Meeresstrand-Ringelblume
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Meeresstrand-Ringelblume | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Calendula maritima.jpg
Meeresstrand-Ringelblume (Calendula maritima) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Calendula maritima | ||||||||||||
| Guss. |
Die Meeresstrand-Ringelblume (Calendula maritima) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ringelblumen (Calendula) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Diese seltene Art ist ein Endemit im westlichen Sizilien.<ref name="IUCN" /><ref name="Pasta2017" /> Ihre Zuchtformen werden von manchen Gärtnern Hänge-Ringelblume genannt.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Meeresstrand-Ringelblume wächst als einjährige bis kurzlebig ausdauernde krautige Pflanze<ref name="Pasta2017" /><ref name="Carra2016" /> und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 40 Zentimetern. Die Stängel können im unteren Bereich leicht verholzen. Die jungen Stängel stehen zunächst aufrecht, später breiten sie sich aus und hängen zu Boden.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind mit kurzen klebrigen Härchen bedeckt. Im Gegensatz zur Ringelblume (Calendula officinalis) sind die Laubblätter fleischig und haben einen starken Geruch. Die einfache Blattspreite ist eiförmig bis linealisch; je nach ihrer Platzierung am Stängel: die Oberen sind länglich und werden zur Basis hin immer breiter bis zu einer eiförmigen Form.
Generative Merkmale
Die Hauptblütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni. Der körbchenförmige Blütenstand besitzt einen Durchmesser von 3 bis 5 Zentimetern und enthält zitronengelbe Blüten.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref name="IPCN" />
Lebensraum
Die Meeresstrand-Ringelblume wächst auf stickstoffreichen Böden in der Nähe des Meeres.
Gefährdung
Calendula maritima wurde 2006 auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als „Critically Endangered“ = „vom Aussterben bedroht“ bewertet.<ref name="IUCN" /> Sie kommt nur an zwei begrenzten Arealen auf der Insel Sizilien vor: im Reservat Riserva naturale orientata Saline di Trapani e Paceco zwischen Marsala und dem Monte Cofano im Freien Gemeindekonsortium Trapani im westlichen Teil der Insel Sizilien sowie im Reservat Isole dello Stagnone di Marsala. Dazu gibt es noch Fundorte auf vorgelagerten Inseln.<ref name="Pasta2017"/> Ihr Areal ist stark fragmentiert. Durch die städtebauliche Entwicklung, zu der beispielsweise die Erweiterung des Hafens von Marsala gehört, sind die Standorte ernsthaft von der Zerstörung bedroht. Eine weitere Gefährdung geht von der Konkurrenz und Verdrängung durch invasive Pflanzenarten wie die Essbare Mittagsblume (Carpobrotus edulis) aus. Die Zahl ihrer Bestände und Populationsgrößen sind nicht bekannt.
An einem Standort, an dem Calendula maritima zusammen mit Calendula suffruticosa subsp. fulgida vorkommt, gibt es Hybriden zwischen beiden Taxa, die fertil sind, und die sogar rückkreuzen. Dies könnte diesen Bestand gefährden.<ref name="Plume2015" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Calendula maritima erfolgte 1825 durch Giovanni Gussone in Index seminum anni .... quae ab Horto Regio in Boccadifalco pro mutua commutatione exhibentur.<ref name="Tropicos" /> 2012 erfolgte eine Sichtung von Herbarmaterial und es wurde ein Lectotypus festgelegt. Dabei wurde auch der Rang einer Art und der akzeptierte Name Calendula maritima bestätigt.<ref name="Troia2012" /> Synonyme für Calendula maritima <templatestyles src="Person/styles.css" />Guss. sind: Calendula suffruticosa subsp. maritima <templatestyles src="Person/styles.css" />(Guss.) Meikle, Calendula incana subsp. maritima <templatestyles src="Person/styles.css" />(Guss.) Ohle.<ref name="Troia2012" />
Verwendung
Die Meeresstrand-Ringelblume existiert auch in kultivierter Form. Sie findet als Beet- und Balkonpflanze Verwendung. Wichtigste Sorte ist die gelbe ‚Skyfire‘, eine kompakt wachsende und hängende Züchtung. Sie eignet sich für Beete, Blumenampeln, Kübeln und als Bodendecker. Sie benötigt einen sonnigen Standort und leicht saure Substrate.
Quellen
Literatur
- Sandro Pignatti (Hrsg.): Flora d'Italia. Band 3. Edagricole, Bologna 2003, ISBN 88-506-2449-2, S. 138 (Dritter unveränderter Nachdruck der 1. Auflage von 1982).
- Bertrand de Montmollin, Wendy Strahm (Hrsg.): The Top 50 Mediterranean Island Plants. Wild plants at the brink of extinction, and what is needed to save them. IUCN/SSC Mediterranean Islands Plant Specialist Group, IUCN, Gland/Cambridge, 2005, ISBN 2-8317-0832-X, S. 92–93, PDF-Datei, online.
- Salvatore Pasta, Giuseppe Garfì, Francesco Carimi, Corrado Marcenò: Human disturbance, habitat degradationand niche shift: the case of the endemic Calendula maritima Guss. (W Sicily, Italy) In: Rendiconti Lincei. Scienze Fisiche e Naturali, Volume 28, 2017, S. 415–424. PDF. online. doi:10.1007/s12210-017-0611-5
- Anagelo Troia, Werner Greuter, Francesco Maria Raimondo: Revised lectotypification of the name Calendula maritima (Asteraceae). In: Phytotaxa, Volume 71, 2012, S. 48–51. doi:10.11646/phytotaxa.71.1.9 online. PDF.
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN"> Calendula maritima bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Calendula maritima bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2020-1. Eingestellt von: A. Troìa, S. Pasta, 2006. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Pasta2017"> Salvatore Pasta, Giuseppe Garfì, Francesco Carimi, Corrado Marcenò: Human disturbance, habitat degradationand niche shift: the case of the endemic Calendula maritima Guss. (W Sicily, Italy). In: Rendiconti Lincei. Scienze Fisiche e Naturali, Volume 28, 2017, S. 415–424. PDF. online. doi:10.1007/s12210-017-0611-5 </ref> <ref name="Plume2015"> O. Plume, F. M. Raimondo, A. Troia: Hybridization and competition between the endangered sea marigold (Calendula maritimaAsteraceae) and a more common congener, In: Plant Biosystems - An International Journal Dealing with all Aspects of Plant Biology, Volume 149, Issue 1, 2015, S. 68–77. doi:10.1080/11263504.2013.810182 </ref> <ref name="Troia2012"> Anagelo Troia, Werner Greuter, Francesco Maria Raimondo: Revised lectotypification of the name Calendula maritima (Asteraceae). In: Phytotaxa, Volume 71, 2012, S. 48–51. doi:10.11646/phytotaxa.71.1.9 online. PDF. </ref> <ref name="Carra2016"> Angela Carra, Bambina Marcella, Salvatore Pasta, Giuseppe Garfì, Badalamenti Ornella, Caterina Catalano, Francesco Carimi, Maurizio Sajeva: In-vitro regeneration of Calendula maritima guss. (asteraceae), a threatened plant endemic to western sicily. In: Pakistan Journal of Botany, Volume 48, 2016, S. 589–593. online. </ref> </references>
Weblinks
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- CNR committed to the conservation of Calendula maritima. online bei Research Italy.
- Datenblatt mit Fotos bei Indice dei nomi delle specie botaniche presenti in Italia - IPFI.
- Datenblatt. (ital.)
- Herbarbeleg.