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Xenophon Zolotas

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. Februar 2026 um 11:21 Uhr durch imported>Altaripensis2 (2. Oktober 1959: Korr.).
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Datei:Xenophón Zolótas - 1989 (cropped).jpg
Xenophon Zolotas (1989)

Xenophon Evthymiou Zolotas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), * 26. März 1904; † 11. Juni 2004) war ein griechischer Volkswirt und 1989 kurzzeitig parteiloser Ministerpräsident Griechenlands.

Leben

Xenophon Zolotas war ein herausragender Schüler.<ref>Ξενοφών Ζολώτας: ο λόγος του στα αγγλικά με ελληνικές λέξεις, που έμεινε ιστορικός. In: Lectures Bureau. 26. August 2023, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er studierte erst in Athen und nahm dann 1924 sein Studium in Leipzig auf und dissertierte dort 1926. Das Thema seiner Dissertation lautete „Griechenland im Stadium der Industrialisierung“. Anschließend führte er seine Studien in Paris fort und wurde 1928 Dozent für Volkswirtschaftslehre an der Universität Athen. Im selben Jahr, im Alter von nur 24 Jahren, wurde er zum Professor für Volkswirtschaftslehre an der damals neu gegründeten Aristoteles-Universität Thessaloniki, wo er drei Jahre lang blieb. Er setzte dann seine Arbeit als Hochschulprofessor an der Universität Athen bis 1968 fort. Ab 1931 gab er die „Griechische Zeitschrift für Wirtschaft und Politikwissenschaften“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) heraus, in der neue Forschungsergebnisse veröffentlicht und über Wirtschaftsthemen diskutiert wurde.<ref name=":0">Zolotas. Abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>

In den späten 1940er Jahren übernahm er zusammen mit Ilias Lalaounis das renommierte Juweliergeschäft Zolotas aus Familienbesitz. Aufgrund politischer und akademischer Verpflichtungen verließ Xenophon Zolotas das Geschäft wieder.

Er war Vorstandsmitglied der UNRRA und hatte hohe Ämter im Internationalen Währungsfonds inne.

Zolotas war zwischen 1944 und 1945, 1955 und 1967 sowie 1974 und 1981 Direktor der Bank von Griechenland. Er veröffentlichte auch zahlreiche Arbeiten zu griechischen und internationalen Wirtschaftsthemen.

1952 wurde er in die Akademie von Athen gewählt. 1955 erwarb er auch einen Hochschulabschluss in Jura. Anschließend setzte er sein Studium an der Harvard University in den Vereinigten Staaten fort, wo er einen weiteren Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften bekam. 1957 und 1959 hielt er in Washington zwei Reden, die als historisch gelten. Die Sprache dieser Reden war Englisch, jedoch verwendete er vorwiegend Wörter griechischen Ursprungs.<ref name=":0" />

1968 wurde er während der Diktatur von seiner Stelle als ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Athen entfernt. 1974 übernahm er das Amt des Ministers für Koordinierung in der Übergangsregierung von Konstantinos Karamanlis, das er 1952 kurzzeitig bereits unter Dimitrios Kiousopoulos bekleidet hatte. Von 1984 bis 1988 trieb er als Finanzminister wichtige Wirtschaftsreformen voran, um die Inflation einzudämmen und das Haushaltsdefizit zu verringern.<ref name=":0" />

Als im Jahre 1989 weder die PASOK noch die Nea Dimokratia eine Mehrheit erreichen konnte, erklärte sich der damals 85-jährige bereit, bis zu Neuwahlen das Amt des Ministerpräsidenten auszuüben. Als bei den Wahlen 1990 die Nea Dimokratia unter Konstantinos Mitsotakis die Mehrheit erreichte, trat er zurück.

Sein Beitrag zur Entwicklung der griechischen Wirtschaft und dem Beitritt seines Heimatlandes zur Währungsunion des Euros gilt als ausgesprochen wichtig.<ref>ggilson: Remembering Zolotas: A speech in English with all Greek words. 28. März 2019, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Wayback Machine. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. April 2024; abgerufen am 14. Februar 2026.</ref> Er gehörte zu den wichtigsten Wirtschaftswissenschaftlern Griechenlands.<ref>ggilson: Remembering Zolotas: A speech in English with all Greek words. 28. März 2019, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Berühmte Reden

Zwei seiner Reden im Englischen, die er als Vorsitzender der Bank von Griechenland am Abschlusstag der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gab, erlangten große Aufmerksamkeit, da sie fast ausschließlich in Wörtern verfasst wurden, die aus dem Griechischen stammen. Er wollte damit betonen, dass das Griechische eine Sprache ist, die den Ursprung der meisten wissenschaftlichen Theorien, philosophischen Gedanken und der Literatur in den meisten modernen Sprachen der westlichen Welt entwickelt, geprägt und zum Ausdruck gebracht hat.<ref name=":1">Ολόκληρη η ιστορική ομιλία του Ξενοφώντα Ζολώτα στα αγγλικά, αποκλειστικά με ελληνικές λέξεις | LiFO. 9. Februar 2024, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einleitend zu seiner ersten Rede sagte er: „I always wished to address this Assembly in Greek, but realized that it would have been indeed ‘Greek’ to all present in this room. I found out, however, that I could make my address in Greek which would still be English to everybody. With your permission, Mr. Chairman, l shall do it now, using with the exception of articles and prepositions, only Greek words.“

Übersetzung: „Ich wünschte immer, diese Versammlung auf Griechisch anzusprechen, verstand aber, dass dies in der Tat für alle in diesem Raum Anwesenden 'Griechisch'<ref>Das ist ein Wortspiel: „Griechisch“ bedeutet hier so viel wie „unverständlich“.</ref> gewesen wäre. Jedoch fand ich heraus, dass ich meine Ansprache in einem Griechisch halten könnte, das für jeden immer noch Englisch wäre. Mit Ihrer Erlaubnis, Herr Vorsitzender, werde ich das nun tun, indem ich außer Artikeln und Präpositionen nur griechische Wörter benutzen werde.“

Auszüge aus den Reden; aus dem Griechischen stammende Wörter sind kursiv gesetzt:

26. September 1957

Kyrie, I eulogize the archons of the Panethnic Numismatic Thesaurus and the Ecumenical Trapeza for the orthodoxy of their axioms, methods and policies, although there is an episode of cacophony of the Trapeza with Hellas. With enthusiasm we dialogue and synagonize at the synods of our didymous organizations in which polymorphous economic ideas and dogmas are analyzed and synthesized.

„Mein Herr, ich lobe die Führer des internationalen Numismatischen Thesaurus und der Ökumenischen Bank für die Richtigkeit ihrer Axiome, Methoden und Richtlinien, obwohl es eine Episode der Dissonanz zwischen der Bank und Griechenland gibt. Mit Begeisterung führen wir Dialoge und Diskussionen bei den Treffen unserer miteinander verbundenen Organisationen, in denen vielseitige wirtschaftliche Ideen und Dogmen analysiert und synthetisiert werden.“

2. Oktober 1959

Kyrie, it is Zeus’ anathema on our epoch for the dynamism of our economies and the heresy of our economic methods and policies that we should agonize the Scylla of numismatic plethora and the Charybdis of economic anaemia. It is not my idiosyncrasy to be ironic or sarcastic, but my diagnosis would be that politicians are rather cryptoplethorists. [...] I apologize for having tyrannized you with my Hellenic phraseology. In my epilogue, I emphasize my eulogy to the philoxenous autochthons of this cosmopolitan metropolis and my encomium to you, Kyrie, and the stenographers.

„Mein Herr, Es ist der Fluch des Zeus in unserer Zeit und die Häresie unserer Wirtschaftsmethode und -politik, dass wir zwischen der Skylla der Geldfülle und der Charybdis der wirtschaftlichen Anämie hin- und hergerissen sind. Es liegt nicht in meiner Natur, ironisch oder sarkastisch zu sein, aber meine Diagnose wäre, dass Politiker eher heimliche Inflationisten sind. [...] Ich entschuldige mich dafür, dass ich Sie mit meiner griechischen Ausdrucksweise gequält habe. In meinem Nachwort möchte ich meine Anerkennung für die gastfreundlichen Einheimischen dieser kosmopolitischen Metropole und meine Anerkennung für Sie, mein Herr, und die Stenographen zum Ausdruck bringen.“<ref name=":1" />

Weblinks

Commons: Xenophon Zolotas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Ioannis GrivasPremierminister von Griechenland
1989–1990
Konstantinos Mitsotakis

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