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Kiel-Ellerbek

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Ellerbek
Stadt Kiel
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(6283)&title=Ellerbek 54° 19′ N, 10° 10′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(6283) 54° 18′ 54″ N, 10° 10′ 10″ O
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Fläche: 2,37 km²
Einwohner: 6283 (31. März 2024)<ref name="Einwo2024">Quartalsdaten aus den Stadtteilen I 2024. (PDF; 1,57 MB) Stadt Kiel, S. 4, abgerufen am 26. Juni 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 2.647 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1910
Postleitzahl: 24148
Vorwahl: 0431
Datei:Kieler-Stadtteil-16.png
Karte
Lage von Ellerbek in Kiel

Ellerbek ist ein Stadtteil von Kiel auf dem Kieler Ostufer. Ellerbek hat 6.283 (Stand 31. März 2024) Einwohner.<ref name="Einwo2024" />

Ellerbek ist im Wesentlichen durch eine Einzel- und Reihenhausbebauung geprägt. Markant sind die bunten Putzfassaden der Doppel- und Reihenhäuser.<ref>Rolf R. Borchard: Kieler Stadtteile 1 - Ellerbek - Wellingdorf - Neumühlen - Dietrichsdorf. Band 1. Borchard & Wegner, Kiel 2003, ISBN 3-00-012310-5.</ref> Basierend auf einigen Haustypen haben die Besitzer ihre Häuser oft in Eigenarbeit angepasst und verändert. Nachdem Ellerbek lange von einer hohen Altersstruktur geprägt war, wandelt sich Ellerbek zu einem Stadtteil für junge Familien.

Geographie

Nachbar-Stadtteile

Ellerbek liegt an der Kieler Förde, auf dem Kieler Ostufer. Es liegt zwischen den Stadtteilen Gaarden-Ost, Elmschenhagen-Nord und Wellingdorf.

Natur

Kiel-Ellerbek liegt am ersten Naturschutzgebiet Kiels, dem Tröndelsee.<ref>[%5B%5B:Vorlage:Umweltanwendungen-SH%5D%5D/nuis/upool/gesamt/bis_faltblaetter/0270_troendelsee.pdf Faltblatt Tröndelsee.] Landeshauptstadt Kiel, abgerufen am 27. September 2021.</ref> Ein Rundweg um den See verbindet das Naturschutzgebiet außerdem mit benachbarten Stadtteilen. Im Osten Ellerbeks finden sich der Stadtrat-Hahn-Park und der Schwanenseepark. Im Norden grenzt Ellerbek an den Werftpark an.

Infrastruktur

Verkehr

Datei:Haltepunkt Oppendorf.jpg
Bahnhof Oppendorf

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Durch Ellerbek verläuft die Bahnstrecke Kiel Süd–Schönberger Strand mit dem Haltepunkt Kiel-Ellerbek. Im Personenverkehr wurde Oppendorf von 1914 bis zu dessen Einstellung 1975 regelmäßig bedient. Anfang Januar 2017 wurde die Umgestaltung des Bahnhofs Oppendorf abgeschlossen.<ref>Artikel aus dem Fördekurier vom 10. Januar 2017: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein Vorzeigebahnhof ist in Oppendorf entstanden. (Memento vom 10. Januar 2017 im Internet Archive)</ref> Seit dem 4. September 2017 fahren wieder regelmäßig Züge der Deutschen Bahn bis Oppendorf<ref>Artikel aus den Kieler Nachrichten vom 4. September 2017: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Oppendorf hat jetzt wieder Anschluss. (Memento vom 12. Oktober 2017 im Internet Archive)</ref>

Am 30. August 2016 fand der Spatenstich zum 300.000 Euro teuren Neubau des Bahnsteigs statt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NAH.sh (Memento vom 1. September 2016 im Internet Archive)</ref> Der Bahnsteig ist 100 Meter lang, 2,75 m breit, an den Wartehäuschen doppelt so breit.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />KN-Online.de (Memento vom 1. Januar 2019 im Internet Archive)</ref> Seit dem 4. September 2017 wird der Haltepunkt im Stundentakt bedient.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Regionalbahn SH (Memento vom 1. Januar 2019 im Internet Archive)</ref>

Ellerbek ist durch die Werftstraße und den Ostring (Bundesstraße 502) ans Straßenverkehrsnetz angebunden.

Schulen

  • Hans-Geiger-Gymnasium
  • Gerhart-Hauptmann-Schule
  • Ellerbeker Schule (Grundschule und Förderzentrum)
  • Regionales Berufsbildungszentrum Technik

Geschichte

Datei:Wd b039.JPG
Ellerbek im Jahr 1895

Ellerbek war ursprünglich ein Fischerdorf. Es ist wohl im 13. Jahrhundert entstanden. Hier wurde u. a. auch die bekannteste Kieler Delikatesse, die Kieler Sprotte, erfunden. Seinen Namen hat Ellerbek wahrscheinlich von einem Erlenbach, der in der Kieler Förde mündete. Ellerbek wurde – mit der Ernennung Kiels zum Kriegshafen von 1871 – durch die Werftindustrie und Marine geprägt. Dadurch wurde die Bevölkerung zur Umsiedlung nach Wellingdorf gezwungen. Das Dorf Ellerbek wurde durch die Werftneubauten fast vollständig umgebaut. Um dennoch an das alte Fischerdorf Ellerbek zu erinnern, wurde ein einziges Haus als Museumsgebäude erhalten. Dieses Haus wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört, so dass von dem alten Fischerdorf nichts übrig geblieben ist. Das heutige Ellerbek kann man als typische Arbeitersiedlung bezeichnen, die im Zuge der Industrialisierung entstand, im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. An der Wasserseite Ellerbeks ist heute das Marinearsenal Arsenalbetrieb Kiel angesiedelt, so dass es von Ellerbek aus keinen freien Zugang zum Wasser mehr gibt.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • Sabine Maass: Ellerbek. In: Reinhard Stewig (Hrsg.): Stadtteiluntersuchungen in Kiel. Baugeschichte, Sozialstrukturen, Lebensqualität, Heimatgefühl. (= Kieler geographische Schriften, Band 87). Geographisches Institut der Universität Kiel, Kiel 1993, ISBN 3-923887-29-9, S. 139–180.
  • Carsten Obst: Die Fischer des Dorfes Ellerbek. Rückblicke auf einen historischen Lebensbereich an der Kieler Förde. In: Augsburger Volkskundliche Nachrichten. (ISSN 0948-4299), 4. Jg., Heft 1 (Nr. 7), 1998, S. 7–40. (Digitalisat)
  • Doris Tillmann: Alt Ellerbek. Geschichte und Legende eines Fischerdorfes. Husum, Husum 2004, ISBN 3-89876-193-2. (Sonderdruck aus den Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 82,2)

Weblinks

Commons: Kiel-Ellerbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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