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Ulrike Scharf

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Ulrike Scharf (2024)

Ulrike Anna Scharf, geschiedene Ulrike Scharf-Gerlspeck (* 16. Dezember 1967 in Erding), ist eine deutsche Politikerin (CSU). Sie ist seit 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags, dem sie bereits von 2006 bis 2008 angehörte. Sie ist seit 2022 Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Seit dem 8. November 2023 ist sie außerdem 2. Stellvertreterin des bayerischen Ministerpräsidenten.<ref>Ulrike Scharf wird Vize-Ministerpräsidentin. 8. November 2023, abgerufen am 8. November 2023.</ref> Zuvor war sie von 2014 bis 2018 Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz.

Leben

Scharf absolvierte nach dem Abitur am Gymnasium Dorfen eine Ausbildung zur Bankkauffrau und anschließend ab 1991 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule München (Abschluss: Diplom-Kauffrau (FH)).<ref>Michaele Heske: Festakt 50 Jahre Gymnasium Dorfen: Eine Schule mit „Herz und Charakter“. In: Merkur.de. 22. Juni 2024, abgerufen am 16. November 2024.</ref><ref>Abgeordneten Büro Ulrike Scharf: Ulrike Scharf, MdL -. Abgerufen am 19. November 2023.</ref> Danach trat sie als vertretungsberechtigte Gesellschafterin in das elterliche Reiseunternehmen ein.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Impressum.] Scharf OHG Omnibus & Reisebüro, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. März 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Politische Laufbahn

1999 wurde sie zur Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes Fraunberg und zur stellvertretenden Vorsitzenden des CSU-Kreisverbandes Erding gewählt. Seit 2002 ist sie Kreisrätin im Landkreis Erding.

Daneben ist Scharf Beisitzerin im Bezirksvorstand der CSU Oberbayern. 2007 wurde sie zur stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der Frauen-Union Oberbayern gewählt und 2009 zur Bezirksvorsitzenden.

Bei den Landtagswahlen 2003 kandidierte sie auf der CSU-Liste für Oberbayern, konnte aber nicht in den Landtag einziehen. Zum 1. Januar 2006 rückte sie für Otto Wiesheu als Abgeordnete nach und arbeitete dort bis 2007 im Ausschuss für Sozial-, Gesundheits- und Familienpolitik. Seither war Scharf Mitglied im Wirtschafts- und Petitionsausschuss. Bei den Landtagswahlen 2008 konnte sie als Listenkandidatin des Bezirks Oberbayern aufgrund der hohen Verluste der CSU nicht wieder in den Landtag einziehen.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Landtag engagierte sie sich verstärkt im gesellschaftlichen Bereich: 2008 wurde sie als Einzelpersönlichkeit in den Diözesanrat des Erzbistums München-Freising gewählt; von 2009 bis 2017 übernahm sie den Vorsitz der Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz.<ref>Süddeutsche Zeitung: An den Seen Standards setzen, 26. Mai 2017, abgerufen am 27. Mai 2017.</ref> In der innerparteilichen Kandidatenaufstellung für die Landtagswahlen 2013 konnte sich Scharf im Frühjahr 2013 gegen den bisherigen Stimmkreisabgeordneten Jakob Schwimmer unerwartet deutlich und gegen Widerstände der lokalen, männlich dominierten CSU-Führung durchsetzen und trat nun für die CSU als Direktkandidatin im Stimmkreis Erding an.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Scharf siegt klar - Schwimmer abgewählt.] Münchner Merkur, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. März 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bei der Landtagswahl erhielt sie 49,8 Prozent der Erststimmen und zog als Abgeordnete ihres Bezirks in den 17. bayerischen Landtag ein. Auch bei der Landtagswahl 2018 erhielt sie in diesem Stimmkreis mit 37,9 % erneut die meisten Erststimmen und zog erneut in den Landtag ein.<ref>Landtagswahl - Ergebnisse Stimmkreis Erding. Landeswahlleiter, abgerufen am 28. Januar 2019.</ref> Dort war sie Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung und Mitglied des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr. Bei der Landtagswahl 2023 zog sie erneut in den Landtag ein.

Im Kabinett Seehofer II wurde Scharf im September 2014 als Nachfolgerin von Marcel Huber neue Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz.<ref>Antonia Steiger: Wer ist die neue Umweltministerin Ulrike Scharf? Abgerufen am 19. April 2021.</ref>

Von Oktober 2014 bis 2016 war sie als Mitglied der Landesregierung auch Ordentliches Kommissionsmitglied in der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe (Endlagerkommission) gemäß § 3 Standortauswahlgesetz.<ref>ABSCHLUSSBERICHT der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe, Seite 551, www.bundestag.de</ref>

2018 wurde Scharf durch den neuen Ministerpräsidenten Markus Söder als Umweltministerin überraschend abgelöst; sie hatte als „sehr persönliche Wahl“ des Söder-Konkurrenten und Vorgängers als Ministerpräsident Horst Seehofer gegolten.<ref>Süddeutsche Zeitung: Degradiert zur Abgeordneten. Abgerufen am 19. April 2021.</ref> Danach war Scharf wieder einfache Landtagsabgeordnete, die ihr Direktmandat in der Landtagswahl in Bayern 2018 verteidigen konnte.<ref>Süddeutsche de GmbH, Munich Germany: Landtagswahl Ergebnisse Erding - Bayern 2018. Abgerufen am 19. April 2021.</ref>

Am 23. Februar 2022 wurde sie als Nachfolgerin von Carolina Trautner zur Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales im Kabinett Söder II ernannt.<ref>Bayerns neue Minister: Bernreiter, Scharf und Blume im Porträt. 23. Februar 2022, abgerufen am 23. Februar 2022.</ref> Seit dem 8. November 2023 führt sie dieses Amt im Kabinett Söder III fort. Vom 14. Oktober 2023 bis zum 8. November 2023 übernahm sie zusätzlich vertretungsweise gemäß den Vorgaben des § 4 der Geschäftsordnung der Bayerischen Staatsregierung (§ 4 StRGO) das Amt als Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege bis zur Vereidigung eines neuen Staatsministers.<ref>Ulrike Scharf – amtierende Staatsministerin für Gesundheit und Pflege. Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, 14. Oktober 2023, abgerufen am 21. Oktober 2023.</ref> Seit dem 8. November 2023 ist sie außerdem Stellvertreterin des bayrischen Ministerpräsidenten.

Konzept zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans

In einem von der Deutschen Umwelthilfe angestrengten Gerichtsverfahren wurde der Freistaat Bayern zu einem Zwangsgeld von 4000 € verurteilt, da im Luftreinhalteplan keine Fahrverbote aufgenommen wurden. Als Begründung sagte das Gericht: „Es sind viele Schlagworte dabei, denen aber keine konkreten Maßnahmen gegenüberstehen. Mit diesem allgemeinen Blabla im Entwurf des Luftreinhalteplans genügen sie nicht den Vorgaben des Gerichts.“ Ursprünglich hatte die Deutsche Umwelthilfe Zwangshaft gegen Ministerin Scharf beantragt. Das Gericht hat in diesem Fall jedoch das Verwaltungsrecht und nicht die Zivilprozessordnung angewendet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Untätigkeit beim Dieselfahrverbot für München - Freistaat erneut zu Zwangsgeld verurteilt (Memento vom 8. März 2018 im Internet Archive), br.de vom 29. Januar 2018</ref>

Privates

Ulrike Scharf ist geschieden und hat einen erwachsenen Sohn.<ref name="Karrieresprung">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Karrieresprung ins Umweltministerium.] Süddeutsche Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. März 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Sie war bis zu ihrer Ernennung zur Staatsministerin Inhaberin eines Reisebüros in Erding. Außerdem gab sie die Vertretung der familiären OHG auf.<ref name="Karrieresprung" /> Scharf ist römisch-katholischer Konfession.<ref>Abgeordnete(r) Ulrike Scharf, | Bayerischer Landtag. Abgerufen am 8. Juli 2021.</ref>

Weblinks

Commons: Ulrike Scharf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Ministerpräsident:

Markus Söder

Staatsminister:

Hubert Aiwanger (Stellvertreter und Wirtschaft) | Ulrike Scharf (Stellvertreterin und Soziales) | Florian Herrmann (Staatskanzlei, Bundesangelegenheiten und Medien) | Eric Beißwenger (Europaangelegenheiten und Internationales) | Albert Füracker (Finanzen) | Joachim Herrmann (Inneres) | Georg Eisenreich (Justiz) | Anna Stolz (Kultus) | Markus Blume (Wissenschaft) | Michaela Kaniber (Landwirtschaft) | Thorsten Glauber (Umwelt) | Christian Bernreiter (Wohnen) | Judith Gerlach (Gesundheit) | Fabian Mehring (Digitales)

Staatssekretäre:

Kirchner (Inneres) | Gotthardt (Wirtschaft) | Schöffel (Finanzen)

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Amtierende deutsche LandesarbeitsministerVorlage:Navigationsleiste Amtierende deutsche LandesfamilienministerVorlage:Navigationsleiste Amtierende deutsche LandesjugendministerVorlage:Klappleiste/Anfang

Manfred Lucha (Baden-Württemberg) | Ulrike Scharf (Bayern) | Cansel Kiziltepe (Berlin) | René Wilke (Brandenburg) | Claudia Schilling (Bremen) | Melanie Schlotzhauer (Hamburg) | Heike Hofmann (Hessen) | Stefanie Drese (Mecklenburg-Vorpommern) | Andreas Philippi (Niedersachsen) | Karl-Josef Laumann (Nordrhein-Westfalen) | Dörte Schall (Rheinland-Pfalz) | Magnus Jung (Saarland) | Petra Köpping (Sachsen) | Petra Grimm-Benne (Sachsen-Anhalt) | Aminata Touré (Schleswig-Holstein) | Katharina Schenk (Thüringen) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Albert Roßhaupter (1945–1947) | Heinrich Krehle (1947–1950) | Richard Oechsle (1950–1954) | Walter Stain (1954–1962) | Paul Strenkert (1962–1964) | Hans Schütz (1964–1966) | Fritz Pirkl (1966–1984) | Franz Neubauer (1984–1986) | Karl Hillermeier (1986–1988) | Gebhard Glück (1988–1994) | Barbara Stamm (1994–2001) | Christa Stewens (2001–2008) | Christine Haderthauer (2008–2013) | Emilia Müller (2013–2018) | Kerstin Schreyer (2018–2020) | Carolina Trautner (2020–2022) | Ulrike Scharf (seit 2022)

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Max Streibl (1970–1977) | Alfred Dick (1977–1990) | Peter Gauweiler (1990–1994) | Thomas Goppel (1994–1998) | Werner Schnappauf (1998–2007) | Otmar Bernhard (2007–2008) | Markus Söder (2008–2011) | Marcel Huber (2011–2014) | Ulrike Scharf (2014–2018) | Marcel Huber (2018) | Thorsten Glauber (seit 2018)

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Ehrenvorsitzende:
Edmund Stoiber | Theo Waigel | Horst Seehofer

Gewählte Mitglieder des Parteivorstandes:
Markus Söder | Martin Huber | Dorothee Bär | Melanie Huml | Angelika Niebler | Manfred Weber | Katrin Albsteiger | Tanja Schorer-Dremel | Tobias Schmid | Sebastian Brehm | Hans Reichhart | Markus Pannermayr | Astrid Freudenstein | Alexander Dobrindt | Ilse Aigner | Anja Weisgerber | Alexander Radwan | Albert Füracker | Joachim Herrmann | Klaus Holetschek | Manuel Knoll | Ludwig Spaenle | Volker Ullrich | Mechthilde Wittmann | Christian Bernreiter | Benedikt Lika | Markus Oesterlein | Steffen Vogel | Michael Frieser | Emmi Zeulner | Silke Launert | Martina Englhardt-Kopf | Melissa Goossens | Marlene Mortler | Daniela Ludwig | Bernd Sibler | Winfried Bausback | Siegfried Walch | Thomas Ebeling | Raimund Kneidinger | Sebastian Straubel | Josef Zellmeier | Anna-Maria Auerhahn | Rena Schimmer | Thomas Goppel | Josef Rohrmoser | Daniel Artmann

Kraft Amtes im Parteivorstand:
Alexander Hoffmann | Ulrike Scharf | Petra Högl | Franz Meyer | Bernd Posselt Vorlage:Klappleiste/Ende

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