Zum Inhalt springen

Meir Amit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. November 2025 um 21:18 Uhr durch imported>M Huhn (Aktiv statt Passiv; kleine sprachliche Überarbeitung; Apposition; Schreibfehler behoben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Meir Amit.jpg
Meir Amit (1957)

Meir Amit ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 17. März 1921 als Meir Slutzki in Tiberias, damals Palästina; † 17. Juli 2009 in Tel Aviv-Jaffa, Israel) war ein israelischer General (Aluf) und von 1963 bis 1968 Direktor des israelischen Geheimdienstes Mossad.

Leben

Bereits 1936 trat Amit in die Hagana ein. Seine schulische Ausbildung beendete er mit dem Besuch eines Gymnasiums in Tel Aviv. 1941 heiratete Amit Yona Kelman, mit der er drei Töchter bekam.<ref>Major-General Meir Amit. Major-General Meir Amit, who died on July 17 aged 88, was a leading figure in the Israeli Defence Forces (IDF) and, between 1963 and 1968, head of Mossad, the Israeli foreign intelligence service. In: Daily Telegraph. 22. Juli 2009, abgerufen am 16. August 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1939 bis 1952 gehörte er dem Kibbuz Alonim an.

Seine militärische Laufbahn umfasste von 1940 bis zum Beginn der 1950er Jahre mehrere Offiziers- und Kommandeursposten. 1948/1949 nahm er am Israelischen Unabhängigkeitskrieg teil. 1950 erhielt er das Kommando über die Golani-Brigade. Er studierte Betriebswirtschaft an der Columbia Business School in New York City. Nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten wurde er 1954 Chef des militärischen Aufklärungsdienstes Aman. Diesen Posten hatte er bis 1963 immer wieder inne, obwohl er zwischenzeitlich mehrfach auf hohe Kommandeursposten der Feldarmee wechselte. 1955–1956 hatte Amit das Kommando über das Südkommando und 1958–1962 über das Nordkommando.

1963 trat Meir Amit die Nachfolge von Isser Harel an der Spitze des Mossad an. Zu dieser Zeit wurde die Identität des Mossad-Chefs nicht öffentlich gemacht.<ref name="zenith" /> Amit legte besonderen Wert auf den Ausbau eines umfassenden Agenten- und Informantennetzes in der arabischen Welt und auf enge Verbindungen zur amerikanischen CIA. Anfangs gab es erheblichen Widerstand aus den Reihen des Dienstes gegen den neuen Chef. Amit hatte zuvor die Amtsführung Harels kritisiert. Er wurde von zahlreichen Mossad-Mitarbeitern für den Sturz seines Vorgängers verantwortlich gemacht und nicht akzeptiert. Den Vorwurf weist er jedoch zurück.<ref name="zenith">Daniel Gerlach: »Wenn Du nichts hörst, geht es mir gut«. In: zenith. Candid Foundation gGmbH, 16. Juli 2018, abgerufen am 3. August 2018.</ref>

Datei:JimEngeltonAmit1966 (retouched).jpg
Amit mit dem CIA-Leiter der Spionageabwehr James Jesus Angleton (rechts), 1966

Nachdem Amit sich aber durchgesetzt hatte, gelangen dem Mossad mehrere erfolgreiche Operationen, darunter der Einsatz des Top-Spions Eli Cohen in Syrien und 1966 der Diebstahl einer MiG-21, damals ein neues Kampfflugzeug, mit dem die Sowjets ihre arabischen Verbündeten ausrüsteten, die ein desertierender Pilot der irakischen Luftwaffe nach Israel flog. Die unter Amit ausgeführten Aufklärungsoperationen leisteten einen erheblichen Beitrag zum israelischen Erfolg im Sechstagekrieg 1967.<ref name="Haaretz">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, Haaretz, 17. Juli 2009. Abgerufen am 18. Juli 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Entführung von Patrouillenbooten, die in Frankreich für Israel gebaut worden waren, aber nicht ausgeliefert wurden, geht auf den Befehl Amits zurück, wurde aber erst 1969 ausgeführt. 1968 trat Zwi Zamir seine Nachfolge als Mossad-Chef an.

Nach seinem Ausscheiden als Direktor des Mossad fungierte Amit als Sicherheits- und Geheimdienstberater der israelischen Regierung. Von 1968 bis 1977 leitete er „Koor Industries“, einen der Histadrut angegliederten Rüstungskonzern in Israel mit über 150 Fabriken. Später arbeitete er bei AMOS, der ersten israelischen Satellitenplattform, und war Mitglied mehrerer Aufsichtsräte.

Amit war 1976 einer der Gründer der Partei Tnu’a Demokratit LeSchinui, die sich 1978 als Schinui neu formierte. Von 1977 bis zum 15. September 1978 gehörte er der Regierung unter Menachem Begin als Verkehrs- und Kommunikationsminister an.<ref>Meir Amit. Abgerufen am 15. Mai 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während dieser Zeit war er Abgeordneter der 9. Knesset und in dieser Funktion Mitglied des Außen- und Verteidigungsausschusses. 1980 trat er in die Arbeitspartei ein.

Literatur

Weblinks

Commons: Meir Amit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Nurock (1952) | Burg (1952–1958) | Barsilai (1958–1959) | Mintz (1960–1961) | Sasson (1961–1967) | Yeshayahu-Sharabi (1967–1969) | Rimalt (1969–1970) | Peres (1970–1974) | Uzan (1974) | Rabin (1974–1975) | Uzan (1975–1977) | Begin (1977) | Amit (1977–1978) | Modai (1979–1980) | Aridor (1981) | Zipori (1981–1984) | Rubinstein (1984–1987) | Ja’akobi (1987–1990) | Pinchasi (1990–1992) | Schachal (1992–1993) | Aloni (1993–1996) | Livnat (1996–1999) | Ben‑Eliezer (1999–2001) | Rivlin (2001–2003) | Scharon (2003) | Olmert (2003–2005) | Itzik (2005) | Hirschson (2006) | Atias (2006–2009) | Kachlon (2009–2013) | Erdan (2013–2014) | Netanjahu (2014–2017) | Ha-Negbi (2017) | Kara (2017–2019) | Amsalem (2019–2020) | Hendel (seit 2020–2020) | Ginzburg (seit 2020–2021) | Hendel (seit 2021–2022) | Karhi (seit 2022)

Vorlage:Klappleiste/Ende

VorgängerAmtNachfolger
Isser HarelDirektor des Mossad
1963–1968
Zwi Zamir

Vorlage:Hinweisbaustein