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Johannapark

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Datei:Johannapark Leipzig.JPG
Johannapark mit Teich und Brücke, im Hintergrund das City-Hochhaus und der Rathausturm (2007)

Der Johannapark ist eine elf Hektar große, innenstadtnahe Parkanlage in Leipzig. Er geht im Südwesten nahtlos in den Clara-Zetkin-Park über und bildet mit ihm und dem Palmengarten zusammen eine große Parklandschaft, die sich im Norden und Süden im Leipziger Auenwald fortsetzt.<ref>Petra Friedrich (2006), S. 169</ref>

Lage

Der Park liegt im Bereich der Leipziger Westvorstadt, im Ortsteil Zentrum-West. Umrahmt wird er nordwestlich von der Ferdinand-Lassalle-Straße, nordöstlich vom Paul-Gerhardt-Weg und der Friedrich-Ebert-Straße, im Süden von der Karl-Tauchnitz-Straße und im Südwesten von der Edvard-Grieg-Allee. Angrenzende Wohnviertel sind das Bachviertel, die Innere Westvorstadt und das Musikviertel.<ref>Plan des Johannaparks und des angrenzenden Clara-Zetkin-Parks (im Flyer Unser Park auf der Website der Stadt Leipzig)</ref> Direkt gegenüber am Park, an der Karl-Tauchnitz-Straße, befindet sich die Galerie für Zeitgenössische Kunst.

Geschichte

Datei:Lutherkirche Johannapark Leipzig 1900.jpg
Johannapark mit Teich und Lutherkirche, kolorierte Photographie um 1900

Der Johannapark wurde in den Jahren 1858 bis 1863 von dem Leipziger Unternehmer und Bankier Wilhelm Theodor Seyfferth (1807–1881)<ref>Wilhelm Seyfferth, Eintrag im Leipzig-Lexikon</ref> auf eigene Kosten angelegt und später der Stadt gestiftet. Damit wollte er an seine im Alter von 21 Jahren verstorbene Tochter Johanna Natalie Schulz erinnern.<ref>Ringel (2015), S. 92</ref> Der Überlieferung nach war sie daran zerbrochen, dass sie dem väterlichen Wunsch entsprechend den ungeliebten Dr. Gustav Schulz heiraten musste. Voller Reue gedachte ihr Vater, der Nachwelt etwas, das in ihrem Sinne gewesen wäre, zu hinterlassen:

„Die Idee, von einem für meine verstorbene Tochter disponiert gewesenem Kapitale eine Stiftung zu begründen, die nicht bloß ihren Namen, sondern auch die vorherrschende Richtung ihres Charakters ‚Andern Freude zu machen‘ verewigen würde, hat mich veranlasst, die Wiese der Frau Professor Schwägrichen am Kuhstrange zu kaufen. Sie in einen Park zu gestalten und diesen Johannapark zu nennen ist meine Absicht.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Wilhelm Theodor Seyfferth: aus dem Brief an den Leipziger Rat 1863
Datei:Lutherkirche über Teich.jpg
Johannapark im Juli 2009

Seyfferth erwarb die am Pleißeufer<ref>„Der alte Pleißelauf vor der Stadt, das Kuhstrangwasser, wurde 1879 verfüllt“, in: Georg Grebenstein, Die Leipziger Gewässer von der Jahrtausendwende bis zur Gegenwart, Neue Ufer, Heft 3, Passage-Verlag Leipzig 1995, S. 7</ref> gelegene Martorffer Wiese<ref>Martorffer Wiese, Eintrag im Leipzig-Lexikon</ref> und einige angrenzende Flächen und ließ sie nach Plänen von Peter Joseph Lenné (1789–1866)<ref>Ringel (2015), S. 93 und Riedel (2005), S. 272</ref> in einen Park im Stil englischer Landschaftsgärten verwandeln. Die Anlage des Parks oblag dem Leipziger Ratsgärtner Otto Wittenberg (1834–1918). Wie bei Lenné üblich wurden viele exotische Baumarten angepflanzt, so dass der Park streckenweise den Charakter eines botanischen Gartens bekam. Im Zentrum der Grünanlage wurde ein Teich mit einer kleinen Insel und zwei Brücken angelegt.<ref name="SL">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Johannapark.] In: Stadt Leipzig. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Januar 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Mit Seyfferths Tod 1881 ging der Park testamentarisch auf die Stadt Leipzig über mit der Bedingung, das Gelände nicht zu überbauen. Er wurde nochmals bis zu einer Grundfläche von acht Hektar vergrößert. Mit dem Bau der Lutherkirche zwischen 1884 und 1887 wurde ein architektonischer Akzent im Stil der Neogotik gesetzt.<ref>Riedel (2005), S. 374</ref><ref>Lutherkirche, Eintrag im Leipzig-Lexikon</ref> Durch die Zusammenlegung mit den Gärten und Grundstücken einiger im Zweiten Weltkrieg zerstörter Gebäude kam der Park zu seinen heutigen Abmessungen.

Mit dem benachbarten Albertpark, dem Scheibenholzpark und dem Palmengarten wurde der Johannapark 1955 unter dem Namen Zentraler Kulturpark „Clara Zetkin zusammengefasst. Seit April 2011 trägt der Park wieder seinen alten Namen Johannapark.<ref>Pressemitteilung der Stadt Leipzig, 22. Februar 2011</ref>

Denkmale

Literatur

Weblinks

Commons: Johannapark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/> Koordinaten: 51° 20′ 4,4″ N, 12° 21′ 45,1″ O

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Vorlage:Navigationsleiste Parkanlagen in Leipzig