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Biber (Schleuse)

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Biber

Daten
Gewässerkennzahl DE: 41164
Lage Thüringen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Schleuse → Werra → Weser → Nordsee
Quelle Biberquelle bei Masserberg
50° 31′ 6″ N, 10° 57′ 35″ O
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Quellhöhe 769,5 m ü. NN <ref name="TK25">Topografische Karte 1:25.000</ref>
Mündung Schleuse in LichtenauKoordinaten: 50° 30′ 13″ N, 10° 50′ 34″ O
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Mündungshöhe ca. 425 m ü. NN <ref name="TK25" />
Höhenunterschied ca. 344,5 m
Sohlgefälle ca. 29 ‰
Länge 11,9 km<ref name="Längen">Flusslängen nach Geopfaden (kmz, 62 kB)</ref>
Einzugsgebiet 26,4 km²<ref name="GKZ">Thüringer Landesanstalt für Umwelt (Hrsg.): Gebiets- und Gewässerkennzahlen (Verzeichnis und Karte). Jena 1998. 26S.</ref>
Linke Nebenflüsse Eselsgrund (1,7 km), Leutenbach (2,4 km)<ref name="Längen" />
Rechte Nebenflüsse Fehrenbach (2,8 km), Heubach (1,9 km), Bach östlich Schnetts (1,4 km), Bärengrund (2,3 km)<ref name="Längen" />
Gemeinden Fehrenbach, Heubach, Einsiedel, Tellerhammer, Biberschlag, Lichtenau

Die Biber ist ein 12 km langer linker Nebenfluss der Schleuse im Landkreis Hildburghausen an der Nahtstelle zwischen Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge.

Verlauf

Die Biber entspringt südwestlich von Masserberg am Sattel zwischen Fehrenberg und Eselsberg, von wo aus sie zunächst in Südwestrichtung durch die Masserberger Ortsteile, Heubach und Einsiedel fließt. In ihrem Unterlauf ändert die Biber mehrfach ihre Richtung um in Lichtenau schließlich von links in die Schleuse zu münden.

Name

Der Name des Flusses verweist auf den Lebensraum des Bibers.

Wirtschaftshistorie

Das Bibertal wurde seit dem 14. Jahrhundert von Bergleuten und Köhlern aufgesucht und die Siedlungen Biberschlag und Engenstein (beide 1317 erwähnt), Lichtenau (1596 erwähnt) und der Tellerhammer (um 1590) gegründet. Sie gehörten zum Amt Eisfeld. Die vier Gemeinden hatten 1852 zusammen nur 675 Einwohner und 94 Häuser. Nach dem Niedergang des Bergbaus (Begründet auf dem Abbau von Eisenerz) wurde der Holzreichtum für die Bevölkerung zur wichtigsten Erwerbsquelle. Außerdem nutzte man die Wasserkraft des Biberbaches für zahlreiche Mal- und Sägemühlen. Seit den 1950er Jahren wurde der Tourismus, von Masserberg ausgehend, für die Orte im Bibertal bedeutsam.<ref name="Tourist">«Biberau», «Heubach», «Masserberg». In: Horst H. Müller (Hrsg.): Reisehandbuch Thüringer Wald und Randgebiete. Tourist Verlag, Berlin und Leipzig 1977, S. 246–249, 406–407, 465–469.</ref>

Verkehrserschließung

Im oberen Bibertal verläuft die Landstraße 2052 von Masserberg nach Einsiedel, im unteren Bibertal bindet die Kreisstraße 523 von Einsiedel nach Lichtenau und weiter nach Waldau an.<ref name="TK200">Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (Hrsg.) Strassenkarte Thüringen. 1:200.000. Erfurt, Ausgabe April 2009.</ref>

Das klammartige Tal der Biber trennt die Höhenzüge des Simmersberg (781 m ü. NN) im Norden und des Grendel (787 m ü. NN) im Süden. Letzterer verlängert den des Quell-Berges Eselsberg (841,5 m ü. NN) nach Südwesten.<ref name="TK25" />

Literatur

  • Horst H. Müller (Hrsg.): Reisehandbuch Thüringer Wald und Randgebiete. Tourist Verlag, Berlin und Leipzig 1977, S. 800.

Einzelnachweise

<references />