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Palos de la Frontera

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Gemeinde Palos de la Frontera
Datei:Palos.jpg
Wappen Karte von Spanien
90x140px|alt=|Wappen von Palos de la Frontera
Palos de la Frontera (Spanien)
Palos de la Frontera (Spanien)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Land: SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien
Autonome Gemeinschaft: AndalusienDatei:Bandera de Andalucía.svg Andalusien
Provinz: Huelva
Comarca: Vorlage:Metadaten Comarca ES
Gerichtsbezirk: Vorlage:Metadaten Gerichtsbezirk ES
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 37° 13′ N, 6° 53′ WKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 37° 13′ N, 6° 53′ W
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Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „strong“ Einw./km²
Gründung: 1379
Postleitzahl(en): 21810
Gemeindenummer (INE): 21055 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Carmelo Romero Hernández (PP)
Website: Palos de la Frontera
Datei:Carabela Niña Palos.jpg
Nachbildung der Karavelle Pinta
Datei:Rabida1.jpg
Kloster von La Rábida

Palos de la Frontera ist eine Stadt der Provinz Huelva der autonomen Region Andalusien in Spanien. Ihre Entfernung zur Provinzhauptstadt Huelva beträgt 14 km. Sie liegt am linken Ufer des Río Tinto, nahe der Mündung des Río Odiel, wo dieser sich mit dem Río Tinto vereint. Die Einwohner werden in Spanien „Palermos“ genannt.<ref name="Huelva">Huelva, buenas noticias: Juan de Bermúdez, el onubense que dio nombre a las famosas Islas Bermudas, 5. September 1515, abgerufen am 6. Juli 2024.</ref>

Palos de la Frontera bezeichnet sich selbst als „Wiege der Entdeckung Amerikas“. Von hier aus stach Kolumbus mit den beiden Karavellen Niña und Pinta und der Karacke Santa Maria am 3. August 1492 in See, als er den Seeweg nach Indien entdecken wollte. Herausragende Persönlichkeiten der Stadt – wie z. B. die Brüder Pinzón – spielten eine zentrale Rolle bei der Entdeckung Amerikas durch die Europäer.

Geschichte

Der Name der Stadt geht auf das lateinische Wort palus zurück, was in diesem Zusammenhang so viel bedeutet wie „Sumpf“ oder „See“. Bis 1642 hieß die Stadt lediglich Palos. Mitte des 16. Jahrhunderts glaubten die ersten Chronisten der Entdeckung Amerikas, Gonzalo Fernández de Oviedo und Francisco López de Gómara, irrtümlicherweise, bei Palos und Moguer handele es sich um ein und denselben Ort. Sie schufen daher die Bezeichnung Palos de Moguer, die sehr schnell Eingang in die Enzyklopädien und Lehrbücher der Zeit fand.

Im Mai 1642 beschloss der Stadtrat von Palos, die Stadt in Palos de la Frontera umzubenennen. Dabei machte er sich den Umstand zunutze, dass der aufständische Marqués de Ayamonte portugiesische Truppen über den Grenzfluss Guadiana nach Osten bis zum Río Tinto geführt hatte. Durch den neuen Namenszusatz konnte der falsche Eindruck verdrängt werden, der Palos als Dorf der Nachbarstadt Moguer hatte erscheinen lassen.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2020
Einwohner 1.619 1.889 1.953 2.220 2.324 2.486 2.571 4.392 5.798 6.750 7.314 9.614 12.073
Quelle: Instituto Nacional de Estadística (INE)

Wirtschaft

In den letzten Jahren hat sich die wirtschaftliche Aktivität weg von der traditionellen Fischerei und hin zu einer modernen Industrieproduktion verlagert. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Hier zu erwähnen ist vor allem der für die Provinz Huelva typische großflächige Anbau von Erdbeeren.

In Palos befinden sich zudem das Kraftwerk Palos de la Frontera des Betreibers Naturgy und eine Raffinerie von Moeve, in der Phenol, Aceton und Cumol hergestellt werden.<ref>chemicals.moeveglobal.com: Palos de la Frontera (Spain), abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref>

Sehenswürdigkeiten

  • Iglesia de San Jorge im Mudéjarstil. Neben der Kirche befinden sich die Überreste des Kastells von Palos.
  • Museo de Martín Alonso Pinzón. Hier kann der Besucher nautische Instrumente, Gemälde und Karten im Zusammenhang mit der Entdeckung Amerikas betrachten. Ein Monument erinnert an den Kapitän Kolumbus und bedeutenden Bürger Martín Alonso Pinzón.
  • Franziskanerkloster La Rábida (auf der Straße nach Huelva).
  • Der botanische Garten (ebenfalls auf der Straße nach Huelva), angelegt von José Celestino Mutis, mit einheimischen und amerikanischen Arten.
  • Muelle de las Carabelas („Kai der Karavellen“). Hier liegen die Nachbildungen der zwei Karavellen Pinta und Niña und der Karacke Santa Maria, mit denen Kolumbus auf der Suche nach dem Seeweg nach Indien aufbrach (die Nachbildungen wurden eigens für die Feier zum 500-jährigen Jubiläum der Entdeckung Amerikas im Jahre 1992 angefertigt und auf der Expo in Sevilla aufgestellt).
  • Muelle de la Reina („Mole der Königin“). Ein Monument des Ikarus erinnert an den seinerzeit weltweites Aufsehen erregenden ersten Interkontinentalflug des Wasserflugzeugs Plus Ultra von Huelva nach Buenos Aires im Jahre 1926.

Papstbesuch

Am 14. Juni 1993 besuchte Papst Johannes Paul II. Palos de la Frontera. U. a. würdigte er die herausragende historische Bedeutung der Stadt, sowohl für das Gepräge der modernen Welt als auch im Hinblick auf die Verbreitung des Christentums.

Städtepartnerschaften

Die Stadt unterhält unter anderem Partnerschaften mit den Städten

sowie mit

Söhne und Töchter der Stadt

Datei:TresCarabelas.jpg
Nachbildung der drei Schiffe
Datei:PalosDeLaFronteraPlatz.jpg
Plaza Comandante Ramón Franco (Juli 2001)

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Palos de la Frontera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Palos de la Frontera – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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