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Mischa Maisky

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Mischa Maisky (2016)

Mischa Maisky ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 10. Januar 1948 in Riga, Sowjetunion, heute Lettland) ist ein klassischer Cellist und gilt als einer der bedeutendsten Cellisten der Gegenwart. Er lebt heute in Waterloo bei Brüssel.<ref name=":0">Hartmut Welscher: Aller guten Leben sind drei. Ein Hausbesuch bei Mischa Maisky. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Januar 2021; abgerufen am 26. August 2022.</ref><ref name=":1">Bukhard Schäfer: Starcellist Mischa Maisky: "Es ist eine große Verantwortung, zeitgenössische Musik zu spielen". In: Zeit online. 8. Februar 2010, abgerufen am 26. August 2022.</ref>

Leben und Wirken

Kindheit und Familie

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Mischa Maisky (2006)
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Mischa Maisky, Ehrenpreisträger des ZMF 2016 in Freiburg

Mischa Maisky stammt aus einer musikalischen jüdischen Familie ukrainischer Herkunft und wurde als jüngstes von drei Kindern geboren.<ref name=":2">Georg Predota: Happy birthday to the great cellist Mischa Maisky! In: Interlude. 9. Januar 2022, abgerufen am 26. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sein Bruder Waleri (1942–1981<ref>Valery Maisky. In: Discogs. Abgerufen am 26. August 2022.</ref>), spielte zunächst Violine und wurde später Organist und Musikwissenschaftler, seine Schwester Lena (Lina) verheiratete Jacobson (1938–2014) war Pianistin.<ref name=":9">Maxim Reider: A tribute to a sister. In: The Jerusalem Post. 11. November 2015, abgerufen am 31. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mischa Maiskys Vater starb im Jahr 1966 an Lungenkrebs.<ref name=":3">Mischa Maisky im Munzinger-Archiv, abgerufen am 26. August 2022 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref>

Musikalische Ausbildung

Maisky begann im Alter von acht Jahren mit dem Cellospiel, zunächst wurde er an der Städtischen Musikschule und später am Konservatorium Riga unterrichtet. 1962 wechselte der 14-Jährige an eine dem Leningrader Konservatorium angeschlossene Musikschule.<ref>Tim Janof: Conversation with Mischa Maisky (May, 2007). In: CelloBello. 17. Januar 2022, abgerufen am 31. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein Jahr später begann er sein Studium am Moskauer Konservatorium in der Meisterklasse von Mstislaw Rostropowitsch, der sein Mentor wurde und ihn nach dem Tod seines Vaters auch finanziell unterstützte.<ref name=":3" /> Mit einem Stipendium der America-Israel Cultural Foundation war Maisky 1974 Meisterschüler von Gregor Piatigorsky an der University of Southern California.<ref name=":0" /><ref name=":4" /> Er ist der einzige Cellist, der von Rostropowitsch und von Piatigorsky unterrichtet wurde.<ref name=":5">Deutsche Grammophon: Mischa Maisky, Biografie. Abgerufen am 26. August 2022.</ref> Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe.

Künstlerische Laufbahn

Sein Debüt hatte Maisky 1965 mit den Leningrader Philharmonikern.<ref name=":2" /> Parallel zu seinem Studium in Moskau begann er seine Konzerttätigkeit in der Sowjetunion.<ref name=":5" /> Nachdem Maiskys Schwester 1969 nach Israel ausgewandert war und er versucht hatte, auf dem Schwarzmarkt einen Kassettenrekorder zu erwerben, wurde Maisky verhaftet und 1970 zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt.<ref name=":2" /><ref name=":6">Mischa Maisky. In: Naxos. Abgerufen am 26. August 2022.</ref><ref name=":4" /><ref>Wolfgang Sandner: Er ist der klassische Exzentriker. Dem lettischen Cellovirtuosen Mischa Maisky zum siebzigsten Geburtstag. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. Januar 2018, S. 12.</ref> Ein befreundeter Arzt überwies ihn 1972 in eine Nervenheilanstalt,<ref name=":0" /> da dies für ihn die einzige Möglichkeit war, nach seiner Haft der Armee zu entkommen.<ref>Axel Brüggemann: „Paprika in der Jackentasche“. Welt am Sonntag, 7. März 2004, abgerufen am 24. Februar 2018 (Interview mit Zubin Mehta und Mischa Maisky).</ref>

Mit Unterstützung eines US-amerikanischen Gönners emigrierte Maisky im Winter 1972 nach Israel und verlegte später seinen Wohnsitz nach Brüssel. 1973 hatte er sein Debüt in der Carnegie Hall mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von William Steinberg und entfaltete anschließend seine internationale Karriere.<ref name=":5" /><ref>Interview bei „Aeschbacher“ im Schweizer Fernsehen SF1 am 28. April 2011</ref> 1976 spielte er erstmals in London mit dem Royal Philharmonic Orchestra,<ref name=":5" /> 1992 trat er zum ersten Mal bei den Londoner Proms auf.

Er konzertiert weltweit in bedeutenden Konzertsälen sowie bei internationalen Festivals (darunter die Salzburger Festspiele) unter der Leitung von Dirigenten wie zum Beispiel Leonard Bernstein, Daniel Barenboim, Vladimir Ashkenazy, Gustavo Dudamel, Charles Dutoit, Valery Gergiev, Carlo Maria Giulini, Mariss Jansons, James Levine, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Giuseppe Sinopoli oder Juri Temirkanow.<ref name=":7">Luzerner Sinfonieorchester: Mischa Maisky. Abgerufen am 26. August 2022.</ref>

Neben seiner Konzerttätigkeit als Solist wirkt Maisky auch als Kammermusiker. Zu seinen bevorzugten Partnern zählen Martha Argerich, Radu Lupu, Ivry Gitlis, Boris Belkin, Daria Hovora (1947–2017) und Malcolm Frager.<ref name=":4" /> Des Weiteren erfolgte eine Zusammenarbeit mit unter anderem Juri Bashmet, Joshua Bell, Nelson Freire, Janine Jansen, Evgeny Kissin, Gidon Kremer, Lang Lang, Itzhak Perlman, Peter Serkin, Julian Rachlin, Vadim Repin und Maxim Vengerov.<ref name=":7" /> Maisky bildet außerdem mit seiner Tochter, der Pianistin Lily Maisky, und seinem Sohn, dem Geiger Sascha Maisky, das Maisky-Trio, welches in zahlreichen Konzertsälen Europas kammermusikalisch und auch in Orchesterwerken auftritt, so beispielsweise mit Beethovens Tripelkonzert (2017 in Graz) oder mit dem Doppelkonzert für Violine und Cello von Johannes Brahms (2013 in Köln).

Maiskys Repertoire umfasst die Cello-Literatur bis hin zu Werken von Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er wird als „Romantiker“ unter den Cellisten<ref>Hamburger Abendblatt - Hamburg: Cello-Konzert mit dem Romantiker Mischa Maisky. 1. April 2014, abgerufen am 25. August 2022.</ref> bezeichnet und ist bekannt für die emotionale Intensität seiner Interpretation.<ref>hr2: Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt. Mischa Maisky, Violoncello, Leitung: Paavo Järvi. 18. August 2022, abgerufen am 25. August 2022.</ref>

Zudem unterrichtet Maisky in Meisterkursen und wirkt als Juror bei internationalen Musikwettbewerben, so zum Beispiel beim Tschaikowski-Wettbewerb oder beim Concours Reine Elisabeth.<ref>Queen Elisabeth Competition: Jury. Abgerufen am 27. August 2022.</ref><ref>The International Tchaikovsky Competition. Jury members - Mischa Maisky. In: medici TV. Abgerufen am 27. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1982 begann die Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon, wo zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht wurden.

Instrumente

Seit 1973 spielt Maisky ausschließlich auf einem Cello von Domenico Montagnana aus dem Jahr 1720.<ref name=":4">Klassik Heute: Mischa Maisky. Abgerufen am 25. August 2022.</ref>

Privates

Maisky heiratete 1983 die US-Amerikanerin Myaryanne Kay Lipmann.<ref>Welt am Sonntag: Mischa Maisky, Cellist. In: Die Welt. 6. März 2004 (welt.de [abgerufen am 26. August 2022]).</ref><ref>Arnt Cobbers: Interview Mischa Maisky - „Ich glaube an die Authentizität der Gefühle“. In: concerti.de. 3. Januar 2014, abgerufen am 26. August 2022.</ref> In zweiter Ehe ist er seit 2007 mit Evelyn De Silva-Maisky verheiratet.<ref>Learn about Mischa Maisky. In: infofamouspeople.com. Abgerufen am 26. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er hat sechs Kinder: die Pianistin Lily Maisky (* 1987<ref name=":6" />), den Geiger Sascha Maisky (* 1989) aus erster Ehe sowie drei Söhne und eine Tochter aus seiner zweiten Ehe.<ref name=":9" />

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1965: Erster Preis beim nationalen sowjetischen Musikwettbewerb
  • 1966: 6. Platz beim Tschaikowski-Wettbewerb
  • 1973. Gewinner der Gaspar Cassadó International Cello Competition in Florenz
  • 1978: Gewinner des Viotti-Wettbewerbs in Vercelli
  • 1996: Echo Klassik, Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres“ für Vivaldi, Boccherini: Cellokonzerte<ref name=":8">Preisträger Echo Klassik. In: Echo Klassik Archiv. Abgerufen am 27. August 2022.</ref>
  • 1999: Echo Klassik, Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres“ für Saint-Saëns – Mischa Maisky: Cello Concerto No. 1; Cello Sonata No. 1.<ref name=":8" />
  • 2000: Echo Klassik, Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“ für Shostakovich, Tchaikovsky: Trios. Mit Martha Argerich und Gidon Kremer<ref name=":8" />
  • 2002: Goldener Rathausmann der Stadt Wien
  • 2003: Echo Klassik, Kategorie „Instrumentalist des Jahres“<ref name=":8" />

Diskografie (Auswahl)

Cello Solo

Kammermusik

Solokonzerte mit Orchester

Weblinks

Commons: Mischa Maisky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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