Zum Inhalt springen

Zenon von Tarsos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Juli 2025 um 11:51 Uhr durch imported>Ozims Divine (#WPWP #WPWP4OWR).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Tarsuslu Zenon, stoacı filozof .jpg
Zenon von Tarsos

Zenon von Tarsos war ein griechischer Philosoph, dessen Hauptschaffenszeit im späten 3. und im frühen 2. Jahrhunderts v. Chr. lag.

Vermutlich wurde er um 235 v. Chr. geboren und stammte aus der Stadt Tarsos, möglicherweise war er phönizischer Herkunft. Zenon von Tarsos war ein Sohn des Dioskurides<ref>Suda, zeta 80 (englische Übersetzung).</ref> und Schüler des Chrysippos von Soloi, durch den er zur von Zenon von Kition begründeten Stoa gelangte. Als sein Lehrer 206 v. Chr. starb, wurde Zenon Scholarch der stoischen Schule in Athen; sein eigener Nachfolger in diesem Amt war Diogenes von Babylon.<ref>Eusebius von Caesarea, Praeparatio evangelica XV,18 (englische Übersetzung).</ref>

Durch die Gründung seiner eigenen Schule erlangte er schnell Anerkennung, wich aber kaum von der Lehre des Chrysippos ab.<ref>Diogenes Laertios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen VII,84.</ref> Allerdings soll er die Ekpyrosistheorie angezweifelt haben.<ref>Areios Didymos, Fragment 36 (Diels).</ref>

Diogenes Laertios überliefert, er habe wenige Schriften hinterlassen, aber soll dafür eine Vielzahl an Schülern ausgebildet haben.<ref>Diogenes Laertios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen VII,35.</ref> In einem in Herculaneum gefundenen Fragment aus dem Werk des Philodemos von Gadara über die Geschichte der Stoa sind zwei seiner Schüler (Diogenes aus Seleukeia und Archedemos von Tarsos) sowie der Titel eines seiner Werke überliefert.<ref>Philodemos von Gadara, Index Stoicorum (PHerc. 1018), col. 48.</ref> Demnach hat er ein fünf Bücher umfassendes Werk gegen den Philosophen Hieronymos von Rhodos umfasst. Wilhelm Crönert zufolge ist den erhaltenen Textbruchstücken außerdem zu entnehmen, dass die Schriften des Zenon von späteren Stoikern als unorthodox eingestuft wurden.<ref>Wilhelm Crönert: Kolotes und Menedemos. Kolotes und Menedemos. Texte und Untersuchungen zur Philosophen- und Literaturgeschichte (= Studien zur Paläographie und Papyruskunde. Bd. 6.) E. Avenarius, Leipzig 1906, S. 195.</ref>

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein