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Fatululic

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Fatululic
Datei:2020-08-02 UPF Companha Bravo, Posto Fatululic mit Antonino Armindo 2.jpg
Mitglieder der Grenzpolizei in Fatululic
Daten
Fläche 19,37 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistics.gov.tl, abgerufen am 23. November 2016.</ref>
Einwohnerzahl 692 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref>
Chefe de Suco Carlos Mendonça
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Aitoun 202
Beco 237
Beidasi 156
Fatululic (Osttimor)
Fatululic (Osttimor)
Koordinaten: 9° 11′ S, 125° 8′ O
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Fatululic (Fatululik, Fatu-Lulik, Fatolulic, Fatulilic, Fatululique) ist ein osttimoresischer Suco in der Gemeinde Cova Lima. Fatululic ist der Verwaltungssitz des Verwaltungsamts Fatululic.

Der Name

Mit Fatu werden die für Timor charakteristischen Klippen bezeichnet (abgeleitet vom Tetum-Wort Fatuk für „Fels“). Das Wort lulic (oder lulik) bedeutet „heilig“. „Fatululic“ bedeutet somit „heilige Klippe“ oder „heiliger Fels“.<ref name="placenames">Geoffrey Hull: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, (Memento vom 14. Februar 2017 im Internet Archive) abgerufen am 28. September 2014.</ref> Im Südosten des Sucos Fatululic liegt der Foho Taroman, der mit 1744 m höchste Berg der Gemeinde Cova Lima.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cova Lima District Development Plan 2002/2003 (Memento vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive) (englisch; PDF-Datei; 2,24 MB)</ref> Er diente früher als Ort für animistische Riten.

1936 wurde Fatululic von den Portugiesen in Nova Monchique umbenannt. Doch der Name setzte sich nicht durch und einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte man zum alten Namen zurück.<ref name="placenames"/><ref>João Soares: Novo Atlas Escolar Português, 5. aktualisierte Auflage, Lisboa 1954</ref>

Geographie

Fatululic
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Aitoun 9° 12′ 20″ S, 125° 6′ 55″ O
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1542 m
Beco 9° 11′ 19″ S, 125° 8′ 20″ O
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1189 m
Beidasi 9° 11′ 12″ S, 125° 8′ 27″ O
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1348 m
Datei:2012-10-01 Border post of Fatululic.jpg
UPF-Posten bei Beco

Der Suco bildet den Westteil des Verwaltungsamts. Östlich liegt der ebenfalls zum Verwaltungsamt gehörende Suco Taroman, südlich das Verwaltungsamt Fohorem mit seinen Sucos Dato Rua, Lactos und Dato Tolu. Nördlich liegt das indonesische Westtimor. Der Grenzfluss zum Nachbarstaat ist der Lelosi, ein Nebenfluss des Tafara. Vor der Gebietsreform 2015 hatte Fatululic eine Fläche von 21,42 km².<ref name=Census2010-2><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)</ref> Nach einigen Grenzkorrekturen zu Taroman sind es nun 19,37 km².<ref name="Cen2015" />

Eine Überlandstraße führt in Ost-West-Richtung quer durch den Suco und verbindet die kleinen Ortschaften Beco (Beko), Beidasi und Aitoun mit der Außenwelt. In Aitoun und Beidasi (Escola Primaria Beidasi)<ref name=Poll>Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)</ref> befindet sich jeweils eine Grundschule.<ref name="UNMIT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 449 kB)</ref> Trotz der Überlandstraße mussten für die Parlamentswahlen in Osttimor 2007 die Wahlurnen per Hubschrauber zum Wahllokal in der Grundschule Beidasi gebracht und abgeholt werden.<ref name=Poll/> Bei Beco hat die Kompanie B der Unidade de Patrulhamento de Fronteira (UPF) ihren Stützpunkt.

In Beidasi befindet sich der Sitz des Sucos und des Verwaltungsamtes, weswegen der Ort auch manchmal „Fatululic“ genannt wird.

Im Suco befinden sich die drei Aldeias Aitoun, Beco und Beidasi.<ref name=JdR><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch, PDF-Datei; 315 kB)</ref>

Einwohner

Datei:2016-08-17 Fatululic.jpg
Würdenträger aus Fatululic (2016)

Der Suco hat 692 Einwohner (2022), davon sind 352 Männer und 340 Frauen. Im Suco gibt es 148 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Über 95 % der Einwohner geben Bunak als ihre Muttersprache an. Kleine Minderheiten sprechen Tetum Prasa oder Habun.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Fatululic (tetum; PDF; 8,3 MB)</ref>

Geschichte

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Der Suco Fatululic gehörte zur Exklave von Maucatar, die im Vertrag von Lissabon (1859) den Niederlanden untergeordnet wurde. Maucatar war nur über einen schmalen Streifen im Norden mit dem restlichen, niederländischen Territorium auf Timor verbunden. Ringsherum lagen timoresische Reiche, die Portugal zugeordnet waren. Zwar gab es bereits 1904 eine Vereinbarung zwischen den Kolonialmächten, das Maucatar an die Portugiesen abgetreten werden sollte, doch erst 1916 ging es in portugiesischen Besitz über.<ref name="ASFB">Antoinette Schapper: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Finding Bunaq: The homeland and expansion of the Bunaq in central Timor (Memento vom 24. Oktober 2013 im Internet Archive), S. 163–186, in: Andrew McWilliam, Elizabeth G. Traube: Land and Life in Timor-Leste: Ethnographic Essays, 2011</ref>

Der Berg Taroman war ab 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Hier gründete sie eine base de apoio, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus Cova Lima bot. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört.<ref name="CAVR7.3">„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>

Politik

Datei:2021-10-07 Carlos Mendonça CdS Fatululic.jpg
Carlos Mendonça (2021)

Bei den Wahlen im Mai 2005 wurden erstmals 90 Frauen in die Sucoräte Cova Limas gewählt. Das entspricht etwa drei Frauen pro Dorf. In Fatululic wurde Lusia Guterres (Lucia Gutteres, * 1982) als erste Frau überhaupt in Cova Lima zur Chefin eines Sucos gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Die dreifache Mutter setzte sich dabei gegen vier andere Kandidaten durch, obwohl sie Mitglied einer Oppositionspartei und nicht der damals dominierenden FRETILIN war. Über sie wurde der Film Lusia – Eine Tochter von Fatululik gedreht. Bei den Neuwahlen am 9. Oktober 2009 gewann Lourenço da Cruz<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2016 Carlos Mendonça.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. (Memento vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref>

Persönlichkeiten

Filmografie

Weblinks

Commons: Fatululic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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