Zum Inhalt springen

Ramuald Klim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Oktober 2025 um 12:38 Uhr durch imported>Frank63 (Link).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Ramuald Klim Vorlage:SportPicto

Romuald Klim 2023 stamp of Belarus.jpg

Voller Name Ramuald Iossifawitsch Klim
Nation SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
Weißrussland Sozialistische SowjetrepublikDatei:Flag of the Byelorussian Soviet Socialist Republic.svg Belarussische SSR
Geburtstag 25. Mai 1933
Geburtsort Chwojewo, Sowjetunion
Größe 185 cm
Gewicht 103 kg
Sterbedatum 28. Mai 2011
Sterbeort Minsk, Belarus
Karriere
Disziplin Hammerwurf
Bestleistung 74,52 m (15. Juni 1969 in Budapest)
Verein Krasnoje Schnamja Witebsk
Karriereende 1968
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Tokio 1964 69,74 m
Silber Mexiko-Stadt 1968 73,28 m
 Europameisterschaften
Gold Budapest 1966 67,10 m
Silber Athen 1969 72,74 m
letzte Änderung: 4. April 2020
Datei:Могила спортсмена Ромуальда Клима.JPG
Grabstätte von Ramuald Klim

Ramuald Iossifawitsch Klim ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Romuald Iossifowitsch Klim; * 25. Mai 1933 in Chwojewo, bei Njaswisch, BSSR; † 28. Mai 2011 in Minsk) war ein sowjetisch-belarussischer Hammerwerfer. Er wurde 1964 Olympiasieger und 1966 Europameister und war zudem Inhaber des Weltrekordes in seiner Disziplin.

Sportliche Laufbahn

Ramuald Klim wollte ursprünglich Offizier bei der Ostseeflotte werden, wurde jedoch als untauglich befunden. So begann er eine Ausbildung am Belarussischen Staatlichen Institut für Körperkultur, wo er der von Jewgeni Schukewitsch, dem Trainer des berühmten Hammerwerfers Michail Kriwonosow, geleiteten Abteilung Werfer beitrat. Nachdem er mit Kugel und Diskus auf Weiten von 12 bzw. 37 m gekommen war, zeigte sich, dass seine eigentliche Begabung im Hammerwurf lag. Obwohl seine Leistungen beim Krafttraining nicht überragend waren – im Reißen und Stoßen brachte er mit 75 bzw. 130 kg rund 40 kg weniger zur Hochstrecke als seine Kollegen – versicherte ihm sein Trainer immer wieder, nicht die rohe Kraft, sondern die Rhythmik sei für einen Hammerwerfer entscheidend. Bis Klim sie beherrschte, vergingen jedoch einige Jahre: Erst 1963, als er bereits 30 Jahre alt war, wurde er in die Nationalmannschaft aufgenommen. Von nun an ging es steil aufwärts. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio warf Klim in der Qualifikation mit 67,10 m olympischen Rekord und steigerte sich im Finale auf 69,74 m, was den Gewinn der Goldmedaille vor seinem künftigen Erzrivalen Gyula Zsivótzky bedeutete. In den folgenden Jahren trafen Klim und der Ungar insgesamt neun Mal aufeinander – der Sieger hieß jedes Mal Ramuald Klim. Auch bei den Europameisterschaften 1966 in Budapest hatte Klim mit seinem Siegeswurf von 70,02 m 1,40 Meter Vorsprung vor Zsivótzky. So galt der Belarusse als Favorit für die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko-Stadt. Dort war jedoch einmal der Ungar siegreich: Auf die von Klim im 4. Versuch erzielten 73,28 m konterte der Ungar mit 73,36 m. Für Klim blieb damit die Silbermedaille. Das entmutigte den inzwischen 35-jährigen jedoch keineswegs. Er verschärfte sein Training und erzielte im darauffolgenden Jahr 1969 nicht weniger als zehnmal Weiten über 71 Meter. Am 13. Juni 1969 gelang ihm in Budapest im wahrsten Sinne des Wortes der große Wurf, als der Hammer bei 74,52 m zu Boden ging. Damit war Klim Weltrekordler – allerdings nur für 3 Monate. Bei den Europameisterschaften 1969 in Athen begann die Erfolgsserie von Anatolij Bondartschuk aus der Ukraine, der mit 74,68 m 16 cm weiter warf als Klims Bestmarke und damit die Goldmedaille von Klim gewann, der sich mit einem Wurf auf 72,74 m die Silbermedaille sicherte. Zwei Jahre später erreichte er bei den Europameisterschaften in Helsinki mit 38 Jahren und einer Weite von 70,64 m den vierten Platz. Anschließend beendete er im Jahr 1973 nach mehr als zehn Jahren seine Laufbahn als aktiver Athlet.

In den Jahren von 1966 bis 1968 sowie 1971 wurde Klim sowjetischer Meister im Hammerwurf. Er bestritt auch Wettkämpfe im Gewichtweitwurf und stellte seine Bestleistung von 21,19 m am 24. März 1969 in Minsk auf.

Karriere

Ramuald Klim arbeitete zunächst als Sportlehrer an der Landwirtschaftlichen Akademie in Horki bei Mahiljou. Anschließend wechselte er an die Kinder- und Jugend-Sportschule in Wizebsk, wo auch sein Trainer tätig war. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn wurde er Werfertrainer beim Armeesportklub des Militärbezirks Belarus. 1989 verließ er die Streitkräfte im Rang eines Oberstleutnants und nahm eine Tätigkeit als Sportlehrer an der Akademie für Körpererziehung und Sport in Minsk auf.

Persönliches

Klim war verheiratet und Vater zweier Kinder.<ref>НЕСОСТОЯВШИЙСЯ «МОРСКОЙ ВОЛК»</ref> Er verstarb am 28. Mai 2011 im Alter von 78 Jahren in Minsk.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 30. Mai 2011 im Internet Archive)</ref>

Leistungsentwicklung

Jahr 1960 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969
Weite (m) 64,16 67,91 69,74 71,02 71,46 70,70 73,54 74,52

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Ramuald Klim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg John Flanagan | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg John Flanagan | 1908: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg John Flanagan | 1912: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Matt McGrath | 1920: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Pat Ryan | 1924: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Fred Tootell | 1928: Irland 1922Datei:Flag of Ireland.svg Pat O’Callaghan | 1932: Irland 1922Datei:Flag of Ireland.svg Pat O’Callaghan | 1936: Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Karl Hein | 1948: Ungarn 1946Datei:Flag of Hungary (1946-1949, 1956-1957).svg Imre Németh | 1952: Ungarn 1949Datei:Flag of Hungary 1949-1956.svg József Csermák | 1956: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Hal Connolly | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wassili Rudenkow | 1964: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Ramuald Klim | 1968: Ungarn 1957Datei:Civil Ensign of Hungary.svg Gyula Zsivótzky | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Anatolij Bondartschuk | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Jurij Sedych | 1980: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Jurij Sedych | 1984: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Juha Tiainen | 1988: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sergei Litwinow | 1992: Vereintes TeamDatei:Olympic flag.svg Andrei Abduwalijew | 1996: UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Balázs Kiss | 2000: PolenDatei:Flag of Poland.svg Szymon Ziółkowski | 2004: JapanJapan Kōji Murofushi | 2008: SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Primož Kozmus | 2012: UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Krisztián Pars | 2016: TadschikistanDatei:Flag of Tajikistan.svg Dilschod Nasarow | 2020: PolenDatei:Flag of Poland.svg Wojciech Nowicki | 2024: KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Ethan Katzberg

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1934: Ville Pörhölä | 1938: Karl Hein | 1946: Bo Ericson | 1950: Sverre Strandli | 1954: Michail Krywanossau | 1958: Tadeusz Rut | 1962: Gyula Zsivótzky | 1966: Ramuald Klim | 1969: Anatolij Bondartschuk | 1971: Uwe Beyer | 1974: Alexei Spiridonow | 1978: Jurij Sjedych | 1982: Jurij Sjedych | 1986: Jurij Sjedych | 1990: Ihar Astapkowitsch | 1994: Wassili Sidorenko | 1998: Tibor Gécsek | 2002: Adrián Annus | 2006: Olli-Pekka Karjalainen | 2010: Libor Charfreitag | 2012: Krisztián Pars | 2014: Krisztián Pars | 2016: Paweł Fajdek | 2018: Wojciech Nowicki | 2022: Wojciech Nowicki | 2024: Wojciech Nowicki Vorlage:Klappleiste/Ende