erfolgreiche Leichtathletin. Nachdem ihre Zwillingsschwester Monique Kerschowski im Jahre 2000 einen Knorpelschaden im Knie erlitt, fing sie eher zufällig mit dem Fußballspielen an. Als sie sich neue Fußballschuhe kaufen wollte, traf sie zufällig auf einen Vertreter des BSC Marzahn, der neue Spielerinnen für die Mädchenmannschaft suchte. Innerhalb kürzester Zeit wurde Kerschowski in die Berliner Auswahlmannschaft berufen. 2005 gewann sie mit der Berliner Auswahl den U-18-Länderpokal und wurde Torschützenkönigin des Turniers.<ref>ffc-turbine.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stressige Tage für Isabel Kerschowski ( vom 18. August 2007 im Internet Archive)</ref> Ihr Talent blieb auch dem 1. FFC Turbine Potsdam nicht verborgen. Im Sommer 2005 wechselte sie zusammen mit ihrer Schwester zum Bundesligisten. Gleichzeitig besuchten sie von nun an das Internat an der Potsdamer Sportschule.
Schon in der ersten Saison konnte Kerschowski sowohl die Meisterschaft als auch den Pokal gewinnen. Im Pokalfinale gegen den 1. FFC Frankfurt erzielte sie das vorentscheidende 1:0. Am 12. Januar 2008 gewann sie den DFB-Hallenpokal, am 24. Januar 2009 gewann sie mit den „Turbinen“ erneut den DFB-Hallenpokal und wurde mit fünf Toren Torschützenkönigin des Turniers.<ref>dfb.de: Titelverteidiger Potsdam triumphiert erneut</ref> Am Saisonende wurde sie mit ihrer Mannschaft zum zweiten Mal deutsche Meisterin. 2010 gewann Kerschowski mit Potsdam nicht nur erneut die deutsche Meisterschaft, sondern auch die Champions League.
Zur Saison 2012/13 unterschrieb Kerschowski bei Bayer 04 Leverkusen,<ref>turbine-potsdam.de: Isabel Kerschowski verlässt den 1. FFC Turbine Potsdam</ref> wo sie sogleich zur Mannschaftskapitänin ernannt wurde. Nach zwei Jahren wurde sie in Leverkusen verabschiedet und unterschrieb zur Saison 2014/15 einen Zweijahresvertrag beim amtierenden deutschen Meister VfL Wolfsburg.<ref>VfL Wolfsburg verpflichtet Isabel Kerschowski. womensoccer.de, abgerufen am 12. Juni 2014.</ref> Nach vier Jahren beim VfL Wolfsburg, mit dem sie zweimal Bundesligameister und viermal Pokalsieger wurde, kehrte sie am 22. Juni 2018 zu Bayer 04 Leverkusen zurück.<ref>Willkommen zurück, Isabel Kerschowski! Bayer 04 Leverkusen, abgerufen am 23. Juni 2018.</ref> Aufgrund eines Kreuzbandrisses kam sie in der Saison 2018/19 nur auf drei Einsätze.<ref>bayer04.de: Kerschowski erleidet Kreuzbandriss</ref> Ihr Vertrag wurde aber im Juli 2019 um ein Jahr verlängert.<ref>bayer04.de: „Frauen: Kerschowski weiterhin in Schwarz und Rot“ </ref> Im Dezember 2019 konnte sie dann wieder in der Bundesliga eingesetzt werden.
Am 21. Mai 2021 wurde sie für die Saison 2021/22 wieder von Turbine Potsdam verpflichtet.<ref>https://www.turbine-potsdam.de/2021/05/21/der-1-ffc-turbine-potsdam-verpflichtet-isabel-kerschowski-fuer-die-neue-saison/</ref> Am 21. März 2022 verkündete Kerschowski ihr Karriere-Ende<ref>Sportschau: Olympiasiegerin geht: Isabel Kerschowski beendet Karriere vom 21. März 2022</ref> und beendete nach dem DFB-Pokal der Frauen Finale 28. Mai 2022 ihre aktive Karriere.<ref>Mit Mut und Herz gegen den großen Favoriten. RBB, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. August 2022; abgerufen am 23. Juli 2022.</ref>
Nationalmannschaft
Im Juli 2006 gewann Kerschowski mit der U-19-Nationalmannschaft die Europameisterschaft in der Schweiz. Im Finale erzielte sie zwei Tore. Im Juli 2007 verteidigte sie mit der U-19-Auswahl den Europameistertitel. 2008 belegte sie mit der U-20-Nationalmannschaft den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Chile. Zuletzt gehörte Kerschowski bis 2010 zum Kader der U-23-Nationalmannschaft, für die sie in zwölf Spielen fünf Tore erzielen konnte.
Am 10. Mai 2007 gab beim EM-Qualifikationsspiel in Wales ihr Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft. Fast sechs Jahre später wurde sie aufgrund einer Verletzung von Bianca Schmidt von Bundestrainerin Silvia Neid für den Algarve-Cup 2013 nachnominiert. Dort kam sie in der Partie gegen Japan zu ihrem zweiten Einsatz für die A-Nationalmannschaft. Im Vorfeld zur Europameisterschaft wurde sie nach der verletzungsbedingten Absage von Alexandra Popp nachträglich in den vorläufigen deutschen Kader berufen.<ref>dfb.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Beim 6:0-Sieg gegen die Türkei am 8. April 2016 erzielte sie mit dem 1:0 ihr erstes Länderspieltor. Zudem gelangen ihr noch die Tore zum zwischenzeitlichen 3:0 und zum 6:0-Endstand in der Nachspielzeit.<ref>dfb.de: „6:0 in der Türkei: Kerschowski trifft dreimal, Popp doppelt“</ref>
2016 wurde Kerschowski für das olympische Fußballturnier der Frauen in Brasilien in den Kader der Nationalmannschaft aufgenommen.<ref>Olympische Fussballturniere Rio 2016: Deutschland. Abgerufen am 20. Januar 2023.</ref> In den sechs Turnierspielen kam sie viermal zum Einsatz (je zweimal aus- und eingewechselt). Durch den 2:1-Sieg im Finale gegen Schweden gewann sie die Goldmedaille.<ref>Olympische Fussballturniere Rio 2016: Schweden - Deutschland. Abgerufen am 20. Januar 2023.</ref> Dafür erhielt sie im November 2016 von Bundespräsident Joachim Gauck das Silberne Lorbeerblatt.<ref>Silbernes Lorbeerblatt auf bundespraesident.de.</ref>
Ihr bisher letztes Länderspiel bestritt sie im mit 1:2 gegen Dänemark verlorenen EM-Viertelfinale am 30. Juli 2017, bei dem sie in der 3. Spielminute das 1:0 für die deutsche Mannschaft erzielt hatte.
Erfolge
- Olympiasiegerin 2016
- Champions-League-Siegerin 2010
- Deutsche Meisterin 2006, 2009, 2010, 2011, 2012, 2017, 2018
- DFB-Pokal-Siegerin 2006, 2015, 2016, 2017, 2018
- DFB-Hallenpokal-Siegerin 2008, 2009
- 3. Platz bei der U-20-Weltmeisterschaft 2008
- U-19-Europameisterin 2006, 2007
- Beste Spielerin der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2006 (zusammen mit ihrer Schwester)<ref> http://de.uefa.com/womensunder19/history/season=2006/goldenplayer/index.html</ref>
Privates
Zurzeit absolviert Isabel Kerschowski eine Ausbildung zur Tischlerin. Auf ihrer Stirn hat sie eine längs verlaufende Narbe, während ihre Zwillingsschwester Monique eine quer verlaufende Narbe auf der Stirn hat.<ref>ffc-turbine.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Wir wollen hier erstmal Fuß fassen.“ ( vom 18. August 2007 im Internet Archive)</ref> Im September 2017 verpartnerte sich Isabel Kerschowski mit ihrer langjährigen Lebensgefährtin.<ref>L-Mag.de: Die Hochzeiten, Verlobungen, Regenbogenbabies und Abschiede 2017</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kerschowski, Isabel |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Fußballspielerin |
| GEBURTSDATUM | 22. Januar 1988 |
| GEBURTSORT | Ost-Berlin, Deutsche Demokratische Republik |
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- Fußballnationalspieler (Deutschland)
- Fußballspieler (1. FFC Turbine Potsdam)
- Fußballspieler (Bayer 04 Leverkusen)
- Fußballspieler (VfL Wolfsburg)
- Deutscher Meister (Fußball)
- Olympiasieger (Fußball)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Teilnehmer an einer Fußball-Europameisterschaft (Deutschland)
- Träger des Silbernen Lorbeerblattes
- Deutscher
- DDR-Bürger
- Geboren 1988
- Frau